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  • #16
AW: Beziehungspsychologie: ab wann Kosmetiksachen im Bad deponieren?

Zitat von alster:
.in einer ersten Phase des Kennenlernens mit spontanen Übernachtungen, wäre ich sehr befremdet einen Kulturbeutel (ich liebe dieses groteske Wort) in meinem Bad zu finden ohne gefragt zu werden.
Es ging ja auch um geplante Übernachtungen. Und dass man/frau mal einfach darüber reden sollte, anstatt so ein Problem daraus zu machen.
 
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  • #17
AW: Beziehungspsychologie: ab wann Kosmetiksachen im Bad deponieren?

Zitat von Kaffeetasse:
Danke auch von mir an Oliver und Fackel. Ich finde ihr seht das echt pragmatisch.
Ich bin zwar Pragmatiker, aber in diesem Falle meinte ich das sogar von meiner "unpragmatischen" Seite aus. Das Hinterlassen zeigt mir doch, dass meine Partnerin es wirklich ernst meint. Und wenn sie doch bei mir übernachtet hat, dann sind die Voraussetzungen dafür doch sowieso schon gegeben.
 
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  • #18
AW: Beziehungspsychologie: ab wann Kosmetiksachen im Bad deponieren?

Wenn jemand bei mir übernachtet, habe ich auch gern ein paar Dinge von ihm bei mir. Schließlich bedeutet dieses Übernachten viel.
 
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  • #19
AW: Beziehungspsychologie: ab wann Kosmetiksachen im Bad deponieren?

ach Leute,
aber es sind doch nicht wirklich viele Beziehungen an dieser Frage zerbrochen- oder doch??? :)
Ist der eigentliche Grund der Trennung von Caesar und Kleopatra, dass Caesar seine Sandalen nicht über Nacht in Kleopatras Kemenate lassen durfte?
Und haben sich Romeo und Julia umgebracht, weil sie nicht wussten, wohin mit Romeos "Kulturbeutel"?
Im Ernst, ich finde, sowas ergibt sich in einer wachsenden und sich festigenden Beziehung von selbst. Als meine letzte längere Beziehung bei mir zum ersten male übernachtete, hatte ich zum Glück noch eine Zahnbürste über (die sind auch für Singles im Doppelpack meist billiger).
Als sie dann für das ganze Wochenende kam, räumte ich ein Fach in meinem Schrank für sie, und mit der Zeit kamen immer mehr kleine Dinge hinzu: eine Regenjacke etwa, eine Zusatzjeans, eine Strumpfhose, weil die sonst immer kaputt gehen. Alles ein Stück Alltäglichkeit, ohne viel zu fragen.
Manchmal fand sie dann auch von mir eine kleine Überraschung in ihrem Fach: einen Schal, eine Mütze, ein originelles Handtuch.
Und ich hatte so ein Fach bei ihr.
Tja, und als ich dann diese meine Sachen nach 9 Monaten Beziehung fein säuberlich verpackt in einem Karton wiederfand, war das auch ein deutliches Zeichen, aber kein schönes :)
 
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  • #20
AW: Beziehungspsychologie: ab wann Kosmetiksachen im Bad deponieren?

Zitat von alster:
@vialavita: ich muss zugeben, dass das Nichtspeichern der Nummer des Partners meines Erachtens schon merkwürdig ist. Mich würde dies jedenfalls verletzen.
Bei dem Thema "Sachen im Badezimmer/Wohnung lassen" kommt es bei mir sehr darauf an....in einer ersten Phase des Kennenlernens mit spontanen Übernachtungen, wäre ich sehr befremdet einen Kulturbeutel (ich liebe dieses groteske Wort) in meinem Bad zu finden ohne gefragt zu werden.
hallo Alster,
du hast das richtige wort gewählt; es geht darum, ab welchen zeitpunkt man sich als "partner" definiert. dieser ist bei mir nicht sofort erreicht. ich will nicht eindringlich sein.
 
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  • #21
AW: Beziehungspsychologie: ab wann Kosmetiksachen im Bad deponieren?

Zitat von vialavita:
hallo Alster,
du hast das richtige wort gewählt; es geht darum, ab welchen zeitpunkt man sich als "partner" definiert. dieser ist bei mir nicht sofort erreicht. ich will nicht eindringlich sein.
@vialavita
Danke, das trifft wohl genau den Kern des Problems: Ich habe ihn als Partner gesehen, er mich aber (noch) nicht als Partnerin, und die Kosmetiksachen waren nur das Symptom. Und nachdem ich erkannt habe, wie schwer er sich generell tut eine Beziehung einzugehen, war es kein Wunder dass er sich zurückgezogen hat als er merkte, das wird jetzt eine Beziehung. Die Übernachtungen waren wohlgemerkt geplant und im Vorfeld abgesprochen und trotzdem fühlte er sich dadurch dann "unter Druck gesetzt", da eine Frau in sein Umfeld eindringt...

Um es abzuschließen: Er ist jetzt Vergangenheit, aber es tut weh wenn man sich verliebt und das Gefühl hat, alles beruht auf Gegenseitigkeit und einige Wochen später tritt jemand den Rückzug an. Erinnert mich an die Thread "Von 100 auf Null", nur dass es mich micht ganz so aus heiterem Himmel getroffen hat, weil ich mich mit dem Thema Beziehungsangst schon früher auseinandergesetzt habe.

Schade, durch solche Erfahungen fällt es immer schwerer, unbelastet etwas Neues anzufangen.

VG
Kaffeetasse
 
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  • #22
AW: Beziehungspsychologie: ab wann Kosmetiksachen im Bad deponieren?

Hmmmm.... *nachdenk*

Vielleich wäre es generell hilfreich, die Sache mit dem "beim anderen übernachten" etwas langsamer angehen zu lassen. Dann stellte sich das "Kulturbeutelproblem" nicht. Für mich ist klar: So lange beide nicht von einer festen, dauerhaften Beziehung ausgehen, nimmt jeder seinen Kram wieder mit nach Hause.

Aber vielleicht bin ich für das Ungestüm der Jugend in dieser Sache auch einfach zu alt... *lach&seufz*
 
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  • #23
AW: Beziehungspsychologie: ab wann Kosmetiksachen im Bad deponieren?

Zitat von Kaffeetasse:
@vialavita
Danke, das trifft wohl genau den Kern des Problems: Ich habe ihn als Partner gesehen, er mich aber (noch) nicht als Partnerin, und die Kosmetiksachen waren nur das Symptom. Und nachdem ich erkannt habe, wie schwer er sich generell tut eine Beziehung einzugehen, war es kein Wunder dass er sich zurückgezogen hat als er merkte, das wird jetzt eine Beziehung. Die Übernachtungen waren wohlgemerkt geplant und im Vorfeld abgesprochen und trotzdem fühlte er sich dadurch dann "unter Druck gesetzt", da eine Frau in sein Umfeld eindringt...

Um es abzuschließen: Er ist jetzt Vergangenheit, aber es tut weh wenn man sich verliebt und das Gefühl hat, alles beruht auf Gegenseitigkeit und einige Wochen später tritt jemand den Rückzug an. Erinnert mich an die Thread "Von 100 auf Null", nur dass es mich micht ganz so aus heiterem Himmel getroffen hat, weil ich mich mit dem Thema Beziehungsangst schon früher auseinandergesetzt habe.

Schade, durch solche Erfahungen fällt es immer schwerer, unbelastet etwas Neues anzufangen.

VG
Kaffeetasse
oh Kaffeetasse, tut mir sehr leid. besonders, weil ich erst merke, der angesprochene mann scheint große ähnlichkeiten mit mir zu haben. ich würde mich auch überfordert fühlen, wenn mann die eigene sachen bei mir deponieren (VERSUCHEN) würde. sogar, würde ich sie ihm freundlich beim abschied mitgeben...aber hier meine botschaft an dich (seitens einer angeblich wg vielen enttäuschungen vorsichtiggewordenen): für das, dass ich überdistanciert wirke, dass ich mich nicht aufdränge, dass ich alle mögliche barrieren/schutzmassnahmen aufbaue...bedeutet das nicht, dass ich einen nicht mag, nicht liebe, nicht will, nicht begehre. es bedeutet, dass ich viel länger brauche, mehr beweise notwendig habe, um mir zu erlauben, daran zu glauben.
vielleicht kannst du mit dem noch was anfangen. sorry für deine geschichte :-C
sg
w/46
 
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  • #24
AW: Beziehungspsychologie: ab wann Kosmetiksachen im Bad deponieren?

Zitat von Kaffeetasse:
trotzdem fühlte er sich dadurch dann "unter Druck gesetzt", da eine Frau in sein Umfeld eindringt...
Vielleicht weniger, *dass* sie eindrang, sondern wie schnell. Jeder hat ja so sein eigenes Zeitgefühl, deswegen ist es wohl am einfachsten, man fragt.
 
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  • #25
AW: Beziehungspsychologie: ab wann Kosmetiksachen im Bad deponieren?

Hallo ihr Lieben, wollte euch noch berichten was aus der Sache geworden ist,

also, ich habe meine Kosmetiksachen zurück. Am Freitag hatte ich ihn angerufen, ich würde meine Sachen gerne in den nächsten Tagen abholen kommen. Er meinte, er wolle sie mir vorbeifahren, wollte mir noch etwas dazuschreiben. Heute morgen um 6 Uhr fand ich sie vor meiner Haustür in einer Tüte verpackt zusammen mit einer Art Abschiedskarte "... ohne Abschied gibts keinen Neuanfang. Es fällt mir nicht leicht. Ich habe auch darüber nachzudenken, warum es mir nicht möglich war, Dich als Geschenk anzunehmen.... Mit einer Abschiedsträne grüße ich Dich...".

Mir ist in den letzten Tagen klar geworden, dass er irgendein Problem mit seinem Selbstwertgefühl haben muss. Er hat ja immer wieder betont, dass es ihn unter Druck setzt, wenn Erwartungen an ihn gerichtet sind (na ja, eine Frau die sich verliebt erwartet schon dass etwas daraus wird....) und dass er Angst davor hat, seine Selbstbestimmung zu verlieren (als wenn das wirklich so wäre wenn zwei Menschen finanziell unabhängig sind, ihre eigenen Wohnungen haben und sich 2x pro Woche sehen...), und dass meine selbstbewusste Art ihn irritiert. So so.

Kein Wunder wenn Mann dann bewusst oder unbewusst Dinge tut um frau zu schwächen. Der plötzliche Rückzug, das Gelaber es müsse ja nicht alles so schnell und überhaupt (obwohl er am Anfang doch so Gas gegeben hat...), man müsse sich ja nicht jeden Tag melden, etc ... Das diente doch alles nur dem einen Zweck: ein Schwächling fühlt sich gleich etwas stärker wenn er eine Frau verunsichert und schwächt. Er der ja so sensibel tut hat offensichtlich kein Problem, einen Menschen der ihm nahesteht zu verletzen, indem er sich zurückzieht und mit sich auch seine Aufmerksamkeit, seine Zuwendung,

Plötzlich ist alles so glasklar logisch. Nur blöd dass ich es ganz am Anfang nicht bemerkt habe. Da hat er ja das volle Programm gegeben: volle Aufmerksamkeit, super Zuhörer, Ideen was wir unternehmen und wo wir hinreisen könnten, Kerzenlicht, romantische Stimmung, solange bis er mich an der Angel hatte. Und dann der Rückzug. Von 100 auf Null, aber das kennen wir ja aus einem anderen Thread.

Am liebsten würde ich ihm nochmal die Meinung sagen, aber vielleicht sollte ich mir das lieber sparen? Er der meint so sensibel zu sein, dass er sich in andere einfühlen kann, merkt gar nicht wie sehr er einen Menschen verletzt durch sein blödsinniges Verhalten mit dem er sein geringes Selbstwertgefühl kurzfristig steigert imdem er einem anderen Menschen wehtut. Tolle Sensibilität, ziemlich egozentrisch.

Ich bin erleichtert dass es vorbei ist, aber wütend bin ich auch.

Viele Grüsse
Kaffeetasse
 
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  • #26
AW: Beziehungspsychologie: ab wann Kosmetiksachen im Bad deponieren?

Hey Kaffeetasse,

lass es gut sein und beschäftige Dich nicht mehr mit ihm. Du kannst doch jetzt nichts mehr gewinnen. Aber je eher Deine Gedanken wieder frei sind, desto besser für Dich.

Der Nächste wird sicher anders und besser sein, so wie Du es Dir wünschst. ;-)
 
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  • #27
AW: Beziehungspsychologie: ab wann Kosmetiksachen im Bad deponieren?

Zitat von Kaffeetasse:
... Er der ja so sensibel tut hat offensichtlich kein Problem, einen Menschen der ihm nahesteht zu verletzen, indem er sich zurückzieht und mit sich auch seine Aufmerksamkeit, seine Zuwendung,

Plötzlich ist alles so glasklar logisch. Nur blöd dass ich es ganz am Anfang nicht bemerkt habe. Da hat er ja das volle Programm gegeben: volle Aufmerksamkeit, super Zuhörer, Ideen was wir unternehmen und wo wir hinreisen könnten, Kerzenlicht, romantische Stimmung, solange bis er mich an der Angel hatte. Und dann der Rückzug. Von 100 auf Null, aber das kennen wir ja aus einem anderen Thread.

Am liebsten würde ich ihm nochmal die Meinung sagen, aber vielleicht sollte ich mir das lieber sparen?.....
Ich bin erleichtert dass es vorbei ist, aber wütend bin ich auch. ...
Ja, liebe Kaffetasse, du darfst beides sein, erleichtert und wütend, traurig dazu. Das ist alles in Ordnung und gehört dazu. Ich wünsche dir auch Kraft, dich darauf zu besinnen, was du an Erfahrung dazu gelernt hast, und welche schönen Momente da auch waren. Ebenso wie der Abschluss, der eben nicht besser war, als er es konnte und du es vermochtest. Nun kannst du wieder deinen Blick von ihm ab und auf deine Zukunft hin wenden. Diesen grundsätzlichen Unterschied im Beziehungsmodell früh zu erkennen ist zwar schmerzlich, aber immer noch besser besser als nach längerer Zeit, wenn Lebenssituationen schon miteinander verflochten sind und eine Wiederaufteilung mit mehr Konsequenzen verbunden ist.
Fühlt sich vielleicht im Moment nicht gut an, ist aber wirklich lieb gemeint: es wird dir ohne diese Situation, die dich mehr belastet als sie dich glücklich macht, besser gehen - sehr bald, wenn nicht jetzt schon.
 
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  • #28
AW: Beziehungspsychologie: ab wann Kosmetiksachen im Bad deponieren?

Danke euch allen für eure Meinungen und fürs Trost spenden. Das mit den Kosmetiksachen war ja nur ein Symptom und momentan reflektiere ich immer wieder die ganze Beziehung und was da abgelaufen ist. Mir geht es besser ohne ihn, ich vermisse ihn auch nicht. Trotzdem ist es traurig dass es so gekommen ist, weil man ja am Anfang diese Hoffnung hat und an das Positive glaubt, und dann stellt es sich plötzlich doch als Flop heraus. Das ist echt bitter, gerade wenn man noch vor kurzem die Hoffnung hatte, die Suche hat ein Ende, man ist angekommen...

Ich bin lange genug Single

LG
Kaffeetasse