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  • #1

Beziehung und/oder Job?


Lernt man den Wert einer Beziehung, oder gar eines Menschen, erst mit Dauer einer Partnerschaft zu erkennen und zu schätzen?

Ist eine noch "frische" Beziehung eher anfällig für einen Bruch z.B. aus Karrieregründen?

Oder herrscht mittlerweile die Einstellung vor, dass man einen Partner heutzutage "überall" und erheblich leichter finden kann, als einen "erfüllenden" Job?
 
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  • #2
Hast Du jetzt eigentlich 'ne Beziehung oder nicht? Ich komm da nicht so ganz mit. 🤷‍♂️
 
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  • #3
Das hängt von soooo vielen Faktoren ab.

Wie alt ist man oder der Partnet ? In welchem Lebensabschnitt befindet man sich? ( Familie, Aufbauen oder Geniessen) Hatte man schon mal eine glückliche nährende Beziehung und weiss man so eine zu schätzen. Weiss man um die Irrungen und Wirrungen und den Frust bei etwaiger neuer Partnetsuche? Wie zufrieden ist man mit dem jetzigen Partner, sprich wie tief ist die Liebe? Welche Werte lebt man vorrangig? Hatte man schon mal einen Karrierejob oder ist man in einem ? Bekommt man den erfüllenden Job an jeder Ecke oder ist der rar gesäht? Wie materiell ist man selbst und der Partner eingestellt? Ist einem ein gewisses Ptestige wichtig?

Kann nur für mich antworten

1. Ja ich weiss eine gute Beziehung sehr zu schätzen und der Partner muss ein gewisses ausgewogenes Mass an Zeit mitbringen. Ansonsten sehe ich zu wenig Interesse für eine Beziehung. Karrriere bedeutet meist wenig Zeit.
Oder welche Einschränkungen würde ein erfüllender Job sonst mitbringen... Reisetätigkeit, Wochenendarbeit, Später Feierabend ( wie spät)?

2. ja, weil eher gewachsene Beziehungen extreme Situationen überstehen und man bereit ist, Kompromisse zu machen. Sonst ist die Beziehung halt doch nicht so zufrieden?

3. Alles möglich..... wird individuell entschieden . Jobs können gekündigt werden. Partner verlassen einen ....
Wenn es geht, das eine und das andere

Was will der Partner auf Sicht, was ich? Gibt es Kompromisse
 
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  • #4

Lernt man den Wert einer Beziehung, oder gar eines Menschen, erst mit Dauer einer Partnerschaft zu erkennen und zu schätzen?

Ist eine noch "frische" Beziehung eher anfällig für einen Bruch z.B. aus Karrieregründen?

Oder herrscht mittlerweile die Einstellung vor, dass man einen Partner heutzutage "überall" und erheblich leichter finden kann, als einen "erfüllenden" Job?
Im Zweifelsfall sollte man sich eher für den Job entscheiden, werter @IMHO ! :cool:
 
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  • #5

Lernt man den Wert einer Beziehung, oder gar eines Menschen, erst mit Dauer einer Partnerschaft zu erkennen und zu schätzen?

Ist eine noch "frische" Beziehung eher anfällig für einen Bruch z.B. aus Karrieregründen?

Oder herrscht mittlerweile die Einstellung vor, dass man einen Partner heutzutage "überall" und erheblich leichter finden kann, als einen "erfüllenden" Job?
Mhm... ich finde, dass ein erfüllender Job nicht in Konkurrenz zu einer glücklichen Partnerschaft steht. Die Frage ist, ob der Job erfüllt oder einen auffrisst.
Menschen haben ja ganz viele Bedürfnisse. Wir wollen weder unter- noch überfordert werden. Also im richtigen Maße gefordert werden. Wir wollen tun, was uns Spaß macht und was wir gut können. Wenn ich ne Arbeit habe, die mir Spaß macht und ich kann mein Potential entfalten, mich weiter entwickeln und weiterbilden und muss nie stehen bleiben, dann erfüllt mich das.
Dann gibt's aber noch andere Bedürfnisse. Der Mensch ist ein soziales Wesen und hat auch soziale Bedürfnisse. Die Glücksforschung hat gezeigt, dass Menschen mit stabilen Beziehungen (Freunde, Familie, Partnerschaft, ...) glücklicher sind als einsame Menschen.
Wir haben soziale Grundbedürfnisse und wenn ich aufgrund der Arbeit keine Zeit mehr habe, Freunde zu treffen, die Partnerin zu sehen, die eigenen Kinder zu sehen, .... Dann erfüllt mich die Arbeit nicht mehr. Dann frisst sie mich auf.
So wie ich nicht finde, dass man für den Partner seinen Job kündigen sollte, so finde ich auch nicht, dass man für die Arbeit seine Beziehung killen sollte. Weder ein Partner sollte einen so sehr vereinnahmen, dass man nix mehr ohne ihn macht, noch die Arbeit sollte einen so sehr vereinnahmen, dass es nicht mehr möglich ist, Privatmensch zu sein.

Aber es bekommen nicht alle die Balance hin. Es gibt viele Menschen, die sich beruflich nicht verwirklichen. Und es gibt einige mit der Einstellung: die Arbeit kommt an erster Stelle. Partner/in, Kinder, Freunde müssen sich daran anpassen und das so akzeptieren. Und die keine liebevollen Freundschaften pflegen, zu ihren Eltern kaum mehr Kontakt haben und keine Partnerschaft finden, die so funktioniert.

Unter den Sätzen, die man auf dem Sterbebett am seltensten hört, auf Platz 2: "Hätte ich doch nur mehr Zeit auf der Arbeit verbracht!"
 
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  • #6
Naja, ich denke schon, dass man in jüngeren Jahren davon ausgeht, dass einem noch 1000 Türen offen stehen und der nächste Partner schon auf der Matte wartet. Also haut man erstmal rein und versucht im Job durchzustarten. Aber dauerhaft fehlt dann was elementares. Ein Job ist ein Job ist ein Job. Nichts sonst. Auch wenn man 100 Prozent dahinter steht. Mein Vater hat in seinem Arbeitsleben u.a. drei große Gebäude erschaffen, davon steht nur noch eins. Das hatte verschiedene Gründe. Tja, wenn er nur dafür gelebt hätte, wär das bitter. Statt dessen ist er stolz und froh über die Liebe in seinem Leben, seine Familie.
 
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  • #8

Lernt man den Wert einer Beziehung, oder gar eines Menschen, erst mit Dauer einer Partnerschaft zu erkennen und zu schätzen?

Ist eine noch "frische" Beziehung eher anfällig für einen Bruch z.B. aus Karrieregründen?

Oder herrscht mittlerweile die Einstellung vor, dass man einen Partner heutzutage "überall" und erheblich leichter finden kann, als einen "erfüllenden" Job?

eine Möglichkeit ist: beide ziehen um und suchen einen neuen Job, die fehlende Existenz verbindet dann eventuell für eine gewisse Zeit 😔
 
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  • #9
Ein Job ist ein Job ist ein Job. Nichts sonst.
Wenn Du meinst. Ich bedauere diese bei jüngeren (nicht nur jungen) Menschen verbreitete Einstellung sehr. Mein Beruf stellt mir Aufgaben, deren Lösung Geld und Anerkennung einbringen. Das tut dem Ego ganz gut und hat auch irgendwie etwas, ich glaube, man sagt, «Erfüllendes». Wenn mir einer sagen würde (was noch nicht passiert ist), ich hätte nur einen Job, der müsste danach vermutlich seinen Kiefer reparieren lassen.
 
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  • #10
Wenn Du meinst. Ich bedauere diese bei jüngeren (nicht nur jungen) Menschen verbreitete Einstellung sehr. Mein Beruf stellt mir Aufgaben, deren Lösung Geld und Anerkennung einbringen. Das tut dem Ego ganz gut und hat auch irgendwie etwas, ich glaube, man sagt, «Erfüllendes». Wenn mir einer sagen würde (was noch nicht passiert ist), ich hätte nur einen Job, der müsste danach vermutlich seinen Kiefer reparieren lassen.
Na über die Definition von Job will ich nicht streiten, ich bin engagiert und überzeugt von dem was ich tue und ziehe viel Lebensfreude daraus. Dennoch: im Beruf ist man ersetzbar, in der Familie nicht. Als Partner ist man zwar auch ersetzbar aber echte Liebe ist durch gar nichts ersetzbar. Nie. Alles andere ist verhandelbar.
 
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  • #11
im Beruf ist man ersetzbar, in der Familie nicht.
Auch nach deinem Tod dreht sich die Welt für die Familie weiter. Die Leute kommen - nach kurz oder lang - über den Verlust hinweg und dein eventuell - oder auch nicht - vorhandener Partner wird sich neu verlieben.

echte Liebe ist durch gar nichts ersetzbar. Nie.
Doch. Neue "echte" Liebe für einen anderen Menschen. Ohne das Ableben des ersten Menschen, hätte der Zweite diese Liebe evtl nie erfahren....
Und: sie lebt bisweilen in Erinnerungen weiter.

P.S.: was ist "unechte" Liebe?
 
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  • #12
Unter den Sätzen, die man auf dem Sterbebett am seltensten hört, auf Platz 2: "Hätte ich doch nur mehr Zeit auf der Arbeit verbracht!"
Hihi. Andersrum wird ein Schuh draus: auf der (nicht zwingend repräsentativen) Liste von Bronnie Ware "5 Dinge, die sterbende bedauern" steht auf Platz 2: ich wünschte, ich hätte nicht so viel gearbeitet".

Wobei ich es eine viel größere Herausforderung finde, die seltensten Sätze zu finden. z.B. wär ich doch als Alien auf die Welt gekommen. Muss ich noch ne Runde drehen? Hätte ich mal besser auf Mutti gehört. Neapel sehen und sterben, wie wahr. Hmm, auf meine anderen Bilder im Kopf verzichte ich mal lieber ... 😇
 
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  • #20
Auch nach deinem Tod dreht sich die Welt für die Familie weiter. Die Leute kommen - nach kurz oder lang - über den Verlust hinweg und dein eventuell - oder auch nicht - vorhandener Partner wird sich neu verlieben.


Doch. Neue "echte" Liebe für einen anderen Menschen. Ohne das Ableben des ersten Menschen, hätte der Zweite diese Liebe evtl nie erfahren....
Und: sie lebt bisweilen in Erinnerungen weiter.

P.S.: was ist "unechte" Liebe?
Naja, Du hast schon recht, nicht einfach das zu erklären. Wenn du als Person in Familie und Partnerschaft ersetzt wirst, dann ist das dennoch anders. Und es geht mir auch nicht darum, dass es die eine große Liebe gibt, da glaube ich nicht dran. Ich meine eher das Gefühl, tief zu lieben, das lässt sich nicht ersetzen. Und darauf würde ich nie verzichten wollen.
 
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  • #22
Ich finde man kann eine Beziehung und Job gut mit einander verbinden. Man muss sich halt nur gut seinen Tag einteilen
 
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  • #23
Liegestuhl, das finde ichs schade, dass du das denkst. Ich glaube an die eine große Liebe und sie kommt dann, wenn wir bereit dafür sind und sie auch. Und wenn Beziehungen scheitern, ist es oft nur, weil die menschen sich den falschen Partner ausgesucht haben oder nicht richtig miteinander kommunizieren. Wenn ich mich entscheiden müsste zwischen Beruf und Partnerschaft würde ich jederzeit die Liebe wählen. Das heißt ja nicht, dass man rund um die Uhr verfügbar sein muss und kein Geld hat, aber man kann eine ausgeglichene Work-Love-Balance haben, wenn man es möchte. Wer nicht glücklich ist, hat jederzeit die Möglichkeit etwas in seinem Leben zu ändern:)
 
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  • #24

Lernt man den Wert einer Beziehung, oder gar eines Menschen, erst mit Dauer einer Partnerschaft zu erkennen und zu schätzen?

Ist eine noch "frische" Beziehung eher anfällig für einen Bruch z.B. aus Karrieregründen?

Oder herrscht mittlerweile die Einstellung vor, dass man einen Partner heutzutage "überall" und erheblich leichter finden kann, als einen "erfüllenden" Job?
Sollte man ähnliche Ziele haben, tickt man ähnlich, liebt man ähnlich, hat man gleichwenig Zeit, macht man sich gegenseitig keine Vorwürfe und freut sich aufeinander in der restlichen Zeit.
Ist doch klar.
In my humble opinion natürlich.
Klar, @IMHO ?
 
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  • #25
Ein Job ist ein Job ist ein Job. Nichts sonst.
MMn hilft diese Einstellung, wenn es mal kurzzeitig beruflich nicht laeuft oder man sogar innerlich kuendigt. So ein Dauerzustand tut mE auch der Beziehung nicht gut. Ambition im Job macht auch attraktiv.

Das kann man leider auch anders sehen: Nimmt man einen Auftrag an oder laesst man das Angebot sausen? Wenn man ersetzbar ist, macht es eben die Konkurrenz. So einfach ist die Entscheidung nicht...

Tja, wenn er nur dafür gelebt hätte, wär das bitter.
In diesem Punkt stimme ich Dir zu. Man lebt nicht, um zu arbeiten. Genug ist genug.

"Auf ein Blatt Papier müssen sie zehn Dinge schreiben, die ihnen in Bezug auf Liebe und Partnerschaft wichtig sind, auf einem zweiten notieren sie ihre Top-Ten-Liste in Sachen Beruf und Karriere."

Zehn Dinge sind mE zu viel. Die Diskussion darueber dauert ewig.
 
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  • #27
Was ich meine, ist bspw dass ich als Mutter und Ehefrau mein berufliches Zeitengagement nur eingeschränkt gelebt habe, denn im Büro war ich trotz allem ersetzbar, aber mein Engagement zu Hause überhaupt nicht, denn die Zeit wenn die Kinder klein sind und dich brauchen, ist nicht ersetzbar. Aber in den Stunden die ich auf Arbeit war, hab ich es genossen und rangeklotzt.
Wie das ohne Kinder ist, weiß ich nicht. Da würde mir eine gewisse Bandbreite vorschweben, mit unterschiedlichen Zeiten, mal für die Partnerschaft und mal für den Beruf. Wenn man nur für die Karriere lebt, dann stellt sich schon die Frage, was soll eine Partnerschaft da noch? Ohne gemeinsame Zeit ist das eine Farce, oder?
 
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