Alex_80

User
Beiträge
2
  • #1

Beziehung wenn bereits ein Kind da ist.

Ich würde jetzt einfach mal eine Diskussion anstarten.
Männer ohne Kind vs. Frau mit Kind aus einer anderen Beziehung.

Meine Erfahrungen hierbei sind ziemlich komisch verlaufen. Meine Partnerin bestand 2,5 Jahre darauf, daß das ALLES ganz normal ist.
Erst mal die Fakten.
Junge jetzt 11 Jahre alt
Beziehung mit dem Ex extrem problematisch.
Gemeinsames Sorgerecht. Kind ist eine Woche beim Vater eine Woche bei der Mutter.

Ich habe hierfür wirklich jede Unterstützung und Verständnis aufgebracht, aber es war wirklich Nervenaufreiben.

Das Kind hat jegliche Narrenfreiheit. Es werden im keinerlei Grenzen aufgezeigt.
Das Kind stand in der Familiären Rangordnung weit über mir.
Die Mutter hat für jegliches Fehlverhalten und unverschämte Umgangsformen des Kindes eine Entschuldigung. Beim Mann das ganze mal extremst Umgekehrt. Ich bin mal ausgezogen weil mir ein Wassertropfen beim Händewaschen auf den Boden getropft ist und dafür eine 3 Stündige Standpaukte bekommen habe.

Obwohl das Kind ein eigenes Kinderzimmer hat schläft es JEDE Nacht im elterlichen Bett mit dem Freund der Mutter. Ist das in dem Alter wirklich normal? Sexleben oder auch nur die geringste Zuneigung war ausgeschlossen (Gute-Nacht-Bussi auf die Wange war das maximal mögliche).

Meine Autorität hat die Mutter komplett untergraben. Das Kind putzte sich nicht mal morgens die Zähne. Da kamen dann Antworten wie "Nerv mich nicht". Bei einer Diskussion Abends habe ich dann den Anschiss bekommen.

Das Verhältnis mit ihm war Anfangs noch gut. Wurde allerdings mit der Zeit immer schwieriger, da er meine Autorität garnicht mehr anerkannt hat. Einerseits von der väterlichen Seite, die ihm eingebläut wurde, daß ich ihm nichts zu sagen habe. Und andererseits mütterlicherseits aufgrund dem oben beschriebenen Verhaltens.

Ich war in einer Einbahnstraße und hatte auch keine Chance was daran zu ändern.
Im Endeffekt hat es die Beziehung noch stärker belastet bis ich unter dem Druck zusammengebrochen bin.

Wie ist eure Erfahrung mit dem Thema?

Greetz
Alex
 
Zuletzt bearbeitet:

Xeshra

User
Beiträge
2.892
  • #2
Öh jöjö, deswegen ist Stiefvatertum häufig eine Herausforderung und die dazugekommenen Männer müssen oft ein dickes Fell haben, da diese getrennten Familienverhältnisse wo jedoch immer noch der leibliche Vater am zweiten Arm zerrt sowieso oft von Grund auf problematisch sind.

Dass Kind im selben Bett schläft ist eine Art Besitzanspruch oder Psychose, das geht mal gar nicht.

Sofern nicht beide Väter als für sich funktionell und autoritär vollwertig anerkannt werden, selbst wenns lange dauert, dann würde ich da nie mitmischen wollen denn man lebt ja im selben Haushalt und es ist nunmal nicht so dass einem dieses nicht-leibliche Kind in dieser Situation nichts angeht. Wenn ja dann ist oft fertig lustig, besonders wenn sowieso bereits mies erzogen. Der Schindluder der hier jedoch getrieben wird ist gross und auch rechtlich wird nichts abgedeckt, da ja sowieso jeder in diesem super freiheitlichen Raum völlig frei die Leinen rumreisst bis alles nur noch ein Knäuel ist. Ausser man schafft strikt Ordnung, hart aber gerecht und meistens friedlich.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Like
Reactions: fraumoh
F

fleurdelis*

Gast
  • #3
@Alex_80 ... das was du erlebt hast, könnte man als nicht normal beschreiben. Dennoch ist es keine Seltenheit. Die Eltern hatten bereits Schwierigkeiten, bevor du in die Sache involviert wurdest. Wie man sehen kann, wird das Kind von beiden Eltern manipuliert und zum Spielball gegen den anderen von beiden benutzt. Leider wird oft auf dem Rücken von den Kindern ein Streit ausgetragen. Für den Jungen eine große Belastung, der seine Rolle nicht so erfüllen darf, wie es ihm unter anderen Bedingungen entsprechen würde. Dass er unter diesen Umständen bei seiner Mutter nachts schläft, ist nachvollziehbar. Allerdings dürfte ein Junge mit 11 Jahren üblicherweise in seinem eigenen Bett schlafen.
 
  • Like
Reactions: lebenslust7 and Deleted member 21128
D

Deleted member 21128

Gast
  • #4
@Alex_80 Herzlich willkommen hier im Forum!
Bei deiner Geschichte kommen ein paar Sachen zusammen, die mit der neuen Partnerschaft der Mutter erstmal gar nix zu tun haben.
Kinder brauchen (neben vielen anderen Dingen!) Halt und Orientierung. Das erhalten sie primär durch liebevolle aber klare Vorgaben, die auch mit einer gewissen Konsequenz einhergehen müssen. Ein guter Grundsatz ist mE, nicht zu viele Regeln aufzustellen, dann aber bei diesen auf die Einhaltung zu achten. Ganz wichtig: Die Kinder sind die Kleinen und die Eltern die Großen. Erst wenn sie älter werden, können und sollen sie mehr und mehr in Entscheidungen einbezogen werden, bzw. ihre eigenen Entscheidungen treffen.
Wenn sich die Eltern trennen, wäre es wünschenswert, dass diese in Erziehungsfragen an einem Strang ziehen. Ist das nicht möglich, dann sollten sie sich wenigstens nicht gegenseitig in den Rücken fallen.
Wenn du als neuer Partner in ein System kommst, wo das Gefüge so gar nicht stimmt, dann kannst du eigentlich nur verlieren. Am besten wird es dann sein, sich völlig aus der Erziehung rauszuhalten, was natürlich vor allem bei kleineren Kindern fast unmöglich ist.
Wenn dann zwischen neuem Partner und Mutter keine gute Kooperation möglich ist, sehe ich tatsächlich keine Chance...
Man kann immer nur hoffen, dass wenigstens alle Beteiligten begreifen, dass die Kinder immer das Opfer sind.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • Like
Reactions: fleurdelis* and lebenslust7

Alex_80

User
Beiträge
2
  • #5
Der Kleine war auch im letzten Jahr der Hauptgrund wieso ich es noch ein weiteres Jahr durchgezogen habe. Ich wollte Ihr damit auch das Gefühl geben, daß sie sich immmer und jederzeit auf mich verlassen kann.
Ich hab schon vor über einem Jahr auf Grund der Situation ständige Nervenzusammenbrüche, die ich dann in mich reingefressen habe. Das Kind kann nichts dafür wie die Eltern miteinander umgehen. Das ganze dann auf Dauer bei guter Mine zum bösen Spiel zu ertragen geht nicht ewig.
Irgendwann muss man einsehen, daß Mann in einer Beziehung mehr sein muss als Gärtner, Chauffeur, Putfrau und Kreditkarte. Es kam von beiden auch nie eine positive Reaktion zurück.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Like
Reactions: fraumoh
Beiträge
2.075
  • #6
Ich würde mal darüber nachdenken, wieso du dich mit so einer gestörten Frau einlässt und soviel mitmachst.
 
  • Like
Reactions: fraumoh and Schokokeks

Wildflower

User
Beiträge
847
  • #7
@Alex_80 Herzlich willkommen hier im Forum!
Bei deiner Geschichte kommen ein paar Sachen zusammen, die mit der neuen Partnerschaft der Mutter erstmal gar nix zu tun haben.
Kinder brauchen (neben vielen anderen Dingen!) Halt und Orientierung. Das erhalten sie primär durch liebevolle aber klare Vorgaben, die auch mit einer gewissen Konsequenz einhergehen müssen. Ein guter Grundsatz ist mE, nicht zu viele Regeln aufzustellen, dann aber bei diesen auf die Einhaltung zu achten. Ganz wichtig: Die Kinder sind die Kleinen und die Eltern die Großen. Erst wenn sie älter werden, können und sollen sie mehr und mehr in Entscheidungen einbezogen werden, bzw. ihre eigenen Entscheidungen treffen.
Wenn sich die Eltern trennen, wäre es wünschenswert, dass diese in Erziehungsfragen an einem Strang ziehen. Ist das nicht möglich, dann sollten sie sich wenigstens nicht gegenseitig in den Rücken fallen.
Wenn du als neuer Partner in ein System kommst, wo das Gefüge so gar nicht stimmt, dann kannst du eigentlich nur verlieren. Am besten wird es dann sein, sich völlig aus der Erziehung rauszuhalten, was natürlich vor allem bei kleineren Kindern fast unmöglich ist.
Wenn dann zwischen neuem Partner und Mutter keine gute Kooperation möglich ist, sehe ich tatsächlich keine Chance...
Man kann immer nur hoffen, dass wenigstens alle Beteiligten begreifen, dass die Kinder immer das Opfer sind.

WolkeVier, ich stimme dem, was Du geschrieben hast zu 100% zu und dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen.
Vielleicht eines noch, ich erlebe sehr häufig in meinem doch recht großem Umfeld an jungen Familien, dass "Kindererziehung" im Sinne von "liebevoller Leitung / Anleitung " völlig aus der Mode gekommen zu sein scheint. Nicht nur bei getrennten Beziehungen. Es scheint, es gibt für Kinder nur noch wenige bis gar keine Grenzen mehr. Schaden nehmen in jedem Fall immer die Kinder.
Aber,......das ist ein anderes Thema und diese " Büchse der Pandora" möchte ich hier nicht öffnen.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Like
Reactions: Deleted member 21128

Wildflower

User
Beiträge
847
  • #8
Der Kleine war auch im letzten Jahr der Hauptgrund wieso ich es noch ein weiteres Jahr durchgezogen habe. Ich wollte Ihr damit auch das Gefühl geben, daß sie sich immmer und jederzeit auf mich verlassen kann.
Ich hab schon vor über einem Jahr auf Grund der Situation ständige Nervenzusammenbrüche, die ich dann in mich reingefressen habe. Das Kind kann nichts dafür wie die Eltern miteinander umgehen. Das ganze dann auf Dauer bei guter Mine zum bösen Spiel zu ertragen geht nicht ewig.
Irgendwann muss man einsehen, daß Mann in einer Beziehung mehr sein muss als Gärtner, Chauffeur, Putfrau und Kreditkarte. Es kam von beiden auch nie eine positive Reaktion zurück.

Alex, tut mir sehr leid, was Dir da passiert ist und Du solltest das auch sehr schnell abhaken, auch wenn Du es vermutlicih nicht so schnell vergessen kannst.
Mach aber bloß nicht den Fehler, allen jungen Müttern mit Kindern mit Misstrauen zu begegnen. Etwas Zurückhaltung und eine ausreichende analysierende Beobachtung zu Beginn der Beziehung könnte für Dich hilfreich sein bevor Du zuviel in die Beziehung investierst.
Zum reinen "Dienstleister" musst Du Dich keinesfalls degradieren lassen.
Alles Gute für Dich.
 
  • Like
Reactions: Mentalista, fraumoh and Schokokeks
F

fleurdelis*

Gast
  • #9
Der Kleine war auch im letzten Jahr der Hauptgrund wieso ich es noch ein weiteres Jahr durchgezogen habe. Ich wollte Ihr damit auch das Gefühl geben, daß sie sich immmer und jederzeit auf mich verlassen kann.
Ich hab schon vor über einem Jahr auf Grund der Situation ständige Nervenzusammenbrüche, die ich dann in mich reingefressen habe. Das Kind kann nichts dafür wie die Eltern miteinander umgehen. Das ganze dann auf Dauer bei guter Mine zum bösen Spiel zu ertragen geht nicht ewig.

Manchmal fragt man sich ja, warum man manchen Menschen begegnet, und warum man in solche Situationen gerät. Wenn es nicht funktioniert, und man wieder getrennte Wege geht, tuts meistens weh und dann fragt man sich, was war das jetzt. Man hat Zeit, Energie und vor allem Gefühle investiert. Mir hilft da der Gedanke, es war bestimmt kein Zufall, dass diese Begegnung hat sein sollen. Es war eine Chance, für beide Seiten und daher hatte es einen Nutzen. Nur, wenn Chancen nicht genutzt werden, von demjenigen, der es nicht als Chance sieht, bleibt: es war eine Möglichkeit, die nicht funktioniert hat. Bitterkeit braucht man da nicht, letztens habe ich einen schönen Satz in einem Film gehört: Das Ende einer Geschichte, ist der Beginn einer neuen ..... Weitergehen. Den nächsten Schritt.
 
  • Like
Reactions: Anthara, Wildflower, Schokokeks und 2 Andere

t.b.d.

User
Beiträge
1.555
  • #10
So wie die familiäre Situation geschildert wurde waren die Vorraussetzungen für eine neue Beziehung nicht vorhanden.

Als neuer Partner ist man nicht grundsätzlich Kindern gegenüber mit Autorität ausgestattet.
Durch entsprechendes Verhalten kann man diese aber bekommen. Das ist kein Selbstläufer und es muss schon einiges zusammenpassen. Zum Beispiel sollten die Verhältnisse der Expartner und zu den Kindern einigermaßen geklärt und normal sein.
Und man muss in die Beziehung zum einzelnen Kind mindestens ebensoviel tun wie für die Beziehung zum neuen Partner.
 
  • Like
Reactions: Julianna, Mentalista, Schokokeks und 2 Andere

D.VE

User
Beiträge
1.138
  • #11
Imo gibt es da nur zwei Optionen:
a) die neuen Partner haben auch Elternrolle und entsprechend Autorität
b) die neuen Partner halten sich aus der Erziehung raus

a) funktioniert imo in den seltensten Konstellationen, weil da wirklich alle Beteiligten (sprich: Vater, Mutter, neue Partner) auf einer Linie sein müssen

Ich halte für b) da für die einzig praktizierbareLösung. Da besteht natürlich die Kunst darin, dass sich neue Partner aus der Erziehung auch komplett und konsequent raushalten, die leiblichen Eltern den Part entsprechend aber auch übernehmen. Die Kinder sind dann erstmal auf der Ebene eines WG-Bewohners, deren Respekt muss man sich dann erst verdienen - und das halte ich auch für gesund.

Für beides sind aber klare Absprachen erforderlich.

Und natürlich muss einem als neuer Partner auch klar sein, dass man bis zu einem gewissen Grad immer die zweite Geige spielen wird. Das sollte man sich nichts vormachen.

Niemand sucht sich so eine Situation aus, und oftmals sind Mütter und Väter mit einem früh-pubertierenden Revoluzer auch einfach überfordert.

Die Frage ist aber auch, ob man hier immer das klassische Vater-Mutter-Kind-Modell keben muss.
Ich kenne auch ein Beispiel wo sich ein Paar (als Alternative zur Trennung) einfach zwei Wohnungen im gleichen Haus gemietet hat, als sie festgestellt haben, dass das alltägliche Zusammenleben nicht funktioniert hat.

Gruß, Dave
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Like
Reactions: Schokokeks

t.b.d.

User
Beiträge
1.555
  • #12
Ich finde nicht dass man sich als neuer Partner aus der Kindererziehung und Betreuung heraushalten muss. Aber die Richtlinie muss zumindest mit dem AE-Elternteil abgestimmt sein und die leiblichen Eltern müssen sich grundlegend einig sein.
Auch darüber dass es okay ist neue Partner zu haben und dass sie beide dafür verantwortlich sind das ihrem gemeinsamen Kind zu vermitteln.

Aus einer Konstellation wo beide Elternteile um die Gunst des gemeinsamen Kindes buhlen und darüber ihre elterlichen Pflichten vernachlässigen oder womöglich ihr Kind für ihren ungelösten Konflikt instrumentalisieren würde ich mich komplett raushalten und eine Beziehung nicht eingehen.
 
  • Like
Reactions: Julianna, chava and Deleted member 21128

fraumoh

User
Beiträge
8.971
  • #14
..?
 

Wildflower

User
Beiträge
847
  • #15
Ich würde mal darüber nachdenken, wieso du dich mit so einer gestörten Frau einlässt und soviel mitmachst.

Truppenursel, ich lese Deine Beiträge eigentlich immer sehr gerne und kann mit den meisten auch konform gehen. In diesem Fall aber nicht.
Ich denke, es ist nicht sehr hilfreich für Alex, in seiner Situation auch noch verbal "draufzuhauen".
Das die Frau gestört ist war mit Sicherheit nicht von Anfang an ersichtlich und wenn man verliebt ist hat man da ja auch meistens noch die rosarote Brille auf. Vielleicht hat er ja auch noch geglaubt, dass es im Laufe der Zeit zu einer Verbesserung kommt. Nun, dem war offenbar nicht so.
Ich gebe Dir insofern Recht, dass man eine solche Beziehung nicht über einen so langen Zeitraum aufrechterhalten sollte.
Dir alles Gute
 
  • Like
Reactions: t.b.d.

Julianna

User
Beiträge
11.295
  • #16
b) die neuen Partner halten sich aus der Erziehung raus

Ich halte für b) da für die einzig praktizierbareLösung. Da besteht natürlich die Kunst darin, dass sich neue Partner aus der Erziehung auch komplett und konsequent raushalten, die leiblichen Eltern den Part entsprechend aber auch übernehmen.
Man kann sich nicht raushalten. Das funktioniert in der Praxis nicht.
Mit 18 hatte ich einen Freund, der seine Eltern und den neuen Lebenspartner der Mutter mit Vornamen ansprach. War damals für mich recht gewöhnungsbedürftig. Ich mochte den Partner der Mutter. Er war fröhlich und humorvoll, und wohnte schon ein paar Jahre mit der Mutter und den Kindern gemeinsam im Haus. Da mein damaliger Freund schon einen Vater hatte, konnte er den "Neuen" nicht mit Papa ansprechen. Und hier zeigt sich, wie ein Kind solche "inneren Konflikte" zu lösen versucht: Um den neuen Lebensgefährten der Mutter "gleichzustellen" und anzuerkennen, beschloss er schon als Kind, nun alle nur noch mit Vornamen anzusprechen. Selbst wenn er über seine Mutter sprach, sagt er nicht "meine Mutter...." sondern immer "Vorname.....".
 
Zuletzt bearbeitet:

D.VE

User
Beiträge
1.138
  • #17
Ich finde nicht dass man sich als neuer Partner aus der Kindererziehung und Betreuung heraushalten muss.

"Muss" sicher nicht... Aber es wird empfohlen und macht viele Dinge einfacher, weil es defakto einfach in den meisten Konstellation nicht anders funktionert (außer vielleicht, wenn die Kinder noch sehr jung sind).
Bin selber Scheidungskind, und hab in meiner Teenager-Zeit ständig Kleinkriege mit meinem Stiefvater geführt (war 12 bei der Scheidung), weil ich damals der Meinung war, dass der mir überhaupt nichts zu sagen hat, zumal sein Erziehungsstil komplett anders war, als der meiner Eltern.

Wenn nur die leiblichen Eltern erziehen, spart das allen Beteiligten eine Menge Stress.

würde ich mich komplett raushalten und eine Beziehung nicht eingehen.
Die Wahl hat man aber nunmal nicht immer, weil sie Konstellationen auch einfach verändern. Teenager kommen in die Pubertät, Expartner fangen auf einmal an zu blockieren...

Ist alles leichter gesagt, als getan.


Man kann sich nicht raushalten. Das funktioniert in der Praxis nicht.
Es ist natürlich nicht leicht ("leicht" gibt es in der Patchwork-Variante nicht). Aber es ist leichtER.

Sich in die Erziehung einzumischen führt meist automatisch zu einem Mehrfronten-Krieg, weil dann zusätzliche Konfliktherde entstehen, die vorher nicht da waren.
 
  • Like
Reactions: Schokokeks

t.b.d.

User
Beiträge
1.555
  • #19
Bin selber Scheidungskind, und hab in meiner Teenager-Zeit ständig Kleinkriege mit meinem Stiefvater geführt (war 12 bei der Scheidung), weil ich damals der Meinung war, dass der mir überhaupt nichts zu sagen hat, zumal sein Erziehungsstil komplett anders war, als der meiner Eltern.

Kinder brauchen erwachsene Erwachsene.
Besonders Scheidungskinder.
Die Beziehung zu Stiefkindern muss mindestens genauso intensiv gepflegt werden wie zum Partner. Die Beziehungsarbeit und Verantwortung trägt dabei aber nicht das Stiefkind. Das müssen die Erwachsenen besorgen.
Das Kleeblatt aus Expartner, Elternteil und neuer Partner verträgt allerhöchstens einen der quer schießt.
Darum gilt es zu Beginn einer Beziehung in der ein neuer Partner Kinder mit einbringt festzustellen ob, und wenn ja, wer und die entsprechenden Konsequenzen zu ziehen.
 
  • Like
Reactions: Mentalista and Deleted member 21128

D.VE

User
Beiträge
1.138
  • #20
Wenn du mit einem Kind zusammenlebst, kannst du dich nicht aus der Erziehung raushalten.

Ich kenne einige Beispiele wo das sehr gut funktioniert. Da ist das Verhältnis zwischen neuem Partner und Kind, so wie in einer WG. Man kann natürlich Dinge sagen, aber das geschieht auf dieser Ebene dann auf Augenhöhe - wie in einer WG.
Wenn es um erzieherische Maßnahmen geht, läuft das dann immer über den leiblichen Elternteil.

Probleme mit dem eventuell quer-schießenden anderen, leiblichen Elternteil (von wegen "Der/die Neue hat Dir garnichts zu sagen"), vermeidet man so.

Man kann das ja auch definieren, in Belange in denen ein neuer Partner mitreden darf ("Räum den Tisch ab") und Belange die der leibliche Elternteil entscheidet ("Darf ich abends auf die Party?").

Das wichtigste ist einfach, dass man drüber spricht. Von alleien regelt sich da jedenfalls nichts
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Like
Reactions: Schokokeks
D

Deleted member 21128

Gast
  • #21
Man kann natürlich Dinge sagen, aber das geschieht auf dieser Ebene dann auf Augenhöhe - wie in einer WG.
Ja, das kannst du vielleicht mit Kindern machen, die die Pubertät hinter sich haben. Wenn du eine sehr gute Beziehung zu ihnen hast und voll akzeptiert bist. Kleinere Kinder brauchen große Erwachsene, und du kannst ja nicht bei jeder Interaktion die Mama dazurufen. Mal davon abgesehen, dass du manchmal auch mit den Kindern alleine bist.
Das ist ja jetzt eher der Extremfall.
Was machst du zB, wenn das Kind eine Süßigkeit will, es aber im Moment keine bekommen soll. Augenhöhe? Never!
 

Julianna

User
Beiträge
11.295
  • #22
@D.VE
Ich glaube dir, dass du solche Beispiele kennst. Kann gut sein, dass es das auch gibt.

Persönlich fände ich das als Frau aber nicht so gut. Wenn mein Partner mit meinem 6-Jährigen Sohn auf Augenhöhe ist und sie sich wie Brüder verhalten, würde mich irgendwann das Gefühl beschleichen, ich hätte zwei Söhne/Kinder.
(Bin übrigens kinderlos, ist nur ein Beispiel).

Ein Mädel das mit mir studiert hat damals, hatte einen Freund (auch der Vater ihrer Tochter) wo sie mal sagte, manchmal hätte sie das Gefühl zwei Kinder zu haben, wenn die beiden auf dem Sofa um die Fernbedienung streiten oder sich nicht einigen können, was auf der PS gespielt wird.
Die Vaterrolle ist schon wichtig. Und wenn es sich nicht nur um ein Abenteuer handelt, sondern beide zusammen ziehen und mit den Kindern gemeinsam wohnen, sollte auch der neue Freund eine ähnliche Rolle einnehmen und nicht nur wie ein Kumpel oder Bruder sein.
 
Zuletzt bearbeitet:

Raiho

User
Beiträge
28
  • #23
Ich finde, man sollte immer Objektiv bleiben und das ganze im gesamten betrachten.
Es ist doch so, wer Besitzansprüche auf ein Kind erhebt (weil meins):rolleyes: und es über den Partner stellt, sollte sich fragen, ob ein neuer Partner sinnvoll ist.o_O

Bei solchen Horror Geschichten, ist es kein Wunder, dass AE-Singles Probleme haben jemanden zu finden.:(

Neuer Partner und Kind sind für mich nicht vergleichbar, da sie eine gesonderte Rolle einnehmen.

Natürlich benötigen Kinder in gewissen Situationen einfach mehr Aufmerksamkeit, aber es sollte versucht werden, beides in Einklang zu bringen, sodass keiner zu kurz kommt.
Auf dauer würden davon alle am Meisten profitieren.

Ich bin mir nicht sicher, was ich in einer Situation tun würde, wenn man mir von Anfang an klipp und klar sagen würde: MEIN KIND - Du gucken aber nicht anfassen.... es wirkt auf mich, definitiv abschreckend.

Eine Partnerschaft bedeutet immer Kompromisse zu suchen und miteinander zu Kommunizieren.
Eine vernünftige Absprachen mit dem neuen Partner und gemeinsam an einem Strang zu ziehen ist essenziell, damit so eine Konstellation überhaupt auf dauer funktionieren kann.

Das Witzige an der Sache - es wäre mit dem leiblichen Elternteil genau das Gleiche Problem... Es ist lediglich eine Einstellungssache und andere Betrachtungsweise.

Wenn ich damit jetzt jemandem auf den Schwanz getreten bin, sry, aber wer als AE einen neuen Partner möchte, MUSS einen Kompromiss eingehen und kann die Verantwortung nicht auf den neuen Partner abwälzen, sofern er wirklich an der Beziehung interessiert ist.

P.S.: Ich habe mit keiner Silbe behauptet, dass es einfach sei.
 

rapsch

User
Beiträge
3
  • #25
Darum gehe ich Frauen mit Kindern aus dem Weg ... Solche Sachen lassen sich nur sehr schwer lösen.