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  • #1.906
ist halt auch eine regionale Sache. Wenn du kein Wasser hast, aber viel Sonne, dann kann mit Solar dieses Konzept eine regionale Lösung sein...
Man kann leicht nachrechnen, welchen Aufwand man energetisch und in Bezug auf Flächen etc. betreiben muss, um trockener Luft eine bestimmte Menge Wasser zu entziehen. Wenn man das macht kommt schnell heraus, dass sich das nicht lohnt, das Wasser mit Elektrofahrzeugen in Flaschen anzuliefern wäre vermutlich noch effizienter.;)
 
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  • #1.907
Man kann leicht nachrechnen, welchen Aufwand man energetisch und in Bezug auf Flächen etc. betreiben muss, um trockener Luft eine bestimmte Menge Wasser zu entziehen. Wenn man das macht kommt schnell heraus, dass sich das nicht lohnt, das Wasser mit Elektrofahrzeugen in Flaschen anzuliefern wäre vermutlich noch effizienter.;)
Ja. Wenn Du aber Solaranlagen hast und Sonne for free… und womöglich schlechte Verkehrswege / entlegene Regionen... wie gesagt, regional. Ich kann's nicht so schnell ausrechnen;)
 
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  • #1.909
Ja. Wenn Du aber Solaranlagen hast und Sonne for free… und womöglich schlechte Verkehrswege / entlegene Regionen... wie gesagt, regional. Ich kann's nicht so schnell ausrechnen;)
Solar ist nicht "for free", sondern kostet erstmal kräftig Energie für die Herstellung der Solaranlage (das ist einer der Gründe, warum die inzwischen alle aus China kommen: Da sind unter anderem die Energiekosten für die Herstllung günstiger und der ganze Dreck der bei der Produktion anfällt landet im nächsten großen Fluß). Für das, was Du da vorhast brauchst Du, wenn Du auf diese Weise den Wasserbedarf ganzer Dörfer o.ä. decken willst, ziiieeemlich große Solaranlagen. Ohne es nachgerechnet zu haben würde ich von etlichen qm Solarpanels pro Kopf ausgehen um binnen 24h den Tagesbedarf decken zu können. Die bringst Du genau wie über die schlechten Verkehrswege in die entlegenen Regionen?:D
Nimms einfach, wie es ist: Die Idee taugt schlicht nicht, jedenfalls nicht dazu.
 
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  • #1.910
Ja. Wenn Du aber Solaranlagen hast und Sonne for free… und womöglich schlechte Verkehrswege / entlegene Regionen... wie gesagt, regional. Ich kann's nicht so schnell ausrechnen;)
Na ja, wenn es sooo einfach wäre........dann wäre der afrikanische Kontinent ein blühendes Land ohne energetische Sorgen. Solaranlagen machen in entlegenen Regionen als Insellösungen nur Sinn mit Speicher. Diese sind aber einfach noch zu teuer, schon mal sowieso für die Menschen, die den Strom brauchen würden. Die Technologie ist auch noch viel zu anfällig. Es gibt kaum Fachkräfte vor Ort. Darum versanden Hilfsprojekte dieser Art auch oft im wahrsten Sinne des Wortes. Aus Spendengeldern finanziert, alles supi, aber dann.....kaputt, verrotten sie, weil es keine nachhaltige Infrastruktur gibt.
 
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  • #1.911
Solar ist nicht "for free", sondern kostet erstmal kräftig Energie für die Herstellung der Solaranlage (das ist einer der Gründe, warum die inzwischen alle aus China kommen: Da sind unter anderem die Energiekosten für die Herstllung günstiger und der ganze Dreck der bei der Produktion anfällt landet im nächsten großen Fluß). Für das, was Du da vorhast brauchst Du, wenn Du auf diese Weise den Wasserbedarf ganzer Dörfer o.ä. decken willst, ziiieeemlich große Solaranlagen. Ohne es nachgerechnet zu haben würde ich von etlichen qm Solarpanels pro Kopf ausgehen um binnen 24h den Tagesbedarf decken zu können. Die bringst Du genau wie über die schlechten Verkehrswege in die entlegenen Regionen?:D
Nimms einfach, wie es ist: Die Idee taugt schlicht nicht, jedenfalls nicht dazu.
gibts doch aber schon.
https://www.businessinsider.com/zero-mass-water-solar-panels-solution-water-crisis-2019-1?r=US&IR=T
halt noch teuer.
 
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  • #1.912
Klar gibt's diese Wasser-aus-der-Luft-Projekte, reichlich sogar. Gefühlt vergeht kein halbes Jahr wo kein neues Versucht Geld per Crowdfunding einzusammeln. Und technisch funktioniert das ja auch, exakt so, wie in jedem kommerziellen Luftentfeuchter, dem man ein paar Solarpanels spendiert. Macht aber trotzdem keinen Sinn. Warum? Guck Dir das Bild mal genau an. Was fällt Dir auf?;)
 
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  • #1.914
Klar gibt's diese Wasser-aus-der-Luft-Projekte, reichlich sogar. Gefühlt vergeht kein halbes Jahr wo kein neues Versucht Geld per Crowdfunding einzusammeln. Und technisch funktioniert das ja auch, exakt so, wie in jedem kommerziellen Luftentfeuchter, dem man ein paar Solarpanels spendiert. Macht aber trotzdem keinen Sinn. Warum? Guck Dir das Bild mal genau an. Was fällt Dir auf?;)
ja ok. offenbar macht ja sehr wenig bei Dir Sinn. Dann bring doch auch mal Ideen oder Beispiele;)
Es gibt diese Konzepte, sie wurden installiert, also immerhin. Ist halt noch ne Kostenfrage. Aber doch mal ein Anfang.
Ich finds gut, dass es solche Innovationen gibt, klar ist nicht alles sofort perfekt. Weiss nicht was Du jetzt mit dem Bild meinst...?
 
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  • #1.915
Es gibt diese Konzepte, sie wurden installiert, also immerhin.
Nochmal, dass, was da gemacht wird macht jeder Bautrockner und jeder Luftentfeuchter und im Zweifel auch Dein Wäschetrockner seit Jahrzehnten, das gibt's seit Ewigkeiten. Einzig die Solarpanels als Stromversorgung sind neu. Die ändern aber nichts daran, dass das energetisch ein ziemlich aufwendiger Prozess ist.

Das, was Du da verlinkt hast liefert 2-5 Liter Wasser täglich in Gegenden, die, siehe Bild, soviel Regen haben, dass ganze Wälder und selbst noch Rasen wächst. Immerhin kann man denen keine Vorwürfe machen, auf dem ersten Bild sieht man neben reichlich Wolken sogar noch den Dunst vor den Hügeln im Hintergrund, Wasserdampf.;)

Nein. Es ist eine Frage der Physik, der Thermodynamik. Dort, wo genug Wasser in der Luft ist damit das zumindest ansatzweise funktionieren kann ist der nächste Bach nicht weit weg, da bekomme ich mein Wasser schneller und einfacher. Und dort, wo keine Bäche, Seen und Wälder sind ist auch die relative Luftfeuchte so niedrig, dass man mit vertretbarem Aufwand kaum nennenswert Wasser gewinnen kann. Ganz platt: Wo kein Wasser in der Luft ist kann ich ihr auch kein Wasser entziehen. Und wenn ich ihr das letzte bissel entziehen will kostet mich das unverhältnismäßig viel Energie.
Stell Dir ein nasses Handtuch vor. Das erste Wasser läuft einfach so raus, danach musst Du es auswringen, und zwar immer stärker und kräftiger, je weniger Wasser noch drin ist. So ähnlich ist das beim Luftentfeuchter auch. Im Nebel füllt sich der Auffangbehälter fast von selbst, bei 70% Luftfeuchtigkeits dauert's schon deutlich länger und unter 40% kannst Du ihne tagelang laufen lassen ohne dass er voll wäre.
 
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  • #1.916
Nochmal, dass, was da gemacht wird macht jeder Bautrockner und jeder Luftentfeuchter und im Zweifel auch Dein Wäschetrockner seit Jahrzehnten, das gibt's seit Ewigkeiten. Einzig die Solarpanels als Stromversorgung sind neu. Die ändern aber nichts daran, dass das energetisch ein ziemlich aufwendiger Prozess ist.

Das, was Du da verlinkt hast liefert 2-5 Liter Wasser täglich in Gegenden, die, siehe Bild, soviel Regen haben, dass ganze Wälder und selbst noch Rasen wächst. Immerhin kann man denen keine Vorwürfe machen, auf dem ersten Bild sieht man neben reichlich Wolken sogar noch den Dunst vor den Hügeln im Hintergrund, Wasserdampf.;)



Nein. Es ist eine Frage der Physik, der Thermodynamik. Dort, wo genug Wasser in der Luft ist damit das zumindest ansatzweise funktionieren kann ist der nächste Bach nicht weit weg, da bekomme ich mein Wasser schneller und einfacher. Und dort, wo keine Bäche, Seen und Wälder sind ist auch die relative Luftfeuchte so niedrig, dass man mit vertretbarem Aufwand kaum nennenswert Wasser gewinnen kann. Ganz platt: Wo kein Wasser in der Luft ist kann ich ihr auch kein Wasser entziehen. Und wenn ich ihr das letzte bissel entziehen will kostet mich das unverhältnismäßig viel Energie.
Stell Dir ein nasses Handtuch vor. Das erste Wasser läuft einfach so raus, danach musst Du es auswringen, und zwar immer stärker und kräftiger, je weniger Wasser noch drin ist. So ähnlich ist das beim Luftentfeuchter auch. Im Nebel füllt sich der Auffangbehälter fast von selbst, bei 70% Luftfeuchtigkeits dauert's schon deutlich länger und unter 40% kannst Du ihne tagelang laufen lassen ohne dass er voll wäre.
ich hatte erst noch einen link, 2 bis 5 ltr täglich. Ab 20% Luftfeuchte...da eben die 2 ltr. Bei 3qm Fläche.
 
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  • #1.917
@Obeserver
@Sine Nomine

Wie weltfremd ist diese ganze Diskussion denn überhaupt?!?!

In einem eh schon trockenen Gebiet wird der Luft Feuchtigkeit entzogen, damit der Homo Sapiens was zu saufen hat.
Denkt man jetzt mal um eine runde Ecke, dass das nicht nur die oberen 0,5% der Bevölkerung anwendet, sondern breitflächige Beliebtheit erlangt... und jetzt ist man mal so außerordentlich mutig und denkt bis vor die eigene Haustür und zieht in Betracht, dass ein Haus kein hermetisch abgeriegelter Raum ist, dann kann man sich ausmalen, welche Tautopfen sich der Gecko am nächsten Morgen noch von seinen Glubbschaugen ableckt....

Effizienz hin oder her.
Das ist doch Kokolores!
 
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*Andrea*

  • #1.918
Es geht mir weniger darum, die Ansprüch in einem Diskurs zu senken, sondern eher darum, wie ich meine Ansprüche anderen im Alltag vermitteln kann, ohne dabei gleich so abzuschrecken, dass am Ende gar nichts passiert.
Aber wie ist das im Alltag, wo ich nicht "die Gesellschaft" mit etwas konfrontiere, sondern eine ganz konkrete Person, die aus meiner Sicht im Idealfall eine bestimmte Handlungsweise daraus ableiten soll. Hilft es mir da, "die große Idee" vorzustellen, die, Stand jetzt, für das Gegenüber und auch für mich unerreichbar ist? Oder wäre es da nicht vielleicht besser, den nächsten kleinen Schritt zu motivieren?
Hmm. Hast du da ein Beispiel für solche Situationen? Hast du manchmal den Anspruch, das Handeln konkreter Personen zu verändern? Wie willst du denn das Handeln beeinflussen ohne über die Gründe dahinter zu sprechen?

Und ausserdem verstehe ich nicht ganz, weshalb du von unerreichbaren Idealen sprichst. Ich habe doch das nirgends gefordert, sondern selbst gesagt, dass ich da auch Kompromisse mache. Ich meine auch nicht, dass sich alle gleich verhalten müssen wie ich, mir geht es eher darum, das Bewusstsein darüber zu schärfen, in welchen Kontexten man sich bewegt und wie sich dies für andere Menschen auswirkt. Mir geht es eigentlich darum, die Perspektive zu wechseln zu versuchen, z.B. sich in einen armutsbetroffenen Menschen in einem Entwicklungs- oder Schwellenland hineinzuversetzen, der mit reichen Touristen aus Europa in Kontakt kommt.

Dein Bild scheint mir hier sehr stark geprägt von (falschen) Annahmen und Unterstellungen, das macht für mich eine sachliche Diskussion sehr schwierig. Daher gestatte mir den Hinweis, dass du gar nicht weißt, wie oft wir wo sind, wie wir da auftreten und wem wir begegnen. Auch weißt du nicht, wie intensiv ich mich schon mit Machtthemen befasst und welche Einstellung ich dazu habe.
Offensichtlich hast du jetzt aber die Haltung verlassen, in der es dir noch darum ging, mich zu verstehen.
Es tut mir leid, wenn ich dir irgendetwas unterstellt habe, das nicht so ist. Ich kann halt nicht so leicht ausserhalb meiner Vorstellungen denken. Möchtest du nicht doch versuchen, im Dialog zu bleiben? Vielleicht machst du mal ein, zwei Beispiele von solchen Begegnungen auf Augenhöhe, von denen du sprichst? Wie soll ich dich verstehen, wenn du nur so allgemein darüber sprichst? Da kann ich meine allfällig falschen Vorstellungen ja nie abwerfen.

Ich dachte, ich hätte ausreichend vermittelt, dass das nicht mein Anspruch ist.
Du hattest mich gefragt, wie man in meinen Augen sinnvoll darauf reagieren könnte.
Es ist nicht dein Anspruch, ok, aber warum nicht? Wie gehst du dann mit solchen Eindrücken und Begegnungen um? Das war ja gerade meine Ausgangsfrage. Ich tue mich schwer damit, zu verstehen, wie man zwar grosses Mitgefühl und eine ethische Haltung haben kann, aber sich dann im Konkreten nicht angesprochen fühlen kann, obwohl man immer wieder solche Dinge sieht/erlebt. Ich war auch schon, aber wohl viel seltener als du, in solchen Situationen. Das hat mich jeweils stark beschäftigt, und es fällt mir dann z.B. nicht leicht, danach einen schönen Sonnenuntergang zu geniessen.

Eben darum habe ich angemerkt, dass ich durchaus Ideale habe.
Das habe ich ja eben gemerkt. Mein ganzer Versuch des Verstehenwollens geht ja dahin, dies nachvollziehen zu wollen, dass man Ideale hat, aber sich im Alltag dennoch recht anders verhält.
Ich mache das ja in gewissen Bereichen auch. Z.B. kaufe ich z.T. Lebensmittel aus Massenproduktion oder nicht lokal hergestellte, wobei ich dabei versuche, möglichst in Europa hergestellte Produkte zu kaufen, aber da gibt es auch Ausnahmen bei einzelnen Nahrungsmitteln, die es hier gar nicht gibt. Ich kaufe Kaffee z.B. aber nur mit Fairtrade-Label. Grundsätzlich bevorzuge ich Bioprodukte, aber ich mache relativ oft Ausnahmen, weil die Preise manchmal so hoch sind. Eigentlich ist mir biologische Landwirtschaft in Entwicklungs- und Schwellenländern wichtiger als hier, da hier ja der gesetzliche Rahmen für Umweltschutz und gesundheitlichen Schutz der in der Landwirtschaft Tätigen besser ist.
Also: auch ich mache durchaus Kompromisse und halte mich nicht immer an meine eigenen Ansprüche. Was mich aber interessieren würde, weshalb wir da so unterschiedlich damit umgehen und wie wir dann darüber denken. Ich bin mir selbst dabei ja auch noch nicht ganz auf die Schliche gekommen.

Es kann durchaus sein, dass meine Art und Weise zu fragen oder meine Haltung zu formulieren, als angriffig rüberkommt. Da bin ich dankbar für Feedbacks, aber noch dankbarer, wenn man deswegen das Gespräch nicht abbricht. Sonst kann ich ja meine Vorstellungen nicht überdenken.
Danke!
 
D

Deleted member 21128

  • #1.919
sich in einen armutsbetroffenen Menschen in einem Entwicklungs- oder Schwellenland hineinzuversetzen, der mit reichen Touristen aus Europa in Kontakt kommt.
Ich finde das viel einfacher, wenn ich manchen dieser Menschen persönlich begegne und habe die Erfahrung gemacht, dass sehr viele von ihnen ihre Situation ganz anders bewerten, als ich es an ihrer Stelle täte. Daher frage ich mich, wie es dir gelingt, sich in sie hineinzuversetzen und nicht deine Bewertungen auf sie zu übertragen.
Es tut mir leid, wenn ich dir irgendetwas unterstellt habe, das nicht so ist. Ich kann halt nicht so leicht ausserhalb meiner Vorstellungen denken. Möchtest du nicht doch versuchen, im Dialog zu bleiben?
Doch gerne, aber ich denke, uns beiden ist dann mehr geholfen, wenn du nachfragst anstatt anzunehmen.
Vielleicht machst du mal ein, zwei Beispiele von solchen Begegnungen auf Augenhöhe, von denen du sprichst?
Ich weiß nicht, ob sich das mit Beispielen vermitteln lässt, es geht ja eher um die Art und Weise, wie man sich begegnet. Aber ich versuch's mal.
Wir hatten zB in Cape Town einen (schwarzen) Chaffeur, der uns u. a. am Valentinstag abgeholt und zum Restaurant und nach dem Essen wieder zurück gebracht hat. Er lebt mit seiner Frau und zwei seiner drei erwachsenen Töchter in einem "matchbox house" (also schon deutlich besser als ein shack) am Rande der Townships. Er hat den gleichen Namen gewählt, den ich habe, sein traditonal name ist natürlich ein anderer und für uns sehr schwer auszusprechen. Wir haben uns viel unterhalten und gescherzt, an dem Abend habe ich ihn gefragt, wie er die Zeit verbringt, während wir beim Essen sind usw.
Wir haben beim Essen deutlich mehr bestellt und die "Reste" und noch ein paar leckere Pralinen dann für ihn und seine Frau einpacken lassen (natürlich zusätzlich zum obligatorischen tip).
Er hat sich am nächsten Tag noch einmal zusammen mit seiner Frau per WhatsApp dafür bedankt und uns Bilder geschickt von seiner Familie. Bei der nächsten Fahrt hat er uns auch etwas (lokales) zu Essen mitgebracht und uns zu sich eingeladen, was wir nächstes Jahr gerne annehmen. Selbstverständlich werden wir ihn auch zukünftig wieder als Fahrer 'buchen'.
Ein anderes Beispiel ist der (schwarze) Ranger, der uns im Busch gefahren hat. Da steckt natürlich weit mehr dahinter, als nur Fahren, denn so ein Landcruiser in unwegsamem Gelände ist eine echte Herausforderung. Dazu kommt noch ein unglaublich tiefes Wissen über Flora und Fauna, die Fähigkeit, Tiere aufzuspüren und ihr Verhalten richtig einzuschätzen, und darüber hinaus der Umgang mit sicherlich nicht immer ganz einfachen Touristen inkl. English und Afrikaans.
Für uns alle war es selbstverständlich, dass wir uns die 'Arbeit' im Zusammenhang mit unseren Drives geteilt haben und er nicht unser Servant war, sondern Teil unserer Gruppe. Ich war bei manchen morning drives mit ihm alleine, da die anderen nicht um 5 aufstehen wollten, und wir haben uns prima verstanden und unterhalten und zusammen geschwiegen, da wir beide eher introvertiert sind. Ich habe unheimlich viel von ihm gelernt und auch viel über ihn erfahren und er über mich und unsere Heimat (er hat sein Land noch nie verlassen).
Vermutlich kommt das Gefühl von Augenhöhe anhand der Beispiele nicht rüber, aber ich hab's versucht.
Es ist nicht dein Anspruch, ok, aber warum nicht? Wie gehst du dann mit solchen Eindrücken und Begegnungen um? Das war ja gerade meine Ausgangsfrage. Ich tue mich schwer damit, zu verstehen, wie man zwar grosses Mitgefühl und eine ethische Haltung haben kann, aber sich dann im Konkreten nicht angesprochen fühlen kann, obwohl man immer wieder solche Dinge sieht/erlebt. Ich war auch schon, aber wohl viel seltener als du, in solchen Situationen. Das hat mich jeweils stark beschäftigt, und es fällt mir dann z.B. nicht leicht, danach einen schönen Sonnenuntergang zu geniessen.
Ich glaube, hier haben wir das - immer wiederkehrende - Problem der unterschiedlichen Ansprüche an uns selbst und der unterschiedlichen Vorstellungen davon, wie man Missständen begegnet und wie man emotional damit umgeht. Ich möchte keine Projekte starten um mehr oder weniger globale Probleme zu lösen. Ich möchte - um es mal ganz hart auszudrücken - einfach nur mein Leben leben. Mein Anspruch dabei ist, allen Menschen mit Respekt und Wohlwollen zu begegnen, und sicherlich teile ich meine Ressourcen in meiner kleinen Welt ganz gut. Aber damit hat es sich dann auch so ziemlich. Ein konkretes Beispiel: ich teile lieber mein Essen oder kaufe den Frauen ein paar von ihren handgefertigten Bastarbeiten ab, als eine Spende an Unicef zu machen.
Und wie gesagt, um mit den emotionalen Wirkungen umzugehen, braucht’s für mich ganz viel Verdrängung, was natürlich vor Ort deutlich schwieriger ist, als in der heimischen Stube. Ich glaube aber auch, dass ich stressstabiler bin als du und mehr ertragen kann.
Ich bin mir selbst dabei ja auch noch nicht ganz auf die Schliche gekommen.
Ich mir schon, weil es im Grunde recht einfach ist: mir ist halt dann oft das eigene Hemd näher als der Rock. So wie allen anderen auch, eben auch dir. Wir bewerten nur die unterschiedlichen Egoismen anders.
Es kann durchaus sein, dass meine Art und Weise zu fragen oder meine Haltung zu formulieren, als angriffig rüberkommt.
Nun ja, angegriffen fühlt man sich ja bekanntlich nur dann, wenn es auch etwas anzugreifen gibt.
Okay: ich glaube, dass du manchmal schreibst "Ich verstehe nicht, wie du..." und eigentlich meinst "Ich finde nicht gut, dass du...". Das kann aber auch täuschen und ist davon abgesehen nicht schlimm.
aber noch dankbarer, wenn man deswegen das Gespräch nicht abbricht. Sonst kann ich ja meine Vorstellungen nicht überdenken.
Ja, lass uns gerne im Dialog bleiben.
Bitte, gerne! Ich danke dir!
 
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Observer

  • #1.920
Denkt man jetzt mal um eine runde Ecke, dass das nicht nur die oberen 0,5% der Bevölkerung anwendet, sondern breitflächige Beliebtheit erlangt!
Das wäre doch vollkommener Unsinn! Wieso sollte man das tun in Regionen, wo es genügend Trinkwasser gibt? Das System ist auf den Literpreis Wasser bezogen viel zu teuer. Ich gebe @Sine Nomine insofern ja auch recht, dass wohl in den meisten Fällen ein Tanklaster geeigneter ist, da billiger. Ist halt ein Konzept, das es gibt, es funktioniert und könnte in speziellen Fällen interessant sein. Mehr sage ich ja nicht.
Das, was Du da verlinkt hast liefert 2-5 Liter Wasser täglich in Gegenden, die, siehe Bild, soviel Regen haben, dass ganze Wälder und selbst noch Rasen wächst. Immerhin kann man denen keine Vorwürfe machen, auf dem ersten Bild sieht man neben reichlich Wolken sogar noch den Dunst vor den Hügeln im Hintergrund, Wasserdampf.
Warum hängst Du Dich an dem Bild auf? Das ist halt eine Location als Beispiel für einen Aufbau.
… bei 70% Luftfeuchtigkeits dauert's schon deutlich länger und unter 40% kannst Du ihne tagelang laufen lassen ohne dass er voll wäre.
Richtig.
Bei Interesse - hier die Herstellerseite - hab mal reingeschaut - ich find's nicht uninteressant.
https://www.zeromasswater.com/eu-me/source/
Im Technical Specification Download siehst Du, dass bei 20% Luftfeuchte bei einem "passing clouds day" 2 Liter pro Tag produziert werden mit einem Panelpaar. Bei klaren Tagen oder höherer Feuchtigkeit mehr.
Du kannst auch schauen wieviel (Sonnen)Energie es braucht um 2 Liter zu erzeugen. Vergleich das doch mal zum Spass mit einer Meerwasserentsalzungsanalage

Aber ist auch gut jetzt, ich verkaufe es ja nicht.:D
 
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