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Friederike84

  • #587
@himbeermond @chava @fleurdelis* @Traumichnich
Danke für eure lieben Posts!
Gestern war definitiv der falsche Tag solche Überlegungen anzustoßen...
Spätestens nach dem gestrigen sehr schönen Forentreffen bin ich wieder mit der Forenwelt versöhnt und messe diesen Streitigkeiten - so es denn wirklich welche waren - auch grundsätzlich keine größere Bedeutung mehr bei.
Inhaltlich werde ich darauf nicht mehr eingehen, meinen Standpunkt habe ich abschließend in #566 dieses Strangs deutlich gemacht. Mehr kommt dazu von meiner Seite nicht.
Habt einen sonnigen Nachmittag! :)
 
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  • #588
Mein dritter Date-Kontakt meinte noch dass ich kein Mensch wäre oder nicht menschlich, ich sei vollkommen anders als alles was sie bisher angetroffen habe.
Du bist ein Mensch, vielleicht meinte sie du bist anders als andere Menschen, aber das ist ja kein Manko. Deine Andersartigkeit mag vielleicht die Partnersuche erschweren, aber völlig konform Lebende tun sich ja auch sehr schwer ihr Glück in einer Partnerschaft zu finden. Geduld ist in meinen Augen die richtige Strategie, lass dich nicht von Leuten in deiner Lebensweise belehren, die dich überhaupt nicht kennen.

Jemand im Forum hat vor einiger Zeit es sinngemäß schön auf den Punkt gebracht: Die Sehnsucht nach Konformismus führt zu Selbsthass.
 
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  • #589
ich weiß ja nicht, wie alt sie sind, aber jünger werden sie garantiert nicht in den nächsten jahren.... und wie lange werde sie dir unter die arme greifen können?
Ooch, in einigen Jahren wandern die Eltern aus. Das spielt für den Betrieb keine Rolle da es von der jüngeren Generation weitergeführt wird und je nach Bedarf kommen Mitarbeiter dazu. Meine Mutter (Vater ist bereits pensioniert) lässt sich frühpensionieren, sie müsste theoretisch noch 9 Jahre arbeiten, tut es allerdings nur noch einige Jahre. Die nächsten Jahre verbringt sie eigentlich fast nur damit um die nächste Generation auf die neue Zeit vorzubereiten. Danach sind die Eltern höchstens noch als Unterstützung beratend im Hintergrund sporadisch tätig. Ich habe eine ziemlich junge Mutter da sie sehr jung Mutter wurde, der Vater ist ein gutes Stück älter (aber immer noch bestens im Schuss mit vollem Kopfhaar, das Alter merkt man nicht an).

Es ist nicht so dass die Mutter (Vater ist sowieso pensioniert und nur noch sporadisch tätig, seine Funktion ist hauptsächlich mentaler Natur) nicht gerne werkeln würde. Es ist jedoch nicht ihre Identität in diesem Sinne denn sie identifiziert sich eigentlich rein mit dem künstlerischen und menschlichen Aspekt und deren Werdegang, nicht mit dem Betrieb, der ist nur Mittel zum Zweck. Wenn man meine Mutter nicht kennt wird man sie kaum verstehen weil sie ist vom Naturell überhaupt nicht gesellschaftlich und ist gerne "alleine". Auch ich habe Jahrzehnte gebraucht um das alles intus zu bekommen und umgekehrt war es auch nicht anders. Sie meint dass je mehr man alleine sein möchte desto mehr Gesellschaft wird man erhalten, ein echtes Paradoxon und ich bin immer noch am studieren auf welchem Boden diese Erkenntnis wächst. Tatsache ist dass sie enorm von Menschen umringt wird, ein echter Magnet, und dennoch ist sie gerne alleine.

Klar abgrenzen möchte ich es von dieser komischen Muttersöhnchen-Mentalität wo Muttchen quasi alles finanzieren soll und noch aufpäppelnd wirken. Das hat mit mir nichts zu tun. Finanziell kriege ich lediglich Zuwendungen welche aufgrund mentaler Unterstützung bestehen, nicht einfach nur weil ich "Söhnchen" bin. Auch sonst ist es ein Geben und Nehmen, ich bin in keinerlei asymmetrischer Abhängigkeit.

Am Partner habe ich keinerlei finanzielle Interessen, ich möchte nur dass er weitgehend selbstständig ist in allen Bereichen und es nicht zu permanenten Abhängigkeiten kommt. Der "Traumpartner" wäre wenn er mich einfach so nimmt oder abholt wie ich bin und falls er künstlerisch tätig wäre oder sich daran erfreut wäre es eigentlich alles was ich primär wünschen könnte. Körperlich ist mir die Figur noch wichtig (da habe ich selbst gute Figur) aber ansonsten habe ich keinen festen Typ.
 
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  • #590
Ooch, in einigen Jahren wandern die Eltern aus. Das spielt für den Betrieb keine Rolle da es von der jüngeren Generation weitergeführt wird und je nach Bedarf kommen Mitarbeiter dazu. Meine Mutter (Vater ist bereits pensioniert) lässt sich frühpensionieren, sie müsste theoretisch noch 9 Jahre arbeiten, tut es allerdings nur noch einige Jahre. Die nächsten Jahre verbringt sie eigentlich fast nur damit um die nächste Generation auf die neue Zeit vorzubereiten. Danach sind die Eltern höchstens noch als Unterstützung beratend im Hintergrund sporadisch tätig. Ich habe eine ziemlich junge Mutter da sie sehr jung Mutter wurde, der Vater ist ein gutes Stück älter (aber immer noch bestens im Schuss mit vollem Kopfhaar, das Alter merkt man nicht an).
Und du hast keine Bedenken, dass die "jüngere Generation" - vermutlich deine Geschwister? - dir dann alsbald den Hahn abdrehen, wenn sich die Gelegenheit bietet? Streitigkeiten um das Erbe kommen in den glücklichsten Familien vor. Dann werden liebende Geschwister urplötzlich zu Konkurrenten - vorallem, wenn die einen schuften und die anderen nicht.
Aber was ich viel bedeutsamer finde, ist die Tatsache, dass du davon keine Minderwertigkeitskomplexe bekommst (und/oder ein schlechtes Gewissen), wenn alle anderen im Betrieb arbeiten und du nicht. Fernanalysiert würde ich drauf wetten, dass das irgendwann Streitigkeiten geben wird.
 
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  • #591
Wenn man meine Mutter nicht kennt wird man sie kaum verstehen weil sie ist vom Naturell überhaupt nicht gesellschaftlich und ist gerne "alleine". Auch ich habe Jahrzehnte gebraucht um das alles intus zu bekommen und umgekehrt war es auch nicht anders. Sie meint dass je mehr man alleine sein möchte desto mehr Gesellschaft wird man erhalten, ein echtes Paradoxon und ich bin immer noch am studieren auf welchem Boden diese Erkenntnis wächst. Tatsache ist dass sie enorm von Menschen umringt wird, ein echter Magnet, und dennoch ist sie gerne alleine.
DU verstehst das nicht?
Oh man :rolleyes:
Wenn man einen Betrieb hat, dann kennt man immer "Hans und Franz", das gehört zum Business dazu und ist kein sonderbares Phänomen. Wie naiv bist du eigentlich? Und wenn man immer im Einsatz ist (selbst und ständig), dann weiß man die wenige Zeit für sich selbst nunmal sehr zu schätzen.
Dass du solche Zusammenhänge nicht begreifst, ist für mich jetzt echt mal der ultimative Beweis dafür, dass du total weltfremd bist.
 
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  • #592
Aber was ich viel bedeutsamer finde, ist die Tatsache, dass du davon keine Minderwertigkeitskomplexe bekommst (und/oder ein schlechtes Gewissen), wenn alle anderen im Betrieb arbeiten und du nicht.
Eine Nummer grösser und allgemeiner: Bekommen Konsumenten von unethisch und/oder unökologisch produzierten Waren und Dienstleistungen ein schlechtes Gewissen, wenn andere für einen oder die erworbene Ware viel mehr arbeiten müssen?
Edit: Auf was ich hinaus will: Kann sich ein Familienunternehmen von kapitalistischen Systemen und den resultierenden Arbeitsbedingungen bzw. 'gesellschaftlichen Vorgaben' heute abkoppeln? Da spielt Minderwertigkeit doch auch keine Rolle.
 
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  • #594
Deine Frage eine Nummer grösser und allgemeiner: Bekommen Konsumenten von unethisch und/oder unökologisch produzierten Waren und Dienstleistungen ein schlechtes Gewissen, wenn andere für einen oder die erworbene Ware viel mehr arbeiten müssen?
Worüber diskutieren wir hier?
Du würdest also deine (alten) Eltern im Betrieb schuften lassen (und andere Familienmitglieder), selbst dir einen lauen Lenz machen?
Sehr ethisch Herr Tone :)
 
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  • #595
DU verstehst das nicht?
Oh man
Wenn man einen Betrieb hat, dann kennt man immer "Hans und Franz", das gehört zum Business dazu und ist kein sonderbares Phänomen. Wie naiv bist du eigentlich? Und wenn man immer im Einsatz ist (selbst und ständig), dann weiß man die wenige Zeit für sich selbst nunmal sehr zu schätzen.
Dass du solche Zusammenhänge nicht begreifst, ist für mich jetzt echt mal der ultimative Beweis dafür, dass du total weltfremd bist.
Du bist zwar ein liebes Mädel aber dennoch darfst du mich jetzt nicht als banal hinstellen. Dass meine Mutter und viele andere mir bekannte Leute gerne alleine sind hat mit ihren akuten Kontakten nichts zu tun, sie waren schon gerne alleine als sie noch nicht einmal einer Berufung nachgegangen waren und meine Mutter ist auch da wo sie auswandert gerne nahezu alleine (dieser Ort ist sehr dünn besiedelt). Das hat eine viel tiefere Dimension als das was du mir hier weismachen möchtest.
 
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  • #596
Worüber diskutieren wir hier?
Du würdest also deine (alten) Eltern im Betrieb schuften lassen (und andere Familienmitglieder), selbst dir einen lauen Lenz machen?
Sehr ethisch Herr Tone :)
Wenn in deiner Hypothese meine Eltern z.B. Tretminen herstellen würden, naja, vielleicht möchte ich lieber auf Ehrenamt Essen ausgeben und in Altenheimen etwas abchillen. :p
 
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  • #597
Streitigkeiten um das Erbe kommen in den glücklichsten Familien vor. Dann werden liebende Geschwister urplötzlich zu Konkurrenten - vorallem, wenn die einen schuften und die anderen nicht.
Ööh, ne, die Geschwister sind weder materialistisch eingestellt noch besteht hier Unklarheit, da ich das bestehende Erbe (ein Haus) übernehmen könnte, da wurde zugestimmt. Wobei der Betrieb und dessen Immobilie sowieso Bestandteil von der Stiftung mit Stiftungsrat (die Eltern Gründungsmitglied) ist, der ist nicht privatisiert im eigentlichen Sinne, lediglich grösstenteils privat geführt.
Worüber diskutieren wir hier?
Du würdest also deine (alten) Eltern im Betrieb schuften lassen (und andere Familienmitglieder), selbst dir einen lauen Lenz machen?
Sehr ethisch Herr Tone
Es sind nicht alle zu etwas fähig, jeder hat seine Funktion und Anteil im Leben. Wenn ich nur schon mit meiner mentalen Unterstützung hilfreich bin dann ist es viel wert. Demgegenüber kann selbst ein hart "schuftender" Arbeiter der damit unzufrieden ist und soviel Last als Nebenwirkung versprüht eine schlechte Hilfe sein, denn der Mensch ist viel mehr als seine Hand. Die Hand ist einfach das letzte Glied in diesem Prozess des Werdegangs. Wenn nicht Herz und Geist sich in dieser Hand manifestiert, dann wird nie ein nennenswertes Werk daraus entstehen sondern langfristig mehr Schaden als Nutzen.

Übrigens, wenn du deine Arbeit als "Schufterei" wahrnimmst und dessen Motivations-Treiber ein Schuft, würde ich damit aufhören, denn auf Dauer gehen deine Grundlagen der Werktätigkeit, Herz und Geist, kaputt. Wenn die Liebe stirbt dann stirbt jede Sinngebung.

Die Russin meinte auch dass sie gerne Tänzerin wäre. Das ist zwar fast immer "brotlos" aber wenn sie es gerne sein möchte dann würde ich es gutheissen und solchen Motivationen nicht im Wege stehen. Wenn man es mit Liebe macht gibt es immer einen Weg und ich werde immer jemanden finden der bei allfälligen Problemchen aushelfen wird.
 
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  • #598
Aber was ich viel bedeutsamer finde, ist die Tatsache, dass du davon keine Minderwertigkeitskomplexe bekommst (und/oder ein schlechtes Gewissen)
Wieso denn? Ich fühle mich selbst als komplett wertig in meinem Status als Mensch und bei der Tätigkeit werde ich noch etwas addieren um auch hier mehr Wertigkeit zu erlangen mit genau den Fähigkeiten welche ich habe. Abgesehen davon sind es nur noch Mitmenschen, unter anderem theoretisch mögliche Partnerinnen, welche mich als minderwertig ansehen und teils gar ausgrenzen wollen. Ich sehe mich nicht als minderwertig an, muss mich allerdings damit auseinandersetzen dass ich aus Sicht der Mehrheit ein "minderer Wert" darstelle und aufgrund dieses "minderen Wertes" von ihnen keine richtige Liebe empfangen kann sondern vorwiegend Ignoranz.

Ich weiss gar nicht woher das kommt, ein Mensch ist kein Wertgegenstand dem man einen Wert zuschreibt. Er kann nur entweder förderlich oder unförderlich einwirken. Je nachdem kann er auch fähig/unfähig, geeignet/ungeeignet sein aber solange er zu etwas Liebe empfindet ist es immer sinngebend.
 
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  • #599
Übrigens, wenn du deine Arbeit als "Schufterei" wahrnimmst und dessen Motivations-Treiber ein Schuft, würde ich damit aufhören, denn auf Dauer gehen deine Grundlagen der Werktätigkeit, Herz und Geist, kaputt.
@Xeshra : und dann? von luft und liebe leben? nicht jeder hat wie du eine familie mit stiftung und immobilien im hintergrund, die dann einspringt. du bist anscheinend in einer sehr privilegierten situation, was längst nicht auf jeden zutrifft.
 
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  • #600
Wann ist in Deutschland und Zentraleuropa der Letzte unfreiwillig verhungert? Die Hälfte leidet gar an überhöhtem (fürs Überleben nicht notwendigem) Gewicht und könnte soviel aufteilen mit allen welche weniger haben. Ich kann deiner Argumentation nicht ganz folgen. Ausser du findest ein unnötig hoher materieller Standard wichtiger als schlechte Arbeit, das wäre jedoch nicht meine Auswahl, dann lieber schlechter materieller Standard. Wir haben hier kein materielles Problem sondern schaffen uns rein ideologische Grenzen; vergessen dabei dass Glück und Sinngebung viel mehr ist als nur einen zu vollen Magen, 4 gute Räder mit bequemem Bett.
 
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