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  • #62
Zitat von Sweet*Love:
Nicht nur, dass eine Chemo den Körper bis auf das Äußerste schwächt und malträtiert, sondern, dass auch das, was eine Frau weiblich macht, wie ihre schönen Haare (in den schlimmsten Fällen, wenn eine oder beide Brüste amputiert werden müssen), vor ihren eigenen Augen zerstört wird und ihr nichts anderes übrig bleibt, als mitanzusehen, was mit ihrem Körper geschieht.

Ich ziehe vor solchen Menschen wie dir aus tiefster Seele den Hut und habe unglaublichen Respekt vor ihnen, wenn sie es schaffen, solchen Frauen, mit Hilfe der Schönheits- und Kosmetikindustrie, zu helfen, ihnen ein kleines Stück an Selbstwertgefühl zurückzugeben.

Ich muss gestehen, das lese ich mit gemischten Gefühlen... "das, was eine Frau weiblich macht"...... ist das so ?
Und dass die Schönheits- und Kosmetikindustrie quasi selbstlos therapeutisch unterwegs ist, war mir so auch noch nicht klar....
 

Salut

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  • #63
Zitat von SchöneHelena:
DIe spinnt ja!!! Ältere Frauen die ihre Haare extrem kurz tragen, wirken schnell mal hart und männlich (ich meine nicht alle, manchen steht das gut), irgendwie a-sexuell. Das meint sie ja eigentlich auch damit, dass langes Haar irgendwie verführerisch sei. Sie will dich also auf die Seite der un-sexy, sexuell nicht mehr aktiven, oder asexuell wirkenden Frauen ziehen?? Was soll das? Wenn du mich fragst hat sie einen Frust darüber dass sie älter wird und neidet dir dein selbstbewusstes tragen des jugendlichen langen Haars.
Da muss ich dir recht geben. Sehe ich absolut so.
 

Salut

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  • #64
@ Schreiberin "Ich muss gestehen, das lese ich mit gemischten Gefühlen... "das, was eine Frau weiblich macht"...... ist das so ?
Und dass die Schönheits- und Kosmetikindustrie quasi selbstlos therapeutisch unterwegs ist, war mir so auch noch nicht klar...."

Wen du dir für dich selbst, aus Weiblichkeit nichts machst, gilt das noch lange nicht für alle Frauen und zum Glück nicht.

Dann hast du aber keine Ahnung von Frauen die ihre Weiblichkeit verloren haben und was das bedeutet für ihre Lebensqualität und hattest damit auch noch nie etwas zu tun. Das braucht halt Einfühlungsvermögen. Ich würde gerne sehen, wie es dir selbst erginge, in dieser Situation. Man versteh das nur wenn man sich intensiv damit beschäftigt und sich hineinfühlt in krebskranken Frauen und ihr leiden. Wobei es für mich oder andere Menschen ziemlich schnell klar ist, ohne sich damit grossartig auseinander zu setzen, es ist selbstverständlich zu begreifen. Schlussendlich ist die Heilung das wichtigste, natürlich. Es hilft ihnen aber ungemein, sich im eigenen Körper wieder wohl und weiblich zu fühlen. Auch sie haben das recht sich hübsch zu machen und ihre Weiblichkeit so gut wie möglich zu erhalten. Entschuldigung, ich habe es selbst erlebt an mir nahe stehenden Menschen, wie extrem sie leiden. Unterschätze bitte deren Bedürfnisse nicht und was es aus macht, solchen Menschen ein kleines Stück Selbstwertgefühl zurück zu geben und sie eine Möglichkeit entdecken zu lassen, sich ein kleines Stück Lebensqualität, Weiblichkeit zurück zu holen und sie sich darüber freuen können. Die Kosmetikindustrie ist hier nicht selbstlos therapeutisch unterwegs. Diese Dienstleister arbeiten mit Ärzten, Psychologen und Spitäler zusammen. Es geht nicht nur um Hautpflege und Kosmetik oder überhaupt. Es fängt z.B bei der Kopfbedeckung für Chemopatienten, Perücken die natürlich wirken, angenehm zu tragen sind, wie schminke ich mich jetzt, wenn ich keine Augenbrauen mehr habe? etc etc etc.
 

Howlith

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  • #65
Zitat von Salut:
(...) und hattest damit auch noch nie etwas zu tun.
Woher willst Du das wissen ???

Zitat von Salut:
Nun, wie es um Dein Einfühlungsvermögen bestellt ist, lese ich hier ...

Zitat von Salut:
Ich würde gerne sehen, wie es dir selbst erginge, (...)

??? Sorry, aber das würdest Du gerne sehen ... hast Du über diesen Satz auch nur eine einzige Sekunde lang nachgedacht ... hast Du so etwas nicht eigentlich schon viel zu oft gesehen??? *kopfschüttel*
 
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  • #66
Zitat von Salut:
Wen du dir für dich selbst, aus Weiblichkeit nichts machst, gilt das noch lange nicht für alle Frauen und zum Glück nicht.

Nur mal so zur Klarstellung und damit du meine Beiträge vielleicht mal mit anderer Brille liest : ich habe auch lange blonde Haare und auch ein Kurzsichtiger kann durchaus aus einer gewissen Entfernung erkennen, dass ich zur Gattung "Frau" gehöre. Ich definiere "Weiblichkeit" vielleicht nur ein bisschen umfassender als lange Haare, große Brüste, hohe Schuhe und aufwändig geschminkt. Und gewichte es nicht so stark, ob jemand da nun viel Wert drauf legt oder nicht. Frausein hat für mich mehr damit zu tun, einen anderen Lebensplan, andere Interessen und manchmal andere Denkweisen zu haben, Kinder zu haben mit allen Konsequenzen, manchmal eine andere Art von Humor... Aber das sind jetzt auch nicht Merkmale, die Frau haben MUSS. Nicht, dass gleich als nächstes die Folgerung kommt, ich hätte behauptet, nur wer ein Kind hat, sei weiblich.... Oder anders ausgedrückt : ich würde einer flachbrüstigen, ungeschminkten, kurzhaarigen Freundin niemals die Weiblichkeit absprechen.... Mag sein, dass du das gar nicht so ganz anders siehst und wir uns hier nur in Schlagwörtern und Assoziationen verrennen...

Dann hast du aber keine Ahnung von Frauen die ihre Weiblichkeit verloren haben und was das bedeutet für ihre Lebensqualität und hattest damit auch noch nie etwas zu tun. Das braucht halt Einfühlungsvermögen. Ich würde gerne sehen, wie es dir selbst erginge, in dieser Situation. Man versteh das nur wenn man sich intensiv damit beschäftigt und sich hineinfühlt in krebskranken Frauen und ihr leiden. Wobei es für mich oder andere Menschen ziemlich schnell klar ist, ohne sich damit grossartig auseinander zu setzen, es ist selbstverständlich zu begreifen. Schlussendlich ist die Heilung das wichtigste, natürlich. Es hilft ihnen aber ungemein, sich im eigenen Körper wieder wohl und weiblich zu fühlen. Auch sie haben das recht sich hübsch zu machen und ihre Weiblichkeit so gut wie möglich zu erhalten. Entschuldigung, ich habe es selbst erlebt an mir nahe stehenden Menschen, wie extrem sie leiden. Unterschätze bitte deren Bedürfnisse nicht und was es aus macht, solchen Menschen ein kleines Stück Selbstwertgefühl zurück zu geben und sie eine Möglichkeit entdecken zu lassen, sich ein kleines Stück Lebensqualität, Weiblichkeit zurück zu holen und sie sich darüber freuen können. Die Kosmetikindustrie ist hier nicht selbstlos therapeutisch unterwegs. Diese Dienstleister arbeiten mit Ärzten, Psychologen und Spitäler zusammen. Es geht nicht nur um Hautpflege und Kosmetik oder überhaupt. Es fängt z.B bei der Kopfbedeckung für Chemopatienten, Perücken die natürlich wirken, angenehm zu tragen sind, wie schminke ich mich jetzt, wenn ich keine Augenbrauen mehr habe? etc etc etc.

Wie gesagt : ich würde da eher formulieren "die ihre Haare verloren haben" und nicht "die ihre Weiblichkeit verloren haben". Falls das für dich Wortklauberei ist - okay... Ich nehme sprachliche Formulierungen da eben etwas genauer.
Ja, du magst Recht haben, dass ich leicht reden habe, wenn ich nicht selbst betroffen bin und wenig Erfahrung damit habe. Ich will auch in Bezug auf Krebspatientinnen, Unfallopfer etc. da wirklich keine großen Töne schwingen.... Trotzdem würde ich ihnen wünschen, zusätzlich zu den Schmerzen und den körperlichen Beeinträchtigungen und Veränderungen nicht so vehement mit dem Gedanken kämpfen zu müssen, sie wären jetzt nicht mehr weiblich.
Es ist faszinierend und beeindruckend, dass heutzutage bei körperlichen äußeren Leiden, die seelische Auswirkungen haben geholfen werden kann.
Aber abgesehen von diesen Extrembeispielen stelle ich manchmal fest, dass Verhältnismäßigkeiten da auch schnell verloren gehen. Wenn eine Lid-OP als Schlüssel zum Glück verkauft wird (bei jemandem, der einfach normal alt wird) - da komme ich dann nicht mehr ganz mit...
 
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Mentalista

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  • #67
Zitat von SchöneHelena:
DIe spinnt ja!!! Ältere Frauen die ihre Haare extrem kurz tragen, wirken schnell mal hart und männlich (ich meine nicht alle, manchen steht das gut), irgendwie a-sexuell. Das meint sie ja eigentlich auch damit, dass langes Haar irgendwie verführerisch sei. Sie will dich also auf die Seite der un-sexy, sexuell nicht mehr aktiven, oder asexuell wirkenden Frauen ziehen?? Was soll das? Wenn du mich fragst hat sie einen Frust darüber dass sie älter wird und neidet dir dein selbstbewusstes tragen des jugendlichen langen Haars.

Sehe ich vollkommen ebenso. Wenn ich solche verunstalteten Frauen sehe, dann frage ich mich immer, wo die ihren Verstand haben.

Solche roten und blonden Strähnchen sind für mich sorry, ich bin jetzt mal nicht höflich, so was von prollig.
 

Mentalista

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  • #68
Zitat von Athreyu:
Lass bitte,bitte Deine Haare so, wie sie sind. LANG! Einfach wundervoll weiblich....wow!!
LG Athreyu

Richtig und Frau sollte sich über weiblichen Narzissmus, der sich über versteckten und perfiden Neid ausdrücken kann, informieren.

Gerade im Büroalltag durfte ich dieser oft vertreten, ich durfte es auch persönlich erleben. Sie 10 Jahre älter, frustriert, aufgequollen, natürlich kurze, schlecht geschnittene Haare, grau in grau angezogen, die Büroleiterin.
 

Heike

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  • #69
Also, da wird einerseits wieder mal behauptet, man solle tolerant sein und mit Frisuren sei es so wie mit Meinungen: da darf einfach jeder die haben, die ihm gefällt. Andererseits wird mal wieder ganz knöchern geurteilt, welche Fristur aber eindeutig für was steht.
Worin ein konkreter Mensch seine WEiblichkeit oder seine Männlichkeit sieht, ist was anderes als ein Festschreiben allgemeiner Kriterien, was WEiblichkeit oder Männlichkeit ausmacht.
Ich kenne etwa Herrn Garrett nicht persönlich. Ich weiß nicht, ob er mit seinen langen Haaren Weiblichkeit betonen möchte. Es soll auch Männer geben, die mit ihren langen Haaren Männlichkeit verbinden. Etwa dieser Simson ..., Nachnamen hab ich leider gerade vergessen.
Ebenso könnte es möglich sein, daß eine Frau mit ihrer Kurzhaarfrisur WEiblichkeit verbinden.
(Kurz zur Therapiedebatte: wenn eine Frau ihre Weiblichkeit stark an ihren Haaren festmacht und diese verliert, würde ich tendenziell doppelgleisig fahren: zugleich Erleichterung der Symptome anbieten als auch nahebringen, daß sie der Deutung ihrer Weiblichkeit nicht einfach ausgeliefert ist.)

Die Threadstarterin mit dem süßen Namen, die übrigens schreibt, die Frisur ihrer Nachbarin gut aussehend zu finden, ist verstört. Sweet Love, kannst du vielleicht noch kurz erklären, was genau dich so verstört? Und weißt du mittlerweile schon mehr über den "undefinierbaren, negativen Beigeschmack", von dem du geschrieben hast?
Interessant finde ich auch, daß wenig darauf eingegangen wird, daß du deine Einstellung zu deiner Haarlänge offenbar stark abhängig machst oder machen möchtest davon, was vermutlicherweise Männer bevorzugen. Sonst wird da ja schnell aufgeschrieen, daß das gänzlich falsch sei, weil man seine Haare eben genau nur so tragen sollte, wie es einem selber gefalle.
Allerdings ist diese Unsicherheit und dieses Verstörtsein und die starke Orientierung an einem Geschmack der Männer sicherlich etwas besonders Weibliches. Irgendwelche Kriterien braucht man ja. Sonst wird alles so unordentlich. Und die simplen Zuordnungen schaffen Ordnungen über das Geschlechtschaos wie die Kurzhaarfrisur mit roten Strähnchen Ordnung schafft in die Haare deiner Nachbarin. Insofern schreiben hier lauter Foristen, deren Substralkörper mit Kurzhaarfrisuren mit roten Strähnchen aufwartet, ganz gleich davon, was sie im Spiegel sehen. Und ja, vielen stehts - weil sie halt so sind. Häßlich ists natürlcih trotzdem.
 
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zrs13

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  • #70
Zitat von Heike:
Die Threadstarterin mit dem süßen Namen, die übrigens schreibt, die Frisur ihrer Nachbarin gut aussehend zu finden, ist verstört.
Aus einem "verwirrt" mal eben ein "verstört" zu machen sollte sich bei respektvollem Umgang miteinander eigentlich verbieten. Da wundert man sich dann schon ein wenig über die zugrundeliegende Motivation.

Zitat von Heike:
Und die simplen Zuordnungen schaffen Ordnungen über das Geschlechtschaos wie die Kurzhaarfrisur mit roten Strähnchen Ordnung schafft in die Haare deiner Nachbarin. Insofern schreiben hier lauter Foristen, deren Substralkörper mit Kurzhaarfrisuren mit roten Strähnchen aufwartet, ganz gleich davon, was sie im Spiegel sehen. Und ja, vielen stehts - weil sie halt so sind. Häßlich ists natürlcih trotzdem.
Wenn ich dieses Chaos in Textform lese, da wüsste ich nicht, was da "Ordnung schaffen" soll. Das einzige, was etwas über die Nachbarin aussagt, ist ihr blödes Verhalten in der beschriebenen Unterhaltung. Zur beschriebenen Strähnchenfrisur habe ich dagegen nur eines zu sagen: Ich finde es gruselig.
 

Heike

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  • #71
Zitat von zrs13:
Da wundert man sich dann schon ein wenig über die zugrundeliegende Motivation.
Die da wäre? Laß mich ruhig teilhaben, wenn das Wundern was Tolles ist.

Das einzige, was etwas über die Nachbarin aussagt, ist ihr blödes Verhalten in der beschriebenen Unterhaltung. Zur beschriebenen Strähnchenfrisur habe ich dagegen nur eines zu sagen: Ich finde es gruselig.
Die Nachbarin macht dasselbe wie 70% der Beiträge hier im Thread. Sie gibt den Rat: mach es so wie ich. Und ihr (so berichtetes) Ressentiment gegen Langhaarfrauen deckt sich weitgehend mit dem hier zu lesenden Ressentiment gegen Kurzhaarfrauen. Das Niveau scheint mir ähnlich.
 

zrs13

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  • #72
Zitat von Heike:
Die da wäre? Laß mich ruhig teilhaben, wenn das Wundern was Tolles ist.
Ich glaube so intelligent bist du schon selbst.

Zitat von Heike:
Die Nachbarin macht dasselbe wie 70% der Beiträge hier im Thread. Sie gibt den Rat: mach es so wie ich. Und ihr (so berichtetes) Ressentiment gegen Langhaarfrauen deckt sich weitgehend mit dem hier zu lesenden Ressentiment gegen Kurzhaarfrauen. Das Niveau scheint mir ähnlich.
Beinhaltet das auch, dass du -- mal wieder -- alle darauf hinweisen musst, wie niveaulos sie doch sind? Ich weiß natürlich nicht genau welche 70% du meinst (Überhaupt einen Rat enthält nur ein kleiner Teil) -- jedenfalls darf ich sagen, dass ich sowas hässlich finde. Das ist keine Frage von Ressentiments, sondern von, meinetwegen auch persönlichem, Geschmack. Ist übrigens auch nicht einfach eine Frage von "kurz" ... die Kombination mit gefärbt + Strähnchen machts so grauenhaft.
 

Heike

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  • #73
Zitat von zrs13:
Ich glaube so intelligent bist du schon selbst.
Um zu erraten, was du gerade in deiner rechten Hand hältst? Nein, so intelligent bin ich nicht.

Beinhaltet das auch, dass du -- mal wieder -- alle darauf hinweisen musst, wie niveaulos sie doch sind? Ich weiß natürlich nicht genau welche 70% du meinst (Überhaupt einen Rat enthält nur ein kleiner Teil) -- jedenfalls darf ich sagen, dass ich sowas hässlich finde. Das ist keine Frage von Ressentiments, sondern von, meinetwegen auch persönlichem, Geschmack. Ist übrigens auch nicht einfach eine Frage von "kurz" ... die Kombination mit gefärbt + Strähnchen machts so grauenhaft.

Ich weise die entesprechenden Beteiligten darauf hin, daß sie offenbar auf Augenhöhe mit der Strähnchendame sind. Wenn sie auf diese herunterschauen sollten, mag es sein, daß es ihnen wie ein Hinweis auf ihre Niveaulosigkeit vorkommt. Das ist oft der Mechanismus hier. Man erhebt sich wie selbstverständlich über jemanden, und der ist dann schlecht und man selbst besser, aber wenn ein anderer sich über einen erhebt, dann ist der böse.

Man kann sich die Beurteilungen der Kurzhaarfrau hier anschauen und prüfen, welche den Charakter eines Geschmacksurteils haben wie "Pizza mag ich nicht so" oder "Ich mag lieber Dunkelhaarige als Rothaarige." und welche einen anderen.

Du findest Kurzhaar mit Strähnchen grauenhaft. Ich in den meisten Fällen auch. Und genauso finde ich manche Posts grauenhaft.
Meinetwegen kann man das alles als Geschmacksfrage titulieren, wenn man sich damit vormachen kann, einen sinnvollen Gedanken ausgedrüctk zu haben.
 
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  • #75
Zitat von Heike:
Die Threadstarterin mit dem süßen Namen, die übrigens schreibt, die Frisur ihrer Nachbarin gut aussehend zu finden, ist verstört. Sweet Love, kannst du vielleicht noch kurz erklären, was genau dich so verstört? Und weißt du mittlerweile schon mehr über den "undefinierbaren, negativen Beigeschmack", von dem du geschrieben hast?
Interessant finde ich auch, daß wenig darauf eingegangen wird, daß du deine Einstellung zu deiner Haarlänge offenbar stark abhängig machst oder machen möchtest davon, was vermutlicherweise Männer bevorzugen. Sonst wird da ja schnell aufgeschrieen, daß das gänzlich falsch sei, weil man seine Haare eben genau nur so tragen sollte, wie es einem selber gefalle.
Allerdings ist diese Unsicherheit und dieses Verstörtsein und die starke Orientierung an einem Geschmack der Männer sicherlich etwas besonders Weibliches. Irgendwelche Kriterien braucht man ja. Sonst wird alles so unordentlich. Und die simplen Zuordnungen schaffen Ordnungen über das Geschlechtschaos wie die Kurzhaarfrisur mit roten Strähnchen Ordnung schafft in die Haare deiner Nachbarin. Insofern schreiben hier lauter Foristen, deren Substralkörper mit Kurzhaarfrisuren mit roten Strähnchen aufwartet, ganz gleich davon, was sie im Spiegel sehen. Und ja, vielen stehts - weil sie halt so sind. Häßlich ists natürlcih trotzdem.

Liebe Heike,

danke für deine Antwort.

Das Verhalten meiner Nachbarin an sich hat mich verwirrt, da ich „so eine Seite“ an ihr überhaupt nicht kenne und bis zu diesem Tag auch noch nie kennengelernt habe. Ein klärendes Gespräch bleib bis dato ebenfalls aus, da sie mir nach wie vor aus dem Weg geht. Was das angeht, kann ich sagen, dass es stimmt, dass ich darüber verwirrt bin. Mehr aber auch nicht.

Was meine Haarlänge betrifft, so mache ich sie in keinster Weise von den Meinungen der Männer abhängig. Nicht einmal dann, wenn der süßeste, umwerfenste Mann in Ritterrüstung auf einem weißen Schimmel daher galoppiert kommt und mir sagt: "Meine Liebste, ... ich liebe dich, aber mit kürzeren Haaren würde ich dich noch viel mehr lieben ....". Entweder Mann liebt mich mit meinen langen Haaren, oder eben nicht.

Ich war einfach nur neugierig auf ihre Meinungen und Sichtweisen und finde auch schön, dass sich diesbezüglich auch nette Kolleginnen eingebracht haben.

LG
 

Heike

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  • #76
Zitat von Sweet*Love:
Das Verhalten meiner Nachbarin an sich hat mich verwirrt, da ich „so eine Seite“ an ihr überhaupt nicht kenne und bis zu diesem Tag auch noch nie kennengelernt habe. Ein klärendes Gespräch bleib bis dato ebenfalls aus, da sie mir nach wie vor aus dem Weg geht. Was das angeht, kann ich sagen, dass es stimmt, dass ich darüber verwirrt bin. Mehr aber auch nicht.

Ach so. Also in deinem Eingangspost waren es ja noch zwei Dinge.

… und ich bin seit her ganz schön verwirrt.

Einerseits, weil im Moment absolut keine Ahnung habe, was das sollte. Zumal ich sie so überhaupt nicht kenne.

Und auf der anderen Seite frage ich mich, ob sie vielleicht Recht hat und immer mehr Männer Frauen mit Kurzhaarfrisuren bevorzugen.

Möchtest du über das zweite nicht mehr verwirrt sein, weil du glaubst, es sei irgendwie peinlich, darüber verwirrt zu sein?
Muß es doch nicht.

Was meine Haarlänge betrifft, so mache ich sie in keinster Weise von den Meinungen der Männer abhängig. Nicht einmal dann, wenn der süßeste, umwerfenste Mann in Ritterrüstung auf einem weißen Schimmel daher galoppiert kommt und mir sagt: "Meine Liebste, ... ich liebe dich, aber mit kürzeren Haaren würde ich dich noch viel mehr lieben ....". Entweder Mann liebt mich mit meinen langen Haaren, oder eben nicht.
Ich persönlich, würde lieber einem Geliebten und Partner einen Wunsch erfüllen als es irgendwelchen Hörensagern recht machen zu wollen, die meinen, man dürfe aber als emanzipierte Frau auf keinen Fall seine Frisur vom Geschmack eines Mannes abhängig machen.

Ich war einfach nur neugierig auf ihre Meinungen und Sichtweisen
Ach so.
Wieso?
 
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  • #77
Zitat von Sweet*Love:
Was meine Haarlänge betrifft, so mache ich sie in keinster Weise von den Meinungen der Männer abhängig. Nicht einmal dann, wenn der süßeste, umwerfenste Mann in Ritterrüstung auf einem weißen Schimmel daher galoppiert kommt und mir sagt: "Meine Liebste, ... ich liebe dich, aber mit kürzeren Haaren würde ich dich noch viel mehr lieben ....". Entweder Mann liebt mich mit meinen langen Haaren, oder eben nicht
wie sehr würdest du einen Mann lieben, der immer genau das Gegenteil von dem macht, was du ihm vorschlägst?
 
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  • #78
Das ist die alte Geschichte, der bürgerlichen Gesellschaft passt du dich entweder an oder du bist ausgestoßen. Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie meine Mutter "pariert" hat. Zu der Zeit trugen alle Frauen über 40 Dauerwelle, so eine grässliche Drahtwelle, es war also Usus, sich zu einem gewissen Grad zu "verschandeln", um sich ja nicht herauszuheben aus der Menge, um nicht als jemand dazustehen, der besser sein wollte als die anderen.

Das geht sehr tief. "Man" hat sich gewisser Ansichten zu befleißigen, geschieht im öffentlichen Leben etwas, das als skandalös gewertet wird, dann hat man das im Verein mit 20 bis 30 anderen Abnickern und Jasagern zu verurteilen. Verstößt man eine Weile beharrlich gegen diese ungeschriebenen und nichtsdestoweniger in Stein gemeißelten Regeln, dann ist man "out".

Man sollte das nicht unterschätzen, es macht Angst, wenigstens am Anfang, und man stellt fest, dass die Art und Weise, wie man in Geschäften, beim Friseur etc. behandelt wird, anders geworden ist. Manchmal trifft einen völlig unmotivierte Ablehnung, man fragt sich voll Angst, aber auch voll Wut, was man "schon wieder" falsch gemacht hat. Das ist in der Regel dann die Art und Weise, wie die Superangepassten mit einem umgehen, da ist überhaupt nichts geschehen im Vorfeld, da haben diese Nullen dann bloß einmal eine ihrer seltenen Sternstunden.

Mit der Zeit gewöhnt man sich daran, man findet ein neues Gleichgewicht und ist dann irgendwann sogar froh, diesen Schwachsinn hinter sich gelassen zu haben. Ich kann dir also nur Mut machen, bleib dir treu und lass dich nicht verunsichern. Wahrscheinlich siehst du einfach besse aus als deine Nachbarin.