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  • #1.951
... nicht schlecht! Sechs Geschwister. :D

dass viele Leute (mehrere) Kinder bekommen, ohne sich einen Deut um Umweltschutz und ressourcenschonendes Verhalten und damit auch um einen wichtigen Teil der Zukunft ihrer Nachkommen zu kümmern.
In den von Armut dominierten Bereichen der Erde sind Kinder eine Ressource (Altersvorsorge), die man selbst schaffen kann.

Irgendwann nimmt die Not, manchmal auch Egoismus, solch einen Raum ein, dass Nachhaltigkeit nicht mehr als wichtig empfunden werden kann.
 
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*Andrea*

  • #1.952
In den von Armut dominierten Bereichen der Erde sind Kinder eine Ressource (Altersvorsorge), die man selbst schaffen kann.

Irgendwann nimmt die Not, manchmal auch Egoismus, solch einen Raum ein, dass Nachhaltigkeit nicht mehr als wichtig empfunden werden kann.
Ich hätte jetzt die Karnickel-Dummheit-Aussage nicht als Anspielung auf Menschen in armen Ländern verstanden.
 
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*Andrea*

  • #1.953
Was heißt es denn eigentlich, wenn man sagt, man wolle durch seine Existenz die Welt besser machen,
Wer sagt denn das so? Ich würde jetzt den Versuch, gut zu leben (wobei "gut" bei mir eben auch, aber nicht nur eine ethische Komponente hat) nicht gleichsetzen wollen mit dieser Aussage. Man kann die Welt nicht besser machen, ich denke, sie ist, wie sie ist. Dieses Thema - finde ich - übersteigt uns Menschen und ich würde weder mir noch sonst jemandem eine solche Verantwortung anmassen und aufbürden wollen. Hingegen bin ich der Auffassung, dass wir die Aufgabe haben, unser Leben sinnvoll und darin auch über uns selbst hinausweisend (also z.B. mit einem Einsatz für andere Menschen oder sonst Ziele, die uns in einem ethischen Sinne wichtig dünken) zu leben. Da gehört es auch dazu, dies immer besser zu lernen und auch immer besser den je eigenen Platz und die je eigenen Aufgaben zu finden, denn das gute Leben ist nicht für jeden und jede dasselbe, sondern hat auch etwas mit seiner oder ihrer Besonderheit und Einzigartigkeit zu tun. Wenn es einem gelingt, diesen Platz zu finden - und ich denke dazu braucht es nicht selten auch Mut und die Fähigkeit andere, vielleicht egoistischere Ziele loszulassen - dann wird uns dies zwar nicht unbedingt von (allen) Problemen erleichtern, aber uns doch auch Erfüllung und Lebensfreude bringen.

Wie du siehst, haben für mich eine gute Lebensweise, die auch ethische Fragen möglichst einbezieht und auf gute Weise beantwortet, und Spiritualität einen engen Zusammenhang.

und wer definiert, was gut für die Welt ist? Muss ich 1.000 Äthiopier vor dem Hungertod retten oder habe ich die Welt schon dadurch etwas besser gemacht, wenn ich jeden Tag drei Menschen anlächle?
Ich finde für mich eine Tugendethik am Einleuchtendsten. Das bedeutet, dass es keine (oder nur sehr wenige) klaren, allgemeingültigen Prinzipien geben kann, sondern dass es eher eine Lebensaufgabe ist, immer tugendhafter zu werden, also durch Erfahrung, Ehrlichkeit und Auseinandersetzung mit ethischen Fragen immer besser (in einem umfassenden Sinn, also über meine eigenen eigennützigen Ziele und Bedürfnisse hinausreichend) auf die ganz spezifische Situation, in der ich je im aktuellen Augenblick stecke, zu reagieren. Das bedingt auch ein gutes Verständnis dieser Situation, des Kontextes, der Zusammenhänge. Es bedingt Lebenserfahrung. Und es bedingt, dass ich gelernt habe (oder daran bin), prägende problematische Denk- und Verhaltensmuster immer mehr loszulassen. Da jeder Mensch unterschiedlich ist und also auch unterschiedliche Sichtweisen, Fähigkeiten und Talente hat, kann man deine Fragen nicht ein für alle mal beantworten, sondern nur jeder selbst kann immer besser herausfinden, wo sein Platz auf dieser Welt ist, welches seine Aufgaben sind/sein sollten und wie er diese am besten und gelingendsten löst. Aber ich glaube schon, dass ein Leben kein gelingendes, gutes Leben ist, wenn es sich zu stark nur auf eigennützige Ziele beschränkt. Es braucht also meiner Meinung nach die ehrliche Auseinandersetzung mit ethischen Fragen und wohl auch einen gewissen bewussten Verzicht. Dass jeder einzigartig ist, seinen Platz nur selbst finden und seine Aufgaben ausfüllen kann, darf aber keine Ausrede dafür sein, es gar nicht erst wirklich zu versuchen oder sich nicht redlich darum zu bemühen.
 
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Deleted member 22408

  • #1.954
Wieso macht Ihr Euch so viel Gedanken?o_O
 
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  • #1.955
Ich hätte jetzt die Karnickel-Dummheit-Aussage nicht als Anspielung auf Menschen in armen Ländern verstanden.
Ich auch nicht, aber in armen Ländern stellen Kinder häufig die eigene Altersvorsorge dar und sind in diesem Sinne eine selbst zu schaffende "Ressource". Das ist ein Grund für den Zuwachs der Weltbevölkerung. Es gibt weitere.
Und hier ist schon lange Zuwanderung notwendig um den Bedarf der Wirtschaft zu decken, weil das hier mit der Dummheit und dem sich Vermehren wie die Karnickel aber auch so gar nicht hinhaut. So etwas sollte man hinterfragen.
 
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  • #1.956
Ich auch nicht, aber in armen Ländern stellen Kinder häufig die eigene Altersvorsorge dar und sind in diesem Sinne eine selbst zu schaffende "Ressource". Das ist ein Grund für den Zuwachs der Weltbevölkerung. Es gibt weitere.
Weil ich's gerade eben in Roslings Factfullness gelesen habe: Die Zeiten sind lange vorbei, die Familiengrößen sind heute weltweit deutlich kleiner als noch vor 50, 60 Jahren. Wirklich große Familien als Normalfall gibt es nur noch dort, wo wirklich die Ärmsten der Armen leben.
Ab 6:30 in https://www.ted.com/talks/hans_rosling_on_global_population_growth/transcript#t-549623 graphisch aufbereitet.
 
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  • #1.958
Es macht ja auch weit mehr Sinn als Altersvorsorge, alles dafür zu geben, dass ein einziges Kind es nach Europa schafft und dort bleiben kann... ;):D
Man mache sich bewusst, dass die Zahl der Menschen die in extremer Armut leben sich in den letzten 20 Jahren halbiert hat. 80% aller Einjährigen werden heute geimpft, d.h. sie haben Zugang zu irgendeiner Form von medizinischer Versorgung. Bei allen Problemen die es noch immer gibt, aber die Menschheit insgesamt ist auf einem erstaunlich guten Weg.
 
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*Andrea*

  • #1.960
@Sine Nomine
Ist dir bewusst, wie "extreme Armut" definiert wird?
Da ist man noch nicht wirklich so weit... leider.
 
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  • #1.961
Ist dir bewusst, wie "extreme Armut" definiert wird? Da ist man noch nicht wirklich so weit... leider.
Ja, Rosling führt das ja sehr anschaulich aus. Die Probleme sind nach wie vor groß, aber die Geschwindigkeit mit der sich die Dinge ändern -- Halbierung extremer Armut innerhalb gerade mal einer Generation -- dürfte in der Menschheitsgeschichte einmalig sein. Nie sind weniger Menschen verhungert, nie sind weniger durch Krieg und Gewalt ums Leben gekommen, nie hatten mehr Menschen Zugang zu zumindest rudimentärer Gesundheitsversorgung, nie hatten mehr Kinder Zugung zu Schulbildung, nie lag die Kindersterblichkeit niedriger, nie war die Lebenserwartung weltweit so hoch wie heute.
Kein Grund sich zurückzulehnen oder auszuruhen, aber durchaus Grund optimistisch(er) in die Zukunft zu sehen.
 
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  • #1.962
I
Und hier ist schon lange Zuwanderung notwendig um den Bedarf der Wirtschaft zu decken,
Wir brauchen keine Zuwanderung, wir hatten in den letzten Jahren genug Zuwanderung, auch von gut qualifizierten Menschen, denen seitens von Behörden usw. (ich kenne mich da etwas aus) alle Steine in den Weg gelegt werden, hier sesshaft zu werden.

Es wird immer noch versucht, ehem. Flüchltlinge aus dem Jugoslawien-Krieg Anfang der 90er Jahre, trotz Aufwachsen in Deutschland, Abitur in Deutschland, Ausbildung/Studium noch abzuschieben. Oft ist es so, dass gerade sehr gut Qualifizierte abgeschoben werden sollen.

Wir haben in Deutschland nicht den Wohnraum für die Zuwanderung, ich denke da besonders an die Grosstädte, wir haben derzeit keine ausreichende Krippen-Kita-Plätze.

Ich kenne genug Frauen, die aufgrund von Familienpause, Pflege der Eltern, oder Trennung/Scheidung vom Mann keine vernünftige Anstellung finden, obwohl sie teilweise sogar über ein Studium verfügen, warum? weil sie über 40 Jahre alt sind.

Von wegen Fachkräftemangel:rolleyes:. Den gibt es nur in wenigen Berufen und teilweise auch nur regional bedingt. In Berlin wurde gross in der Presse geschrieben, dass der öffentlich Dienst seine Arbeit nicht gut leisten kann, weil er soviele unbesetzte Stellen hat und keine Interessenten dafür findet. Schmarrn!!!! Mein gesamter Freundeskreis arbeitet im öffentlichen Dienst. Da werden weiterhin fleissig Stellen abgebaut, die Arbeit wird verteilt und eingestellt wird nur in wenigen Bereichen, wie z.B. Feuerwehr, Polizei, Lehrer und dem sehr hohen Wasserkopf. Selbst in den Bereichen der Personalverwaltung, die die Einstellungen bearbeiten, wird fleissig Personal abgebaut, so dass für viele Bewerbungsprozesse ein Jahr:eek: gebraucht wird. Wer wartet denn solange auf eine Anstellung, da ist man schon in H4-Bezug.

Ich bin der Meinung, wir werden da ziemlich mit falschen Informationen "versorgt".....
 
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  • #1.963
Man mache sich bewusst, dass die Zahl der Menschen die in extremer Armut leben sich in den letzten 20 Jahren halbiert hat. 80% aller Einjährigen werden heute geimpft, d.h. sie haben Zugang zu irgendeiner Form von medizinischer Versorgung. Bei allen Problemen die es noch immer gibt, aber die Menschheit insgesamt ist auf einem erstaunlich guten Weg.
Das ist wunderbar und großartig und wir können uns gerne Links um die Ohren hauen ^^, entscheidend ist die gegebene und weitere Entwicklung der Weltbevölkerung. Wie würdest du die einschätzen?
 
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  • #1.964
[...], entscheidend ist die gegebene und weitere Entwicklung der Weltbevölkerung. Wie würdest du die einschätzen?
Rosling hat das ja seiner Präsentation sehr schön graphisch aufbereitet, die Kinderzahl pro Frau geht weltweit betrachtet seit Jahrzehnten stark zurück. Wenn wir diesem Trend beibehalten werden wir die mittlere UN-Prognose zur Weltbevölkerung aus 2010 für das Jahr 2100 von etwa 11 Mrd. Erdenbürgern bei einer Fertilitätsrate von 2,5 Kindern pro Frau merklich unterschreiten. Wobei natürlich solch weitreichende Prognosen immer etwas von Kaffeesatzleserei haben. Aber: Der Trend ist klar, das Bevölkerungswachstum, die Geschwindigkeit mit der die Weltbevölkerung wächst, geht z.Z. stark zurück, wir sind auf einem guten Weg. Zurücklehnen ist nicht, aber Panik ist auch nicht geboten.
 
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  • #1.965
Wir schaffen das! :D
 
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