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  • #1.066
Die Grundfragen zu dem Gedanken lauten:
  1. Ist das wahr?
  2. Kannst du mit absoluter Sicherheit wissen, dass das wahr ist?
  3. Wie reagierst du (was passiert in dir), wenn du diesen Gedanken glaubst?
  4. Wer wärst du ohne den Gedanken?
Ich finde, diese Fragen sind durchaus hilfreich (vorallem die zweite relativiert ja sowieso) in Bezug auf die Vorstellungskraft in einen angstbesetzten Bereich und der darauffolgenden Gedankenspirale. Nur jetzt zum Thema "Tod" und dem damit verbundenen Schmerz und der Trauer passen sie nicht, finde ich. Da würde ich sagen: ja, es ist wahr, dass unser Körper stirbt, das Andere liegt im Glaubensbereich. Und, ja, der Schmerz und die Trauer hören niemals auf, sie werden mit der Zeit anders im Begreifen des Verlustes, der einfach Fakt ist und der dazu gehört. Und, wenn ich diese Gedanken und die Auseinandersetzung damit nicht hätte, würde ich mich in der Verdrängung belügen, deswegen trage ich sie lieber als einen Teil mit mir herum.Und ja, es tut halt weh.
Es geht mir darum, dass nicht Alles machbar ist, nicht Alles ist steuerbar in etwas "Positives" - vielleicht liegt auch gerade eine Chance darin, wenn man versucht, die "Abgründe", die Schattenseiten zu erforschen, sich darauf einzulassen und dann sie in der Durchwirkung mit dem LebensZugewandten zu leben.
 
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  • #1.067
@Marlene googel mal Byron Katie und Tod. Dort gibt es Texte und Videos - auch auf ihrer Webseite. Vielleicht ist etwas für Dich dabei.
 
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Deleted member 21128

  • #1.069
braucht es eigentlich nicht gerade den Widerstand
Widerstand gegen die Realität, die man nicht verändern kann, braucht es in meinen Augen nicht, nein.
Negative Erfahrungen gehören dazu, und die Gefühle, die damit einhergehen, wollen und sollen gefühlt werden. Für mich ist 'The work' kein Weg der Erleuchtung, obwohl es das bestimmt sein könnte, sondern eher eine Möglichkeit, sich nicht ständig im Widerstand zur Realität zu befinden. Ich bin viel ausgeglichener geworden, und auch meiner Selbst sicherer, dass ich auch mit größeren Herausforderungen (z. B. Schicksalsschlägen) besser umgehen kann. Heute mache ich die Überprüfung nur noch ganz selten, eben dann, wenn ich das Gefühl habe, stehenzubleiben mit meinem Problem.
Und am Schluss machst du idealerweise noch ein, zwei Umkehrungen zur Überprüfung oder zur Selbsterkenntnis. :)
Da würde ich sagen: ja, es ist wahr, dass unser Körper stirbt,
Der Gedanke, der im Widerspruch zur Realität steht, und der überprüft werden kann, lautet auch nicht "Der Körper stirbt", sondern zB "Der Körper soll nicht sterben / hätte nicht sterben sollen".
Und, ja, der Schmerz und die Trauer hören niemals auf
Das ist zB auch ein Gedanke, den man überprüfen könnte...
Man kann durchaus dahin kommen, dass man völlig einverstanden damit ist, dass jemand gestorben ist. Es gibt ja sogar Umstände, bei denen das leicht fällt.
Es geht mir darum, dass nicht Alles machbar ist,
Was die eigenen Gedanken angeht im Grunde schon. Ich verstehe aber, was du meinst. Wir sind keine Roboter.
vielleicht liegt auch gerade eine Chance darin, wenn man versucht, die "Abgründe", die Schattenseiten zu erforschen, sich darauf einzulassen und dann sie in der Durchwirkung mit dem LebensZugewandten zu leben.
Welche Chance siehst du darin?
 
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  • #1.071
@Ed Single ist ein Zeitungsartikel, ich habe ihn nicht wirklich gelesen. Ich denke, es geht, vor allem um das Hamsterrad um schlechte Arbeitsbedingungen,um angemessene Entlohnung was Berufstätigen hauptsächlich zu schaffen macht. Mich hat mein Beruf immer erfüllt, jedoch die Arbeitsbedingungen haben sich in den Jahren sehr zum neg. hin verändert.
 
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  • #1.072
Da hier über Eltern diskutiert worden ist: Als Eltern kann man einiges falsch machen. Der finanzielle Aspekt ist nicht alles. Es ist nicht so, dass man als nichtarme Familie automatisch fehlerfrei durchs Leben geht.
 
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  • #1.073
Ach Geld, es braucht lediglich ein Mindestniveau das man haben sollte, alles was darüber liegt ist nur bei intellektuellem Versagen oder allgemeine Gier notwendig.

Bei uns in der Schweiz macht Wohnung und Krankenkasse je nach Alter etwa 1/2 bis 2/3 der Lebenskosten aus. Wären lediglich diese 2 Belastungen eliminiert ist es erstaunlich wie wenig man wirklich brauchen würde. An Hunger leidet sowieso keiner, auch wenn man gerne davon spricht dass man als arme Familie "Hunger leiden" würde und jeden Franken umdrehen muss.

Wenn man sagt man könne sich kein qualitatives Essen leisten, würde ich mir erstmal fragen wieso man sich diese Wohnung und Krankenkasse leisten kann. In Japan gibt man immerhin 25% des Einkommens fürs Essen aus, bei uns (CH, DE) ist es im Mittel nur etwa 10 bis 15%. So wenig ist uns die eigentlich beste Medizin wert, sodass selbst Krankenkasse oft teurer wird.

Die Krankenkasse brauche ich so gut wie nie, auch meine Eltern welche jeden Monat über 1000 CHF (!), in Worten, Eintausend CHF monatlich für 2 Personen, einzahlen brauchen es so gut wie nie: Einfach nur damit man möglichst sozial zu sehr vielen Verantwortungslosen ist. Dieses Geld könnte man auch in bessers Essen investieren anstatt es fast haltlos in die Pharma reinzubuttern. Es ist wirklich an der Schmerzgrenze was man heutzutage für die Medizin ausgeben muss und Wohnungen werden auch immer teurer, die Bausubstanz aber kein bischen besser.

Diese Kosten sind zum Grossteil nationgemacht, das sind keine wirklichen Kosten der substantiellen Realwirtschaft, also das was wirklich gebraucht wird individuell betrachtet. Aber solange das Kollektiv das irgendwie tragen will bei allen welche bei dieser Wucherung auf der Strecke bleiben ist ja alles OK.
 
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  • #1.074
Wobei ich noch sagen muss, oft ist es unklug unter einem Dach zu wohnen weil wenn man verheiratet ist oder zusammen wohnt, und man kriegt z.B. eine AHV welche sehr häufig unter dem Existenzminimum ist (das ist völlig normal, absichtlich geschaffen), dann kriegt man Ergänzungsleistungen bis zum Existenzminimum. Zu zweit kann es aber je nachdem dazu führen dass dieses Existenzminimum zu zweit gestemmt werden kann ohne Subventionen. Somit gibts für Paare keine Ergänzungsleistungen und Paare werden sogar bestraft. Sie würden als Single mit heimlicher Zweisamkeit finanziell gesehen besser leben, ein echtes Paradoxon. Auch das schafft einen Graben in Beziehungen, man geht umso weniger Ehen oder enge Beziehungen ein. Anders gesagt: Single haben es hierzulande finanziell gesehen erstaunlich gut.

Am Ende treibt es unnötig einen Keil in Sachen Liebe da man als Single oft so gut wegkommt. Manchmal habe ich das Gefühl dass es pure Absicht ist damit die Population eingedämmt wird, also Ehen und Familien möglichst hart bestrafen.

Rein finanziell gesehen möchte ich garantiert keine Partnerschaft haben da es als Mann sowieso fast utopisch ist um eine besser verdienende Frau abzukriegen (Online fast unmöglich, in Natura schon eher). Es geht mir wirklich nur um die Liebe, der finanzielle Anreiz ganz klar inexistent, denn da kann ich selbst als arme Kirchenmaus fast nur verlieren. Wenn dann noch Kind da ist muss ich da zusätzlich bezahlen, also rein finanziell gesehen ist es unklug, wäre da nicht die oft unbezahlbare Liebe.

Online ist hauptsächlich dazu da damit man möglichst gut betuchte Partner angeln kann zu diesem Zwecke hat man auch das berufliche Konzept geschaffen. Es gibt natürlich Ausnahmen aber dieses Konzept ist im Mainstreambereich am überwiegen.
 
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  • #1.075
@Xeshra = Ich dachte, Du lebst in Berlin. Heute schreibst Du von "bei uns in der Schweiz"...
 
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  • #1.076
Ach wo, ich lebte und lebe schon immer in der Schweiz. In Berlin und auch Dresden war ich lediglich zu Gast als möglichst gut inklusionierter Tourist, sodass ich fast "einer der Ihrigen" sein könnte.

Da ich die hohe Diversität der dortigen Menschen mag, ein innovatives und irgendwie sehr offenes Lebensgefühl, auch die deutlich vorhandene Verliebtheit in gute Nahrung als immer grösser werdender Nichenbereich, so habe ich mich ein wenig in die dortige Gegend verliebt. Ich reise also gerne nach Berlin und Umgebung. Wer weiss, es wäre gar möglich dort eines Tages meine Frau anzutreffen.

Ich rede normalerweise "Schwyzerdütsch", aber besser nur als Mundart. Schriftlich finde ich es für uns alle einfacher und zielgerichteter um ein Hochdeutsch mit Grammatik anzuwenden, dann liest sich alles einfacher. Ich habe zwar nichts dagegen wenn einige CH-Künstler zwecks Authentizität gerne in Mundart-Dialekt schreiben, dann aber mit einwandfreiem Dialekt und kein verwaschenes frei interpretiertes Wischiwaschi so wie es im Common-Bereich meistens der Fall ist.

Auch in Deutschland gibts natürlich Dialekte und Mundart, das ist nicht Schweiz-spezifisch. Der CH Dialekt weicht aber oft um einiges stärker vom Hochdeutsch ab, weswegen sprachliches Talent und etwas Kenntnis empfehlenswert ist ansonsten haben viele Deutsche damit Mühe.

Interessant ist auch, ich habe teils ein so unerwartetes oder eigenes Ausdrucksrepetoir sodass selbst Landsleute oft Mühe haben um mich zu verstehen. Nicht wegen der Sprache aber das was ich sage ist einfach vollkommen ungewohnt und dann versteht man es nicht obwohl es diesselbe Sprache ist, interessant irgendwie. Das was man gut versteht sind eigentlich nur etwa 2000 bis 3000 Worte, die Umgangssprache. Geht es darüber hinaus oder steht es in einem neuen Zusammenhang dann wird es kaum noch verstanden.

Ein Schnapsbrenner hatte auch Mühe gehabt um mein Dialekt zu verstehen, ich wechselte deswegen zu Hochdeutsch. Danach hatte er es verstanden und entgegnete einem anderen Kunden sinngemäss "er versteht zwar Schwyzerdütsch aber redet in Hochdeutsch", er musste darüber schmunzeln. Ich verstehe es meistens, aber andersrum ist es schwieriger, das ist so mein Problem.
 
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  • #1.077
OK, wenn ich mir viele Menschen so anhöre mit ihren sehr simplen Worten und Satzbau, dann zweifle ich oft gar daran ob wir Menschen wirklich die hochstehendste Kommunikation haben. Es kann sein das manche Tiere vielen von uns gar darin überlegen sind. Das was uns letzten Endes so mächtig oder überlegen macht ist weniger unser individueller Intellekt als eher unsere enorme soziale Vernetzung, wo besonders die intellektuell stärkeren den Schwächeren meist aufgrund purem Eigennutzen aushelfen. Egal was die Motivation ist, es scheint als ganzes zu funktionieren, vielleicht sogar zu gut, denn Gier und Macht macht gerne blind.
 
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  • #1.078
Die Krankenkasse brauche ich so gut wie nie, auch meine Eltern welche jeden Monat über 1000 CHF (!), in Worten, Eintausend CHF monatlich für 2 Personen, einzahlen brauchen es so gut wie nie:
Ist auch normal - die höchsten Kosten verursacht man normalerweise in den letzten Lebensjahren (egal, wie lange das Leben dauert), weil da halt die Erkrankungen auftauchen, an denen man dann stirbt.
Die wenigsten sterben einfach ohne vorher was gehabt zu haben - mal von Unfallopfern abgesehen.
 
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  • #1.079
@Marlene die Grundidee (und im Nachfolgenden stark verkürzt dargestellt) ist, dass Du Deine toxischen, Dir stressverursachenden Gedanken nicht glauben sollst, weil Du nicht weißt, wissen kannst, ob sie wahr sind. Die Gegenfrage ist, wie würdest Du Dich ohne den belastenden Gedanken fühlen.

Edit:

Die Grundfragen zu dem Gedanken lauten:
  1. Ist das wahr?
  2. Kannst du mit absoluter Sicherheit wissen, dass das wahr ist?
  3. Wie reagierst du (was passiert in dir), wenn du diesen Gedanken glaubst?
  4. Wer wärst du ohne den Gedanken?
Danke Dir für diese Zusammenfassung @Rise&Shine :).

Jetzt verstehe ich auch viel besser Deinen Ansatz @WolkeVier (von vor einigen Wochen) , dass (ungute) Gefühle eben oft durch Gedanken entstehen, die nicht der Wahrheit entsprechen.
Ich stelle hier immer noch Erlebtes gegen (wiegt einfach oft schwerer), das lässt sich mit diesen Fragen aber gut (und wichtiger: für mich überzeugender) relativieren. Auch wenn es an der Situation wenig verändert.
 
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  • #1.080
Ist auch normal - die höchsten Kosten verursacht man normalerweise in den letzten Lebensjahren (egal, wie lange das Leben dauert), weil da halt die Erkrankungen auftauchen, an denen man dann stirbt.
Die wenigsten sterben einfach ohne vorher was gehabt zu haben - mal von Unfallopfern abgesehen.
Es wäre freundlich wenn man weniger Dummschwätzen würde. Es ist teils grober Unfug was da einfach so pauschal verzapft wird.

Erstens verteilen sich die benutzten Krankenkassenkosten übers ganze gesehen auch bei den unter 65 jährigen stark da es noch genug andere Kosten gibt. Das kann Geburt, enorm kostspielige Operationen oder auch chronische Dauerpatienten als auch aufwendige Krebs und viele andere Behandlungen beinhalten, da gibts genug ansammelnde Kosten.

Dann kommt dazu dass noch lange nicht alle "Steinalten" in die Intensivpflege fallen da sie z.B. lediglich aufgrund Altersschwäche sanft einschlafen oder auch plötzlich eine Grippe bekommen, dann ist man in dem Alter oft sofort tot. Sowohl das Einschlafen als auch plötzlicher Tod durch Grippe war in meiner Verwandschaft vorgekommen. Mehrere waren auch vorzeitig an Krebs verstorben, also es gibt genug Optionen wie man vorzeitig ohne Intensivpflege wegsterben kann.

Ausserdem wird bei einem Pflegefall spätestens ab Einweisung in ein Heim praktisch das gesamte Vermögen eingefroren d.h. de facto enteignet, nur auf dem Papier ist noch keine Enteignung erkennbar. Würden diese betagten Pflegefälle etwas überweisen wollen wird es sehr oft von der Bank unterbunden. Hätten sie z.B. 1 Million CHF Vermögen dann wird dieses Vermögen langsam aufgebraucht und nur teilweise hilft die Krankenkasse aus. Auch vorzeitig das Vermögen an Verwandte verteilen ist nicht immer machbar da es auch rückwirkend noch enteignet und Inkasso genommen werden kann. Leidtragende sind natürlich die Familien welche hier zugunsten der Pflege gebeutelt werden, dass sie den Älteren nicht immer freundlich gesinnt sind ist nicht so verwunderlich. Der Staat weiss schon wie sie diese Altersprobleme lösen können, egal mit welchen Mitteln, Hauptsache die Reichen werden stetig reicher. Ich habe wirklich Null Bedenken sofern ich das Kollektiv beuteln würde. Ich bin kein rechtschaffener Hamsterrad-Kriecher der sich dabei noch einen Hexenschuss holt. Ich weiss genau was da abgeht und wie es mit der weltweiten Vermögenslage aussieht, es ist ehrlich und direkt ausgesprochen einfach nur noch kriminell. Glauben muss und soll mir wirklich keiner, es ist besser wenn es keiner glaubt denn die Wahrheit verkraftet kaum einer.
 
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