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Deleted member 20013

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  • #2.013
Ist schon klar. Nur habe ich gar keine Stellung bezogen. Es wurde nur angenommen, ich hätte irgendwann mal generell Stellung bezogen. Jedoch dann festgestellt, dass das nur spezifische Aussagen waren.
Ob mir geglaubt wird, ob ich erscheine, oder nicht, ist mir schnuppe. Das werden dann schon die merken, die anwesend sind (oder auch nicht merken). Von daher sehe ich keine Notwendigkeit Stellung zu beziehen.
 
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*Andrea*

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  • #2.016
Nun ja, wir waren ja in einem Dialog, den du auch als wichtig erachtet hattest, und ich habe in meinem letzten Post an dich die eine oder andere Frage gestellt oder Aussage getroffen, die mE schon eine Erwiderung verdient hätte. Außerdem bin ich es nicht gewohnt, dass man so aus einem Dialog aussteigt, das empfinde ich als nicht sehr wertschätzend.
Ich gebe aber zu, dass ich dem Ganzen jetzt gerade hier eine besondere Bedeutung beimesse, weil das ja hier auch immer wieder Thema ist, sich auf jemanden einlassen und dann kommt von demjenigen nix mehr. Ist das wirklich dem Medium geschuldet? Oder den (unerwünschten) Inhalten?
Nein, an den Inhalten nicht, jedenfalls nicht bei mir, denke ich. Und ich kann mich auch nicht erinnern, in meiner aktiven online Dating-Zeit einfach keine Antwort mehr gegeben zu haben.

Es ist eher meine fehlende Energie und dass ich es oft seltsam finde, nach vielen Seiten von anderen Foristen weitergeführter Diskussionen nochmals auf etwas Altes zu reagieren, wenn ich nicht mal die Kraft habe, die zwischenzeitlich geschriebenen Beiträge zu lesen. Vielleicht käme dann meine Reaktion ja völlig quer zum aktuellen Stand des Gesprächs, oder ich würde bloss wiederholen, was drei andere schon geschrieben haben...

Vielleicht hat es auch etwas damit zu tun, dass ich in meiner Arbeit vorwiegend in oft sehr intensiven Gesprächen bin und dann in meiner Freizeit eher etwas anderes brauche, wenn ich nicht sowieso schon sehr früh ins Bett gehe.

Mich interessiert das Forum ab und zu nach wie vor, um irgendwie persönlich weiter zu kommen, deshalb bleibe ich manchmal dann auch eine Zeit lang an etwas dran. Aber es läuft hier Vieles, was mich nicht mehr so beschäftigt.

Was ich auch immer wieder gerne mache, ist einem (neuen) Threadersteller, der eine Frage hat oder ein Thema, das ihn beschäftigt oder belastet, eine möglichst konstruktive Antwort zu geben. Da sehe ich dann meine "Aufgabe" aber meist mit ein, zwei Beiträgen getan. Wenn sie etwas mitnehmen wollen, von dem, was ich geschrieben habe, schön, wenn nicht, ist das nicht mein Problem.

Ausserdem treibe ich auch je nach Laune, vor allem, wenn ich müde bin und mir doch der Sinn noch ein wenig nach Austausch steht, einfach ein bisschen Schabernack, mache Witze, gebe gerne auch Senf dazu, der ein wenig quer zur oder vielleicht auch nur neben die Wurst zu liegen kommt, weil ich die Leute gerne über unerwartete Dinge oder in neue Richtungen zum Nachdenken bringe (ob mir das häufig gelingt, wage ich allerdings zu bezweifeln, meist werden meine Beiträge wohl eher missverstanden, vielleicht gar als Ausdruck von Problemen, die ich gar nicht habe).

So jetzt muss ich mich wohl noch nach deinem letzten Beitrag an mich auf die Suche machen...
 
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*Andrea*

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  • #2.017
Wer gibt uns denn diese Aufgabe, wenn nicht wir selbst? Ich sehe das anders, für mich besteht der Sinn des Lebens maximal darin, es zu leben. Und da kann ich doch am meisten rausholen, wenn ich so glücklich wie nur möglich bin.
Die Frage ist doch, was du denkst, würde dich glücklich machen, und ob du damit nicht andere davon abhältst, auch glücklich zu sein.
Für mich gehört dazu, mein Leben zu leben, dass ich auch versuche, mich dabei ethisch korrekt zu verhalten. Sonst finde ich das Leben nicht in der Tiefe gelebt, die es haben kann und für mich im Übringen auch haben muss, damit ich glücklich sein kann.

Ich habe nirgends gesagt, dass meine Vorstellung eines gelingenden Lebens unglücklich macht, sondern ich bin mit dir einig, dass ein gutes Leben auch glücklich macht. Allerdings sind wir uns vielleicht damit, was es bedeutet, glücklich zu sein, oder was glücklich macht, nicht immer einig.

In meinen Augen ist es klar, dass ich mich diesbezüglich immer wieder irre und erst mit mehr Lebenserfahrung und mehr Reflexion herausfinde, dass ich mich (und andere) manchmal früher selbst unglücklich gemacht habe. Das Nachdenken darüber, ob und wie ich allenfalls anderen schade oder ob ich irgendwo unehrlich oder unfair bin, hilft mir auf meinem Weg zu einem guten, gelingenden Leben auch, immer klarer zu sehen, was dieses für mich beinhaltet und was ich besser loslasse oder ändere. Dazu braucht es aber den Willen dazu, ethisch korrekt zu handeln. Wenn ich dagegen in erster Linie glücklich sein wollte, dann hätte ich vielleicht oft gar nicht bemerkt, dass mich etwas, wonach ich früher strebte, eigentlich nicht wirklich auf tiefe Weise glücklich gemacht hat. Was denkst du darüber? Wie entwickelst du dich? Es ist ja wohl nicht so, dass du von Anfang an irrtumslos wusstest, was dich glücklich macht.

Ich meine, dass der Unterschied in unseren Betrachtungsweisen vermutlich nur die Intension ist. Für mich ist diese Tugendhaftigkeit nicht die Lebensaufgabe selbst, sondern die Voraussetzung dafür, ein möglichst glückliches (u. a. erfülltes) Leben zu haben.
Ja, das habe ich mir auch schon gedacht. Am Ende kommt es vielleicht aufs Selbe heraus, nur mit einem je anderen Umweg.

Gelernt im Sinne von Einsicht oder im Sinne von Fertigkeiten?
Beides. Es gibt hilfreiche Fertigkeiten, um Einsicht geschenkt zu bekommen, und hilfreiche Fertigkeiten, um die Einsicht umzusetzen.

Je besser es der Welt um mich herum geht, desto glücklicher kann ich sein.
Ja, das stimmt. Aber die Frage ist auch, ob man bei "um mich herum" irgendwo eine Grenze zieht und die Welt weiter draussen gar nicht oder nicht so stark beachtet. Ich denke, vielleicht gibt es in unserer unterschiedlichen Sicht auf diese Dinge auch hier einen wichtigen Unterschied, vermutlich auch einfach gradueller Natur.
Im Übrigen komme ich auch immer mehr dazu, mich bloss um das zu kümmern, was gerade um mich herum ist, statt mich z.B. über Politik zu nerven. Aber wenn ich lerne, dass ich mir immer mehr bloss das kleine Hier und Jetzt bedeutsam ist und dass mir dieses unendlich viel schenken kann und gleichzeitig eine unendliche, aber schöne Herausforderung sein kann, dann kann ich auch immer mehr einfach hier bleiben, wo ich schon bin. Ich muss nicht mehr so oft oder gar nicht mehr in der Welt herumreisen, weder für Projekte und das Lernen von Offenheit für Fremdes, noch für schöne Eindrücke und Glück.

Nein, das finde ich nicht, es gibt IMHO ganz unterschiedliche Wege. Im Grunde genügt es herauszufinden, was weh tut und was nicht und seine Handlungen und Entscheidungen danach auszurichten. Und Verzicht gehört immer dazu, aber nicht zum Selbstzweck.
Wie meinst du das mit dem *weh tun"? Du versuchst herauszufinden, was dir weh tut, und dann tust du es nicht mehr?
Da wäre ich nicht ganz einverstanden. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass das Schmerzhafte oft viel weiter führt als das Bequeme und einen deshalb langfristig auch glücklicher macht.
Zum Selbstzweck muss man nicht verzichten, nein, aber vielleicht schon für das Glück von anderen.
Andererseits erlebe ich dann meist im Nachhinein, nach einem Verzicht, auch wenn er aus ethischen Gründen erfolgt ist, eine Befreiung oder mehr innere Ruhe, und damit auch mehr Glück.

Damit überträgst du deinen Anspruch auf alle anderen, und das funktioniert definitiv nicht. Außerdem ist es widersprüchlich, denn die damit einhergehende (Ab-)Wertung ist eben gerade nicht ethisch. Und sie impliziert die Vorstellung, dass man (am besten) weiß, was gut für alle ist.
Vielleicht hast du da recht.

Andererseits ist es aber auch eine Frage, ob man immer selbst am Besten weiss, was für einen selbst gut ist. Manchmal entdeckt man doch im Nachhinein, dass ma da sehr falsch lag...

(Ist die Differenz also vielleicht auch ein wenig darin begründet, ob man eher eine individualistische oder eine kollektivistische Haltung hat und wie stark ausgeprägt sie in welchen Bereichen ist?)
 
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*Andrea*

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  • #2.018
Nun ja, wir waren ja in einem Dialog, den du auch als wichtig erachtet hattest, und ich habe in meinem letzten Post an dich die eine oder andere Frage gestellt oder Aussage getroffen, die mE schon eine Erwiderung verdient hätte. Außerdem bin ich es nicht gewohnt, dass man so aus einem Dialog aussteigt, das empfinde ich als nicht sehr wertschätzend.
Ich habe das jetzt gerade nochmals gelesen und finde, dass du recht hast, dass es aus dieser Perspektive nicht wertschätzend von mir dir gegenüber war, keine Antwort mehr zu geben. (Also hast du dich ethisch korrekter verhalten als ich. ;)) Aber ich war auch erstaunt, als du heute nachgefragt hast und dass dir das offenbar so wichtig war.
Ich sehe ja, was du meinst mit der Wertschätzung, aber gleichzeitig ist für mich das Stehenlassen irgendwie auch eine gute Geste dem Anderen gegenüber. Wenn ich gar nicht einverstanden bin, dann sage ich das, zumindest, wenn ich dem Gegenüber in der Situation zutraue, dass er etwas davon verstehen könnte und dass die Diskussion dadurch nicht sinnlos eskaliert. Wenn ich also nicht mehr reagiere, dann ist da auch ein Stück weit Einverständnis, und ich muss nicht immer das letzte Wort haben. Und dann ist da noch ein fürs Forum typisches Ding: hier reden ja immer viele mit, und eigentlich verabschieden sich doch die wenigsten, wenn sie zu einem Gespräch nichts mehr weiter sagen wollen. Ausserdem trifft man sich hier ja immer mal wieder und spricht - über etwas Anderes oder auch über etwas Ähnliches - weiter, zu einem im Voraus unklaren Zeitpunkt. Von daher ist mir dein Wunsch nach einer Antwort doch wieder nicht ganz klar. Hattest du denn stark das Gefühl, mir in unserem Gespräch etwas gegeben zu haben? Mehr als in den Gesprächen hier sonst? Weil ich dich ursprünglich nach einer Erklärung gefragt hatte? (Ich hatte mich doch für deine Antwort damals auch schon bedankt, glaube ich wenigstens.)
Mir kommt auch gerade in den Sinn, dass du schon mal irgendwo geschrieben hattest, ich würde mich der Diskussion entziehen. Hmm. Vielleicht ist mir das Forum einfach nicht mehr so wichtig, oder ich habe auch gemerkt, dass ich mich sowieso nur beschränkt verständlich machen kann und deshalb kratzt es mich nicht mehr so, wenn ich merke, dass da Leute sind, die etwas anders sehen oder mich sogar missverstehen. Für mich ist es ein grosser Fortschritt, den ich vielleicht auch ein Stück weit dem Forum verdanke, dass ich auch etwas, mit dem ich noch nicht komplett einverstanden bin, einfach so stehen lassen und vor allem trotzdem gut schlafen kann...
Ich gebe aber zu, dass ich dem Ganzen jetzt gerade hier eine besondere Bedeutung beimesse, weil das ja hier auch immer wieder Thema ist, sich auf jemanden einlassen und dann kommt von demjenigen nix mehr. Ist das wirklich dem Medium geschuldet? Oder den (unerwünschten) Inhalten?
Ich hatte das vorher so verstanden, dass du mit "hier Thema" meintest, dass man sich im Forum über fehlende Antworten von Kontakten auf Parship beklagt. Aber jetzt frage ich mich, ob du damit den Umgang im Forum meinst. Beschäftigt dich das? Ich habe das Gefühl, dass dies damit zu tun hat, dass hier ja viele schreiben und man vielleicht gar nicht so stark auf eine Person fixiert ist. Sich deshalb auch nicht jedesmal bedankt oder verabschiedet. Sähe das Forum nicht seltsam aus, wenn das alle tun würden, nachdem sie einen Austausch hatten?
 
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fafner

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  • #2.019
Vielleicht ist mir das Forum einfach nicht mehr so wichtig, oder ich habe auch gemerkt, dass ich mich sowieso nur beschränkt verständlich machen kann und deshalb kratzt es mich nicht mehr so, wenn ich merke, dass da Leute sind, die etwas anders sehen oder mich sogar missverstehen. Für mich ist es ein grosser Fortschritt, den ich vielleicht auch ein Stück weit dem Forum verdanke, dass ich auch etwas, mit dem ich noch nicht komplett einverstanden bin, einfach so stehen lassen und vor allem trotzdem gut schlafen kann...
Meine Rede schon länger! :) Das ist ein Gelassenheitstraining hier. ;)
Manche schaffen das nicht. :oops:
 
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Deleted member 21128

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  • #2.020
Liebe Andrea, da hast du dir ja richtig viel Mühe gemacht, vielen Dank! :)

Deine Ausführungen zu den Besonderheiten hier im Forum kann ich nachvollziehen, natürlich beendet man die Teilnahme an Gruppengesprächen idR ohne Worte. Ich würde es nur dann nicht tun, wenn ich mit jemandem im Dialog bin und ich das Gefühl habe, da steht noch was aus, ist noch was offen.

Die Frage ist doch, was du denkst, würde dich glücklich machen, und ob du damit nicht andere davon abhältst, auch glücklich zu sein.
Ja, das kann vorkommen, bewusst (dann muss ich abwägen) oder unbewusst und unvermeidlich.
Für mich gehört dazu, mein Leben zu leben, dass ich auch versuche, mich dabei ethisch korrekt zu verhalten.
Da sind wir uns einig. Wie gesagt, Ideale habe ich auch. Oder anders gesagt, ich bin glücklicher, wenn ich das Gefühl habe, dass ich mich ethisch korrekt verhalte. Das Thema Urlaubsreisen ist wohl ein schönes Beispiel für einen entsprechenden Zielkonflikt, da ist mir der Spaß der Reise wohl wichtiger als mein ethischer Anspruch.
Das Nachdenken darüber, ob und wie ich allenfalls anderen schade oder ob ich irgendwo unehrlich oder unfair bin, hilft mir auf meinem Weg zu einem guten, gelingenden Leben auch, immer klarer zu sehen, was dieses für mich beinhaltet und was ich besser loslasse oder ändere. Dazu braucht es aber den Willen dazu, ethisch korrekt zu handeln. Wenn ich dagegen in erster Linie glücklich sein wollte, dann hätte ich vielleicht oft gar nicht bemerkt, dass mich etwas, wonach ich früher strebte, eigentlich nicht wirklich auf tiefe Weise glücklich gemacht hat. Was denkst du darüber?
Wie gesagt, ich kann es nicht immer vermeiden, andere unglücklich zu machen. Damit muss ich leben. Und klar findet man manchmal im Nachhinein heraus, dass das Glück nicht immer da liegt, wo man es vermutet.
Wie entwickelst du dich? Es ist ja wohl nicht so, dass du von Anfang an irrtumslos wusstest, was dich glücklich macht.
Nein, das verändert sich ja auch immer wieder. Ich würde sagen, dass ich da heute langfristiger denke als früher. Aber die "Dinge", die Glück verheißen sind immer wieder andere.
Aber die Frage ist auch, ob man bei "um mich herum" irgendwo eine Grenze zieht und die Welt weiter draussen gar nicht oder nicht so stark beachtet. Ich denke, vielleicht gibt es in unserer unterschiedlichen Sicht auf diese Dinge auch hier einen wichtigen Unterschied, vermutlich auch einfach gradueller Natur.
Ich denke, ich ziehe meine Grenze da, wo ich gefühlt unmittelbar Einfluss habe.
Ich muss nicht mehr so oft oder gar nicht mehr in der Welt herumreisen, weder für Projekte und das Lernen von Offenheit für Fremdes, noch für schöne Eindrücke und Glück.
Was sind denn die Dinge, die dich glücklich machen, falls du das sagen magst?
Wie meinst du das mit dem *weh tun"? Du versuchst herauszufinden, was dir weh tut, und dann tust du es nicht mehr?
Na ja, Schmerzhaftes nicht zu wiederholen ist sicherlich auch ein Teil, aber das allein wird nicht funktionieren. Ich meine das mehr im Sinne von Epiktet: "Es sind nicht die Dinge selbst, die die Menschen beunruhigen, sondern wie sie über die Dinge denken." Ich versuche also, die Dinge die mir weh tun anders zu bewerten.
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass das Schmerzhafte oft viel weiter führt als das Bequeme und einen deshalb langfristig auch glücklicher macht.
Das wäre zB eine Einstellung, die ich für mich in Frage stellen würde. Warum sollte das so sein? Brauchst du den Schmerz als Motivation?
Andererseits erlebe ich dann meist im Nachhinein, nach einem Verzicht, auch wenn er aus ethischen Gründen erfolgt ist, eine Befreiung oder mehr innere Ruhe, und damit auch mehr Glück.
Auch das würde ich überprüfen. Hat das mit "es sich verdienen müssen" zu tun? Mit schlechtem Gewissen?
 
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Deleted member 21128

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  • #2.021
Von daher ist mir dein Wunsch nach einer Antwort doch wieder nicht ganz klar.
Wie gesagt, wir waren mitten im Dialog und für mich waren noch Fragen offen. Außerdem finde ich den Austausch für mich bereichernd.
Hattest du denn stark das Gefühl, mir in unserem Gespräch etwas gegeben zu haben?
Das war nicht mein Ziel, denke ich.
Für mich ist es ein grosser Fortschritt, den ich vielleicht auch ein Stück weit dem Forum verdanke, dass ich auch etwas, mit dem ich noch nicht komplett einverstanden bin, einfach so stehen lassen [...] kann...
Da geht's mir ähnlich. Aber so lange ein echter Austausch stattfindet, sehe ich keinen Grund, diesen aufzugeben.
 
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*Andrea*

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  • #2.022
Liebe Andrea, da hast du dir ja richtig viel Mühe gemacht, vielen Dank! :)
Du dir ja auch! :)

Ich denke, ich ziehe meine Grenze da, wo ich gefühlt unmittelbar Einfluss habe.
Das tun wohl die meisten. Man nennt das dann Verantwortungsdiffusion. Geschieht leider oft auch, wenn man eigentlich schon etwas hätte machen können, vor allem gemeinsam. (Was jetzt nicht heissen will, dass ich dies nicht auch tue!)

Was sind denn die Dinge, die dich glücklich machen, falls du das sagen magst?
Oh, da gibt es ganz, ganz Vieles. Z.B. die ersten Sonnenstrahlen nach dem Regenwetter; ein Eichhörnchen im Wald, das von Baum zu Baum springt, hoch oben in den Wipfeln der Tannen; ein singendes kleines Mädchen in der Strassenbahn; heute eine junge Frau, die einer fremden alten Dame, die etwas wackelig auf den Beinen war, angeboten hat, die Tasche nach Hause zu tragen; wenn ich nach der Arbeit das Gefühl habe, dass es gut gelaufen ist und mein Input vielleicht ein klein wenig etwas bewegt hat; wenn wir in der Teamsitzung eine fröhliche, anpackende und wertschätzende Stimmung erleben; wenn ich nach einer strengen Woche ein gänzlich unverplantes Wochenende vor mir habe; wenn ich mich mit einer guten Freundin treffe und ich im Gespräch mit ihr den Eindruck habe, dass wir zwar an verschiedenen Orten, aber doch an ganz ähnlichen Themen dran sind; wenn mich unverhofft meine Mutter anruft; wenn mir meine Nichte auf Whatsapp schreibt; wenn ich zufällig einer Bekannten, die ich mag, über den Weg laufe; wenn auf meinem Balkon Blumen blühen oder Tomätchen reifen; wenn ich den Wind im Gesicht spüre; wenn ich einen Schneeball werfe und das Ziel um zwei Meter verfehle; wenn ich ein Buch lese, das ich - ohne zu wissen weshalb - ganz intuitiv ausgewählt habe, und dann merke, dass es genau zu dem Thema, das mich so beschäftigt, eine Geschichte erzählt; wenn ich mir eine Überraschung ausgedacht oder jemandem ein Geschenk gemacht habe und spüre, dass das grosse Freude auslöst; wenn ich beim Kochen etwas Neues ausprobiert habe (ohne Rezept), und es wirklich lecker schmeckt; wenn eine Diskussion im Forum zu einer neuen Einsicht führt.

Na ja, Schmerzhaftes nicht zu wiederholen ist sicherlich auch ein Teil, aber das allein wird nicht funktionieren. Ich meine das mehr im Sinne von Epiktet: "Es sind nicht die Dinge selbst, die die Menschen beunruhigen, sondern wie sie über die Dinge denken." Ich versuche also, die Dinge die mir weh tun anders zu bewerten.
Ja, das finde ich auch etwas Wichtiges.

Das wäre zB eine Einstellung, die ich für mich in Frage stellen würde. Warum sollte das so sein? Brauchst du den Schmerz als Motivation?
Ich denke, du hast mich missverstanden. Es ist eher so, dass ich (seelischem) Schmerz nicht aus dem Weg gehen will, sondern mich dem Schmerzhaften stellen, die Gefühle aushalten lernen will, damit die problembehaftete Sache verarbeitet werden kann, damit ich einen anderen Umgang damit lernen kann, damit vielleicht gar etwas in mir heilt. Natürlich mache ich nicht absichtlich Dinge, die schmerzhaft sind, aber ich versuche mich nicht von Schmerz abzulenken oder ihn (z.B. mit übertriebener Wut) auf andere abzuladen. (Das gelingt mir natürlich nicht immer.) Solche Erfahrungen meinte ich. Man kommt "dank" schmerzhaften Erfahrungen oft weiter, als wenn alles problemlos gelaufen wäre. Leben braucht ein gewisses Risiko, gewisse Herausforderungen, und manchmal lernt man dann aus den schmerzhaften Fehlern allerhand. Und das steigert schliesslich die Fähigkeit, glücklich zu sein. Das meinte ich.

Auch das würde ich überprüfen. Hat das mit "es sich verdienen müssen" zu tun? Mit schlechtem Gewissen?
Nein. Auch hier haben wir offenbar aneinander vorbei geredet. Ich denke beim Wort "Verzicht" offenbar an ganz Anderes als du. Z.B. Verzicht auf eine Gewohnheit, Verzicht auf Status (z.B. beruflichen), Verzicht auf Ablenkung (z.B. Fernseher, Handyabo); Verzicht darauf, im Zentrum zu stehen, etwas besser zu wissen etc.

Wie gesagt, wir waren mitten im Dialog und für mich waren noch Fragen offen. Außerdem finde ich den Austausch für mich bereichernd.
Für mich hat es zu mehr Verständnis für dich und Menschen, die ähnlich leben wie du, geführt.
Ich habe einfach nicht immer die Menge an Energie, die ich mir eigentlich wünschen würde, und deshalb versuche ich manchmal auch auf Dinge zu verzichten, die im jeweiligen Moment Energie rauben. Da erlaube ich mir heute schon mal, auch entgegen den eventuellen Wünschen anderer und entgegen meinen Erkenntissüchten auf "Arbeit" zu verzichten. Dieser Verzicht hat übrigens die zunächst paradox erscheinende Wirkung von mehr Einsicht und "Weisheit", denn er hilft mir, mehr in Ruhe zu sein und dadurch tiefer zu verstehen und mich mehr auf die anderen einzulassen. Also manchmal Verzicht auf Quantität auch im Austausch von recht Tiefgründigem zugunsten von mehr Qualität.
 
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  • #2.023
Liebe @himbeermond

Ich weiß nicht, warum genau du mich scheust, wie der Teufel das Weihwasser. Aber ich gebe hiermit auf. Ich möchte keinem mir unbekannten Menschen ein anscheindend so schlechtes Gefühl vermitteln. Und da du schon sehr lange in diesem Forum unterwegs bist und ich hier neu bin, werde ich gehen.
Ich wünsche dir ein tolles Leben und dass alle deine Wünsche wahr werden. Du bist ein warmherziger Mensch, das mag ich.

Liebe Grüße

Lou
Guten Morgen @Lou Salome . Es tut mir leid, ich kann mit Deinem Post überhaupt nichts anfangen. In jedem Fall solltest Du Deine Entscheidungen für Dich treffen und nicht von dramatischen Vermutungen über Dir unbekannte Personen abhängig machen.
Ansonsten: Manchmal sollte man Dinge einfach stehen lassen. Das möchte ich dann jetzt gerne auch wieder ganz undramatisch tun können. Danke. :)
 
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Deleted member 21128

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  • #2.024
Das tun wohl die meisten. Man nennt das dann Verantwortungsdiffusion. Geschieht leider oft auch, wenn man eigentlich schon etwas hätte machen können, vor allem gemeinsam.
Man kann natürlich immer etwas (und vor allem immer mehr) tun. Wo fängt man an, wo hört man auf? Und ist man dazu verpflichtet? Ist man ein besserer Mensch, wenn man mehr macht? Wie wird das gewertet, was man gezwungenermaßen schon tut (zB sehr hohe Steuern zahlen)?
Das ist schön! Mich machen solche und ähnliche Dinge auch glücklich, ich achte immer sehr darauf, die Dankbarkeit für die "simple Things" nicht zu verlieren. Die großartigen Erlebnisse kommen noch dazu. Und im Rahmen derer gibt es ja um so mehr von den kleinen Dingen.
Ich denke, du hast mich missverstanden. Es ist eher so, dass ich (seelischem) Schmerz nicht aus dem Weg gehen will, sondern mich dem Schmerzhaften stellen, die Gefühle aushalten lernen will, damit die problembehaftete Sache verarbeitet werden kann, damit ich einen anderen Umgang damit lernen kann, damit vielleicht gar etwas in mir heilt.
Ja, dann habe ich das falsch verstanden. Gefühle anzunehmen und zuzulassen gehört natürlich dazu. Mir hilft da das Wissen und die Erfahrung, dass es "nur" Gefühle sind, die bringen mich nicht um. Wenn du dazu mal was vertiefen möchtest, empfehle ich "Jann Weiss - Teaching the monkey to fly" (Amazon US).
Ich denke beim Wort "Verzicht" offenbar an ganz Anderes als du. Z.B. Verzicht auf eine Gewohnheit, Verzicht auf Status (z.B. beruflichen), Verzicht auf Ablenkung (z.B. Fernseher, Handyabo); Verzicht darauf, im Zentrum zu stehen, etwas besser zu wissen etc.
Ich muss zugeben, dass mir Verzicht nicht wichtig ist. Ich konsumiere gerne und mag die Voraussetzungen dafür, welche mit Status usw. einhergehen. Und auch viele der emotionalen Zuwendungen sind mir wichtig, auch wenn sich diese im Laufe der Jahre geändert haben.
Für mich hat es zu mehr Verständnis für dich und Menschen, die ähnlich leben wie du, geführt.
Hm, das klingt ja eher abgrenzend als verbindend. Alle Menschen leben anders als ich, in den Urlaubsländern ganz besonders, aber ich verbinde damit kein Verständnisproblem. (Ich kann es leider nicht so genau formulieren, aber etwas an deiner Aussage irritiert mich.)
Also manchmal Verzicht auf Quantität auch im Austausch von recht Tiefgründigem zugunsten von mehr Qualität.
Und weißt du schon im Vorfeld, welche Qualität dich bei einem Austausch erwartet?
 
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*Andrea*

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  • #2.025
Man kann natürlich immer etwas (und vor allem immer mehr) tun. Wo fängt man an, wo hört man auf?
Immer noch mehr tun zu wollen oder tun zu müssen, ist sicher nicht die Lösung und führt zu Überforderung und psychischen Problemen.
Aber: Vielleicht ginge es manchmal eher darum weniger zu tun... Das wäre für unseren Planeten nicht das Dümmste (resp. für die menschliche Bevölkerung darauf, um den Planeten selbst und die Natur generell mache ich mir eigentlich weniger Sorgen, die Natur überlebt uns Menschen problemlos, zur Natur gehört ja auch, dass sie enorm wandlungs- und anpassungsfähig ist).

Und ist man dazu verpflichtet? Ist man ein besserer Mensch, wenn man mehr macht?
Da kann wohl nur jeder auf sein Gewissen und seine innere Stimme hören. Vergleichen und bewerten sollte man da wohl eher nicht die Menschen, sondern einzelne Handlungen. Jeder Mensch handelt ja in verschiedensten Bereichen und niemand könnte das alles überhaupt überblicken, das wäre sehr anmassend. Aber über einzelne Handlungen zu sprechen, zu vergleichen, was besser ist, finde ich doch eine notwendige und auch natürliche Sache. Wenn wir das nicht täten, hätte sich weder die Menschheit als Ganzes entwickelt, noch würden wir uns als einzelne Menschen im Verlauf unseres Lebens entwickeln.

Wie wird das gewertet, was man gezwungenermaßen schon tut (zB sehr hohe Steuern zahlen)?
Wer viel Steuern zahlt, hat noch viel mehr weiterhin zur Verfügung. Es gibt Menschen, die leben unter dem Existenzminimum und handeln sehr liebevoll gegenüber anderen, tun ihr Bestes, müssen dazu aber immer noch einen Kampf für ihre materielle Existenz führen. Hast du überhaupt eine Ahnung, wie belastend das sein kann?!
Ich finde Steuern zahlen eine gute Sache! (Natürlich bezahle ich viel weniger als du.) So viel wie mir das relativ friedliche Zusammenleben, die Chancen für die (jungen) Menschen und die Infrastruktur, die alles viel einfacher und weniger beschwerlich macht, Wert sind, könnte ich aber nie und nimmer bezahlen, auch wenn ich so viel hätte wie du vielleicht.

Ja, dann habe ich das falsch verstanden. Gefühle anzunehmen und zuzulassen gehört natürlich dazu. Mir hilft da das Wissen und die Erfahrung, dass es "nur" Gefühle sind, die bringen mich nicht um. Wenn du dazu mal was vertiefen möchtest, empfehle ich "Jann Weiss - Teaching the monkey to fly" (Amazon US).
Danke für den Tipp!
Allerdings kenne ich diese Erfahrung auch, das Wissen darum ist mir täglich ein wichtiger Begleiter, den ich auch weiterzuvermitteln versuche. :)

Hm, das klingt ja eher abgrenzend als verbindend. Alle Menschen leben anders als ich, in den Urlaubsländern ganz besonders, aber ich verbinde damit kein Verständnisproblem. (Ich kann es leider nicht so genau formulieren, aber etwas an deiner Aussage irritiert mich.)
Ich finde es verbindend, wenn ich es schaffe, jemanden besser zu verstehen. Ich gebe zu, dass ich längst nicht alle immer verstehe, und wenn ich da weiterkomme, finde ich das hilfreich und verbindend.
Vielleicht kannst du doch nochmals versuchen, zu formulieren, was dich daran irritiert.
Möglicherweise, weil es impliziert, dass da vorher etwas Abgrenzendes da war? Das leugne ich nicht, empfinde es aber auch nicht irgendwie als meine Schuld, insbesondere, da ich ja immer schon versuche, Grenzen zu anderen Menschen zu überwinden (und mit riesigen Anstrengungen, die natürlich, wenn man irgendwie dazu lernt und merkt, wie es funktioniert, nämlich ganz leicht :), im Nachhinein absurd erscheinen... aber wenn's nicht von Anfang an geht, hat das seine triftigen Gründe!)

Und weißt du schon im Vorfeld, welche Qualität dich bei einem Austausch erwartet?
Nein, natürlich nicht. Aber ich weiss um meine (energetischen) Begrenzungen und auch, dass ich mich besser auf andere einlassen kann, wenn ich in Ruhe bin, statt mich gestresst und "überfüllt" von zu verarbeitenden Eindrücken, Gedanken und Emotionen zu fühlen. Kommst du da nie an deine Grenzen?
 
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Deleted member 21128

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  • #2.026
Vielleicht ginge es manchmal eher darum weniger zu tun... Das wäre für unseren Planeten nicht das Dümmste
Stimmt, aber dann müsste ich ja zB aufs Reisen verzichten bzw. es reduzieren, und das fällt mir sehr schwer.
Wer viel Steuern zahlt, hat noch viel mehr weiterhin zur Verfügung.
Ja, das stimmt. Trotzdem gibt er auch viel für die Gemeinschaft. Schließlich leistet er ja (meistens) auch viel.
Hast du überhaupt eine Ahnung, wie belastend das sein kann?!
Ja, habe ich. Ich bin sehr arm aufgewachsen. Sehr arm.
So viel wie mir das relativ friedliche Zusammenleben, die Chancen für die (jungen) Menschen und die Infrastruktur, die alles viel einfacher und weniger beschwerlich macht, Wert sind, könnte ich aber nie und nimmer bezahlen, auch wenn ich so viel hätte wie du vielleicht.
Schön dass wir das Prinzip der Solidargemeinschaft haben, zusammen schaffen wir das.
Vielleicht kannst du doch nochmals versuchen, zu formulieren, was dich daran irritiert.
Die Formulierung
hat für mich etwas trennendes. Als würdest du über einen Zaun schauen oder durch eine Scheibe.
Möglicherweise, weil es impliziert, dass da vorher etwas Abgrenzendes da war?
Dieses Abgrenzende ist mir irgendwie fremd, das empfinde ich nur bei Menschen, mit denen ich auf Kriegsfuß stehe, und das ist sehr selten.
da ich ja immer schon versuche, Grenzen zu anderen Menschen zu überwinden
Aber die Grenzen sind doch in deinem Kopf. Warum?
wenn's nicht von Anfang an geht, hat das seine triftigen Gründe!
Es gibt triftige Gründe dafür, dass bei dir mir gegenüber etwas Abgrenzedes war? Ich bin mir keiner Schuld bewusst.
Sehr selten, ich habe nie das Gefühl, dass ich mich präventiv schützen muss. Aber ich kenne einige Menschen, die darauf achten müssen, so wie du anscheinend auch, und ich finde das sehr gut, wenn es ihnen gelingt.
 
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*Andrea*

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  • #2.027
Guten Morgen WolkeVier!

Ja, das stimmt. Trotzdem gibt er auch viel für die Gemeinschaft. Schließlich leistet er ja (meistens) auch viel.

Ja, habe ich. Ich bin sehr arm aufgewachsen. Sehr arm.
Dann müsstest du aber vielleicht auch wissen, dass viel leisten nicht unbedingt mit dem Einkommen und Vermögen korreliert.

Als würdest du über einen Zaun schauen oder durch eine Scheibe.
Ja, das ist schon so. Jetzt ist zumindest die Scheibe geputzt.

Dieses Abgrenzende ist mir irgendwie fremd, das empfinde ich nur bei Menschen, mit denen ich auf Kriegsfuß stehe, und das ist sehr selten.

Aber die Grenzen sind doch in deinem Kopf. Warum?
Es gibt eigentlich keine Menschen, mit denen ich auf Kriegsfuss stehe. Aber es gibt Dinge, die Leute tun oder Haltungen oder Lebensweisen, die mich abschrecken. Das hat wohl weniger mit den Leuten an sich zu tun, als damit, dass ich dies unbewusst mit sehr schwierigen Erfahrungen, die ich gemacht habe, verbinde. Ich bin an diesen Mustern am Arbeiten, schon lange und sehr intensiv, und sie lösen sich auch immer mehr (auf). Aber es ist nicht meine Schuld. Es war wohl eher ein Überlebensmechanismus, um nicht ständig zu stark getriggert zu werden. Wenn mir Menschen, die solches bei mir auslösen, "Vorwürfe" machen, wenn ich versuche, mich anzunähern und auseinanderzusetzen, dann ist das zwar eventuell verständlich, aber für mich nicht unbedingt hilfreich.

Es gibt triftige Gründe dafür, dass bei dir mir gegenüber etwas Abgrenzedes war? Ich bin mir keiner Schuld bewusst.
Triftige Gründe können auch ausserhalb von dir liegen. Ich habe nie gesagt, dass du irgendwie Schuld hast. In diesem Zusammenhang möchte ich auch nochmals darauf zurückkommen, dass mir Abwertung der anderen vorgeworfen wird, oder dass ich meinen würde, ich sei ein besserer Mensch. Das stimmt doch nicht. Wenn ich eine Handlung oder Haltung von jemandem kritisiere, impliziert das doch keine Abwertung des Menschen, der dies tut. Sonst würdest du mich ja auch abwerten, wenn du meine Forumulierung kritisierst.

Sehr selten, ich habe nie das Gefühl, dass ich mich präventiv schützen muss. Aber ich kenne einige Menschen, die darauf achten müssen, so wie du anscheinend auch, und ich finde das sehr gut, wenn es ihnen gelingt.
Es geht nicht unbedingt darum, mich schützen zu müssen (das würde ja bedeuten, dass das, worauf ich mich nicht einlasse, irgendwie bösartig wäre), sondern ich würde eher sagen, dass ich sehr stark darauf achten muss, in einem Gleichgewicht zu bleiben und mich nicht mehr über meine Grenzen hinaus zu engagieren. Es ist so ähnlich, wie @chava dies auch kürzlich beschrieben hatte, mit dem leeren Akku:
Ich hatte 60 Jahre lang ein sehr turbulentes Leben. Viel Freude, Liebe, aber auch viele Sorgen, Enttäuschungen. Immer Trouble, immer etwas vor, unzählige Bekannte, Freunde, zwei Riesenfamilien. Es gab auch unendlich viele Probleme, die ich bewältigen musste. Manche Freundschaft habe ich in der Zeit beendet, wenn etwas schief lief. Meine Ehe ging kaputt, wir haben in einer WG weitergelebt, und dann habe ich meinen Mann gepflegt, und durch seinen Alzheimer sind sie fast alle verschwunden, die bis dahin so wichtigen Personen in unserem Leben.
Mein Körper ging kaputt, Allergien,Überberempfindlichkeiten, HSP.
Ich habe immer kämpfen müssen, aber irgendwann geht es nicht mehr, Akku ist leer, kein Ladegerät passt.
Ich versuche mit Sport, Entspannung, Natur, heile Welt, wieder gesund zu werden. Aber es dauert. Immer müde, keine Energie, es nervt einfach. Wenn der Kopf mit dem Leben nicht klar kommt, wehrt er sich logo über körperliche Symptome, und wenn die sich über Jahre verfestigt haben, wollen sie nicht wieder weichen.
Bei mir waren die Umstände andere und ich bin auch noch jünger, aber ich habe, weil ich als Kind aus schwierigen Mustern meiner Eltern heraus gelernt hatte, dass es etwas "Gefährliches" ist, Grenzen zu haben, in Not zu sein, müde zu sein und dass es "wichtig" ist, meine Gefühle, Sorgen und Bedürfnisse zu verstecken und zu unterdrücken, und dies, obwohl ich wohl ein ziemlich sensibles Kind war, jahrelang viel mehr getan als ich die Kraft dazu hatte, immer auf der bewussten Ebene für andere, unbewusst, um meiner eigenen Verurteilung zu entkommen. Ich wusste dabei gar nicht, wer ich bin und was ich will, sondern es war nur alles ein Müssen und Sollen, das mich überfordert hat. Das hat auch zu einer sowohl körperlichen wie psychischen "Verhärtung", einer Einschränkung der Wahrnehmung könnte man sagen, geführt, ich hatte mich irgendwie gepanzert, unempfindlich gemacht, um überhaupt überleben zu können. Ich habe all dies schon sehr stark verändern können, es ist schon fast weg, aber mein Akku ist wohl ähnlich leer wie jener von Chava. Ob er sich je wieder aufladen lässt, weiss ich nicht. Ich wünsche es mir zwar, aber ich könnte auch damit leben, wenn es bleibt, wie es ist. Ich habe ein sehr schönes, sinnhaftes, erfülltes und meist frohes, an anderen Menschen und der Welt interessiertes Leben, einfach weniger Energie als andere und ein viel labileres Gleichgewicht, das der konstanten Fürsorge bedarf.
 
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  • #2.028
Guten Morgen WolkeVier!


Dann müsstest du aber vielleicht auch wissen, dass viel leisten nicht unbedingt mit dem Einkommen und Vermögen korreliert.


Ja, das ist schon so. Jetzt ist zumindest die Scheibe geputzt.


Es gibt eigentlich keine Menschen, mit denen ich auf Kriegsfuss stehe. Aber es gibt Dinge, die Leute tun oder Haltungen oder Lebensweisen, die mich abschrecken. Das hat wohl weniger mit den Leuten an sich zu tun, als damit, dass ich dies unbewusst mit sehr schwierigen Erfahrungen, die ich gemacht habe, verbinde. Ich bin an diesen Mustern am Arbeiten, schon lange und sehr intensiv, und sie lösen sich auch immer mehr (auf). Aber es ist nicht meine Schuld. Es war wohl eher ein Überlebensmechanismus, um nicht ständig zu stark getriggert zu werden. Wenn mir Menschen, die solches bei mir auslösen, "Vorwürfe" machen, wenn ich versuche, mich anzunähern und auseinanderzusetzen, dann ist das zwar eventuell verständlich, aber für mich nicht unbedingt hilfreich.


Triftige Gründe können auch ausserhalb von dir liegen. Ich habe nie gesagt, dass du irgendwie Schuld hast. In diesem Zusammenhang möchte ich auch nochmals darauf zurückkommen, dass mir Abwertung der anderen vorgeworfen wird, oder dass ich meinen würde, ich sei ein besserer Mensch. Das stimmt doch nicht. Wenn ich eine Handlung oder Haltung von jemandem kritisiere, impliziert das doch keine Abwertung des Menschen, der dies tut. Sonst würdest du mich ja auch abwerten, wenn du meine Forumulierung kritisierst.


Es geht nicht unbedingt darum, mich schützen zu müssen (das würde ja bedeuten, dass das, worauf ich mich nicht einlasse, irgendwie bösartig wäre), sondern ich würde eher sagen, dass ich sehr stark darauf achten muss, in einem Gleichgewicht zu bleiben und mich nicht mehr über meine Grenzen hinaus zu engagieren. Es ist so ähnlich, wie @chava dies auch kürzlich beschrieben hatte, mit dem leeren Akku:

Bei mir waren die Umstände andere und ich bin auch noch jünger, aber ich habe, weil ich als Kind aus schwierigen Mustern meiner Eltern heraus gelernt hatte, dass es etwas "Gefährliches" ist, Grenzen zu haben, in Not zu sein, müde zu sein und dass es "wichtig" ist, meine Gefühle, Sorgen und Bedürfnisse zu verstecken und zu unterdrücken, und dies, obwohl ich wohl ein ziemlich sensibles Kind war, jahrelang viel mehr getan als ich die Kraft dazu hatte, immer auf der bewussten Ebene für andere, unbewusst, um meiner eigenen Verurteilung zu entkommen. Ich wusste dabei gar nicht, wer ich bin und was ich will, sondern es war nur alles ein Müssen und Sollen, das mich überfordert hat. Das hat auch zu einer sowohl körperlichen wie psychischen "Verhärtung", einer Einschränkung der Wahrnehmung könnte man sagen, geführt, ich hatte mich irgendwie gepanzert, unempfindlich gemacht, um überhaupt überleben zu können. Ich habe all dies schon sehr stark verändern können, es ist schon fast weg, aber mein Akku ist wohl ähnlich leer wie jener von Chava. Ob er sich je wieder aufladen lässt, weiss ich nicht. Ich wünsche es mir zwar, aber ich könnte auch damit leben, wenn es bleibt, wie es ist. Ich habe ein sehr schönes, sinnhaftes, erfülltes und meist frohes, an anderen Menschen und der Welt interessiertes Leben, einfach weniger Energie als andere und ein viel labileres Gleichgewicht, das der konstanten Fürsorge bedarf.

Mich haben deine Zeilen sehr berührt. Alles Gute und viel Kraft für dich.
 
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  • #2.030
Hallo Andrea! :)
Dann müsstest du aber vielleicht auch wissen, dass viel leisten nicht unbedingt mit dem Einkommen und Vermögen korreliert.
Nicht unbedingt, aber meistens eben schon. Ich sehe einen deutlichen Zusammenhang von meinen Leistungen (und Fähigkeiten) mit meinem Einkommen.
Natürlich nicht, das Konzept von Schuld gefällt mir sowieso nicht.
Wenn mir Menschen, die solches bei mir auslösen, "Vorwürfe" machen, wenn ich versuche, mich anzunähern und auseinanderzusetzen, dann ist das zwar eventuell verständlich, aber für mich nicht unbedingt hilfreich.
Ich glaube, dass wir auf Rückmeldungen von anderen angewiesen sind, um uns in Beziehung zu anderen zu erleben und uns über uns selbst bewusst zu werden, daher versuche ich für mich immer den Aspekt des "Vorwurfs" auszublenden, dadurch versuche ich mich in die Lage zu versetzen, für Kritik dankbar zu sein. Das gelingt mir aber nicht immer.
Ist für dich Feedback grundsätzlich erwünscht, und wenn, wie kann man dann "negatives Feedback" vortragen?
Wenn ich eine Handlung oder Haltung von jemandem kritisiere, impliziert das doch keine Abwertung des Menschen, der dies tut.
Das klingt jetzt für mich ein wenig so, als wäre Kritiküben für dich keine Abwertung von anderen, würdest dich aber bei erhaltener Kritik abgewertet ode angegriffen fühlen?
Es geht nicht unbedingt darum, mich schützen zu müssen (das würde ja bedeuten, dass das, worauf ich mich nicht einlasse, irgendwie bösartig wäre), sondern ich würde eher sagen, dass ich sehr stark darauf achten muss, in einem Gleichgewicht zu bleiben und mich nicht mehr über meine Grenzen hinaus zu engagieren.
Eben nicht Schutz vor Bösartigkeit, sondern vor Überforderung, daher vielleicht am ehesten Schutz vor sich selbst?
Ich kann deine Zeilen gut nachvollziehen und mir vorstellen, dass das sehr schwierig ist.
Ich wünsche es dir auch!
Ich habe ein sehr schönes, sinnhaftes, erfülltes und meist frohes, an anderen Menschen und der Welt interessiertes Leben
Es freut mich sehr, das zu lesen!
 
A

*Andrea*

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  • #2.032
Nicht unbedingt, aber meistens eben schon. Ich sehe einen deutlichen Zusammenhang von meinen Leistungen (und Fähigkeiten) mit meinem Einkommen.
Es enttäuscht mich, dass jetzt doch wieder meine Vorurteile recht bekommen. :(

Ich glaube, dass wir auf Rückmeldungen von anderen angewiesen sind, um uns in Beziehung zu anderen zu erleben und uns über uns selbst bewusst zu werden, daher versuche ich für mich immer den Aspekt des "Vorwurfs" auszublenden, dadurch versuche ich mich in die Lage zu versetzen, für Kritik dankbar zu sein. Das gelingt mir aber nicht immer.
Ist für dich Feedback grundsätzlich erwünscht, und wenn, wie kann man dann "negatives Feedback" vortragen?
Hast du gelesen und verstanden, was ich geschrieben hatte?

Das klingt jetzt für mich ein wenig so, als wäre Kritiküben für dich keine Abwertung von anderen, würdest dich aber bei erhaltener Kritik abgewertet ode angegriffen fühlen?
Das kommt mir jetzt so vor, als ob ich die ganze Zeit ins Leere geschrieben hätte.

Eben nicht Schutz vor Bösartigkeit, sondern vor Überforderung, daher vielleicht am ehesten Schutz vor sich selbst?
Nein. Ach. Ach. :(

Ich kann deine Zeilen gut nachvollziehen und mir vorstellen, dass das sehr schwierig ist.
Wirklich?

Wolke, ich mag, glaube ich, im Moment nicht hier weiterschreiben. Vielleicht schaue ich dann lieber wieder mal in einen anderen Thread hinein.

Ich wünsche dir eine gute Zeit!
 
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  • #2.033
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  • #2.034
Es enttäuscht mich, dass jetzt doch wieder meine Vorurteile recht bekommen. :(
Welche Vorurteile?
Hast du gelesen und verstanden, was ich geschrieben hatte?
Also bitte! Natürlich habe ich es gelesen, an der Stelle sogar mehrfach. Und so wie ich es verstanden habe, klingt es für mich widersprüchlich. Wie war es denn gemeint?
Das kommt mir jetzt so vor, als ob ich die ganze Zeit ins Leere geschrieben hätte.
Oh. Das tut mir leid.
Wirklich. Aber aus meiner Sicht und so wie ich dich verstanden habe.
Wolke, ich mag, glaube ich, im Moment nicht hier weiterschreiben.
Du gibst aber schnell auf, dabei waren wir doch in vielen Punkten schon sehr beieinander, schade.
Das wünsche ich dir auch, vielleicht begegnen wir uns ja mal wieder.
 
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*Andrea*

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  • #2.035
Hallo @WolkeVier !

Dass du mich nicht verstehen kannst. Und dass, wenn ich's versuche zu erklären, mit all meinen Kräften, ich mich am Ende scheisse fühle und das dich gar nicht wirklich kratzt.

Du triggerst in mir etwas. Und mit der darin ursächlich problematischen Person habe ich nie aufgegeben. Ich habe mein Leben lang gekämpft und gekämpft (darum, gehört und verstanden zu werden) und geschuftet und geschuftet, um zu beweisen, dass ich zwar andere Interessen und Ziele habe, aber trotzdem viel leiste, auch wenn es mir egal ist, dafür kaum Geld zu bekommen. Ich habe trotzdem kein Verständnis erreichen können, die Person hat sich in all den Jahren und Jahrzehnten kein My bewegt.
Ich habe vor Kurzem verstanden, dass diese Person mich gar nicht verstehen kann, selbst wenn sie wollte, weil da vermutlich so etwas wie Autismus im Spiel ist.

Ich mag dieses Drama jetzt nicht mehr immer reinszenieren. (Obwohl ich natürlich weiss, dass du jemand anders bist und es vielleicht auch irgendwann verstehen könntest.)
Vielleicht geht es für mich eher darum zu spüren, dass Leute einen mögen und lieben können, ohne einen zu verstehen (und dass ich umgekehrt auch Leute mögen und lieben kann, ohne von ihnen verstanden zu werden).
 
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  • #2.036
Guten Morgen @WolkeVier - was immer Dir heute morgen in den Obstsalat gerutscht ist - es liest sich köstlich, was dabei herauskommt. Sehr vergnüglich. Ich habe sehr gelacht.:p:rolleyes::oops:
Aber ist es nicht auch ein bisschen gemein, wenn man bedenkt, dass es um eine reale Person geht?

Wie weit darf man hier gehen, speziell wenn man weiß, dass man haushoch überlegen ist. Sprachlich;) Muss man nicht nachsichtiger sein?

Ich frags ehrlich - weil ich mich wirklich oft zusammenreißen muss, dass hier, sagen wir mal das Temperament, nicht mit mir durchgeht.:):rolleyes::oops:
 
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  • #2.037
Hallo liebe Andrea!
Dass du mich nicht verstehen kannst. Und dass, wenn ich's versuche zu erklären, mit all meinen Kräften, ich mich am Ende scheisse fühle
Ich bemühe mich sehr darum. Jetzt, nach diesem Beitrag verstehe ich dich schon viel besser, weil ich Informationen erhalten habe, die mir bisher nicht zugänglich waren.
Allerdings frage ich mich jetzt, ob ich da zu unsensibel war. :oops:
Das tut mir sehr leid, dass das so bei dir ankommt! Verzeih mir bitte meine mangelnde Sensibilität! Ich schätze dich sehr und es "kratzt mich" ganz bestimmt, wie es dir geht! Und ganz sicher will ich nicht, dass es dir schlecht geht, ganz im Gegenteil!
Ich würde das begrüßen, wenn es für dich hilfreich wäre, aber da es das anscheinend nicht ist, tut mir das leid! Es war nicht meine Absicht, dir zu nahe zu treten oder gar dich zu verletzen.
Ich mag dieses Drama jetzt nicht mehr immer reinszenieren.
Das verstehe ich natürlich. Ich fürchte allerdings, dass das Schicksal bzw. auch dein Wunsch nach Entwicklung dich da nicht auslässt.
Vielleicht geht es für mich eher darum zu spüren, dass Leute einen mögen und lieben können, ohne einen zu verstehen
Rhetorische Frage! Warum fühlt es dich nicht so an? Ich mag dich, und es gibt imho einige Dinge, an denen sich das erkennen ließe.
Ich weiß doch, dass es sehr viele Menschen gibt, die unglaublich viel leisten, die aber niemals angemessen dafür entlohnt werden, weder monetär noch emotional! Ich kann nicht wissen, was du leistest, möglicherweise gehörst du zu denen, die viel mehr leisten als ich. Dann wäre es sehr wichtig, dass du das weißt. Und freilich wäre es schön, wenn das von anderen gesehen würde.
Ich mache allerdings den Wert eines Menschen gar nicht davon abhängig, was er leistet. (Bitte versteh das nicht falsch, das ist nur eine Aussage über mich und nicht über dich!)

Liebe Andrea, ich möchte auf gar keinen Fall, dass du dich wegen unserem Austausch schlecht fühlst! Vielleicht bin ich nicht der Richtige dafür, vielleicht ist das Medium nicht günstig. Ich fühle mich dir viel, viel näher als vor unserem Dialog und lade dich gerne zu weiteren Gesprächen ein, verstehe und respektiere aber selbstverständlich, wenn es dir nicht danach ist.
 
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  • #2.038
Guten Morgen liebe Himbeermond! :)
was immer Dir heute morgen in den Obstsalat gerutscht ist
Ich hab heute noch nichts gegessen, das würde mein Zweimahlzeitenkonzept durcheinander bringen.
es liest sich köstlich, was dabei herauskommt. Sehr vergnüglich. Ich habe sehr gelacht.:p:rolleyes::oops:
Das freut mich, dann sind wir schon zwei, die Spaß daran haben.
Das ist ja ein Teil des Spaßes...
Gute Frage. Ich schieße ja immer wieder mal übers Ziel hinaus. Mea culpa!
Das Gefühl hab ich gar nicht. @Mentalista kann mir mit ihren Mitteln gut Paroli bieten.
Ich bin ja schon sehr nachsichtig. Ganz offensichtlich hat Menta ja auch Spaß daran.
Ich frags ehrlich - weil ich mich wirklich oft zusammenreißen muss
Ja, ich reiß mich ja auch zusammen.
Ganz im Ernst, wie soll man denn mit ihr kommunizieren? Ich beobachte, dass so ziemlich jeder, der sich auf sie einlässt, ab einem gewissen Punkt von ihr abgewatscht wird. Das immer hinzunehmen ist nun wirklich nicht meins. Man könnte sie also nur ignorieren, und das ist ja auch nicht nett. Ich - und einige andere, auch du - haben es ja mehrfach konstruktiv probiert, das funktioniert aber auch nicht. Ich spiele also das Spiel mit, aber halt so, dass es mir auch Spaß macht.
 
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  • #2.039
Hallo @WolkeVier!

Hab vielen Dank. Ich sehe, dass du viel Zeit und Energie investierst.

Ich frage mich aber beim Lesen deiner obigen Zeilen, ob du es nicht irgendwie übertreibst. Rutschst du da eventuell in eine alte Rolle hinein?
Darf ich dich fragen, was von dir als Kind am meisten gefordert war, z.B. von deiner Mutter?

Ich erlebe dich, wenn ich ganz ehrlich sein darf (ich meine dies aber nicht verletzend!) als sehr bemüht verständnisvoll, und es scheint für dich auch wichtig sein, daran zu glauben, dass du Verständnis für alles und jeden aufbringen kannst. Aber dennoch fühle ich mich nicht immer von dir verstanden. Und wenn du verständnisvoll bist, in dem Moment fehlt mir auch Verhalten auf Augenhöhe, es wirkt dann so von oben herab. Das hat wohl auch etwas damit zu tun, dass ich von meiner Verletzlichkeit und meiner (hauptsächlich vergangenen) Not erzähle, und ein Teil davon geht also wohl auf meine Kappe. Aber trotzdem.

Die Frage ist nun für mich, ob ich es wirklich heute noch so stark brauche, verstanden zu werden, wie ich dies als Kind nötig gehabt hätte, und ob ich Menschen, also z.B. auch dich, nicht einfach mögen kann, ohne dieses Gefühl zu haben. Also muss ich auch nicht unbedingt immer alles endlos weiter besprechen, wenn ich mich noch nicht verstanden fühle. Das wäre nun meine Aufgabe, mein Thema.

Ich habe jedoch den Eindruck, dass da auch für dich eine Aufgabe irgendwo drinsteckt. Vielleicht mit Menschen auf Augenhöhe bleiben, statt von oben herab zu sprechen, z.B. auch ganz ehrlich sein dürfen, bei aller Wertschätzung und allem Wohlwollen der Person gegenüber dabei bleiben, was du als problematisch empfindest? Was meinst du?

Auch als Beispiel noch deine Aussage, dass ich mich vor mir selbst schützen müsse, weil ich um meine Grenzen weiss und diese respektieren will, ist doch irgendwie alles andere als auf Augenhöhe. Wie kommst du dazu, zu denken, dass andere Menschen für sich selbst schlecht sein könnten?
Das was für mich schlecht war, war, dass andere mich nicht sein liessen. Dass es nicht akzeptiert und schon gar nicht wertgeschätzt wurde, wenn ich ich sein wollte, wenn ich für mich und meine Bedürfnisse gut sorgen wollte und wenn ich für mich und meine Interessen und Wünsche Raum brauchte.
 
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  • #2.040
Hallo liebe Andrea! :)
Ich frage mich aber beim Lesen deiner obigen Zeilen, ob du es nicht irgendwie übertreibst.
Aus meiner Sicht nicht.
Rutschst du da eventuell in eine alte Rolle hinein?
Keine Ahnung.
Darf ich dich fragen, was von dir als Kind am meisten gefordert war, z.B. von deiner Mutter?
Ich bin ohne Eltern aufgewachsen, daher war von mir als Kind am meisten gefordert, alleine zurechtzukommen.
Ich erlebe dich, wenn ich ganz ehrlich sein darf (ich meine dies aber nicht verletzend!) als sehr bemüht verständnisvoll, und es scheint für dich auch wichtig sein, daran zu glauben, dass du Verständnis für alles und jeden aufbringen kannst.
Ich glaube nicht. Ich verstehe nicht alles und muss das auch nicht.
Und wenn du verständnisvoll bist, in dem Moment fehlt mir auch Verhalten auf Augenhöhe, es wirkt dann so von oben herab.
Okay... Für mich nicht.
Ich habe jedoch den Eindruck, dass da auch für dich eine Aufgabe irgendwo drinsteckt.
Hm, ich vermute zwar nicht immer überall eine Aufgabe, aber ist natürlich gut möglich.
Vielleicht mit Menschen auf Augenhöhe bleiben, statt von oben herab zu sprechen, z.B. auch ganz ehrlich sein dürfen, bei aller Wertschätzung und allem Wohlwollen der Person gegenüber dabei bleiben, was du als problematisch empfindest? Was meinst du?
Ich habe nicht das Gefühl, nicht auf Augenhöhe mit dir zu sein, nein. Und bin auch ehrlich und authentisch. Ich bleibe auch durchaus bei meiner Einschätzung, allerdings verstehe ich dich besser als vorher und glaube auch nicht, dass ich die Aufgabe habe, dir die Augen zu öffnen oder so was. Ich reagiere mit Zurückhaltung auf deine Verletztheit.
Auch als Beispiel noch deine Aussage, dass ich mich vor mir selbst schützen müsse
Das war so weit ich mich entsinne eine Frage.
 
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