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  • #571
Liebe Foristen,
wir befinden uns hier in dem vor der-Tür-Thread.
Da darf es also schon mal ein bisserl heftiger zugehen.

Liebe @Friederike84 : Ich fand deinen Post 490 an Xeshra prima. Du hast darin wirklich gut erklärt, weshalb viele Menschen lieber mit jemandem zusammen sein möchten, der fest im Arbeitsleben steht. Das war i.m.A. aber so neutral formuliert , dass sich keiner persönlich angegriffen fühlen musste-sollte-dürfte.
Die ganzen Reaktionen auf diesen Post zeigen wieder einmal, wie unterschiedlich unsere Gesellschaft ist, wie different die Menschen lesen, interpretieren und reagieren.
Zieh dir den Schuh aber bitte nicht persönlich an .
Raus aus der Diskussion , kann ich verstehen .
Aber raus aus dem Forum , nur weil sich einige auf dich gestürzt haben , halte ich für übertrieben .
Ich lese viele deiner Beiträge wirklich gerne !!!

Lieber @Xeshra , du hattest um einen Rat gebeten , ihn bekommen , und damit eine heftige Diskussion aufgelöst . Du bist schon ein Unikat , mit sehr eigener Weltanschauung, Lebensweise sowie inhaltlichem und grammatikalem Schreibstil. Wer das nicht mag , kann das ja jederzeit auch ohne Ignorierfunktion überlesen . Es passiert oft in unserem Leben , dass man Antworten bekommt , die man nicht mag, die missfallen, die einen verletzen , obwohl die Gegenseite das nicht beabsichtigt hat . Man liest immer das heraus, was man will , je nachdem, wie die eigene Laune und das persönliche Empfinden ist . Mancher lernt aus hilfreichen Kommentaren , andere wiederum nehmen nix an und leben so weiter wie bisher. Wenn du dich in deiner kleinen heilen Welt wohlfühlst , ist das doch okay . Und . . . selbst, wenn gar keiner mehr deine Texte Beiträge hier lesen sollte , so hast du doch genau so eine Daseinsberechtigung im Forum wie jeder andere . Jeder darf hier schreiben was er will - außer, wenn es zu sehr unter die Gürtellinie geht , dann kann man melden bei den Moderatoren und um Löschung bitten. Im Reallife scheinst du mit deinem urigen eigenen Typ anscheinend ja gut durch zu kommen ( außer in der Liebe ) , bitte lerne auch noch , dich hier höflich im Forum zu bewegen UND trotzdem du selber zu bleiben . Direkt vergraulen wollen dich meiner Ansicht nach nur ganz wenige! Und jeder , der sich hier an der Diskussion beteiligt hat , findet dich anscheinend ( positiv oder negativ ) interessant . . . oder auch nur das Thema . . .
 
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  • #572
Anhand dessen, was du hier eigens über dich selbst äußerst, habe ich den Eindruck von dir als verblendeten, selbstgefälligen Schmarotzer.
Was ja, wie man lesen kann, auch ziemlich identitätsstiftend ist... :D
Warum ist es so schwer, Dinge einfach mal stehen zu lassen und sich auf das zu fokussieren, was den eigenen Horizont erweitern könnte?
Genau die Frage müßte an den Herrn X gehen. :eek:
 
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  • #574
Jeder hat seine Definition, was den Sinn betrifft und wie er sein Leben gestaltet bzw. leben möchte. Dann hier den individuellen Grund des Scheiterns beim online-Dating zu diskutieren, auf der persönlichen Schiene mit dem eigenen Lebensentwurf, dem Weltbezug im Hintergrund, kann nur schief gehen und verletzend werden.
Wenn ich jünger wäre, käme z.B. für mich @Xeshra durchaus in Frage :), habe auch selten bei meiner PS-Zeit Leute angetroffen, die unkonventionell waren oder/und den Blick auf das Wesentliche richteten, obwohl fast jeder vom kleinen Prinzen schwärmt und so Sachen zitiert wie: "das Wesentliche ist unsichtbar".
Was ich hier im Forum merke, ist diese immer mehr zunehmende Verbitterung des erfolglosen Datens und die darausfolgenden Schlüsse, die dann über das andere Geschlecht gezogen werden. Ein verzerrtes Bild erfolgt im Laufe der Zeit und es gehört viel Willenskraft dazu, sein ursprüngliches aufrecht zu erhalten. Dieses, an was man eigentlich glaubt. Wenn man auf diesem Level ist, müsste man aussteigen und ich glaube auch, dass diese Form der Liebesanbahnung mehr Scheitern hervorbringt und daraufhin immer mehr an sich selber zweifeln lässt.
Na ja, wie schon Andere hier sagen, ich würde auch immer raten, dorthin zu gehen, wo man auf Seinesgleichen/Ähnlichen trifft. Wenn man anfangen muss, sich zu rechtfertigen, ist es eh vorbei.
Ich wünsche Dir jedenfalls alles Gute, @Xeshra und denke, Du wirst Deine Liebe schon noch finden.
 
F

fleurdelis*

  • #575
D

Deleted member 21128

  • #576
Du verbüffst mich.
Also jemanden des exzessiven Alkohol- und Drogenkonsums zu bezichtigen (ohne dass andere Leser sehen können, worauf sich das bezog) aufgrund einer Flasche Wein und des Besuches eines Events, bei dem Gras geraucht wurde, ist schon eine krasse Fehlinterpretation und in dem Fall empört sich Xeshra m.E. zu recht.
Das geht jetzt völlig an meiner Aussage vorbei, mit der ich @Obeserver etwas erklärt habe. Ich selbst habe hier keine Bewertung über Alkohol- und Drogenkonsum abgegeben.
Immer gleich von einer „Hexenjagd“ zu sprechen, wenn zwei, drei Leute etwas an einem Foristen kritisieren, finde ich kindisch.
 
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  • #577
Das geht jetzt völlig an meiner Aussage vorbei, mit der ich @Obeserver etwas erklärt habe. Ich selbst habe hier keine Bewertung über Alkohol- und Drogenkonsum abgegeben.
Immer gleich von einer „Hexenjagd“ zu sprechen, wenn zwei, drei Leute etwas an einem Foristen kritisieren, finde ich kindisch.
2 x voll vorbei. Ich muss klarer kommunizieren ☺ DU hast ihn nicht direkt bezichtigt, aber jemanden in Schutz genommen, der es tat.

Bei "Hexenjagd" war ich schon viel weiter, allgemeiner. Du hast aber recht, dafür braucht es "mehr", die mitmachen. Dennoch ist das Verhältnis hier oft x:1.
 
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  • #579
Zuerst einmal etwas B&A (Behauptung und Antwort).

Beim nächsten Post kommt dann eine persönliche Schilderung des Sachverhaltes Arbeit&Berufung und was ich zu tun gedenke.
Bei dieser Auswahl wäre es das Ei, denn ich war einmal aus einem Ei enstanden. Ein Ei ist nichts anderes als die Mutterzelle aus der alle Lebewesen entstanden sind. Die ist natürlich unterschiedlich gross, von mikroskopisch bis Straussenei, es ist alles jedoch eine einzige Zelle. Ich bin zwar älter als mein Ei jedoch nicht älter als das Ei. Das Ei wiederum ist als älteste Bauform der Fortpflanzung sogar älter als die Dinosaurier, weder Mensch noch Henne, auch nicht Gockel für Befruchtung, waren hier ein Vorläufer.
Es scheint unglaublich schwer verdaulich zu sein, den Begriff 'Identität' ('identitätsstiftend' einschließend) wertfrei zu handhaben und
sowohl
  • den Demeter-Bauern;
  • den Mitarbeiter in einem konventionellen Schlachthof;
  • die Lehrerin;
  • die Prostituierte;
  • den Tierarzt;
  • den Technischen Assisstenten, der Tierversuche durchführt;
  • den Manager, der Leute entlässt;
  • den Gewerkschaftsmitarbeiter der Arbeitsplatze rettet;
  • ein Bettler, der gegen die zwangsweisen Sozialabgaben ist, das Sozialsystem nicht in Anspruch nehmen will, sondern sich wünscht, dass ihm aus freien Stücken gegeben wird;
  • der Arbeitslose, der alle 14 Tage beim Amt vorstellig werden muss, um seine Bezüge nicht gekürzt zu bekommen;
  • etc. pp.;
alle in einen Topf zu werfen und in Betracht zu ziehen, dass die Tätigkeit, mit der sie 30 oder 50 Std in der Woche zubringen - und hinsichtlich der sie sich neuen Bekanntschaften gegenüber erklären müssen - ihr Selbstverständnis und ihre Weltanschauung zu einem beachtlichen Anteil mitbeeinflusst und nicht zu urteilen oder zu werten welches Resultat diese Beeinflussung hervorbringt, sondern einfach nur anzuerkennen, dass Arbeit einen Einfluss auf die eigene Identität hat, seien es in seinen Extrema z.B.
  • die Selbstzweifel und Unsicherheiten bei plötzlicher Arbeitslosigkeit;
  • oder der Stolz bei der Ausübung eines hoch angesehenen und geachteten Berufs;
  • die Zugehörigkeit zur hart, ehrlich und aufrichtig schuftenden Arbeiterklasse; oder
  • zum Verantwortung tragenden und Mehrwert schaffenden Mittelstand; oder
  • zu elitären, gesellschaftspolitisch weise lenkenden Großunternehmer, und
die Abgrenzungen voneinander, die die Zuschreibungen weiter schärfen.
Ich habe nie verleugnet dass Arbeit einen Einfluss auf die Identität haben kann. Angezweifelt wurde primär dessen Auslegung, ob es als erstrebenswertes Attribut angesehen werden kann wenn man sich damit ohne Stolz noch Freude identifiziert oder sogar überhaupt nicht sich damit identifizieren will sondern nur Lohn kassieren und erschlagen weiterschuften. Du stellst es wie einen fixen Zustand mit gesichertem Grundattribut hin, hier machst du es dir zu einfach denn es gibt noch viel mehr Variablen.

Nicht jeder zwingt sie um sich zu erklären oder um es gross auszubreiten als wesentlicher Bestandteil, z.B. mir wäre es schnuppe; das dürfen sie so handhaben wie sie wollen denn es gibt genug andere Interessen ausserhalb ihrer Berufung.
Des Weiteren wirkt, über das selbst eingeworbene Einkommem, das Erleben der Eigenverantwortlichkeit, der Möglichkeit sich selbst zu finanzieren und in gewissem Maß (privat) unabhängig und selbstständig zu sein.
(Diesbezüglich hast du geäußert, dass du dir die Zuwendungen von deiner Familie mit deiner Bereicherung dieser erkaufst - dich also in private Abhängigkeit begibst, dadurch dass du professionelle Erwerbstätigkeit ablehnst.)
Also wenn du Unabhängigkeit im Sinne von absoluter Freiheit ansiehst und es als sicheres Fundament propagierst, da möchte ich enttäuschen. Auch öffentliche Abhängigkeit ist eine Form der Abhängigkeit welche letzten Endes private Anteile hat. Ein Familienbetrieb ist zwar oft nahezu privat geführt aber dennoch in einem öffentlichen Wirtschaftsverhältnis. Auch meine Eltern haben ein grösstenteils familienintern geführter Betrieb, leisten jedoch öffentliche Arbeit; die Grenzen sind letzten Endes fliessend.
Dieser Identitätsbeeinflussung und Selbstständigkeit entziehst du dich ganz bewusst. Vielleicht kämpfst du daher so verzweifelt um Abgrenzung und gleichzeitig Anerkennung. Ein hoffnungslos erscheinendes Unterfangen mit obskuren Auswüchsen.

Anhand dessen, was du hier eigens über dich selbst äußerst, habe ich den Eindruck von dir als verblendeten, selbstgefälligen Schmarotzer.
Ich kämpfe um Ausgrenzung, nicht Abgrenzung. Du darfst dich gerne von mir... von mir aus als etwas besseres... abgrenzen, jedoch sehe ich es ungerne um ausgegrenzt zu werden, denn von da an wird man zum Ignoranten mit all seinen Folgen.

Selbstständigkeit ist eine sehr relative Definition welche jeder anders sehen mag. Für mich bedeutet Selbstständigkeit das man sich selbst versorgen und finanzieren kann ohne vom Partner abhängig zu sein, insofern sind hier verdammt viele PSler unselbstständig.
 
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  • #580
Wegen Schmarotzern, sollen sie doch schmarotzen. Natur/Umwelt muss es auch wortlos ertragen wenn man dort masslos rumschmarotzt nur im Sinne von Lohnung, selbst wenn jedes gesunde Mass überschritten wurde. Insofern drosseln diese Schmarotzer die maximale Ausbeutungsleistung und geben hier sogar gesundes Gegensteuer, ich habe mit Schmarotzern daher keine Mühe.
Aber wer keine "Bringschuld" empfindet...
Traurig, so ein Denken...
Das ist ganz einfach Egoismus, die eigenen Interessen und Rechte bis zum ungesunden Anschlag wahrnehmen, bloss nicht zurückstecken; der kapitale Bleifuss.
Lieber @XeshraDirekt vergraulen wollen dich meiner Ansicht nach nur ganz wenige! Und jeder , der sich hier an der Diskussion beteiligt hat , findet dich anscheinend ( positiv oder negativ ) interessant . . . oder auch nur das Thema . . .
Ich hatte nicht den Eindruck dass man mir mehrheitlich feindlich gesinnt wäre, ansonsten hätte ich andere Saiten aufgezogen. Es ist zwar so dass ich manchen sehr vor den Kopf gestossen habe aber im Hinblick zu meinem gesellschaftlichen Gesamtbild ist diese Gruppe erstaunlich geschmackvoll eingestellt.
... Du bist eine der wenigen, die sachlich gut formulieren und kommunizieren. Nur, weil hier Brandstifter unterwegs sind, die nicht themenbezogen, sondern persönlich werdend und das auch noch recht unprofessionell, agieren .... ich kanns verstehen, aber schade wärs.
Ich heisse sie willkommen um weiterhin ihren Standpunkt/Anschauung/Meinung zu vertreten und habe bestimmt nicht unnötig Vortrieb geben wollen um "persönlich" zu werden, das ist nicht in meinem Interesse.
Was ich hier im Forum merke, ist diese immer mehr zunehmende Verbitterung des erfolglosen Datens und die darausfolgenden Schlüsse, die dann über das andere Geschlecht gezogen werden. Ein verzerrtes Bild erfolgt im Laufe der Zeit und es gehört viel Willenskraft dazu, sein ursprüngliches aufrecht zu erhalten. Dieses, an was man eigentlich glaubt. Wenn man auf diesem Level ist, müsste man aussteigen und ich glaube auch, dass diese Form der Liebesanbahnung mehr Scheitern hervorbringt und daraufhin immer mehr an sich selber zweifeln lässt.
Aus dieser Sachlage heraus werden auch neue Schritte folgen welche den Fokus langsam weg in neue Gefilde leiten wird, PS wird einfach noch als Hoffnungs-Funken aufrechterhalten werden bis zum Ende der Mitgliedschaft aber es wird kein essentielles Standbein mehr darstellen. Auch Online im allgemeinen wird langsam zurückgefahren und an neuen Perspektiven gewerkelt. Da so riesiges Thema erkläre ichs bei neuem Post.

Selbstzweifel geht gar nicht, es ist der ultimative Liebeskiller da es ab diesem Punkt das Ich angreifen kann, spätestens ab da haben die "bösen Mächte" gewonnen, deswegen muss man ab einem solchen Punkt baldig handeln.
Na ja, wie schon Andere hier sagen, ich würde auch immer raten, dorthin zu gehen, wo man auf Seinesgleichen/Ähnlichen trifft. Wenn man anfangen muss, sich zu rechtfertigen, ist es eh vorbei.
Der Fokus wird auf jeden Fall darauf gebündelt werden da es ungeheuerlich ist was eine "ungünstige Mentalität" beim Menschen auslöst, selbst die kommunikativsten Menschen könnten dann knallhart plötzlich auf dem Abstellgleis, in einer toten Nichenblase, landen nur wegen der Mentalität.
Ich wünsche Dir jedenfalls alles Gute, @Xeshra und denke, Du wirst Deine Liebe schon noch finden.
Danke, das wird schon, erst wenn die Hoffnung stirbt und das Ich angekratzt wird, erst dann stirbt die Liebe. Ich habe meine Schildstärke wieder maximiert und die Liebe nur noch zu mir selber gebündelt, bis vielleicht eines Tages ich dieses Schild wieder transparent mache. Die Hoffnung ist momentan zwar nicht gross aber mit der Selbstliebe und meiner Zufriedenheit mit dem Single sein steigert sich auch die Hoffnung auf eine glückliche Fügung in Sachen Liebe.
 
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  • #582
Genauere Anschauung zu Werklerei, Arbeit, Lohnung/Belohnung und was für Taten folgen:

Also, ich habe mich gestern mit meiner Mutter getroffen. Sie ist natürlich nicht zuletzt aufgrund mehr Lebenserfahrung und grosse Belesenheit ungemein weiser als ich wobei hier ein gegenseitiges Lernverhältnis besteht. Auch ich habe meine spezifischen Stärken wovon die Familie positive Veränderungen bekam, es ist alles irgendwo ein riesiges Puzzle. Ich bin ein integraler Bestandteil des Familienbereichs. Ich bin dort in keinster Weise parasitär sondern ergänzend und auf eigene Weise funktionell, nur schon wenn ich einfach da bin, dazu braucht es keine Werklerei sondern nur Freude am Leben sowie Liebe zum Umfeld. Das ist ein familiärer Wert der mehr Bestand haben kann als die mächtigste Firma, sofern freiheitlich und freigeistig ausgeführt. Bei der Erfahrung mit Mitmenschen aller Art ist meine Mutter eine eigene Dimension mit jahrzehntelanger Werktätigkeit. Bisher habe geistig eher ich ergänzend eingewirkt da ich fast nichts aus ihrem Wissens-Bereich brauchte, seit einiger Zeit hat sich das Blatt gewendet und jetzt bin ich im Bereich wo ich Ergänzung brauche.

Im Restaurant Tibits (Ableger vom Hiltl, ältestes vegetarisches Restaurant der Welt) haben wir mal genauer über den Sachverhalt geredet und noch meinen Bauch randvoll gemacht. Das mit Arbeit ist sehr vielschichtig und lässt sich nicht einfach so in ein festes Schama zwingen, so wie es gesellschaftlich gemeinhin verankert ist.

Zum einen gibt es die Arbeit gegen Lohn, welche Lohnung als Bestandteil vorsieht und sich aus meiner Sicht lohnen sollte, beziehungsweise ein würdiges Leben ohne permanente Not (Stichwort "working poor") ermöglichen.

Zum anderen gibt es die Selbstarbeit, da arbeitet man unentgeldlich nur für eigene persönliche oder familiäre Zwecke (auch Hausmann/Hausfrau gehört dazu). Da Kinder Teil der Gesellschaft werden und von ihr unter die Fittiche genommen ist der Übergang zur Öffentlichkeit wie so oft fliessend, daher alles relativ.

Das mit der lohngebundene Arbeit könnte man teilweise mit Grundeinkommen abstellen aber soweit ist die Gesellschaft noch lange nicht, da befürchtet wird dass mit weniger Zwang die Arbeitsmoral sinkt; was letzten Endes den aufzwingerischen/versklavenden Aspekt beweist.

Dann gibt es noch die freiwillige Öffentlichkeitsarbeit, da werkelt man praktisch unentgeldlich ehrenamtlich, meistens aus ethisch hochstehender Motivation heraus. Oft auch unentgeldlich Leute pflegen und ähnliches, zu dieser Gattung Mensch gehöre ich nicht da nicht Menschenfreund (meine Ex war z.B. eine von der Sorte).

Auch eine Art der Arbeit ist die Arbeit an sich selber. Das ist der Bereich woran ich arbeite, für andere Bereiche bin ich unfähig und auch aufgrund mangelnder Liebe kein Interesse. Diese hat mehrere Dimensionen, unterscheidet sich grob in die Hauptbereiche Geistesarbeit (z.B. freiheitliches Denken, Lesen im allgemeinen), Herzarbeit (z.B. Mitgefühl, Warmherzigkeit) und Werktätigkeit. Die Werktätigkeit erzeugt quasi aus Geist und Herz eine dritte Dimension welche sich plastisch äussert. Da ich ausser Ton nicht gerne Massen in die Hand nehme sollte es vorwiegend bildhauerisch zum Ausdruck kommen, auf Holz oder Stein. Ebenfalls habe ich vor ein Instrument zu erlernen um auch hier in diese dritte Dimension vorzustossen, da habe ich momentan nur für Panflöte, Didgeridoo und Orgel eine Zuneigung. Ich glaube ich fange mit der Panflöte an.

Hinzu kommen werden demnächst auch Pilgerreisen. Hier gehts primär darum um mich kennenzulernen, aber wer weiss was man da sonst noch antrifft. Also ich werde mich auf plastizierende/musizierende Kunst und Pilgerreisen fokussieren, Werktätigkeit um mich auszudrücken. Je nachdem gibts auch einige Städtereisen, das ist jedoch nur noch sekundär. Mit werktätig meine ich es wie ich es sage, tätig im Werke, hier gehts nicht um Arbeit oder Lohn sondern um meinen Ausdruck, nur das zählt.

Zum weiteren Verständnis falls ich das irgendwie unterkriege wäre das Erlernen der Gebärdensprache nicht schlecht, dadurch verbessere ich auch mein sozialer Bezug da ich auch der Sprache eine neue Dimension verschaffe.

Allgemein kam klar die Sichtweise auf dass es egal ist was man genau werkelt, selbst wenn man nichts werkelt. Solange man dazu Liebe empfindet macht das Leben beziehungsweise selbst die Nicht-Werklerei Sinn. Am meisten sinngebend für weitere Wege finde ich allerdings das Vorstossen in die dritte Dimension in Holz, Stein und Luft und das Erleben von Pilgerreisen. Sekundär wäre noch das Hinzufügen von Fremdsprachen.

Allgemein hapert es Mitmenschen oft am Verständnis, das ist auch der Hauptgrund von fehlendem Anklang und nicht etwa ausgesprochen tiefes Mitgefühl, hier bin ich gar nicht so schlecht bestellt wenn ich mich so vergleiche mit dem was da keucht, fleucht und stolpert. Wenn man natürlich versteht kann man zujubeln und Zugang finden, sich quasi identifizieren und Sympathie empfinden. Für Liebe ist es allerdings nicht ein Grundattribut, das ist aus meiner Sicht nur die geläufige Meinung. Liebe muss das Herz berühren, das geht nicht nur über den Filter "Kopf" welcher nach Verständnis giert von etwas das kaum verstanden wird. Ich kann hier nur über die dritte Dimension verstanden werden da es direkt das Herz berührt, den Filter einfach ausschaltet.

Mein dritter Date-Kontakt meinte noch dass ich kein Mensch wäre oder nicht menschlich, ich sei vollkommen anders als alles was sie bisher angetroffen habe. Ich habe bis jetzt nicht verstanden was sie meinte, denn ein Engel war es jedenfalls nicht, das fand sie ganz normal und hat kein Bezug zu mir. Ich weiss bis heute nicht was ich dann effektiv sein könnte aber vielleicht finde ich es irgendwann raus. Sie meinte auch dass ich in einer vollkommen anderen Welt sei, OK, das ist weniger seltsam aber sowas von einer sowieso schon alternativ eingestellten zu hören schon.
 
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  • #585
Ich bin ein integraler Bestandteil des Familienbereichs. Ich bin dort in keinster Weise parasitär sondern ergänzend und auf eigene Weise funktionell, nur schon wenn ich einfach da bin, dazu braucht es keine Werklerei sondern nur Freude am Leben sowie Liebe zum Umfeld.
@Xeshra : deine eltern haben also einen familienbetrieb. bei allen, die ich mit ähnlichem hintergrund kenne, bedeutet das: es muss RICHTIG mit angepackt werden. und du findest nicht, dass deine eltern froh wären, wenn du sie in welcher form auch immer unterstützen würdest? auch wenn sie das nicht direkt aussprechen? ich weiß ja nicht, wie alt sie sind, aber jünger werden sie garantiert nicht in den nächsten jahren.... und wie lange werde sie dir unter die arme greifen können?
 
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