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Deleted member 21128

  • #1.876
Wenn dann im Ergebnis immer noch ein SUV und eine 80qm-Singlewohnung steht, ok. Aber vielleicht merkt dann so manche(r), dass gar kein Auto oder Carsharing oder oder oder und eine 50qm-Wohnung am richtigen Fleck nicht nur "reichen", sondern am Ende sogar ein entspannteres und glücklicheres Leben ermöglichen.
Echt jetzt? Also ich glaub ja, dass Carsharing für mich viel komplizierter wäre, als einfach mein Auto zu nutzen, welches jederzeit vor der Tür bereitsteht. Oder Öffis, gut, das funzt hier am Arsch der Welt gar nicht. Wahrscheinlich klemmt's an der 50qm-Wohnung am richtigen Fleck. Müsste nur noch meine Arbeitsstelle dahin bringen. :rolleyes:
 
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Deleted member 21128

  • #1.877
Ja das tut es! Aber gleichzeitig sind auch die Dimensionen in der Lebensmittelproduktion im Sinne von Effizienz und Produktivität viel größer geworden. Und das zu Lasten der Tiere und Menschen. Das sind zwei Richtungen, die in den letzten Jahren richtiggehend auseinandergallopiert sind.
Bei uns stehen regional erzeugte, ökologische Lebensmittel aus bäuerlichen Kleinbetrieben hoch im Kurs.
 
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  • #1.878
Und ich dachte jetzt, dass gerade bei Lebensmitteln der Trend schon lange wieder in eine andere Richtung geht. Aber bestimmt wieder nur in By und BaWü.
Nicht alles wo "Öko" oder "Bio" draufsteht macht auch Sinn. Wenn ich sehe, dass jemand, der bisher einen konventionellen Hof halbwegs vernünftig bewirtschaftet hat auf Demeter umstellt und dafür erstmal den Stall vergrößert, reichlich Beton verbraucht und die Betriebsgröße fast verdoppelt, damit das einerseits funktioniert und andererseits genug Geld abwirft, dann weiß ich nie, ob ich da eher lachen oder doch weinen soll.:(
Selbst solche Betriebe sind dem "immer mehr, immer billiger" unterworfen.
 
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  • #1.880
Bei uns stehen regional erzeugte, ökologische Lebensmittel aus bäuerlichen Kleinbetrieben hoch im Kurs.
Widerspruch in sich.
Der Bedarf, der sich durch "hoch im Kurs" ergibt, wird nicht aufrecht zu decken sein mit klein und regional und öko.

Fragt sich nur, wo der Fehler liegt.
"hoch im Kurs" innerhalb einer kleinen Subgruppierung?
Oder Herstellung doch nicht in so kleinem Umfang?
 
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  • #1.881
Ich bin zwar nicht Mestalla, aber ja, ich habe kein Auto, ich habe sogar nichtmal ´nen Führerschein, ganz schlicht, weil ich beides nicht benötige. Und meine Wohnung ist zwar etwas größer als 30qm, aber nicht riesig und reicht für mich und meine Bedürfnisse völlig aus.

Ich mag niemandem vorschreiben wie sie oder er zu leben hat, aber manchmal würde ich mir wünschen, dass mehr Menschen zumindest mal gründlich und ernsthaft hinterfragen, ob nicht auch für sie weniger mehr sein könnte.
Wenn dann im Ergebnis immer noch ein SUV und eine 80qm-Singlewohnung steht, ok. Aber vielleicht merkt dann so manche(r), dass gar kein Auto oder Carsharing oder oder oder und eine 50qm-Wohnung am richtigen Fleck nicht nur "reichen", sondern am Ende sogar ein entspannteres und glücklicheres Leben ermöglichen.
Mein Bruder ist verheiratet und hat drei Kinder und wohnt in einem Einfamilienhaus. Sie haben den Wohnort gezielt ausgesucht um Schule, Kindergarten Supermarkt in der Nähe zu haben. Sie besitzen kein Auto und nutzen 1-2 mal pro Monat Car-Sharing. Das passt nicht in das Weltbild vieler Menschen, ist aber problemlos machbar. Es muss ja auch nicht zwingend sein, dass man die Kinder heutzutage mit dem Auto am besten bis ins Klassenzimmer rein befördert.

Wenn man sich ein bißchen besser organisieren würde, kämen viele Haushalte auch mit einem statt mit zwei Pkw zurecht.
 
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  • #1.882
Müsste nur noch meine Arbeitsstelle dahin bringen. :rolleyes:
Die Frage ist nicht, ob das für jeden funktionieren kann. Wird es nicht.
Die Frage ist, ob jeder für sich mal ernsthaft abklopft, ob es für sie oder ihn funktionieren kann. Und nicht gleich von vorn herein postuliert, dass ein Leben ohne Auto kein richtiges Leben ist.
Wie gesagt, entscheiden soll das jede und jeder selbst, aber die Frage sollten sich alle ernsthaft stellen (müssen).
 
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  • #1.883
Konkretes Beispiel aus meinem Umfeld: Meine Großeltern bewirtschafteten einen Bauernhof wie aus dem Bilderbuch. Kühe, Schweine, Hühner, ein wenig Ackerland. Alle paar Wochen wurde ein Tier am Hof geschlachtet. Dazu kam ein Metzger, der die gewünschten Teile des Tieres meinen Großeltern zur weiteren Verarbeitung ließ und den Rest zur Verwurstung oder Weiterverkauf mitnahm. Alles wurde genutzt. Das Tier durfte schnell in seiner vertrauten Umgebung sterben.

Dann wurden die Bestimmungen (aus hygienischen Gründen?) durch den EU Beitritt angepasst und es war fortan verboten, ein Tier zuhause zu schlachten. Somit mussten meine Großeltern den Hof dahingehend erweitern um mehr Stück Vie zu produzieren, damit sich ein Abtransport zum Schlachter noch auszahlte. Die Tiere wurden seit dem herumgekarrt um im Schlachthof das Ende zu finden.

Ich bin überzeugt, das die letzten Minuten/Stunden in denen das Tier Stress ausgesetzt ist, qualitativ minderwertigeres Fleisch hervorbringen. Soviel zur Qualitätssteigerung.
Beispiele in dieser Richtung, was die Nahrungsmittelproduktion betrifft gibt es zuhauf...
 
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  • #1.884
Heute geht es auf diesem Hof nochmal ganz anders zu:
Meine Verwandtschaft welche diesen übernahm, mußte sofort alles vergrößern um wirtschaftlich zu bleiben. Ohne Förderungen würde es sich nicht rentieren - es geht ihnen wie so vielen anderen Bauern, oder eigentlich allen. Die Bäume zwischen den Feldern mussten weichen, da die Fördermittel anhand der freien Ackerflächen via Google Maps (!!!) errechnet werden.
Jeder Baum schadet somit dem Bauern, in der Wirtschaftlichkeit, auch wenn er darunter Weizen sähen kann...:eek:
 
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  • #1.885
MMn sind die Subventionen an sich das Kernproblem. Die müssen, in meinen Augen radikal abgeschafft werden. Dann darf ersteinmal eine ganze Reihe pleite gehen und dann muss sich der Preis auf ein vernünftiges, Herstellungskosten bezogenes Niveau einpendeln, welches nicht durch Überangebot und Subventionierung gedrückt ist.
Wenn das Stück Fleisch (Wurst, Landwirtschaftsprodukt) auch nur annähernd so viel kostet, wie es wert ist, sinkt der Verbrauch von ganz allein und die Verschwendung (wegwerfen) minimiert sich, weil das Produkt auch wertgeschätzt wird.
 
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  • #1.886
Ich behaupte, intelligente Mobilität sieht anders aus, als ständig die Pkw-Zahlen und PS-Zahlen zu steigern und entsprechen die Straßen und Parkplätze hinterher zu bauen in dem irrwitzigen Glauben, man könne auf diese Weise irgendwann die Staus beseitigen.
Die "Grünen" hier glauben ja, die Leute würden einfach so von den Straßen verschwinden, wenn man es nur genügend umständlich für sie macht. Bisher ist der Erfolg nicht sichtbar. Oder doch: ich würde nie und nimmer nach ZH in die Stadt ziehen. Bin jetzt weiter draußen und hab buchstäblich meine Ruhe. :)
Aber vielleicht merkt dann so manche(r), dass gar kein Auto oder Carsharing oder oder oder und eine 50qm-Wohnung am richtigen Fleck nicht nur "reichen", sondern am Ende sogar ein entspannteres und glücklicheres Leben ermöglichen.
Carsharing ist derart unflexibel und auch preislich keine Alternative, daß da annähernd Entspannung und Glück aufkommen könnte... :rolleyes: Autofahren abseits der Staus macht ja durchaus Spaß.
Dann wurden die Bestimmungen (aus hygienischen Gründen?) ... angepasst und es war fortan verboten, ein Tier zuhause zu schlachten.
Das sind doch gute Gründe, finde ich. Man weiß ja, was bei mangelhafter Hygiene passieren kann (EHEC).
Daß in Umfragen alle (außer mir natürlich) angeben, sie kauften regional, saisonal, öko, der Markt aber zeigt, daß sich über 90% eben doch nicht so verhalten. :p
Wenn das Stück Fleisch (Wurst, Landwirtschaftsprodukt) auch nur annähernd so viel kostet, wie es wert ist, sinkt der Verbrauch von ganz allein
Das wird einfach von daher importiert, wo es sich günstiger als hierzulande (dann unsubventioniert) produzieren läßt. Deshalb kommen ja auch Handys und Computer aus China und nicht Europa.
 
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Observer

  • #1.887
Die Idee ist in der Tat ziemlicher Unsinn, und um das zu erkennen muss man wahrlich kein brillianter Wissenschaflter sein, Mittelstufenphysik und gesunder Menschenverstand reichen.
Ich finde ja auch, dass es verrückt klingt.

Du scheinst jedoch jahrelange Forschungen mit einer Dreisatzrechnung auf einem Briefumschlag widerlegen zu können. Ok, ich vermag das nicht zu beurteilen.

Nur soviel: google doch mal nach AbuDhabi-Dubai Hyperloop. Spannend;)
 
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  • #1.888
Die "Grünen" hier glauben ja, die Leute würden einfach so von den Straßen verschwinden, wenn man es nur genügend umständlich für sie macht. Bisher ist der Erfolg nicht sichtbar. Oder doch: ich würde nie und nimmer nach ZH in die Stadt ziehen. Bin jetzt weiter draußen und hab buchstäblich meine Ruhe. :)
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Das verstehe ich so, dass Du für autogerechte Innenstädte im Sinne der Verkehrspolitik der 50er-70er Jahre bist und Städte wie Kopenhagen oder Amsterdam für nicht fortschrittlich hältst.o_O

Aber Hauptsache Du hast deine Ruhe und dein Auto vor der Tür.
 
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  • #1.889
Das verstehe ich so, dass Du für autogerechte Innenstädte im Sinne der Verkehrspolitik der 50er-70er Jahre bist ...
Hm, nö. Aber die "verkehrsberuhigten Zonen" mit dem endlos kreisenden Einbahnverkehr scheinen mir jetzt auch nicht das Gelbe vom Ei...
... und Städte wie Kopenhagen oder Amsterdam für nicht fortschrittlich hältst.
Als fußgehender Tourist lebt man da gefährlich und die einheimischen Radfahrer sind recht unwirsch und fühlen sich irgendwie mehr berechtigt.
Aber Hauptsache Du hast deine Ruhe und dein Auto vor der Tür.
Im Grunde ist das so. Mir gelingt es auch nicht so recht, mich damit schlecht zu fühlen. Müßte ich? Was wäre der Gewinn dabei? :oops:
 
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Deleted member 21128

  • #1.890
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