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D

Deleted member 21128

  • #2.026
Vielleicht ginge es manchmal eher darum weniger zu tun... Das wäre für unseren Planeten nicht das Dümmste
Stimmt, aber dann müsste ich ja zB aufs Reisen verzichten bzw. es reduzieren, und das fällt mir sehr schwer.
Wer viel Steuern zahlt, hat noch viel mehr weiterhin zur Verfügung.
Ja, das stimmt. Trotzdem gibt er auch viel für die Gemeinschaft. Schließlich leistet er ja (meistens) auch viel.
Hast du überhaupt eine Ahnung, wie belastend das sein kann?!
Ja, habe ich. Ich bin sehr arm aufgewachsen. Sehr arm.
So viel wie mir das relativ friedliche Zusammenleben, die Chancen für die (jungen) Menschen und die Infrastruktur, die alles viel einfacher und weniger beschwerlich macht, Wert sind, könnte ich aber nie und nimmer bezahlen, auch wenn ich so viel hätte wie du vielleicht.
Schön dass wir das Prinzip der Solidargemeinschaft haben, zusammen schaffen wir das.
Vielleicht kannst du doch nochmals versuchen, zu formulieren, was dich daran irritiert.
Die Formulierung
hat für mich etwas trennendes. Als würdest du über einen Zaun schauen oder durch eine Scheibe.
Möglicherweise, weil es impliziert, dass da vorher etwas Abgrenzendes da war?
Dieses Abgrenzende ist mir irgendwie fremd, das empfinde ich nur bei Menschen, mit denen ich auf Kriegsfuß stehe, und das ist sehr selten.
da ich ja immer schon versuche, Grenzen zu anderen Menschen zu überwinden
Aber die Grenzen sind doch in deinem Kopf. Warum?
wenn's nicht von Anfang an geht, hat das seine triftigen Gründe!
Es gibt triftige Gründe dafür, dass bei dir mir gegenüber etwas Abgrenzedes war? Ich bin mir keiner Schuld bewusst.
Sehr selten, ich habe nie das Gefühl, dass ich mich präventiv schützen muss. Aber ich kenne einige Menschen, die darauf achten müssen, so wie du anscheinend auch, und ich finde das sehr gut, wenn es ihnen gelingt.
 
A

*Andrea*

  • #2.027
Guten Morgen WolkeVier!

Ja, das stimmt. Trotzdem gibt er auch viel für die Gemeinschaft. Schließlich leistet er ja (meistens) auch viel.

Ja, habe ich. Ich bin sehr arm aufgewachsen. Sehr arm.
Dann müsstest du aber vielleicht auch wissen, dass viel leisten nicht unbedingt mit dem Einkommen und Vermögen korreliert.

Als würdest du über einen Zaun schauen oder durch eine Scheibe.
Ja, das ist schon so. Jetzt ist zumindest die Scheibe geputzt.

Dieses Abgrenzende ist mir irgendwie fremd, das empfinde ich nur bei Menschen, mit denen ich auf Kriegsfuß stehe, und das ist sehr selten.

Aber die Grenzen sind doch in deinem Kopf. Warum?
Es gibt eigentlich keine Menschen, mit denen ich auf Kriegsfuss stehe. Aber es gibt Dinge, die Leute tun oder Haltungen oder Lebensweisen, die mich abschrecken. Das hat wohl weniger mit den Leuten an sich zu tun, als damit, dass ich dies unbewusst mit sehr schwierigen Erfahrungen, die ich gemacht habe, verbinde. Ich bin an diesen Mustern am Arbeiten, schon lange und sehr intensiv, und sie lösen sich auch immer mehr (auf). Aber es ist nicht meine Schuld. Es war wohl eher ein Überlebensmechanismus, um nicht ständig zu stark getriggert zu werden. Wenn mir Menschen, die solches bei mir auslösen, "Vorwürfe" machen, wenn ich versuche, mich anzunähern und auseinanderzusetzen, dann ist das zwar eventuell verständlich, aber für mich nicht unbedingt hilfreich.

Es gibt triftige Gründe dafür, dass bei dir mir gegenüber etwas Abgrenzedes war? Ich bin mir keiner Schuld bewusst.
Triftige Gründe können auch ausserhalb von dir liegen. Ich habe nie gesagt, dass du irgendwie Schuld hast. In diesem Zusammenhang möchte ich auch nochmals darauf zurückkommen, dass mir Abwertung der anderen vorgeworfen wird, oder dass ich meinen würde, ich sei ein besserer Mensch. Das stimmt doch nicht. Wenn ich eine Handlung oder Haltung von jemandem kritisiere, impliziert das doch keine Abwertung des Menschen, der dies tut. Sonst würdest du mich ja auch abwerten, wenn du meine Forumulierung kritisierst.

Sehr selten, ich habe nie das Gefühl, dass ich mich präventiv schützen muss. Aber ich kenne einige Menschen, die darauf achten müssen, so wie du anscheinend auch, und ich finde das sehr gut, wenn es ihnen gelingt.
Es geht nicht unbedingt darum, mich schützen zu müssen (das würde ja bedeuten, dass das, worauf ich mich nicht einlasse, irgendwie bösartig wäre), sondern ich würde eher sagen, dass ich sehr stark darauf achten muss, in einem Gleichgewicht zu bleiben und mich nicht mehr über meine Grenzen hinaus zu engagieren. Es ist so ähnlich, wie @chava dies auch kürzlich beschrieben hatte, mit dem leeren Akku:
Ich hatte 60 Jahre lang ein sehr turbulentes Leben. Viel Freude, Liebe, aber auch viele Sorgen, Enttäuschungen. Immer Trouble, immer etwas vor, unzählige Bekannte, Freunde, zwei Riesenfamilien. Es gab auch unendlich viele Probleme, die ich bewältigen musste. Manche Freundschaft habe ich in der Zeit beendet, wenn etwas schief lief. Meine Ehe ging kaputt, wir haben in einer WG weitergelebt, und dann habe ich meinen Mann gepflegt, und durch seinen Alzheimer sind sie fast alle verschwunden, die bis dahin so wichtigen Personen in unserem Leben.
Mein Körper ging kaputt, Allergien,Überberempfindlichkeiten, HSP.
Ich habe immer kämpfen müssen, aber irgendwann geht es nicht mehr, Akku ist leer, kein Ladegerät passt.
Ich versuche mit Sport, Entspannung, Natur, heile Welt, wieder gesund zu werden. Aber es dauert. Immer müde, keine Energie, es nervt einfach. Wenn der Kopf mit dem Leben nicht klar kommt, wehrt er sich logo über körperliche Symptome, und wenn die sich über Jahre verfestigt haben, wollen sie nicht wieder weichen.
Bei mir waren die Umstände andere und ich bin auch noch jünger, aber ich habe, weil ich als Kind aus schwierigen Mustern meiner Eltern heraus gelernt hatte, dass es etwas "Gefährliches" ist, Grenzen zu haben, in Not zu sein, müde zu sein und dass es "wichtig" ist, meine Gefühle, Sorgen und Bedürfnisse zu verstecken und zu unterdrücken, und dies, obwohl ich wohl ein ziemlich sensibles Kind war, jahrelang viel mehr getan als ich die Kraft dazu hatte, immer auf der bewussten Ebene für andere, unbewusst, um meiner eigenen Verurteilung zu entkommen. Ich wusste dabei gar nicht, wer ich bin und was ich will, sondern es war nur alles ein Müssen und Sollen, das mich überfordert hat. Das hat auch zu einer sowohl körperlichen wie psychischen "Verhärtung", einer Einschränkung der Wahrnehmung könnte man sagen, geführt, ich hatte mich irgendwie gepanzert, unempfindlich gemacht, um überhaupt überleben zu können. Ich habe all dies schon sehr stark verändern können, es ist schon fast weg, aber mein Akku ist wohl ähnlich leer wie jener von Chava. Ob er sich je wieder aufladen lässt, weiss ich nicht. Ich wünsche es mir zwar, aber ich könnte auch damit leben, wenn es bleibt, wie es ist. Ich habe ein sehr schönes, sinnhaftes, erfülltes und meist frohes, an anderen Menschen und der Welt interessiertes Leben, einfach weniger Energie als andere und ein viel labileres Gleichgewicht, das der konstanten Fürsorge bedarf.
 
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  • #2.028
Guten Morgen WolkeVier!


Dann müsstest du aber vielleicht auch wissen, dass viel leisten nicht unbedingt mit dem Einkommen und Vermögen korreliert.


Ja, das ist schon so. Jetzt ist zumindest die Scheibe geputzt.


Es gibt eigentlich keine Menschen, mit denen ich auf Kriegsfuss stehe. Aber es gibt Dinge, die Leute tun oder Haltungen oder Lebensweisen, die mich abschrecken. Das hat wohl weniger mit den Leuten an sich zu tun, als damit, dass ich dies unbewusst mit sehr schwierigen Erfahrungen, die ich gemacht habe, verbinde. Ich bin an diesen Mustern am Arbeiten, schon lange und sehr intensiv, und sie lösen sich auch immer mehr (auf). Aber es ist nicht meine Schuld. Es war wohl eher ein Überlebensmechanismus, um nicht ständig zu stark getriggert zu werden. Wenn mir Menschen, die solches bei mir auslösen, "Vorwürfe" machen, wenn ich versuche, mich anzunähern und auseinanderzusetzen, dann ist das zwar eventuell verständlich, aber für mich nicht unbedingt hilfreich.


Triftige Gründe können auch ausserhalb von dir liegen. Ich habe nie gesagt, dass du irgendwie Schuld hast. In diesem Zusammenhang möchte ich auch nochmals darauf zurückkommen, dass mir Abwertung der anderen vorgeworfen wird, oder dass ich meinen würde, ich sei ein besserer Mensch. Das stimmt doch nicht. Wenn ich eine Handlung oder Haltung von jemandem kritisiere, impliziert das doch keine Abwertung des Menschen, der dies tut. Sonst würdest du mich ja auch abwerten, wenn du meine Forumulierung kritisierst.


Es geht nicht unbedingt darum, mich schützen zu müssen (das würde ja bedeuten, dass das, worauf ich mich nicht einlasse, irgendwie bösartig wäre), sondern ich würde eher sagen, dass ich sehr stark darauf achten muss, in einem Gleichgewicht zu bleiben und mich nicht mehr über meine Grenzen hinaus zu engagieren. Es ist so ähnlich, wie @chava dies auch kürzlich beschrieben hatte, mit dem leeren Akku:

Bei mir waren die Umstände andere und ich bin auch noch jünger, aber ich habe, weil ich als Kind aus schwierigen Mustern meiner Eltern heraus gelernt hatte, dass es etwas "Gefährliches" ist, Grenzen zu haben, in Not zu sein, müde zu sein und dass es "wichtig" ist, meine Gefühle, Sorgen und Bedürfnisse zu verstecken und zu unterdrücken, und dies, obwohl ich wohl ein ziemlich sensibles Kind war, jahrelang viel mehr getan als ich die Kraft dazu hatte, immer auf der bewussten Ebene für andere, unbewusst, um meiner eigenen Verurteilung zu entkommen. Ich wusste dabei gar nicht, wer ich bin und was ich will, sondern es war nur alles ein Müssen und Sollen, das mich überfordert hat. Das hat auch zu einer sowohl körperlichen wie psychischen "Verhärtung", einer Einschränkung der Wahrnehmung könnte man sagen, geführt, ich hatte mich irgendwie gepanzert, unempfindlich gemacht, um überhaupt überleben zu können. Ich habe all dies schon sehr stark verändern können, es ist schon fast weg, aber mein Akku ist wohl ähnlich leer wie jener von Chava. Ob er sich je wieder aufladen lässt, weiss ich nicht. Ich wünsche es mir zwar, aber ich könnte auch damit leben, wenn es bleibt, wie es ist. Ich habe ein sehr schönes, sinnhaftes, erfülltes und meist frohes, an anderen Menschen und der Welt interessiertes Leben, einfach weniger Energie als andere und ein viel labileres Gleichgewicht, das der konstanten Fürsorge bedarf.
Mich haben deine Zeilen sehr berührt. Alles Gute und viel Kraft für dich.
 
D

Deleted member 21128

  • #2.030
Hallo Andrea! :)
Dann müsstest du aber vielleicht auch wissen, dass viel leisten nicht unbedingt mit dem Einkommen und Vermögen korreliert.
Nicht unbedingt, aber meistens eben schon. Ich sehe einen deutlichen Zusammenhang von meinen Leistungen (und Fähigkeiten) mit meinem Einkommen.
Natürlich nicht, das Konzept von Schuld gefällt mir sowieso nicht.
Wenn mir Menschen, die solches bei mir auslösen, "Vorwürfe" machen, wenn ich versuche, mich anzunähern und auseinanderzusetzen, dann ist das zwar eventuell verständlich, aber für mich nicht unbedingt hilfreich.
Ich glaube, dass wir auf Rückmeldungen von anderen angewiesen sind, um uns in Beziehung zu anderen zu erleben und uns über uns selbst bewusst zu werden, daher versuche ich für mich immer den Aspekt des "Vorwurfs" auszublenden, dadurch versuche ich mich in die Lage zu versetzen, für Kritik dankbar zu sein. Das gelingt mir aber nicht immer.
Ist für dich Feedback grundsätzlich erwünscht, und wenn, wie kann man dann "negatives Feedback" vortragen?
Wenn ich eine Handlung oder Haltung von jemandem kritisiere, impliziert das doch keine Abwertung des Menschen, der dies tut.
Das klingt jetzt für mich ein wenig so, als wäre Kritiküben für dich keine Abwertung von anderen, würdest dich aber bei erhaltener Kritik abgewertet ode angegriffen fühlen?
Es geht nicht unbedingt darum, mich schützen zu müssen (das würde ja bedeuten, dass das, worauf ich mich nicht einlasse, irgendwie bösartig wäre), sondern ich würde eher sagen, dass ich sehr stark darauf achten muss, in einem Gleichgewicht zu bleiben und mich nicht mehr über meine Grenzen hinaus zu engagieren.
Eben nicht Schutz vor Bösartigkeit, sondern vor Überforderung, daher vielleicht am ehesten Schutz vor sich selbst?
Ich kann deine Zeilen gut nachvollziehen und mir vorstellen, dass das sehr schwierig ist.
Ich wünsche es dir auch!
Ich habe ein sehr schönes, sinnhaftes, erfülltes und meist frohes, an anderen Menschen und der Welt interessiertes Leben
Es freut mich sehr, das zu lesen!
 
A

*Andrea*

  • #2.032
Nicht unbedingt, aber meistens eben schon. Ich sehe einen deutlichen Zusammenhang von meinen Leistungen (und Fähigkeiten) mit meinem Einkommen.
Es enttäuscht mich, dass jetzt doch wieder meine Vorurteile recht bekommen. :(

Ich glaube, dass wir auf Rückmeldungen von anderen angewiesen sind, um uns in Beziehung zu anderen zu erleben und uns über uns selbst bewusst zu werden, daher versuche ich für mich immer den Aspekt des "Vorwurfs" auszublenden, dadurch versuche ich mich in die Lage zu versetzen, für Kritik dankbar zu sein. Das gelingt mir aber nicht immer.
Ist für dich Feedback grundsätzlich erwünscht, und wenn, wie kann man dann "negatives Feedback" vortragen?
Hast du gelesen und verstanden, was ich geschrieben hatte?

Das klingt jetzt für mich ein wenig so, als wäre Kritiküben für dich keine Abwertung von anderen, würdest dich aber bei erhaltener Kritik abgewertet ode angegriffen fühlen?
Das kommt mir jetzt so vor, als ob ich die ganze Zeit ins Leere geschrieben hätte.

Eben nicht Schutz vor Bösartigkeit, sondern vor Überforderung, daher vielleicht am ehesten Schutz vor sich selbst?
Nein. Ach. Ach. :(

Ich kann deine Zeilen gut nachvollziehen und mir vorstellen, dass das sehr schwierig ist.
Wirklich?

Wolke, ich mag, glaube ich, im Moment nicht hier weiterschreiben. Vielleicht schaue ich dann lieber wieder mal in einen anderen Thread hinein.

Ich wünsche dir eine gute Zeit!
 
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  • #2.033
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Deleted member 21128

  • #2.034
Es enttäuscht mich, dass jetzt doch wieder meine Vorurteile recht bekommen. :(
Welche Vorurteile?
Hast du gelesen und verstanden, was ich geschrieben hatte?
Also bitte! Natürlich habe ich es gelesen, an der Stelle sogar mehrfach. Und so wie ich es verstanden habe, klingt es für mich widersprüchlich. Wie war es denn gemeint?
Das kommt mir jetzt so vor, als ob ich die ganze Zeit ins Leere geschrieben hätte.
Oh. Das tut mir leid.
Wirklich. Aber aus meiner Sicht und so wie ich dich verstanden habe.
Wolke, ich mag, glaube ich, im Moment nicht hier weiterschreiben.
Du gibst aber schnell auf, dabei waren wir doch in vielen Punkten schon sehr beieinander, schade.
Das wünsche ich dir auch, vielleicht begegnen wir uns ja mal wieder.
 
A

*Andrea*

  • #2.035
Hallo @WolkeVier !

Dass du mich nicht verstehen kannst. Und dass, wenn ich's versuche zu erklären, mit all meinen Kräften, ich mich am Ende scheisse fühle und das dich gar nicht wirklich kratzt.

Du triggerst in mir etwas. Und mit der darin ursächlich problematischen Person habe ich nie aufgegeben. Ich habe mein Leben lang gekämpft und gekämpft (darum, gehört und verstanden zu werden) und geschuftet und geschuftet, um zu beweisen, dass ich zwar andere Interessen und Ziele habe, aber trotzdem viel leiste, auch wenn es mir egal ist, dafür kaum Geld zu bekommen. Ich habe trotzdem kein Verständnis erreichen können, die Person hat sich in all den Jahren und Jahrzehnten kein My bewegt.
Ich habe vor Kurzem verstanden, dass diese Person mich gar nicht verstehen kann, selbst wenn sie wollte, weil da vermutlich so etwas wie Autismus im Spiel ist.

Ich mag dieses Drama jetzt nicht mehr immer reinszenieren. (Obwohl ich natürlich weiss, dass du jemand anders bist und es vielleicht auch irgendwann verstehen könntest.)
Vielleicht geht es für mich eher darum zu spüren, dass Leute einen mögen und lieben können, ohne einen zu verstehen (und dass ich umgekehrt auch Leute mögen und lieben kann, ohne von ihnen verstanden zu werden).
 
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  • #2.036
Guten Morgen @WolkeVier - was immer Dir heute morgen in den Obstsalat gerutscht ist - es liest sich köstlich, was dabei herauskommt. Sehr vergnüglich. Ich habe sehr gelacht.:p:rolleyes::oops:
Aber ist es nicht auch ein bisschen gemein, wenn man bedenkt, dass es um eine reale Person geht?

Wie weit darf man hier gehen, speziell wenn man weiß, dass man haushoch überlegen ist. Sprachlich;) Muss man nicht nachsichtiger sein?

Ich frags ehrlich - weil ich mich wirklich oft zusammenreißen muss, dass hier, sagen wir mal das Temperament, nicht mit mir durchgeht.:):rolleyes::oops:
 
D

Deleted member 21128

  • #2.037
Hallo liebe Andrea!
Dass du mich nicht verstehen kannst. Und dass, wenn ich's versuche zu erklären, mit all meinen Kräften, ich mich am Ende scheisse fühle
Ich bemühe mich sehr darum. Jetzt, nach diesem Beitrag verstehe ich dich schon viel besser, weil ich Informationen erhalten habe, die mir bisher nicht zugänglich waren.
Allerdings frage ich mich jetzt, ob ich da zu unsensibel war. :oops:
Das tut mir sehr leid, dass das so bei dir ankommt! Verzeih mir bitte meine mangelnde Sensibilität! Ich schätze dich sehr und es "kratzt mich" ganz bestimmt, wie es dir geht! Und ganz sicher will ich nicht, dass es dir schlecht geht, ganz im Gegenteil!
Ich würde das begrüßen, wenn es für dich hilfreich wäre, aber da es das anscheinend nicht ist, tut mir das leid! Es war nicht meine Absicht, dir zu nahe zu treten oder gar dich zu verletzen.
Ich mag dieses Drama jetzt nicht mehr immer reinszenieren.
Das verstehe ich natürlich. Ich fürchte allerdings, dass das Schicksal bzw. auch dein Wunsch nach Entwicklung dich da nicht auslässt.
Vielleicht geht es für mich eher darum zu spüren, dass Leute einen mögen und lieben können, ohne einen zu verstehen
Rhetorische Frage! Warum fühlt es dich nicht so an? Ich mag dich, und es gibt imho einige Dinge, an denen sich das erkennen ließe.
Ich weiß doch, dass es sehr viele Menschen gibt, die unglaublich viel leisten, die aber niemals angemessen dafür entlohnt werden, weder monetär noch emotional! Ich kann nicht wissen, was du leistest, möglicherweise gehörst du zu denen, die viel mehr leisten als ich. Dann wäre es sehr wichtig, dass du das weißt. Und freilich wäre es schön, wenn das von anderen gesehen würde.
Ich mache allerdings den Wert eines Menschen gar nicht davon abhängig, was er leistet. (Bitte versteh das nicht falsch, das ist nur eine Aussage über mich und nicht über dich!)

Liebe Andrea, ich möchte auf gar keinen Fall, dass du dich wegen unserem Austausch schlecht fühlst! Vielleicht bin ich nicht der Richtige dafür, vielleicht ist das Medium nicht günstig. Ich fühle mich dir viel, viel näher als vor unserem Dialog und lade dich gerne zu weiteren Gesprächen ein, verstehe und respektiere aber selbstverständlich, wenn es dir nicht danach ist.
 
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Deleted member 21128

  • #2.038
Guten Morgen liebe Himbeermond! :)
was immer Dir heute morgen in den Obstsalat gerutscht ist
Ich hab heute noch nichts gegessen, das würde mein Zweimahlzeitenkonzept durcheinander bringen.
es liest sich köstlich, was dabei herauskommt. Sehr vergnüglich. Ich habe sehr gelacht.:p:rolleyes::oops:
Das freut mich, dann sind wir schon zwei, die Spaß daran haben.
Das ist ja ein Teil des Spaßes...
Gute Frage. Ich schieße ja immer wieder mal übers Ziel hinaus. Mea culpa!
Das Gefühl hab ich gar nicht. @Mentalista kann mir mit ihren Mitteln gut Paroli bieten.
Ich bin ja schon sehr nachsichtig. Ganz offensichtlich hat Menta ja auch Spaß daran.
Ich frags ehrlich - weil ich mich wirklich oft zusammenreißen muss
Ja, ich reiß mich ja auch zusammen.
Ganz im Ernst, wie soll man denn mit ihr kommunizieren? Ich beobachte, dass so ziemlich jeder, der sich auf sie einlässt, ab einem gewissen Punkt von ihr abgewatscht wird. Das immer hinzunehmen ist nun wirklich nicht meins. Man könnte sie also nur ignorieren, und das ist ja auch nicht nett. Ich - und einige andere, auch du - haben es ja mehrfach konstruktiv probiert, das funktioniert aber auch nicht. Ich spiele also das Spiel mit, aber halt so, dass es mir auch Spaß macht.
 
A

*Andrea*

  • #2.039
Hallo @WolkeVier!

Hab vielen Dank. Ich sehe, dass du viel Zeit und Energie investierst.

Ich frage mich aber beim Lesen deiner obigen Zeilen, ob du es nicht irgendwie übertreibst. Rutschst du da eventuell in eine alte Rolle hinein?
Darf ich dich fragen, was von dir als Kind am meisten gefordert war, z.B. von deiner Mutter?

Ich erlebe dich, wenn ich ganz ehrlich sein darf (ich meine dies aber nicht verletzend!) als sehr bemüht verständnisvoll, und es scheint für dich auch wichtig sein, daran zu glauben, dass du Verständnis für alles und jeden aufbringen kannst. Aber dennoch fühle ich mich nicht immer von dir verstanden. Und wenn du verständnisvoll bist, in dem Moment fehlt mir auch Verhalten auf Augenhöhe, es wirkt dann so von oben herab. Das hat wohl auch etwas damit zu tun, dass ich von meiner Verletzlichkeit und meiner (hauptsächlich vergangenen) Not erzähle, und ein Teil davon geht also wohl auf meine Kappe. Aber trotzdem.

Die Frage ist nun für mich, ob ich es wirklich heute noch so stark brauche, verstanden zu werden, wie ich dies als Kind nötig gehabt hätte, und ob ich Menschen, also z.B. auch dich, nicht einfach mögen kann, ohne dieses Gefühl zu haben. Also muss ich auch nicht unbedingt immer alles endlos weiter besprechen, wenn ich mich noch nicht verstanden fühle. Das wäre nun meine Aufgabe, mein Thema.

Ich habe jedoch den Eindruck, dass da auch für dich eine Aufgabe irgendwo drinsteckt. Vielleicht mit Menschen auf Augenhöhe bleiben, statt von oben herab zu sprechen, z.B. auch ganz ehrlich sein dürfen, bei aller Wertschätzung und allem Wohlwollen der Person gegenüber dabei bleiben, was du als problematisch empfindest? Was meinst du?

Auch als Beispiel noch deine Aussage, dass ich mich vor mir selbst schützen müsse, weil ich um meine Grenzen weiss und diese respektieren will, ist doch irgendwie alles andere als auf Augenhöhe. Wie kommst du dazu, zu denken, dass andere Menschen für sich selbst schlecht sein könnten?
Das was für mich schlecht war, war, dass andere mich nicht sein liessen. Dass es nicht akzeptiert und schon gar nicht wertgeschätzt wurde, wenn ich ich sein wollte, wenn ich für mich und meine Bedürfnisse gut sorgen wollte und wenn ich für mich und meine Interessen und Wünsche Raum brauchte.
 
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Deleted member 21128

  • #2.040
Hallo liebe Andrea! :)
Ich frage mich aber beim Lesen deiner obigen Zeilen, ob du es nicht irgendwie übertreibst.
Aus meiner Sicht nicht.
Rutschst du da eventuell in eine alte Rolle hinein?
Keine Ahnung.
Darf ich dich fragen, was von dir als Kind am meisten gefordert war, z.B. von deiner Mutter?
Ich bin ohne Eltern aufgewachsen, daher war von mir als Kind am meisten gefordert, alleine zurechtzukommen.
Ich erlebe dich, wenn ich ganz ehrlich sein darf (ich meine dies aber nicht verletzend!) als sehr bemüht verständnisvoll, und es scheint für dich auch wichtig sein, daran zu glauben, dass du Verständnis für alles und jeden aufbringen kannst.
Ich glaube nicht. Ich verstehe nicht alles und muss das auch nicht.
Und wenn du verständnisvoll bist, in dem Moment fehlt mir auch Verhalten auf Augenhöhe, es wirkt dann so von oben herab.
Okay... Für mich nicht.
Ich habe jedoch den Eindruck, dass da auch für dich eine Aufgabe irgendwo drinsteckt.
Hm, ich vermute zwar nicht immer überall eine Aufgabe, aber ist natürlich gut möglich.
Vielleicht mit Menschen auf Augenhöhe bleiben, statt von oben herab zu sprechen, z.B. auch ganz ehrlich sein dürfen, bei aller Wertschätzung und allem Wohlwollen der Person gegenüber dabei bleiben, was du als problematisch empfindest? Was meinst du?
Ich habe nicht das Gefühl, nicht auf Augenhöhe mit dir zu sein, nein. Und bin auch ehrlich und authentisch. Ich bleibe auch durchaus bei meiner Einschätzung, allerdings verstehe ich dich besser als vorher und glaube auch nicht, dass ich die Aufgabe habe, dir die Augen zu öffnen oder so was. Ich reagiere mit Zurückhaltung auf deine Verletztheit.
Auch als Beispiel noch deine Aussage, dass ich mich vor mir selbst schützen müsse
Das war so weit ich mich entsinne eine Frage.
 
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