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Deleted member 21128

  • #16
Was glaubt ihr, welche beziehungsrelevanten Kernkompetenzen man in einer langen (~3 Jahre Minimum +/- X) stabilen (nicht on-off) Beziehung (Fernbeziehungen und offene Beziehungen mal ausgeklammert) erwirbt, die man anderweitig nicht erwerben kann (z.B. 18 Jahre gemeinsames Zimmer mit Geschwistern).
Ich glaube tatsächlich, dass eine langjährige und stabile Partnerschaft ganz besondere Anforderungen an die soziale Kompetenz stellt und bestimmte Skills (zumindest in der Form und in vertretbarer Zeit) nur in einer solchen erworben werden. Das zeigt sich auch daran, dass die Beziehungskompetenz mit zunehmendem Alter und Erfahrung idR auch zunimmt. Nicht umsonst will man ja keinen Partner, der noch nie eine solche Beziehung hatte.
Es gibt einfach wichtige Unterschiede zu anderen Beziehungen.
- Die Partnerschaft lässt sich lösen, was bei verwandtschaftlichen Beziehungen eher nicht so sehr im Raum steht. Man lebt also mit jemandem auf der Basis von Freiwilligkeit und Vereinbarungen zusammen und muss Alltagsprobleme lösen.
- Liebesbeziehungen sind besonders intensiv und der Druck, etwas am Leben zu erhalten (Paarbeziehungsqualität, Romatik, Erotik ....) ist vergleichsweise hoch.
- Es gibt eine sexuelle Komponente mit Anforderungen, die andere Beziehungen nicht so mit sich bringen. Vertrauen vs. Eifersucht spielt eine ganz andere Rolle.
- tbc

Daraus lassen sich einige Fähigkeiten ableiten, die in anderen Beziehungen nicht so einfach gelernt werden. Insgesamt sehe ich eine Liebesbeziehung als optimale Basis, um lieben zu lernen. Sich selbst und den anderen.
 
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  • #17
Also, ich bezweifele ja, dass die Beziehungsfähigkeit mit zunehmenden Alter steigt. Ich glaube eher das Gegenteil, da man im zunehmenden Alter weniger toleriert und weniger anpassungs- bereit sowie -fähig ist und man muss sich in einer Beziehung nunmal gegenseitig anpassen ...
 
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Deleted member 21128

  • #18
Also, ich bezweifele ja, dass die Beziehungsfähigkeit mit zunehmenden Alter steigt. Ich glaube eher das Gegenteil, da man im zunehmenden Alter weniger toleriert und weniger anpassungs- bereit sowie -fähig ist und man muss sich in einer Beziehung nunmal gegenseitig anpassen ...
Stimmt schon, man weiß ja auch immer mehr, was man nicht will. Je nach Antrieb findet beides parallel statt, aber hier ging es ja um die Frage der
und nicht um die Hemmnisse.
 
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  • #19
Also, ich bezweifele ja, dass die Beziehungsfähigkeit mit zunehmenden Alter steigt. Ich glaube eher das Gegenteil, da man im zunehmenden Alter weniger toleriert und weniger anpassungs- bereit sowie -fähig ist und man muss sich in einer Beziehung nunmal gegenseitig anpassen ...
Das kann man in beide Richtungen deuten.
Wenn man besser weiß, was man will, und was man nicht will, kann das sehr hilfreich sein für eine angestrebte Beziehung ;)

Edit: wenn auch grad OT (man möge es mir nachsehen), wie läuft es denn bei dir aktuell? Da waren doch ein paar Dates und ähnliches? Oder verwechsele ich das grad?
 
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  • #20
Meinst Du mich ?
Wenn Ja: Ich hatte vor 3.5 Monaten eine Frau kennengelernt und bin noch mit Ihr zusammen. Ich mag und liebe sie sehr, aber wir haben sehr unterschiedliche Vorstellungen was das Nähebedürfnis (Sie hat ein deutlich geringeres als ich) und teilweise auch die Beziehungführung betrifft, das irritiert mich oft und bereitet mir Probleme, obwohl sie meint, dass das nicht stimme. Ich versuche damit umgehen zu lernen, da ich ein Langzeitbeziehungsmensch bin.
 
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  • #21
Meinst Du mich ?
Wenn Ja: Ich hatte vor 3.5 Monaten eine Frau kennengelernt und bin noch mit Ihr zusammen. Ich mag und liebe sie sehr, aber wir haben sehr unterschiedliche Vorstellungen was das Nähebedürfnis (Sie hat ein deutlich geringeres als ich) und teilweise auch die Beziehungführung betrifft, das irritiert mich oft und bereitet mir Probleme, obwohl sie meint, dass das nicht stimme. Ich versuche damit umgehen zu lernen, da ich ein Langzeitbeziehungsmensch bin.
Da ihr euch noch nicht so lange kennt, und das Nähebedürfnis sich mit der Zeit ändern kann, fixiere dich nicht zu sehr darauf, vielleicht ist ihr nur wichtig, dass man sich in einer Beziehung nicht verliert sondern eigenständig bleibt. Dass heißt nicht, dass eure Nähe zu einander nicht ausbaufähig wäre. Nähe und Vertrauen müssen wachsen.
 
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  • #22
@Julianna Ich glaub nicht so an die Veränderung von Menschen .... Diese Änderungen sind meistens nur marginal. Deswegen glaube ich auch nicht daran, dass man Beziehungskompetenzen lernen kann. Ich denke man trifft auf einen anderen Menschen und mit dem läuft es dann besser oder schlechter durch dessen Eigenschaften.

... und bei Dir läuft es bestimmt weiterhin gut mit Deinem Schatz.
 
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  • #23
@Julianna Ich glaub nicht so an die Veränderung von Menschen .... Diese Änderungen sind meistens nur marginal. Deswegen glaube ich auch nicht daran, dass man Beziehungskompetenzen lernen kann. Ich denke man trifft auf einen anderen Menschen und mit dem läuft es dann besser oder schlechter durch dessen Eigenschaften.

... und bei Dir läuft es bestimmt weiterhin gut mit Deinem Schatz.
Ich würde das nicht so eng sehen, nicht so schwarz-weiß. Beziehungskompetenzen? Was für ein Wort. Was soll das sein? Eine Worthülse.
Sich im anderen zu spiegeln, sich besser zu erkennen, mit den eigenen Schwächen und Stärken, und daran zu wachsen, das ist für mich Partnerschaft. Mein Mann kennt meine Schwächen und ich die seinen - das geht nur mit Vertrauen - und dann reicht man sich gegenseitig die Hand, und erkennt sich im anderen. Das geht über Worthülsen hinaus. Was ist Kompetenz? Und was ist Beziehungskompetenz?
Soziale Kompetenz ist eine gelungene Kommunikation. Immerhin ;)
 
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  • #24
Ich würde das nicht so eng sehen, nicht so schwarz-weiß. Beziehungskompetenzen? Was für ein Wort. Was soll das sein? Eine Worthülse.
Sich im anderen zu spiegeln, sich besser zu erkennen, mit den eigenen Schwächen und Stärken, und daran zu wachsen, das ist für mich Partnerschaft. Mein Mann kennt meine Schwächen und ich die seinen - das geht nur mit Vertrauen - und dann reicht man sich gegenseitig die Hand, und erkennt sich im anderen. Das geht über Worthülsen hinaus. Was ist Kompetenz? Und was ist Beziehungskompetenz?
Soziale Kompetenz ist eine gelungene Kommunikation. Immerhin ;)
100 % Zustimmung !
Besser kann man es nicht formulieren.
 
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  • #25
Ich hatte vor 3.5 Monaten eine Frau kennengelernt und bin noch mit Ihr zusammen. Ich mag und liebe sie sehr, aber wir haben sehr unterschiedliche Vorstellungen
Du liebst so schnell? Na so kurzer Zeit?:eek::rolleyes: Ihr seid noch in der Kennenlernphase, ist dir das nicht bewusst? Vielleicht ist dein: "Ich liebe sie sehr" was sie daran hindert, dir so nah zu kommen, wie du es gerne hättest?

Wenn mir ein Mann nach so kurzer Zeit des Kennens sagen würde, dass er mich sehr liebt, (und ich seine Vorgeschichte noch kennen würde) würde ich definitiv auf Distanz gehen. Weil grosse gesunde Gefühle wachsen müssen und Zeit brauchen. Meine Meinung!

Je näher zu jemanden trittst, desto mehr geht der Andere einen Schritt zurück. Probiers doch mal aus. Gehe einen Schritt zurück, nicht zu weit und nimm dieses "sehr" einfach raus. Schau was passiert und schreibs hier her. Ich bin gespannt.:)
 
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Deleted member 22756

  • #26
Ich würde das nicht so eng sehen, nicht so schwarz-weiß. Beziehungskompetenzen? Was für ein Wort. Was soll das sein? Eine Worthülse.
Sich im anderen zu spiegeln, sich besser zu erkennen, mit den eigenen Schwächen und Stärken, und daran zu wachsen, das ist für mich Partnerschaft. Mein Mann kennt meine Schwächen und ich die seinen - das geht nur mit Vertrauen - und dann reicht man sich gegenseitig die Hand, und erkennt sich im anderen. Das geht über Worthülsen hinaus. Was ist Kompetenz? Und was ist Beziehungskompetenz?
Soziale Kompetenz ist eine gelungene Kommunikation. Immerhin ;)
Endlich Mal keine Worthülsen..
Wie war das mit der Disneyfizierung?
 
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  • #28
Du liebst so schnell? Na so kurzer Zeit?:eek::rolleyes: Ihr seid noch in der Kennenlernphase, ist dir das nicht bewusst? Vielleicht ist dein: "Ich liebe sie sehr" was sie daran hindert, dir so nah zu kommen, wie du es gerne hättest?

Wenn mir ein Mann nach so kurzer Zeit des Kennens sagen würde, dass er mich sehr liebt, (und ich seine Vorgeschichte noch kennen würde) würde ich definitiv auf Distanz gehen. Weil grosse gesunde Gefühle wachsen müssen und Zeit brauchen. Meine Meinung!

Je näher zu jemanden trittst, desto mehr geht der Andere einen Schritt zurück. Probiers doch mal aus. Gehe einen Schritt zurück, nicht zu weit und nimm dieses "sehr" einfach raus. Schau was passiert und schreibs hier her. Ich bin gespannt.:)
Man sollte nicht von sich auf Andere schließen ... wie erfolgreich warst Du mit Deiner Methode und diese Phrasen müssen nicht wahr sein.

Ich hab solche und solche Frauen kennengelernt. Bisher war mein Nähebedürfnis ein wenig geringer als das der Frauen, die ich kennengelernt habe.

Kennenlernen tut man sich die ganze Zeit ... die Frage ist immer was man noch auf Dauer ertragen oder an was man sich gewöhnen kann ... Manchmal habe ich die Befürchtung, dass es bei mir ein sehr geringes Nähebedürfnis nicht ist. Ich gehe schon zurück ... hoffentlich erkalte (meine innere Reaktion auf solch ein Verhalten) ich nicht zu schnell und Ihr Nähebedürfnis steigt, da ich schon lange mit Ihr zusammenbleiben will.
 
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  • #29
Man sollte nicht von sich auf Andere schließen ... wie erfolgreich warst Du mit Deiner Methode und diese Phrasen müssen nicht wahr sein.

Ich hab solche und solche Frauen kennengelernt. Bisher war mein Nähebedürfnis ein wenig geringer als das der Frauen, die ich kennengelernt habe.

Kennenlernen tut man sich die ganze Zeit ... die Frage ist immer was man noch auf Dauer ertragen oder an was man sich gewöhnen kann ... Manchmal habe ich die Befürchtung, dass es bei mir ein sehr geringes Nähebedürfnis nicht ist. Ich gehe schon zurück ... hoffentlich erkalte (meine innere Reaktion auf solch ein Verhalten) ich nicht zu schnell und Ihr Nähebedürfnis steigt ...
Immerhin könnt ihr nach 3 Monaten ja schon mal über Sex nachdenken. Falls du nicht zusehr erkaltet bist und ihre Bedürfnisse steigen :D
 
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Deleted member 23363

  • #30
Beziehungskompetenzen? Was für ein Wort. Was soll das sein? Eine Worthülse.
Sich im anderen zu spiegeln, sich besser zu erkennen, mit den eigenen Schwächen und Stärken, und daran zu wachsen, das ist für mich Partnerschaft. Mein Mann kennt meine Schwächen und ich die seinen - das geht nur mit Vertrauen - und dann reicht man sich gegenseitig die Hand, und erkennt sich im anderen
Dazu fähig zu sein, nenne ich Beziehungskompetenz!
(lat. competere - zu etwas fähig sein)