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Observer

  • #601
Wann ist in Deutschland und Zentraleuropa der Letzte unfreiwillig verhungert? Die Hälfte leidet gar an überhöhtem (fürs Überleben nicht notwendigem) Gewicht und könnte soviel aufteilen mit allen welche weniger haben. Ich kann deiner Argumentation nicht ganz folgen. Ausser du findest ein unnötig hoher materieller Standard wichtiger als schlechte Arbeit, das wäre jedoch nicht meine Auswahl, dann lieber schlechter materieller Standard. Wir haben hier kein materielles Problem sondern schaffen uns rein ideologische Grenzen; vergessen dabei dass Glück und Sinngebung viel mehr ist als nur einen zu vollen Magen, 4 gute Räder mit bequemem Bett.
ja, aber warum verhungert hier keiner? Weil die Gemeinschaft bezahlt.
Was wäre, wenn keiner mehr arbeiten würde? Wer würde bezahlen, damit niemand verhungert?
 
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Deleted member 21128

  • #602
Also wenn ich beim Überfliegen richtig mitbekommen habe, wie @Xeshra sich so ernährt, dann kann man ihn wohl kaum in einen Topf mit Hartz IV-Empfängern werfen. Er wird auf sehr hohem Niveau durchgefüttert, was auch dazu führt, dass er sich nicht - wie Millionen andere arme Schlucker - mit existenziellen Probleme belasten muss. Daher auch diese Spinnereien und die kindliche Art, sich die Welt zu erklären.
 
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Observer

  • #603
Also wenn ich beim Überfliegen richtig mitbekommen habe, wie @Xeshra sich so ernährt, dann kann man ihn wohl kaum in einen Topf mit Hartz IV-Empfängern werfen. Er wird auf sehr hohem Niveau durchgefüttert, was auch dazu führt, dass er sich nicht - wie Millionen andere arme Schlucker - mit existenziellen Probleme belasten muss. Daher auch diese Spinnereien und die kindliche Art, sich die Welt zu erklären.
er kann es sich halt erlauben. Wie so einige reiche Erben, die ein Millionenerbe bekommen und dann das Geld für sich arbeiten lassen. Da sagt keiner was dagegen.
 
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  • #604
Ich kann deiner Argumentation nicht ganz folgen.
und ich deiner schon lange nicht mehr. ich finde es jedenfalls albern - um nicht zu sagen: arrogant - wenn jemand, der solch einen familiären hintergrund hat, über sinn und unsinn von arbeit daherredet. das ist abgehoben und weltfremd.

ich habe mal eine doku über mein stadtviertel hier gesehen. da wurde ein mann vorgestellt, der seinen gesamten besitz an familie und freunde verschenkt hat. nachbarn stecken ihm immer essbares zu und ihm reicht das zum leben. wohnen tut er in einem zelt. mit diesem mann würde ich mich gern mal über ein leben frei von materialismus unterhalten. der lebt das jedenfalls konsequent. du m.e. nicht.
 
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  • #606
ja, aber warum verhungert hier keiner? Weil die Gemeinschaft bezahlt.
Was wäre, wenn keiner mehr arbeiten würde? Wer würde bezahlen, damit niemand verhungert?
Da steigt mein Verstand aus, weil man Geld nicht essen kann.

Was hat Geld mit Arbeit zu tun? Ist es ein Druckmittel dass man überhaupt arbeitet? Dann hört auf damit, denn dann liegt keine Sinngebung vor.

Wenn keiner mehr Nahrung erntet oder anbaut dann verhungern die Leute einfach, aber sie werden vermutlich vorher etwas dagegen tun, insofern habe ich keine Sorgen wegen der Motivation. Das Schlimmste ist wenn man ständig Existenzangst hat, ein unhaltbarer Zustand, das inmitten von einer Wohlstandsgesellschaft.
wohnen tut er in einem zelt. mit diesem mann würde ich mich gern mal über ein leben frei von materialismus unterhalten. der lebt das jedenfalls konsequent. du m.e. nicht.
Ich habe vor prismatisch zu leben, also so wie ich Liebe empfinde mit allem was dazugehört. Das heisst in vielen Bereichen minimalistisch um in anderen Bereichen mehr Bandbreite zu erhalten, das macht mich glücklich.

Sich jeglichem Materialismus zu entziehen finde ich radikal, das darf man gerne machen, es ist allerdings nicht das was ich als für mich sinnvoll erachte.
wohnen tut er in einem zelt. mit diesem mann würde ich mich gern mal über ein leben frei von materialismus unterhalten. der lebt das jedenfalls konsequent. du m.e. nicht.
Er ist nicht frei, nur radikal. Er lebt einfach vom Zuviel und davon gibts viel, zwischen 40 und 60% wird in Wohlstandsnationen fortgeworfen, bedauerlicherweise betrifft dieser Wohlstand vorwiegend nur das Materielle. Man kann natürlich alles relativ sehen: Wer den Körper nicht ebenfalls wertschätzt hat für mich etwas verfehlt, wenn man aber fast nur den Körper wertschätzt hat man ein echtes Manko.

Hier im Forum mitschreiben kann er ja kaum, bedauerlich wenn man eine kommunikative Innovation im Zuge von radikal minimalistischem Materialismus nicht mehr nutzen kann.
 
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  • #607
Es ist nicht so dass ich an materialistischen Dingen keine Freude habe, wenn ich jedoch mit dem was ich tue keine Liebe empfinde fehlt ein Sinn und ohne Sinn ist das alles nichts mehr wert. Denn ich bin viel viel mehr als mein Körper, um einiges mehr.

Ich brauche auch kein quantitatives Trashmaterial, das darf jeder gerne behalten und irgendwann fortwerfen (z.B. ins Meer wie die Plastiksandalen), sondern wenig aber qualitativ, mit Liebe gemacht. Schade dass die Meisten nicht verstehen um was es geht, aber ich bin mir ja gewohnt um nicht verstanden zu werden.
 
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Deleted member 21128

  • #608
Ich habe vor vielen Jahren mal in einer lokalen Zeitung einen Artikel über einen Unfall gelesen, der lautete sinngemäß: Das Fahrzeug kam von der Straße ab, fuhr die Böschung hinunter, überschlug sich und prallte gegen einen Baum. Dann hat der Fahrer die Kontrolle über das Fahrzeug verloren.
Deine Aussage löst bei mir diesbezüglich ein Dejavu aus.
Aber klar, deine Haltung vor mir selbst zu rechtfertigen würde mich auch überfordern.
 
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Observer

  • #609
Da steigt mein Verstand aus, weil man Geld nicht essen kann.

Was hat Geld mit Arbeit zu tun? Ist es ein Druckmittel dass man überhaupt arbeitet? Dann hört auf damit, denn dann liegt keine Sinngebung vor.
Langsam glaub ich, du machst dich hier lustig über meine Fragen. Du weisst doch genau, worauf ich hinauswill, weichst aber ständig aus. Arbeit -》Geld -》 Essen kaufen.
Ist das neu für dich???
 
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  • #611
liebe @chava
danke für den Hinweis im #571, in welchem Thread sich die Diskutierenden eigentlich befinden, nur heisst es eigentlich: "gehen wir kurz vor die Tür". ;)
 
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  • #614
Warum herrscht hier bei vielen Foristen eigentlich die Denkweise:

"Arbeit hat gefälligst jeder geil zu finden. Ich bin mit meinem 5000 Euro-Brutto-Job ja fein raus. So, und jetzt muss ich noch in den anderen Threads mit den Wahrheitsinteressenten Wortklauberei betreiben."


:D:p;)
 
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  • #615
Ja, das sind die welche oft am lautesten schreien wenn jemand mehr als weniger bekommt, denn je mehr man hat desto grösser Missgunst und Gier, ein echter Teufelskreis. Später haben diese Leute dann auch eine viermal so hohe Rente wie der Schnitt der Nation und der Rohstofflieferant in den Armutsregionen macht sich für 2 EUR am Tag den Rücken krumm damit wenige noch mehr kriegen. Dann behauptet man noch in den Geschichtsbüchern, Sklaverei sei abgeschafft. Wir haben ein System entwickelt wo wir viel kriegen aber wenig geben müssen, diese Profitmentalität wird uns von klein auf als erstrebenswert eingebläut. Taktiken wie man mithilfe schlauer Schachzüge stets sparen kann werden im Alltag ständig eingetrichtert. Wer nicht profitieren möchte ist gar blöd und zahlt ohne Schachzug oft das Mehrfache, nur weil er einfach blöd war und es nicht ausgenutzt hat. Dank dieser Propaganda verlieren wir auch immer mehr den ethischen Bezug zu Gleichberechtigung und Solidaritätssinn.

Leute die bei diesem System nicht unnötig Kohle ins Feuer werfen wollen und Schwächeren auch etwas gönnen möchten sind gefragter den je, nur das bringt uns auf Dauer weiter.

Eins muss man uns lassen, in Sachen Bigotterie sind wir Spitze.

Es geht gar nicht darum was jemand effektiv leistet sondern ob wir diese Personen trotz als solches eingestufe Minder- oder Mangelleistung dennoch als Menschen wertschätzen, nur dann wird man in ihnen dauerhaft etwas bewegen und Solidarität langsam zurückerhalten.
Langsam glaub ich, du machst dich hier lustig über meine Fragen. Du weisst doch genau, worauf ich hinauswill, weichst aber ständig aus. Arbeit -》Geld -》 Essen kaufen.
Ist das neu für dich???
Ich mache mich gerne lustig weil dieses Denkschema ist überholt. Es gibt mittlerweile eine Gemeinde in der Schweiz da führen sie das Grundeinkommen ein, weil sie eingesehen haben, egal wie sie es anstellen am Ende hat einfach jeder Lebenskosten, ganz egal was reinkommt. Wir sind in einem System drin wo einfach jeder versorgt werden will und genauso wäre es Freiheitsberaubung um jemandem mit jeder erdenklichen Arbeit (das was zumutbar ist und was nicht ist sehr relativ) zu nötigen. Es besteht keine Notwendigkeit dazu, wir haben eine intakte und überproduzierende Wirtschaft, es wird Zeit auf Menschlichkeit zu setzen.

Auf Landesebene wirds noch viele Jahrzehnte dauern aber irgendwann wird es kommen, ich setze mich dafür ein. Steter Tropfen höhlt den Stein, es ist nur eine Frage der Zeit. Also ich habe eine ganz andere Betrachtungsweise wie du.

In Zukunft wird Geld lediglich ein Bonus darstellen um quasi Dank zu bekunden, es jedoch nicht unmittelbar von Arbeit abhängig machen. Das ist das neue Zeitalter was langsam kommen wird und ich werde daran teilnehmen um es langsam aber stets in diese Richtung zu drücken.
 
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