BeitrÀge
616
Likes
610
  • #46
Ja ich glaube schon, ein gewisser snipes hatte vor nicht all zu langer Zeit davon berichtet. Ziemlich genau ein Jahr her. Ich meine sogar mehr als einmal.
Ja, Miss Marple merkt (sich) alles! 🧐😊 Mir fehlt das so sehr, dass sich meine Frau fragt, wie ich mich ĂŒberhaupt organisiert bekomme. 😅 Ich mach 's halt anders.

Damit will ich dich nicht Ă€rgern, mir scheint, du bist in einer Wiederholungsschleife (oder -spirale?) gelandet (nicht, dass ich das nicht kennen wĂŒrde).

Dabei halte ich nicht so viel von Etiketten. In dem letzten Thread war die Frau in der allgemeinen Wahrnehmung allerdings auch weitgehend "die Böse". Und du zeigtest dich etwas blind gegenĂŒber Zeichen, die anderen direkt ins Auge gesprungen wĂ€ren.

So eine Anziehung entsteht ja aus einer gewissen Resonanz der Muster. Da ist eine ehrliche Bestandsaufnahme - ggf. mit UnterstĂŒtzung - nicht das Schlechteste. Es ist ja nicht so, dass einer der tolle strahlende Held bzw. Heldin ist und dann kommt da so ein bindungsunfĂ€higer Mensch und richtet wĂŒsten Schaden an. Da passt schon SchlĂŒssel in Schloss (von deinen bindungsunfĂ€higen Phasen hast du ja auch geschrieben). Je mehr Bereitschaft da ist, auf die eigenen Themen zu schauen und auch ehrlich damit umzugehen, desto grĂ¶ĂŸeres hmm "Heilungspotential" liegt in einer Beziehung. Du trĂ€gst ja auch ein paar PĂ€ckchen mit dir.
Mit dem PÀckchen, ist so. Es ist vielgestaltig und man frickelt das ganze Leben dran rum und es wird vielleicht kleiner, man kann es vielleicht sogar teilweise lösen, los wird man 's nicht. Ich jedenfalls nicht, ist aber als Anspruch auch zu hoch.
HĂŒbsch finde ich auch, wenn du @tina* nicht mĂŒde wirst herauszustellen "nicht schreiben zu können". Mir fĂ€llt das dann anlĂ€sslich des obig Geschriebenen ein, was ich ziemlich großartig finde.

In meinen Beziehungen habe ich so viel von meinen Frauen gelernt, das ich das sogar als (mein) Muster wahrnahm. Ist der Riemann nicht unschuldig. Schaut man sich Beziehungen an, dann sind das hĂ€ufig Partnerschaften, die sich ergĂ€nzen. Des Partners StĂ€rke ist eigene SchwĂ€che und umgekehrt. Bezogen auf das visuell ansprechendere Thomann-Kreuz. Das steht so nicht im Riemann. Auch daraus entsteht Anziehung, halt SchlĂŒssel-Schloss. In meiner jetzigen Partnerschaft ist das nicht mehr so, was mich anfĂ€nglich schon erstaunt hatte.

Kann dir Hoppels "LieblingslektĂŒre" đŸ€“ an's Herz legen, Riemanns Grundformen der Angst (just am Wochenende mal wieder GesprĂ€chsthema von einem veritablen Hysteriker :)) bzw. Riemann-Thomann-Modell (NĂ€he - Distanz, Dauer - Wechsel).
Der hat da ja schon auch Sichten drin, da kann ich nur noch abwinken. Und wenn man sich daran aufhĂ€ngt, dann kann mancheR das in GĂ€nze scheiße finden. Dann ist das bei mir schon fast 40 Jahre her und beschrieb damals schon eine Ă€ltere Zeit. Das muss man sich schon antun wollen. Mit anfang/mitte zwanzig war ich so durch den Wind, dass ich sogar zu einer Therapeutin gegangen bin. Die Frau war damals schon eher weit jenseits der 60 und das ging persönlich gar nicht. Die Frau war mir von ihrer Art ungewöhnlich unangenehm und die erste Stunde war auch die letzte. Sie hat das auch gesehen, aber mir den Riemann als Tipp mitgegeben. Es dauert mich heute noch der klugen Frau keine RĂŒckmeldung gegeben haben zu können, denn das war nicht mein Lieblingsbuch ^^, es hatte in erheblichen Anteilen dazu beigetragen mich zu retten. Und ich war ziemlich gefĂ€hrdet. War bei mir schon ziemlich speziell und der GlĂŒcksfall, den ich gebraucht hatte und meine Suche sofort erheblich entspannte.
Heute denke ich nicht mehr dran, nutze die dadurch erworbenen "FĂ€higkeiten" nicht mal mehr. Thomann ist mir erst durch PS untergekommen, gerade mal 6, 7 Jahre her. Sie war meine erste, ja sofortige Bekanntschaft. Beruflich sehr erfolgreich und hatte nichts besseres zu tun als das hinzuschmeißen und umzusatteln um sich mit Coaching die Zeit zu vertreiben. Sie hatte den Status "getrennt lebend" und ihr Mann hat sich erfolgreich wieder um sie bemĂŒht, sonst hĂ€tte ich es getan. Sie hĂ€tte es auch sein können, es gibt nicht die Eine fĂŒr's Leben. Man muss gut wĂ€hlen und sich entscheiden. Schon ein heikles KunststĂŒck. FĂ€llt mir gerade auf, sie hĂ€tte auch nicht in mein damals noch fĂŒr wichtig angenommenes Muster gepasst. Habe mich ja zum GlĂŒck nicht daran gehalten.

Dann kannst du erstmal ein bisschen VerstĂ€ndnis und MitgefĂŒhl fĂŒr dich entwickeln und vielleicht auch fĂŒr sie. Der Wille nach Wachstum muss allerdings bei beiden da sein, um eine Chance zur Entwicklung entstehen zu lassen. Da liegt viel Potential.

Ich wĂŒnsche dir Vertrauen đŸŒ± - auch in deine Grenzen. Hast du vielleicht gerade einen unschönen Jahrestag, der grundsĂ€tzliche Zweifel in dir aufscheucht? Das kenne ich von mir, was natĂŒrlich mit dir nix zu tun haben muss.
Ich weiß, du kannst nicht schreiben, um mich zu beeindrucken reicht 's.

Noch mal, den Riemann muss man sich antun wollen und es gibt weitere, sogar recht andere Betrachtungsmodelle. Meine Frau hat den ĂŒbrigens auch, sie kommt aber auch aus dem weiteren geisteswissenschaftlichen Bereich. Wir waren uns auch in einem weiteren Punkt einig: keine "heiße Kartoffel" mehr. Sinn machen kann das trotzdem - wenn man den Partner als Chance erkennen, von ihm lernen kann.
 
BeitrÀge
12.119
Likes
6.249
  • #47
Bei @Snipes schon und da sind es immer die andern. 😮
 
BeitrÀge
9.684
Likes
10.507
  • #48
Bei @Snipes schon und da sind es immer die andern. 😮
Vielleicht hat er ja auch einfach Pech oder kein HĂ€ndchen bei der Auswahl.
Eine selbstbewusste und attraktive Frau hat z.B. keine Probleme damit, wenn ihr Partner Aufmerksamkeit erregt.Die freut sich darĂŒber und macht keine Szene.
Wehe jemand formuliert hier verallgemeinernd. :rolleyes:
 
BeitrÀge
179
Likes
240
  • #50
Hm, angelehnt z.B. an das Video von Alain de Botton und andere suchen wir alle die Wiederholung dessen, was wir als Kleinstkinder erlebt haben - das definiert unsere Version von Liebe. Wenn ich also immer an einen bestimmten Typ Frau/Mann gerate, sollte ich mich umso mehr mal damit und mit mir selbst beschÀftigen.
 
Zuletzt bearbeitet:
BeitrÀge
354
Likes
477
  • #51
Wenn ich also immer an einen bestimmten Typ Frau/Mann gerate, sollte ich mich umso mehr mal damit und mit mir selbst beschÀftigen.
Àhnliches schon im Umfeld erlebt, dass Frau z.B. immer an einen ganz bestimmten Typen Mann gerÀt, der sie runtermacht, cholerische AnfÀlle hat etc. Da wÀre es wichtig mal dahinter zu schauen um aus diesem Muster ausbrechen zu können.
 
BeitrÀge
241
Likes
238
  • #52
Àhnliches schon im Umfeld erlebt, dass Frau z.B. immer an einen ganz bestimmten Typen Mann gerÀt, der sie runtermacht, cholerische AnfÀlle hat etc. Da wÀre es wichtig mal dahinter zu schauen um aus diesem Muster ausbrechen zu können.
Vielleicht sucht man einfach bekannte Muster, weil man das Unbekannte scheut?
Erst mal erkennen, dass ein nicht optimales Rollenbild (oder besser: Lebensbild) die eigene Kindheit geprĂ€gt hat, ohne beleidigt zu sein, oder den Boden unter den FĂŒĂŸen zu verlieren.
Viel Spaß.
 
BeitrÀge
179
Likes
240
  • #53
Vielleicht sucht man einfach bekannte Muster, weil man das Unbekannte scheut?
Erst mal erkennen, dass ein nicht optimales Rollenbild (oder besser: Lebensbild) die eigene Kindheit geprĂ€gt hat, ohne beleidigt zu sein, oder den Boden unter den FĂŒĂŸen zu verlieren.
Viel Spaß.
psychologisch betrachtet ist der Grund, dass alles andere dich einfach nicht toucht, triggert, reizt, wie auch immer man das nennen mag.
Nimm beispielsweise eine Frau die mit einem zuschlagendem, trinkendem Vater aufgewachsen ist und immer an solche Kerle gerÀt. Bei genau solchen Kerlen kriegt sie weiche Knie und ist hin und weg. Noch ohne zu wissen, dass sie scheisse zu ihr sein werden.
Und dann setz ihr einen netten, zuvorkommenden Typen vor, sie wird sich zu tode langweilen und ihn nicht als Kerl wahrnehmen und es gibt keinerlei Erregung, Schmetterlinge etc. Die Libido ist dann nunmal auf die trinkende SchlĂ€gertype geprĂ€gt. Man kann sich umprogrammieren, ist aber ein StĂŒck arbeit.
 
Zuletzt bearbeitet:
BeitrÀge
179
Likes
240
  • #55
Ist das Stockholm Syndrom also auch ein bisschen eine genetisch bedingte Sache, oder einfach antrainiert?
Ist nicht so richtig vergleichbar, oder?
In einer Familienkonstellation kennt ein kleines Kind keine andere Form von Liebe als die ihm gegebene. Dem Stockholmsyndrom geht eine EntfĂŒhrung und ein Entreissen aus einem VertrauensverhĂ€ltnis voran...

Aaaaber meiner diletantischen und unrecherchierten Meinung nach ist das Stockholm Syndrom eine Art Schutzmechanismus? Also in dem Fall angenommen durch die Psyche um nicht komplett zu zerbrechen.
 
Zuletzt bearbeitet:
BeitrÀge
241
Likes
238
  • #56
Aaaaber meiner dilettantischen und unrecherchierten Meinung nach ist das Stockholm Syndrom eine Art Schutzmechanismus? Also in dem Fall angenommen durch die Psyche um nicht komplett zu zerbrechen.
Kongruent, möcht ich meinen, zum oben genannten Beispiel.
Nimm beispielsweise eine Frau die mit einem zuschlagendem, trinkendem Vater aufgewachsen ist und immer an solche Kerle gerÀt.
Und um meinen Einangsgedanken dazuzuholen:
Vielleicht sucht man einfach bekannte Muster, weil man das Unbekannte scheut?
Gibt es eine Komfortzone "SchlĂ€gertyp" fĂŒr Frauen?
 
Zuletzt bearbeitet:
BeitrÀge
354
Likes
477
  • #58
Komischerweise hat sich die Art des
Ich denke ja, wenn auch oft unbewusst. Ich selbst kannte welche, die immer wieder sehr gut darin waren die Typen die sie verdroschen haben auch noch zu rechtfertigen...
Ja, da werden dann die "positiven" Seiten des Typen in der Vordergrund gerĂŒckt, sich selber die "Schuld" gegeben usw. usw. Da wo andere schon lĂ€ngst davon gerannt wĂ€ren, lĂ€sst die geschlagene oder psychisch kaputt gemachte Frau sich immer wieder Entschuldigungen einfallen. Genau das gehört leider auch zum Muster.
 
D

Deleted member 22756

  • #59
Romantizismus lĂ€sst in seiner vollen Pracht grĂŒĂŸen.

Es sind auch Videos mit der einen oder anderen ausgewÀhlten Essenz zu finden.
Auch mit deutschen Untertiteln.
Schöner Vortrag. Geht ein bisschen in Richtung des Disneyfizierungs-Threads?
Aber wirklich spannende Gedanken. Du hattest ihn ja schon mal verlinkt.
Allerdings geht er ja weitgehend von Zusammenleben, Ehe und bis ans Lebensende als Ideal aus. Die Vorteile hat er ja schön beschrieben, aber ich habe das GefĂŒhl, dass mein momentan gelebtes Modell LAT viele Probleme (laundry!) vermeidet. Geht natĂŒrlich nur ohne Kinderwunsch und klassische Familie.

Ich fĂŒhle mich jedenfalls weitgehend bestĂ€tigt, dass ich meinen Partner nicht heiraten wĂŒrde: aus Liebe.
Seine AusfĂŒhrungen zum Thema Ehe sind witzig, aber im Endeffekt geht es doch nur darum, dem anderen das Verlassen so schwer wie möglich zu machen.
Das ist vielleicht interessant, wenn ich mich selbst zu einer möglichen Entwicklung zwingen will. Man kann es aber auch wieder als RĂŒckversicherung unsicherer Menschen sehen: Der verlĂ€sst mich nicht so einfach!

UnabhĂ€ngig davon fand ich die Frage interessant, wer uns eigentlich wirklich sagt, was er / sie ĂŒber uns denkt.
Familie nicht, Freunde eher nicht, wenn dann Partner; und dann vielleicht sogar eher jemand, der uns erst seit einer halben Stunde kennt. Kann ich gut nachvollziehen, und deshalb glaube ich tatsÀchlich, dass solche Foren wie hier echt hilfreich sein können... wenn man das aushÀlt. Ist halt ungefiltert, aber nicht selten sehr, sehr objektiv, denke ich.
 
BeitrÀge
179
Likes
240
  • #60
@Syni
habe heute mein Buch von Ailain de Botton von Thalia abgeholt - "Der Lauf der Liebe" Und bin sehr gespannt :)
 
Zuletzt bearbeitet:
Themenersteller Ähnliche Fragen Forum BeitrĂ€ge Datum
Traumichnich Single-Leben 277
H Single-Leben 20