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fleurdelis*

  • #646
Du hast anscheinend nicht mitbekommen, dass sich das in einer globalisierten Wirtschaft nicht trennen lässt.
Nur als Beispiel: Meine Schuhe wurden ..... alle in Europa hergestellt, mit Sohlen aus echtem Leder .... bis auf meine geliebten Converse, und ja die kann man ohne schlechtes Gewissen kaufen .... und fürs Leder: da werden wieder die Veganer wieder aufschreien.. wie macht mans richtig? .... Meine Schuhe waren alle sehr teuer, wurden zum größten Teil in Spanien und Europa (Österreich) produziert ... ich konsumiere keine Schuhe, ich kaufe die, die auch brauche. Ich geh in keinen Billigstore .... Plastik ist schädlich ... Leder kann auch kritikfähig sein ... soll ich ohne Schuhe rumlaufen? ...

Meine Kaufkraft durch mein Einkommen ermöglicht mir das ich auf Qualität wert legen kann, und kein Kind ....

Mir geht da die Hutschnur hoch, wenn hier User vor ihrem PC sitzen und ... ach gilt das auch für die armen Kinder? .... Ich weiß, um das Problem mit Kinderarbeit ... und die findet nicht nur in Asien oder Afrika statt ... Wer sich mit der Problematik auseinandersetzt der weiß, dass ein hoher Anteil an Subventionen in Gelbeuteln reicher Menschen verschwinden und nicht dort, wofür sie gedacht sind .... Selbst in Deutschland werden minderjährige Mädchen als Sexsklavinnen gehalten ... das nimmt hier nirgendwo ein Ende. Ich kaufe Obst aus der Gegend, oder wenn ich kann Fairtrade .... und das ist auch nur ein Etikett von dem keiner sicher ausgehen kann.

Ich weiß nicht ob dir bewusst ist, dass du subtil den Leuten hier deine Wertmaßstäbe aufdrängst und gleichzeitig unterstellt, sie hätten keine, oder würden sie nicht einhalten ... für mich ist das gutmenschliche Heuchelei ... das ist jetzt aber glaub ich, doppelt gemoppelt.
 
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  • #647
Meine Kaufkraft durch mein Einkommen ermöglicht mir das ich auf Qualität wert legen kann, und kein Kind ....
Und weil du das entscheiden kannst, hast du Macht über andere Menschen. Ich würde mich nicht trauen, mich aus dem System von gegenseitigen Abhängigkeiten und Ungleichgewichten auszunehmen.
Wie du dein Gegenüber ohne zu zögern in den heuchlerischen Gutmensch schubladisierst vergiftet die Debattenkultur, siehe die ähnliche Diktion von AfD und Co.
 
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  • #650
um mal wieder zum eigentlichen thema zurückzuführen: wäre ich in @Xeshra's finanziell offenbar recht komfortabler situation, würde ich eine lanze für das ehrenamt brechen. mir eines suchen. zeit ist ja anscheinend ausreichend vorhanden. und es hätte sicherlich auch einen positiven effekt aufs dating. jemand, der zwar nicht arbeitet, aber ein ehrenamt ausübt, wäre mir jedenfalls lieber als jemand, der gar nix tut.
 
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  • #651
um mal wieder zum eigentlichen thema zurückzuführen: wäre ich in @Xeshra's finanziell offenbar recht komfortabler situation, würde ich eine lanze für das ehrenamt brechen. mir eines suchen. zeit ist ja anscheinend ausreichend vorhanden. und es hätte sicherlich auch einen positiven effekt aufs dating. jemand, der zwar nicht arbeitet, aber ein ehrenamt ausübt, wäre mir jedenfalls lieber als jemand, der gar nix tut.
Sehr gute und vor allem neue Idee!!! :)
 
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  • #652
wäre ich in @Xeshra's finanziell offenbar recht komfortabler situation, würde ich eine lanze für das ehrenamt brechen.
@Xeshra ist aber nicht du:
ich helfe nicht: Gibt genug Helfer die ersatzweise einstehen würden, ich sehe nicht ein wieso ich mich da abrackern soll.
Seine Verachtung gegenüber den Menschen, die - aus welchen Motiven auch immer - bestimmten Gruppen helfen, hat er an mehreren Stellen sehr deutlich ausgedrückt.
 
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  • #653
um mal wieder zum eigentlichen thema zurückzuführen: wäre ich in @Xeshra's finanziell offenbar recht komfortabler situation, würde ich eine lanze für das ehrenamt brechen. mir eines suchen. zeit ist ja anscheinend ausreichend vorhanden. und es hätte sicherlich auch einen positiven effekt aufs dating. jemand, der zwar nicht arbeitet, aber ein ehrenamt ausübt, wäre mir jedenfalls lieber als jemand, der gar nix tut.
Um das Thema abzurunden lohnt ein Perspektivenwechsel der das Nichtstun relativiert: Für den Grossteil der Weltbevölkerung ist unsere Lebensführung dekadent was den Luxus angeht. Die dafür geleistete Arbeit spielt dabei kaum eine Rolle, eher der enorme Verbrauch von Resourcen und die wie zuvor erwähnte Ausbeutung von Menschen in anderen Ländern ohne arbeitsrechtlichen Schutz.
 
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  • #654
@Xeshra ist aber nicht du: Seine Verachtung gegenüber den Menschen, die - aus welchen Motiven auch immer - bestimmten Gruppen helfen, hat er an mehreren Stellen sehr deutlich ausgedrückt.
stimmt. ist ja auch nicht immer einfach, angesichts der langen beiträge den überblick zu behalten. mich wundert es bei dieser einstellung jedenfalls nicht, wenn es mit dem dating nicht so recht klappen will....
 
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Observer

  • #657
Um das Thema abzurunden lohnt ein Perspektivenwechsel der das Nichtstun relativiert: Für den Grossteil der Weltbevölkerung ist unsere Lebensführung dekadent was den Luxus angeht. Die dafür geleistete Arbeit spielt dabei kaum eine Rolle, eher der enorme Verbrauch von Resourcen und die wie zuvor erwähnte Ausbeutung von Menschen in anderen Ländern ohne arbeitsrechtlichen Schutz.
das relativiert @Xeshra s Aussage sicherlich. Jedoch : ist das sinnvoll? So ziemich alles kann man relativieren, es geht immer noch schlimmer.

Mann verliert Job, Frau haut mit Kindern ab und hat einen Neuen. Noch ein Autounfall und ein Herzinfarkt und folgende Depression.
Lässt sich relativieren, wenn ein Freund zu ihm sagt: "nimms nicht so schwer, in Afrika verhungern sie..."...
Relativiert sein Leid. Aber: macht das Sinn?:eek:

Jemand klau mir mein Handy. Ein andere tötet. Rechtfertigt dies die Tat des Handydiebes?
 
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  • #659
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  • #660
Ja. Man kann die sozialpolitische Ignoranz wie eine Droge missbrauchen, zur Dämpfung der Wahrnehmung was richtig und was falsch ist.

Aus meiner Sicht hat @Xeshra hier schön den Finger in die Wunde gelegt; gegen jemand der so etwas Unerhörtes äussert - die Trennung von Geld und Arbeitswert - wird es recht schnell persönlich.
Jemand klau mir mein Handy. Ein andere tötet. Rechtfertigt dies die Tat des Handydiebes?
Eine Minderheit wird immer reicher und die Mehrheit lebt in Armut. Rechtfertigt das fehlende moralische Bewusstsein dies die Kluft zwischen Reich und Arm? Das sich auftuende sozialpolitische Problem wird damit nicht kleiner.

Noch nie waren soviel Menschen in Deutschland in Arbeit, dennoch sind immer mehr von Armut gefährdet. Die Gleichung 'Nichtstuer gefährden den Wohlstand' geht also nicht auf.

@Kinderarbeit:
Früher mussten auch in Deutschland Kinder schwer arbeiten. Heute gibt es ein strenges Jugendarbeitsschutzgesetz, das in den meisten Ländern der Erde nicht existiert oder nur auf dem Papier. Dort kommen aber die meisten Rohstoffe und bald auch Dienstleistungen her. Die Verantwortung dafür wird einfach ausgelagert, 'woher soll ich wissen wie das Palmöl in unzähligen Alltagsprodukten herkommt?'. Stumpf ist Trumpf :(
 
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