Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Beiträge
12.947
Likes
11.170
  • #1.921
Das wäre doch vollkommener Unsinn! Wieso sollte man das tun in Regionen, wo es genügend Trinkwasser gibt? Das System ist auf den Literpreis Wasser bezogen viel zu teuer. Ich gebe @Sine Nomine insofern ja auch recht, dass wohl in den meisten Fällen ein Tanklaster geeigneter ist, da billiger. Ist halt ein Konzept, das es gibt, es funktioniert und könnte in speziellen Fällen interessant sein. Mehr sage ich ja nicht.

Warum hängst Du Dich an dem Bild auf? Das ist halt eine Location als Beispiel für einen Aufbau.

Richtig.
Bei Interesse - hier die Herstellerseite - hab mal reingeschaut - ich find's nicht uninteressant.
https://www.zeromasswater.com/eu-me/source/
Im Technical Specification Download siehst Du, dass bei 20% Luftfeuchte bei einem "passing clouds day" 2 Liter pro Tag produziert werden mit einem Panelpaar. Bei klaren Tagen oder höherer Feuchtigkeit mehr.
Du kannst auch schauen wieviel (Sonnen)Energie es braucht um 2 Liter zu erzeugen. Vergleich das doch mal zum Spass mit einer Meerwasserentsalzungsanalage

Aber ist auch gut jetzt, ich verkaufe es ja nicht.:D
Wenn du etwas suchst findest einige Ansätze der Wassergewinnung, die keine Energie benötigen und "nix kosten".
 
O

Observer

  • #1.925
Einmal richtig Heulen heißt knapp 70 Milliliter Wasserverlust.
https://www.daserste.de/information/wissen-kultur/w-wie-wissen/sendung/2008/welt-in-zahlen-wasserhaushalt-mensch-100.html

Wenn nun 5 Mio Parshipper täglich einmal heulen wegen Verabschiedung, sind das im Jahr 127Mio Liter Tränen. Damit könnte man knapp 3000 deutsche Haushalte ein Jahr mit Wasser versorgen :D
 
Beiträge
2.792
Likes
4.916
  • #1.926
Wenn nun 5 Mio Parshipper täglich einmal heulen wegen Verabschiedung, sind das im Jahr 127Mio Liter Tränen. Damit könnte man knapp 3000 deutsche Haushalte ein Jahr mit Wasser versorgen :D
Super! :D:D:D
Das wär mal eine Geschäftsidee!
Als Deine Mitarbeiterin würd ich mich darum kümmern, die Parshipper zum weinen zu bringen. Bin ich eingestellt?:)
Wer sammelt die Tränen und wie?
Genug Stoff für seitenlange Threads...
 
Beiträge
838
Likes
1.360
  • #1.927
Hast du manchmal den Anspruch, das Handeln konkreter Personen zu verändern?
Schwierig. Einerseits habe ich durchaus den Anspruch an mich diese Welt bei meinem Ableben ggf. ein Stückchen besser gemacht zu haben. Das geht kaum, ohne positiv auf andere einzuwirken. Andererseits weiß ich, dass der einzige Mensch dessen Handeln ich verändern kann ich selbst bin. Auf den Rest kann ich nur einwirken, indem ich für mich entsprechend agiere und dann auf eine entsprechende Reaktion hoffe.

Wie willst du denn das Handeln beeinflussen ohne über die Gründe dahinter zu sprechen?
Ohne die Gründe dahinter geht's nicht, aber mit der vollen Breitseite der Gründe funktioniert es bei vielen eben auch nicht. Das ist genau meine Frage: Auf welche Art kann ich meine ethischen Ansprüche an die Welt an ebendiese herantragen, was funktioniert, was funktioniert nicht? Und Eure Diskussion hat mich mich selbst fragen lassen, ob meine bisherige Herangehensweise da vielleicht manchmal zu fundamentalistisch war.

Ich habe doch das nirgends gefordert, sondern selbst gesagt, dass ich da auch Kompromisse mache. Ich meine auch nicht, dass sich alle gleich verhalten müssen wie ich, mir geht es eher darum, das Bewusstsein darüber zu schärfen, in welchen Kontexten man sich bewegt und wie sich dies für andere Menschen auswirkt.
Da gehen wir völlig d´accord. Die Frage ist eben nur, ob meine Versuche des Schärfens des Bewusstseins anderer mitunter nicht eher das Gegenteil bewirken, ob ich mit etwas weniger Schärfe und Radikalität nicht mitunter mehr erreichen könnte.
 
Beiträge
6.067
Likes
6.609
  • #1.928
Einerseits habe ich durchaus den Anspruch an mich diese Welt bei meinem Ableben ggf. ein Stückchen besser gemacht zu haben.
:D:D:D:D
Ich habe nur den Anspruch die Welt DURCH mein Ableben ein Stück besser gemacht zu haben....
:D:D:D:D

Und ich glaube das wird mir gelingen, denn nüchtern betrachtet ist das Ableben eines jeden individuellen Homo Sapiens ein Gewinn für die Natur.
Nur leider wachsen die schneller nach, als sie verschwinden (aber zumindest dafür bin ich nicht mitverantwortlich). :rolleyes:


P.S.: das mit großem Abstand Allerbeste, was ihr für die Umwelt tun könnt, ist keine Kinder in die Welt zu setzen
 
Zuletzt bearbeitet:
A

*Andrea*

  • #1.929
Vielen herzlichen Dank, WolkeVier, dass du den Dialog trotz deines gestrigen "Frusts" wieder aufgenommen hast! Ich finde, es hat sich sehr gelohnt.
Ich finde das viel einfacher, wenn ich manchen dieser Menschen persönlich begegne und habe die Erfahrung gemacht, dass sehr viele von ihnen ihre Situation ganz anders bewerten, als ich es an ihrer Stelle täte. Daher frage ich mich, wie es dir gelingt, sich in sie hineinzuversetzen und nicht deine Bewertungen auf sie zu übertragen.
Da hast du natürlich recht. Es ist allerdings nicht so, dass ich noch keine Begegnungen mit armutsbetroffenen Menschen in Entwicklungs- und Schwellenländern hatte. (Dass ich auch schon Flugreisen gemacht habe und zu welchen Zwecken hatte ich ja bereits ausgeführt.) Ausserdem habe ich auch hier immer wieder Begegnungen mit MigrantInnen und Flüchtlingen, die aus solchen Ländern stammen. Aber klar, jeder Mensch tickt anders. Für mich ist es einfach manchmal auch eine Tatsache, dass man länger als kurze einzelne Begegnungen braucht oder auch mehr als eine Woche zusammen unterwegs sein, damit sich Menschen wirklich öffnen und vor allem auch damit man sie genauer versteht. Ich hatte da schon einige Aha-Erlebnisse, als ich einst drei Monate auf dem Balkan oder ein Jahr im Nahen Osten gelebt und in Projekten mitgearbeitet habe. Deshalb meine ich, dass man manchmal etwas besser verstehen kann, wenn man einen fundierten Text von jemandem liest, der irgendwo lange Zeit verbracht hat, als wenn man nur kurz da war. Oder sagen wir es so: man versteht etwas Anderes beim Lesen solcher Texte als bei kurzen Begegnungen. Gleichzeitig versteht man durchaus umgekehrt auch gewisse andere Dinge besser vor Ort, selbst bei nur kurzer Begegnung.

Doch gerne, aber ich denke, uns beiden ist dann mehr geholfen, wenn du nachfragst anstatt anzunehmen.
Ich versuche, mir das zu Herzen zu nehmen. Vielleicht klappt es aber nicht immer sofort, denn die Art und Weise, wie ich kommuniziere hat ja auch ihre gewachsenen Gründe... leider. Du darfst mich aber gerne wieder daran erinnern.

Ich weiß nicht, ob sich das mit Beispielen vermitteln lässt, es geht ja eher um die Art und Weise, wie man sich begegnet. Aber ich versuch's mal.
Wir hatten zB in Cape Town einen (schwarzen) Chaffeur, der uns u. a. am Valentinstag abgeholt und zum Restaurant und nach dem Essen wieder zurück gebracht hat. Er lebt mit seiner Frau und zwei seiner drei erwachsenen Töchter in einem "matchbox house" (also schon deutlich besser als ein shack) am Rande der Townships. Er hat den gleichen Namen gewählt, den ich habe, sein traditonal name ist natürlich ein anderer und für uns sehr schwer auszusprechen. Wir haben uns viel unterhalten und gescherzt, an dem Abend habe ich ihn gefragt, wie er die Zeit verbringt, während wir beim Essen sind usw.
Wir haben beim Essen deutlich mehr bestellt und die "Reste" und noch ein paar leckere Pralinen dann für ihn und seine Frau einpacken lassen (natürlich zusätzlich zum obligatorischen tip).
Er hat sich am nächsten Tag noch einmal zusammen mit seiner Frau per WhatsApp dafür bedankt und uns Bilder geschickt von seiner Familie. Bei der nächsten Fahrt hat er uns auch etwas (lokales) zu Essen mitgebracht und uns zu sich eingeladen, was wir nächstes Jahr gerne annehmen. Selbstverständlich werden wir ihn auch zukünftig wieder als Fahrer 'buchen'.
Ein anderes Beispiel ist der (schwarze) Ranger, der uns im Busch gefahren hat. Da steckt natürlich weit mehr dahinter, als nur Fahren, denn so ein Landcruiser in unwegsamem Gelände ist eine echte Herausforderung. Dazu kommt noch ein unglaublich tiefes Wissen über Flora und Fauna, die Fähigkeit, Tiere aufzuspüren und ihr Verhalten richtig einzuschätzen, und darüber hinaus der Umgang mit sicherlich nicht immer ganz einfachen Touristen inkl. English und Afrikaans.
Für uns alle war es selbstverständlich, dass wir uns die 'Arbeit' im Zusammenhang mit unseren Drives geteilt haben und er nicht unser Servant war, sondern Teil unserer Gruppe. Ich war bei manchen morning drives mit ihm alleine, da die anderen nicht um 5 aufstehen wollten, und wir haben uns prima verstanden und unterhalten und zusammen geschwiegen, da wir beide eher introvertiert sind. Ich habe unheimlich viel von ihm gelernt und auch viel über ihn erfahren und er über mich und unsere Heimat (er hat sein Land noch nie verlassen).
Vermutlich kommt das Gefühl von Augenhöhe anhand der Beispiele nicht rüber, aber ich hab's versucht.
Doch, das kommt super gut rüber. Danke!

Ich glaube, hier haben wir das - immer wiederkehrende - Problem der unterschiedlichen Ansprüche an uns selbst und der unterschiedlichen Vorstellungen davon, wie man Missständen begegnet und wie man emotional damit umgeht. Ich möchte keine Projekte starten um mehr oder weniger globale Probleme zu lösen. Ich möchte - um es mal ganz hart auszudrücken - einfach nur mein Leben leben. Mein Anspruch dabei ist, allen Menschen mit Respekt und Wohlwollen zu begegnen, und sicherlich teile ich meine Ressourcen in meiner kleinen Welt ganz gut. Aber damit hat es sich dann auch so ziemlich. Ein konkretes Beispiel: ich teile lieber mein Essen oder kaufe den Frauen ein paar von ihren handgefertigten Bastarbeiten ab, als eine Spende an Unicef zu machen.
Dies und deine obigen Beispiele zeigen mir, dass wir vermutlich viel näher sind in unseren jeweiligen Haltungen, als das bisher schien. Vielleicht leben wir sie einfach an unterschiedlichen Orten...
Ich finde es im Übrigen auch weder sinnvoll als Europäerin Projekte in Afrika (oder anderswo) zu starten (sondern eher welche von lokalen, engagierten Menschen zu unterstützen), und ich würde jetzt auch nicht unbedingt an Unicef spenden. Da gibt es in meinen Augen sinnvollere, kleinere Projekte, die lokal verwurzelt sind und von Einheimischen geleitet werden.

Und wie gesagt, um mit den emotionalen Wirkungen umzugehen, braucht’s für mich ganz viel Verdrängung, was natürlich vor Ort deutlich schwieriger ist, als in der heimischen Stube. Ich glaube aber auch, dass ich stressstabiler bin als du und mehr ertragen kann.
Vielleicht. Vielleicht ist's auch nicht in jedem Kontext gleich.

Ich mir schon, weil es im Grunde recht einfach ist: mir ist halt dann oft das eigene Hemd näher als der Rock. So wie allen anderen auch, eben auch dir. Wir bewerten nur die unterschiedlichen Egoismen anders.
Natürlich sind wir ein Stück weit alle egoistisch. Aber doch nicht nur! In deiner obigen Schilderung der Begegnungen, so dünkt es mich, finden sich durchaus auch allerlei Zeichen von anderem als egoistischem Handeln.
Vielleicht gibt es in vermeintlich altruistischem Handeln auch viele egoistische Triebfedern (da habe ich mich durchaus schön öfter dabei ertappt), aber wenn man über die Prägungen und alten inneren "Bedürfnislöcher", wenn ich das mal so nennen darf, hinauswachsen kann, dann kann man doch auch echt für andere da Sein oder sie unterstützen, denkst du nicht auch?

Okay: ich glaube, dass du manchmal schreibst "Ich verstehe nicht, wie du..." und eigentlich meinst "Ich finde nicht gut, dass du...". Das kann aber auch täuschen und ist davon abgesehen nicht schlimm.
Vielleicht ist es eine Mischung.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
A

*Andrea*

  • #1.930
Schwierig. Einerseits habe ich durchaus den Anspruch an mich diese Welt bei meinem Ableben ggf. ein Stückchen besser gemacht zu haben. Das geht kaum, ohne positiv auf andere einzuwirken. Andererseits weiß ich, dass der einzige Mensch dessen Handeln ich verändern kann ich selbst bin. Auf den Rest kann ich nur einwirken, indem ich für mich entsprechend agiere und dann auf eine entsprechende Reaktion hoffe.
Ja, am Besten wirkt man wohl über sich hinaus, wenn man einfach liebevoll ist und ein gutes Vorbild.

Ohne die Gründe dahinter geht's nicht, aber mit der vollen Breitseite der Gründe funktioniert es bei vielen eben auch nicht. Das ist genau meine Frage: Auf welche Art kann ich meine ethischen Ansprüche an die Welt an ebendiese herantragen, was funktioniert, was funktioniert nicht? Und Eure Diskussion hat mich mich selbst fragen lassen, ob meine bisherige Herangehensweise da vielleicht manchmal zu fundamentalistisch war.
Aha, es war mir nicht klar, dass du da auch über dich selbst nachgedacht hattest.

Du stellst da interessante Fragen. Eventuell gibt es dazu aber keine pauschale Antwort, sondern es gibt verschiedene Einflussfaktoren, die man wohl nur zum Teil beeinflussen kann. Z.B. den Kommunikationsstil des Gegenübers, wie schnell sich das Gegenüber angegriffen fühlt und ob er/sie dann eher dazu tendiert zum Gegenangriff überzugehen oder aber auch bei sich zu schauen, vielleicht auch den Kontext, die ethischen Fragen selbst, ob und wie gut man das Gegenüber kennt und wie dieses einem gesinnt ist sowie ob man in weiterführendem Kontakt bleibt/bleiben will/muss. Vielleicht braucht es dazu auch gute intiutive Fähigkeiten.

Da gehen wir völlig d´accord. Die Frage ist eben nur, ob meine Versuche des Schärfens des Bewusstseins anderer mitunter nicht eher das Gegenteil bewirken, ob ich mit etwas weniger Schärfe und Radikalität nicht mitunter mehr erreichen könnte.
Immerhin habe ich @WolkeVier nun besser verstanden und das hat dazu geführt, dass ich ihn nun auch mehr wertschätze. Und irgendwie war ja das bessere Verständnis auch wirklich von Anfang an mein Ziel, oder zumindest eines meiner Ziele. :)
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Beiträge
12.947
Likes
11.170
  • #1.932
:D:D:D:D
Ich habe nur den Anspruch die Welt DURCH mein Ableben ein Stück besser gemacht zu haben....
:D:D:D:D

Und ich glaube das wird mir gelingen, denn nüchtern betrachtet ist das Ableben eines jeden individuellen Homo Sapiens ein Gewinn für die Natur.
Nur leider wachsen die schneller nach, als sie verschwinden (aber zumindest dafür bin ich nicht mitverantwortlich). :rolleyes:


P.S.: das mit großem Abstand Allerbeste, was ihr für die Umwelt tun könnt, ist keine Kinder in die Welt zu setzen
Der Umwelt ist es doch ziemlich egal wieviel Kinder du hast. Die Umwelt wirds auch noch geben wenn die Menschen verschwunden sind. Das bisserl "Umweltverschmutzung" stört doch langfristig keinen. Verändert sich eh alles. Sogesehen, mach dir mal weniger Gedanken. ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
Beiträge
6.662
Likes
11.052
  • #1.934
Der Umwelt ist es doch ziemlich egal wieviel Kinder du hast. Die Umwelt wirds auch noch geben wenn die Menschen verschwunden sind. Das bisserl "Umweltverschmutzung" stört doch langfristig keinen. Verändert sich eh alles. Sogesehen, mach dir mal weniger Gedanken. ;)
Natürlich wird uns die Erde überleben. Aber die Überbevölkerung beschleunigt halt das vorhersehbare Ende der Spezies Mensch.
 
Beiträge
12.947
Likes
11.170
  • #1.935
Natürlich wird uns die Erde überleben. Aber die Überbevölkerung beschleunigt halt das vorhersehbare Ende der Spezies Mensch.
Auch wenn die Erde mal auseinanderbricht, wen juckts dann noch?
Und wir in Deutschland wollen ja noch Menschen aufnehmen, egal wie begrenzt unser Platz und Ressourcen sind. Da störts dann doch keinen, ob darunter ein Kind von euch ist.
 
Zuletzt bearbeitet:
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.