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  • #663
So, jetzt habe ich die Leutchen etwas ausreden lassen.
Seine Verachtung gegenüber den Menschen, die - aus welchen Motiven auch immer - bestimmten Gruppen helfen, hat er an mehreren Stellen sehr deutlich ausgedrückt.
Nein, nicht "aus welchen Motiven auch immer", das Motiv ist sehr wichtig und trägt ein Grossteil der Ethik. z.B. Die B&M Foundation gibt auch vor unentgeltlich zu helfen, wer jedoch das Motiv erkennt und wie hier durch die Hintertür Geld geschöpft wird, der wird hier kein humanitäres Gütesiegel abgeben. Entweder hast du Schein oder Sein, das Allermeiste ist Schein beziehungsweise Bigotterie.
Eine Minderheit wird immer reicher und die Mehrheit lebt in Armut. Rechtfertigt das fehlende moralische Bewusstsein dies die Kluft zwischen Reich und Arm? Das sich auftuende sozialpolitische Problem wird damit nicht kleiner.

Noch nie waren soviel Menschen in Deutschland in Arbeit, dennoch sind immer mehr von Armut gefährdet. Die Gleichung 'Nichtstuer gefährden den Wohlstand' geht also nicht auf.
Korrekt, die Anzahl teilnehmender Sklaven (wenn aufgezwungen) sagt nichts über den effektiven Wohlstand aus. Paradoxerweise steigt trotz noch nie vorher dagewesener Wirtschaftsleistung die Kluft zwischen Arm und Reich immer weiter an. Wir hatten seit dem "grossen 1960er-Boom" auch keine echte Wirtschaftskrise mehr sondern lediglich eine fatale Geldsystemkrise. Bei einer echten Wirtschaftskrise bricht der Warenfluss stark ein (die prall gefüllten Supermarktregale sehen dann leer aus), das hatten wir seit Generationen nicht mehr erlebt. Es war sogar das Gegenteil der Fall: Deutschland überproduziert Autos und verscherbelt sie rein auf Bilanzebene ohne richtigen Gegenwert in die USA. Wobei man sagen muss, das Geldsystem wäre längst zusammengebrochen würde die hauptsächlich EZB und Federal Reserve quasi Geld aus dem nichts "pumpen" (bilanztechnisch ohne realen Gegenwert), ausserdem steigt Inflation weiterhin an ohne Unterbruch.

Allgemein interessiert den Banken der "Kleinsparer" gar nicht mehr, der ist nur ein lästiger Peanuthamster. Die wahren Geschäfte verschieben sich immer mehr nach "oben" in Hochfrequenz und Hochrisikobereiche, somit müssen sie einem "Kleinsparer" kaum noch entgegenkommen, das bereitet bald nur noch Kopfweh, viel zuviel Aufwand.

Da Geld Macht bedeutet kann man auch sagen dass es sich immer mehr in die Hände von wenigen Akteuren zentriert, der grosse Rest macht einfach das Spielchen mit und ist zu häufig anscheinend stolz darauf.
Über die Auslagerung von Arbeitskraft ins Ausland und das Geldwirtschaftsystem wird hier Wohlstand generiert.
Das ist sehr treffend gesagt, es ist letzten Endes ein Machtspiel, wo weltweite Ressourcenverwaltung und Geldbindung ein essentielles Machtinstrument darstellen.
 
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  • #664
@Tone ... du hast mich nicht verstanden: die Kinder arbeiten nicht für mich. Ich arbeite für meinen Unterhalt/Wohlstand selbst.
Schwachsinn, wir sind weltweit vernetzt und jeder ist von jedem abhängig, willkommen in der Globalisierung.
Ich kaufe Obst aus der Gegend, oder wenn ich kann Fairtrade .... und das ist auch nur ein Etikett von dem keiner sicher ausgehen kann.
Fairtrade-Prämie ist zwar besser als nichts, allerdings ist damit noch kein Problem gelöst sondern es ist hauptsächlich dazu da um ein Gewissen bestimmter Kunden zu beruhigen. Meistens ist es eine Geschäftsidee für weiteren Profit jedoch ohne nennenswerten Nutzen für die wahre Problematik. Dieses Problem kann tatsächlich nur gemeinsam gelöst werden indem alle Beteiligten gleichlange Spiesse erhalten (z.B. symmetrischer Aktienanteil), ansonsten ist eine konstante Anhebung eines Niveau nicht möglich und es ist alles starker Spekulation unterworfen wo man den Werdegang je nach Macht manipulieren kann. Dazu muss man verstehen wie das Ressourcensystem funktioniert aber das ist hier nicht Thema. Erwähnen möchte ich jedoch, egal was z.B. Vanille kostet, das grosse Geld machen immer die Zwischenhändler, nie der Bauer. Bauern machen nur bei ganz wenigen (weit unter 1%) Nichenprodukten lukrative Gewinne, üblicherweise Produkte wo auch intensiv betrogen wird.

Bei "Obst aus der Gegend" wäre ich beim Ausdruck skeptisch. Dieses Obst ist fast immer Hybridsaatgut von wenigen weltweit operierenden Saatgutindustrien welche diese Zucht und Samengut fast weltweit verwalten und in der Hand haben. Der Bauer bezieht es dann von dieser Industrie inklusive vorgefertigten Lösungen wie Pestizide u.a. und pflanzt es dann für diese Industrie quasi stellvertretend aus. Man kann dann höchstens noch sagen es sei "hier gewachsen oder aufgezogen", mehr jedoch kaum noch.

Alternative Bauern mit uralten Hochstammbäumen und alten Sorten sind eine Rarität für die man weit suchen muss auch wenn z.B. der Glockenapfel noch oft im Supermarkt wieder anzutreffen ist. Zwetschgen sind auch noch relativ wenig manipuliert da sehr traditionell.
 
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  • #665
Nur als Beispiel: Meine Schuhe wurden ..... alle in Europa hergestellt, mit Sohlen aus echtem Leder ....
Die Haut wurde aber nicht zufällig von den Kühen mit GVO-Soya Fütterung aus Brasilien abgezogen?
Mir geht da die Hutschnur hoch, wenn hier User vor ihrem PC sitzen und ...
Ja und jetzt? Darf ich nicht vor dem PC sitzen?
... ach gilt das auch für die armen Kinder? .... Ich weiß, um das Problem mit Kinderarbeit ... und die findet nicht nur in Asien oder Afrika statt ... Wer sich mit der Problematik auseinandersetzt der weiß, dass ein hoher Anteil an Subventionen in Gelbeuteln reicher Menschen verschwinden und nicht dort, wofür sie gedacht sind ....
Richtig, weil Geld dorthin geht wo die Macht ist, nicht die Arbeit. Geld mag die Arbeit nicht sondern die Macht. Solange es aber fast jeder glaubt dass Geld aufgrund ihrer Arbeit "angezogen" wird herrscht weiterhin eine exzessive Arbeit-schafft-Wohlstand-Mentalität.
Jemand klau mir mein Handy. Ein andere tötet. Rechtfertigt dies die Tat des Handydiebes?
Er brauchte das Handy vermutlich dringender als du, alles andere ist hier Nonsense, nicht wert um darauf einzugehen.
Mann verliert Job, Frau haut mit Kindern ab und hat einen Neuen. Noch ein Autounfall und ein Herzinfarkt und folgende Depression.
Immerhin hat er noch Kinder, wenn wir hierzulande mit der Mentalität so weitermachen wirds bald ein echter Luxus. Der Infarkt kam vielleicht vom masslosen Essen, auch das hat verschiedene Aspekte.
Ja, der ist heftig. Ich kenne nicht den Zusammenhang, aber da kommt mir das Kalte K***:eek:
Gerade Leute welche eine Antihelfermentalität schrecklich finden sind in der Not oft die schlechtesten Helfer, ich halte absolut nichts von Heuchlerei, davon wird mir gerne schlecht.
 
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  • #666
Ähh, war keine Absicht, da war mir etwas durcheinander geraten beim massiven Aufräumen des ganzen Quotengemetzels. Für mich weniger relevant wer es ausgesagt hat, es geht mir mehr um den Inhalt, ich versuche jedoch besser aufzupassen.
 
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  • #667
Übrigens bei der Frage was ich an Kindern so faszinierend finde, dann wäre dieses Zitat passend. Es spiegelt ihre relative Unbefangenheit, ihre "noch" geistige Freiheit. Fähigkeit mich so zu lieben wie ich bin... langhaarig, androgyn, vielleicht gar ein antihelferisches offensiv anmutendes Menschenwesen das fast keiner lieben kann; aber dennoch lieben sie mich nur für das Rudimentärste was uns verbindet, quasi bedinungslos.

Irgendwann kommen Erwachsene ins Spiel, formen ihre Kinder aus dem Ego heraus, und je nachdem wird es eine unterschiedliche Wendung nehmen. Meistens für mich unförderlich aber die Hoffnung stirbt immer noch zuletzt.

Schön war die Welt, vermerkt er still und leidenschaftlich, wenn man sie so betrachtete, so ohne Suchen, so einfach, so kinderhaft. Schön war Mond und Gestirn, schön war Bach und Ufer, Wald und Fels, Ziege und Goldkäfer, Blume und Schmetterling. Schön und lieblich war es, so durch die Welt zu gehen, so kindlich, so erwacht, so dem Nahen aufgetan, so ohne Misstrauen. Anders brannte die Sonne aufs Haupt, anders kühlte der Waldschatten, anders schmeckte Bach und Zisterne, anders Kürbis und Banane. (Siddhartha, 41)
 
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  • #669
Da ist schon was dran, weil das was sie wollen nicht aus dem Ich heraus ist und das was man entgegen stellt nicht von ihnen kommt. Eine Dynamik welche man nur mit einer gewissen Gleichgültigkeit aushebeln kann, also das Kind einfach unerfüllt machen lassen bis es eine klare Form annimmt welche Unterstützung bedarf. Es muss stets den eigenen Weg und Zugang finden und erst im Augenblick eines grossen Hindernisses sollten Erwachsene akut eingreifen. Das entspricht auch meiner "Antihelfermentalität", indem ich wirklich nur dann helfe wenn eine gewisse Not, besonders bei Hilflosigkeit deutlichen Grades, vorhanden ist; jedoch nicht ständig bevormunden, eintrichtern, vorkauen und schon gar nicht auf alles ungebremst helferisch eingehen. Anders gesagt: Das Kind ist sich selber Lösung vieler Probleme und erst im Fall eines deutlichen Hindernisses ist meine Unterstützung mit dabei. Dadurch erlernt es zum einen eine gewisse Selbstständigkeit in der Ich-Findung aber ist dennoch in Geborgenheit mit Unterstützung.

Wenn ich sage "ich helfe nicht", dann meine ich damit nicht eine absolute radikale Machart. Hier hätte man meine Sinngebung nicht verstanden. Es bedeutet dass ich Kinder weitgehend selbstständig machen, schaffen und urteilen lasse und lediglich die Funktion eines adaptiven verlängerten Armes habe welcher stets Hürden und Not verhindert aber stets passiv und adaptiv, niemals aktiv sondern lediglich akut und einem Umstand angemessen.

Wobei die adaptive und passive Hilfe ausschliesslich stets den Liebenden/Geliebten gilt; allen anderen helfe ich nur in deutlicher Not weil ich wie gesagt kein Helfertyp bin und mich nicht übers "Helfen" definiere.
 
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  • #670
Hmm ja, dass Tone so vieles von mir nachvollziehen und sinngemäss erfassen kann, das können nur wenige, da bin ich ausnahmsweise beeindruckt. Gibt zu denken, aber jetzt geh ich Essen machen. Echte Schweizer Urdinkelhörnli mit dem neuen reinsortigen Demeter Alberquina-Olivenöl aus Mallorca. http://sonnaava.com/de (einziger Demeter-Hain auf Mallorca). Gesalzen wird stets nur ganz sachte mit Hochandensalz, um den Eigengeschmack nicht zu überdecken da ich Purist bin.
 
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  • #671
Hmm ja, dass Tone so vieles von mir nachvollziehen und sinngemäss erfassen kann,
Woraus schließt du das?
Eine Replik, die verstehendes Erfassen darlegt, habe ich beim Überfliegen nicht gefunden. Ein Zitat von Kant zähle ich explizit nicht dazu.
Etwa aus den Likes?
Dann guck mal, was ich jetzt mache, ohne überhaupt etwas gelesen zu habe.
Man,.... bin ich gut (!) beim nachvollziehen und sinngemäßen erfassen!!!
Fällt das jetzt schon unter verachtungswürdiges Helfersyndrom?
:D
 
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Observer

  • #672
Die Haut wurde aber nicht zufällig von den Kühen mit GVO-Soya Fütterung aus Brasilien abgezogen?

Ja und jetzt? Darf ich nicht vor dem PC sitzen?

Richtig, weil Geld dorthin geht wo die Macht ist, nicht die Arbeit. Geld mag die Arbeit nicht sondern die Macht. Solange es aber fast jeder glaubt dass Geld aufgrund ihrer Arbeit "angezogen" wird herrscht weiterhin eine exzessive Arbeit-schafft-Wohlstand-Mentalität.

Er brauchte das Handy vermutlich dringender als du, alles andere ist hier Nonsense, nicht wert um darauf einzugehen.

Immerhin hat er noch Kinder, wenn wir hierzulande mit der Mentalität so weitermachen wirds bald ein echter Luxus. Der Infarkt kam vielleicht vom masslosen Essen, auch das hat verschiedene Aspekte.

Gerade Leute welche eine Antihelfermentalität schrecklich finden sind in der Not oft die schlechtesten Helfer, ich halte absolut nichts von Heuchlerei, davon wird mir gerne schlecht.
also so ist die Diskussion mühsam. Eine Woche später zitierst du unkomplette Bausteine, verwechselst die Foristen...ich weiss nicht mehr wo und in welchem Zusammenhang dies gesagt wurde...
ausserdem werde ich eh überwacht, keine Ahnung warum eigentlich, daher erscheinen meine Beiträge bis zu 2 Tage später. Macht kein Spass...werde wohl hier runterfahren...
 
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Observer

  • #673
"Dieser Beitrag wartet auf eine Freischaltung und ist somit für normale Benutzer unsichtbar."

Leute, ich bin raus. So ist keine Diskussion möglich.
Wünsche Euch alles Gute und viel Erfolg bei der weiteren Suche bzw. bestehenden Partnerschaft.:)
 
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