Julianna

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  • #271
Zitat von fafner:
Man kann doch beides haben. Macht doppelt glücklich. :)
Nicht unbedingt. Manches lenkt vom Wesentlichen ab. Weniger ist Mehr. Wenig zu besitzen macht frei. Man verschwendet nicht unnötig Zeit mit diversen Anschaffungen, die wir unbedingt benötigen - weil die Werbung uns zeigt, wie man mit all diesen Dingen wahrhaftig glücklich wird - ein schneller Neuwagen, für die Kinder Fruchtzwerge, der große Flachbildfernseher, der teuere all-inklusive Urlaub, das beste Smartphone, das Blumengeschirr von der Marke xy, welches dann im Schrank aufgebaut wird, damit es auch jeder Besucher sehen kann, nur noch Bio-Lebensmittel kommen ins Haus, auch das Rad mutiert zum Prestigeobjekt und darf nicht mehr nur Fahrrad sein, die Antifalten-Creme, das teue Shampoo für mehr Haarglanz... alles unnützer Ballast. Für mich gibt es nichts befreienderes als den Minimalismus. Man braucht diesen ganzen Kram nicht, um glücklich zu sein. Glück kann man nicht kaufen.
 

Julianna

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  • #272
Die Insel ist eine Metapher - wer es nicht rafft.


Meine Generation ist in der allesumfassenden Individualität aufgewachsen. Nicht umsonst wird von Generation xy gesprochen. Alles was diese Generation noch vereint ist das krampfhafte Streben nach Individualität. Diese Individualität hat sich abgenutzt.


Da hilft nur noch eins - tabula rasa - oder ein weisser Sandstrand, der noch nicht davon zugemüllt wurde.
 

sugar

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  • #273
Da gebe ich dir recht. Ich mag den Minimalismus. Und er fließt in meine Gestaltung mit ein.


Große lichtdurchflutete, gut proportionierte Räume mit interessanten Grundrissen und wenig Firlefanz. Das Wenige sehr hochqualitativ, jedoch nicht inszeniert wirkend. Im Kern das Gegenteil eines sogenannten Designerhauses. Hipster, Wannabes und Pseudos kaufen so etwas nicht.
 
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fafner

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  • #274
Zitat von Julianna:
Für mich gibt es nichts befreienderes als den Minimalismus.
Da hast Du es zuvor mit dem Konsum vielleicht etwas übertrieben. Das klingt so nach jemand, der eine Sucht überwunden hat.

Was machst Du eigentlich mit Deiner ganzen Kohle, wenn Du möglichst nichts kaufst? Ach halt, Du bist ja sicher nicht gleich von Europa auf die Pazifikinsel geschwommen. Ein wenig Minimalismus-Flug und -Resort war wohl schon noch dabei. :)
 

Julianna

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  • #275
Zitat von fafner:
Da hast Du es zuvor mit dem Konsum vielleicht etwas übertrieben. Das klingt so nach jemand, der eine Sucht überwunden hat.

Was machst Du eigentlich mit Deiner ganzen Kohle, wenn Du möglichst nichts kaufst? Ach halt, Du bist ja sicher nicht gleich von Europa auf die Pazifikinsel geschwommen. Ein wenig Minimalismus-Flug und -Resort war wohl schon noch dabei. :)

Ach fafner! Du stehst wohl total auf dem Schlauch was? Meine Generation ist im Überfluss aufgewachsen. Alles wurde einem hinterher geworfen. Das hat so rein gar nichts mit Kaufsucht zu tun. Überangebot und Massenproduktion - da kann man sich nur angewidert abwenden.


Und die Insel bleibt eine Metapher- auch wenn du versuchst sie zu negieren und auf irgendeine Realität abzubilden.


Kauf dir doch gleich drei Kühlschränke, die du mit Sektflaschen befüllst bis an den Rand. Wenn es das ist was dich glücklich macht!


Ich bevorzuge die Klarheit des Nüchternen.
 

fafner

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  • #276
So gereizt wie Du reagierst, kann ich nicht glauben, daß Dein Minimalismus Dich zufrieden macht. :-/


Sag doch mal, was Du mit Deinem Geld machst. Verschenken? Oder auf dem Konto von 0-Zinsen auffressen lassen? Nur zu sagen, "ich mach da nicht mit", ist doch keine Philosophie. Oder doch? Philippa kennt sich damit ja aus. Mir kommt das ein wenig wie Kopf-in-den-Sand vor...
 
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sugar

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  • #277
Dieses Verzichtsdingens ist in Wirklichkeit auch Ausdruck eines Modedenkens. Eine sehr arme Familie mit mehreren Kindern würde sich über einen Kühlschrank sehr freuen. Die finden es nicht hip, keinen zu haben. Es redet sich leicht daher, wenn man als Kind alles hatte. Die meisten Menschen haben fast nichts und die finden es nicht "angesagt", nichts zu haben.


Außerdem bringen Waren und Dienstleistungen Menschen in Brot und Lohn und es ist ihre Lebensgrundlage. Ohne eine Produktion gäbe es keinen technologischen Fortschritt usw. usw. usw.
 
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  • #278
Zitat von Julianna:
ein schneller Neuwagen, für die Kinder Fruchtzwerge, der große Flachbildfernseher, der teuere all-inklusive Urlaub, das beste Smartphone, das Blumengeschirr von der Marke xy, welches dann im Schrank aufgebaut wird, damit es auch jeder Besucher sehen kann, nur noch Bio-Lebensmittel kommen ins Haus, auch das Rad mutiert zum Prestigeobjekt und darf nicht mehr nur Fahrrad sein, die Antifalten-Creme, das teue Shampoo für mehr Haarglanz... alles unnützer Ballast. Für mich gibt es nichts befreienderes als den Minimalismus. Man braucht diesen ganzen Kram nicht, um glücklich zu sein. Glück kann man nicht kaufen.
Wieso soll es glücklicher machen anstatt der von dir genannten Dinge, mit einer langsamen Rostlaube zu fahren, deine Kinder mit Almighurt zu füttern, in den dicken Röhrenfernseher zu schauen, mit einem alten Nokia zu telefonieren, von Plastiktellern zu essen, Dr Oetker Pizza zu essen, den alten Drahtesel zu fahren, Niveacreme zu benutzen, billiges Shampoo zu benutzen, welches dir brüchiges Haar beschert?
 

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  • #279
Zitat von sugar:
Da gebe ich dir recht. Ich mag den Minimalismus. Und er fließt in meine Gestaltung mit ein.
Große lichtdurchflutete, gut proportionierte Räume mit interessanten Grundrissen und wenig Firlefanz. Das Wenige sehr hochqualitativ, jedoch nicht inszeniert wirkend. Im Kern das Gegenteil eines sogenannten Designerhauses. Hipster, Wannabes und Pseudos kaufen so etwas nicht.

woher kommt das nötige Kleingeld für so ein schickes Loft?
 

sugar

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  • #280
Lofts sind ehemalige Industrieräume. Ich entwerfe keine Lofts. Und Schickes auch nicht.


Außerdem verstehe ich deine Frage nicht.
 

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wohnst du in einer Turnhalle?
 

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Gute Reise!
 

Julianna

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  • #285
Es macht aber (mich) nicht glücklich sich gemeinsam Sonntags Abends vorm Fernseher beim Tatorschauen zu Tode zu langweilen. Das hat nix mit Flachbildschirm oder Röhre zu tun TPT Buchstabencode.


Auf das Argument "irgendwo in Afrika verhungern Kinder" - (es gibt Familien die würden sich über einen Kühlschrank freuen) habe ich schon gewartet - danach kannste die Uhr stellen. Was bitte hat die Harz4-Familie damit zu tun, dass ich keinen Bock auf die Konsum-Tretmühle habe? Völlig undifferenziert. Zwei komplett unterschiedliche Sachverhalte, sugar!


Jeder kann dem Konsum fröhen - ohne schlechtes Gewissen - denn die Produktion und die Fließbandarbeiter müssen ja auch von irgendwas leben - aha?! - was für Gedankenschrott hier manchmal zu Tage tritt.


Da merkt man wieder, wie festgefahren die Menschen sind. Anstatt die Aussage wahrzunehmen, dass Zeit zwischen Menschen, Begegnungen und Gespräch, körperliche Nähe und Zwischenmenschlichkeit im Vordergrund stehen, denkt da einer an 0-Zins Sparkonten. Ja, fafner, you got it! Absolutely.
 
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  • #286
ich frage mich immer, was diese Paare immer so spannendes abends machen, daß sie nicht gemeinsam fernsehen wollen. nach dem Essen ist man satt. geht man jeden Abend aus, betrinkt man sich dann gemeinsam? Oder jeder liest ein Buch? Spielt man Monopoly? hat man jeden Abend stundenlangen Sex? Wenn man sich schon eine Zeitlang kennt, wird auch der Gesprächsstoff dünner. Oder die Inhalte. Es gibt natürlich auch Leute, die reden den ganzen Tag über andere Leute oder regen sich städnig über Politik auf und finden dann auch kein Ende.
 
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sugar

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  • #287
Du drischt Klischees, Julianna. Nicht ich. Fließbandarbeit, Konsum-Tretmühle, Materialismus, Electro-Hipster-Geduldel, die Schönheit von Endlosigkeit (was ist das denn?), Tatort usw.


Ein Potpourri des Geschwurbels. Nichts richtig zu Ende gedacht. Und wenn man etwas dagegen anführt, kommst du mit irgendwas daher, das überhaupt nicht der Inhalt war. Mir ist völlig egal, was du machst oder nicht machst oder gut findest oder nicht gut, Insel +, E-Gitarre, Biochemie, professionelle Violine, was auch immer, aber verzapfe nicht so einen Schmarrn und verdrehe alles. So ist das nämlich kein Gespräch, sondern eine Ansammlung von Plattitüden. Weiter vorne regst du dich über Leute auf, die "nichts gebacken bekommen" oder anderswo über einen Punk, nichts passt zusammen.


Und auch was du über Bio-Lebensmittel schreibst, passt nicht ins Bild. Einerseits plädierst du für eine unvermüllte, unbelastete Natur, aber Bio-Lebensmittel führst du auf unter Blumengeschirr der Marke xy. Dann liebst du die Großstadt usw. Wahrscheinlich bist du irgendwie gefühlt dagegen oder dafür und überhaupt und so. Ist mir auch wurscht. It makes no sense.
 
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fafner

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  • #288
Zitat von Julianna:
Anstatt die Aussage wahrzunehmen, dass Zeit zwischen Menschen, Begegnungen und Gespräch, körperliche Nähe und Zwischenmenschlichkeit im Vordergrund stehen, denkt da einer an 0-Zins Sparkonten. Ja, fafner, you got it! Absolutely.
Du machst auch immer denselben Denkfehler. Da gibt es kein entweder oder sondern nur ein sowohl als auch. Wenn ich mit einer Freundin darüber rede, ob ich mir nun den neuen Smart hole, dann ist da genügend Zwischenmenschlichkeit im Spiel. Erst recht, wenn sie lieber Mini fährt.

​Und auch Du wirst Dich mal um Altersvorsorge kümmern müssen, so viel Zeit hast Du nicht mehr. :)

Zitat von TPT:
Es gibt natürlich auch Leute, die reden den ganzen Tag über andere Leute oder regen sich ständig über Politik auf und finden dann auch kein Ende.
Oder über die Überflußgesellschaft und wie satt man die hat.
 

Julianna

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  • #289
Ich weiss gar nicht, was das Problem ist. Wir haben dieselben Ansichten und Vorstellungen. Ob andere Menschen diese teilen, ist doch total unwichtig. Warum muss man das kritisieren? Reicht es nicht, dass da zwei Menschen sind, die einander verstehen(in ihren Ansichten?)
 

Julianna

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  • #290
Zitat von TPT:
ich frage mich immer, was diese Paare immer so spannendes abends machen, daß sie nicht gemeinsam fernsehen wollen. nach dem Essen ist man satt. geht man jeden Abend aus, betrinkt man sich dann gemeinsam? Oder jeder liest ein Buch? Spielt man Monopoly? hat man jeden Abend stundenlangen Sex? Wenn man sich schon eine Zeitlang kennt, wird auch der Gesprächsstoff dünner. Oder die Inhalte. Es gibt natürlich auch Leute, die reden den ganzen Tag über andere Leute oder regen sich städnig über Politik auf und finden dann auch kein Ende.
Hm, kann ich dir auch nicht beantworten. Vielleicht einfach Mal probeweise den Tv für 3 Monate in den Keller verbannen, und schauen was passiert? Am Ende muss doch jeder selbst wissen wozu er/sie Lust hat - was gefällt. Da gibt es keine Pauschal-Antwort.


Zusammen nebeneinander (jeder für sich) gelesen haben wir noch nie. Wir haben auch noch nie zusammen Alkohol getrunken (er ist abstinent). Monopoly haben wir auch noch nie gespielt (oder irgendein anderes Gesellschaftsspiel). Ich weiss nicht, was andere Paare so machen. Darüber darf man auch nicht werten. Aber ich weiss, was ICH möchte. Und das ist letzlich individuell.
 

sugar

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  • #291
Deine Beziehung zu ihm ist doch mittlerweile lang und breit genug durchgekaut worden. Welchen Nutzen soll es noch haben, sich deine gesammelten unausgegorenen Statements zu Gemüte zu führen?


Nichts für ungut, aber sehe darin eine seltsame Logik des "Um-sich-selbst-kreisens".


Wenn ihr beide ähnliche Sichtweisen habt, ist es es doch okay für euch. Übt halt Verzicht und gut ist.
 
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