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Beuteschema, wie und wann entsteht es und weitere Gedanken

Mich interessiert mal die Frage, wie und wann das Beuteschema entseht. Dazu gibts sicher Studien? Leider habe ich nichts im Net gefunden. Seit ihr euch dessen bewusst, woher euer Beuteschema kommt? Kann man es ändern, wenn man die Hintergründe kennt? Und, ist es überhaupt sinnvoll, es zu ändernß

Mal als Beispiel, ich hatte als Kind Unterricht in einer bestimmten Sportart, die ich sehr liebte. Der Lehrer hatte bestimmte Eigenschften. Kann das auch in mein Beuteschema eingeflossen sein? Auch äusserliche Merkmale, an die ich mich nicht mehr erinner? In welchem Alter entsteht das Beuteschema überhaupt?
 
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AW: Beuteschema, wie und wann entsteht es und weitere Gedanken

Zitat von KikiRatte:
Mich interessiert mal die Frage, wie und wann das Beuteschema entseht. Dazu gibts sicher Studien? Leider habe ich nichts im Net gefunden. Seit ihr euch dessen bewusst, woher euer Beuteschema kommt? Kann man es ändern, wenn man die Hintergründe kennt? Und, ist es überhaupt sinnvoll, es zu ändernß

Mal als Beispiel, ich hatte als Kind Unterricht in einer bestimmten Sportart, die ich sehr liebte. Der Lehrer hatte bestimmte Eigenschften. Kann das auch in mein Beuteschema eingeflossen sein? Auch äusserliche Merkmale, an die ich mich nicht mehr erinner? In welchem Alter entsteht das Beuteschema überhaupt?

Hallo KikiRatte,

also dazu findet man doch jede Menge Material im Netz und woanders.

Meist sind es frühkindliche Prägungen, man übernimmt Muster der Eltern/ Großeltern, oft steht einer dieser Personen dem künftigen "Typ", den man sucht, Pate. Viele Frauen haben ein Vater-Schema (suchen unbewusst den Beschützer), einige Männer suchen die Mutter, die sie umsorgt (gibt natürlich keiner zu!), einige haben früh ein Idol gefunden, welches fortan als Muster dient; hinzu kommt die biologische Komponente: man sucht instinktiv den Partner, der genetisch möglichst verschieden zu einem selbst ist, damit man mit diesem gesunde Nachkommen produziert. Das funktioniert allerdings nur, wenn Hormone nicht künstlich verändert sind (z. B. durch die Pille), weil diese Hormone den unbewussten Geruchssinn verfremden, so dass man am Ende genetisch nicht optimal passende Partner wählt.

Es ist also jede Menge Instinkt, genetische Vorprogrammierung und Erfahrung aus der Kindheit dabei. Man kann sich sicherlich bewusst auch anders entscheiden, am besten ist aber m. E. nach wie vor das Bauchgefühl, das uns schon irgendwie richtig leitet..


Noch Fragen?
 
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  • #3
AW: Beuteschema, wie und wann entsteht es und weitere Gedanken

hm, eltern.. also, mein Beuteschema hat nicht das Geringste mit meinen Eltern oder Großeltern zu tun. Ich kann mir nicht erklären, wie mein Beuteschema zustande gekommen ist. Der einzige Mensch, der mir dazu einfällt, ist ein Sportlehrer, daher auch mein Beispiel... allerdings, nur seine ausgeglichene Art. Es gab niemanden in meinem Umfeld, der so aussah, wie mein Beuteschema.

Die Frage, die für mich jedoch noch interessanter ist, wäre es möglich, das Beutechema zu ändern und, wäre das überhaupt sinnvoll?
 
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  • #4
AW: Beuteschema, wie und wann entsteht es und weitere Gedanken

Wenn das Beuteschema dich immer wieder mit demselben Partnermuster konfrontiert und du regelmäßig vor dem Spiegel sagst: "Och nöö, nich schon wieder diesen Mist", dann könntest du überlegen dich bei der Partnerwahl von anderen Überlegungen leiten zu lassen. Außer du bist süchtig nach diesem Negativ-Muster.
Sich die unbewußt ablaufenden Muster bewußt zu machen ist sicher hilfreich, sie dann bewußt ad acta zu legen eine ganz andere Sache. Aber man kann sich dem Unbekannten öffnen, das hilft auch schon mal weiter, finde ich.
 
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  • #5
AW: Beuteschema, wie und wann entsteht es und weitere Gedanken

Mein Problem ist eher, dass Männer, die in mein Beuteschema passen, extrem selten sind. Daher habe ich immer Abstriche und Kompromisse gemacht, mit dem Ergebnis, dass es jedes Mal gründlich schief ging, weil er Eigenschaften hatte, die absolut nicht passten. Daher denke ich darüber nach, ob es nützen würde, gründlich über mein Beuteschema nachzudenken und ein nützlicheres zu entwerfen.
Auch suche ich nicht aktiv nach einem Partner, sondern habe mich immer wieder mal verliebt. Und diese Männer passten wiegesagt nie wirklich in mein Beuteschema. Ich dachte immer wieder "ok, deine Ansprüche sind vielleicht überzogen, also versuch es einfach mal."
Aber meist bin ich an jemanden geraten, der total andere Lebenseinstellungen und Ziele hat, als ich. Und auch charakterlich total anders ist, als es meinem Beuteschema entsprechen würde, aber diese Männer haben nichts miteinander gemeinsam, ausser, dass sie mitlerweile Expartner von mir sind. Also gibts auch kein Muster. Oder genauer gesagt, das einzige Muster ist, dass ich mir dachte, ok, du hast dich verliebt und er auch,also versuch es einfach mal... ja, bescheuert ist das...
 
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  • #6
AW: Beuteschema, wie und wann entsteht es und weitere Gedanken

Zitat von KikiRatte:
Mein Problem ist eher, dass Männer, die in mein Beuteschema passen, extrem selten sind. Daher habe ich immer Abstriche und Kompromisse gemacht, mit dem Ergebnis, dass es jedes Mal gründlich schief ging, weil er Eigenschaften hatte, die absolut nicht passten. Daher denke ich darüber nach, ob es nützen würde, gründlich über mein Beuteschema nachzudenken und ein nützlicheres zu entwerfen.

.. sondern habe mich immer wieder mal verliebt. Und diese Männer passten wie gesagt nie wirklich in mein Beuteschema.

Ich lese daraus 2 Dinge: Verlieben klappt (da ist ja auch schon ein unbewusstes Beuteschema am Werk), eine Beziehung dann offenbar nicht. Wie sollte denn der Idealpartner sein? Woher kommen diese Vorstellungen, wie er sein müsste? Vom Vater, Bruder, Onkel? Ist Dir das inzwischen klar? Es ist doch so, dass wir erlernte Lebensweisen gerne weiterführen, unbewusst suchen wir daher Vertrautes bei einem potentiellen Partner.

Kompromisse können nur hilfreich sein, wenn man selbst bereit ist, seine eigene Sichtweise zu verändern, sich auf Neues, Anderes einzulassen. Wenn das nicht geht oder gewollt ist, geht ein solcher Kompromiss selbstverständlich schief!
 
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  • #7
AW: Beuteschema, wie und wann entsteht es und weitere Gedanken

Tja, die Kompromisse.... das führte immer dazu, dass ich an Männer geriet, die komplett anders dachten, als ich. Mich sogar am liebsten umkrempeln wollten. Der eine wollte nicht, dass ich jemals gute Kleidung trage, er wünschte sich, dass ich für alle zeiten in kaputten Lumpen rumlaufe (den lernte ich kennen, als ich gerade arbeitslos war) einanderer wollte mic dahin verbiegen, dass ich meine Ansprüche komplett runterschraube, ein sehr einfaches Leben führe, wie er es sich vorstellt. Dieser Mensch machte mcih mit seinen Auffassungen irre. Dass man nunmal seine Miete zahlt, konnte ich ihm nicht verständlich machen... das ich auchmal weggehen und was unternehmen will, auch nicht. Im Restaurant gab er nie Trinkgeld, was mir peinlich war, sowas kenne ich nicht..... Die Liste könnte ich weiter fortsetzen.

In meinem Umfeld gab es wirklich niemanden, der diesem Beuteschema entsprach. Nicht was das Aussehen betrifft. Und diese Eigenarten, die mich wirklich richtig wuschig machen, besonnenes Handeln, gelassenheit, ist mir auch nicht bewußt von irgendeinem Verwandten in Erinnerung. Daher komme ich nicht weiter. Aber, mir ist heute was seltsames aufgefallen. Verschiedene Männer, die ich toll fand, ob als Kind oder jetzt, hatten alle einmal im Leben den gleichn Beruf. Und das die Männer diesen Beruf hatten, habe ich nie gleich gewusst, sondern erst, als ich sie schon toll fand oder noch später. Das ist etwas, was mir schon geradezu peinlich ist, sogar vor mir selbst. Das ist albern. Ich weiß, aber es ist so. Kann es sein, dass eine bestimmte Ausstrahlung oder auch diese souveräne, besonnene Art vom Beruf herrührt? (Immerhin benötigt man ja für Berufe mehr oder weniger bestimmte Eigenschaften, und bei gerade diesem Beruf kann ich mir vorstellen, dass Besonnenheit zumindest von Vorteil ist. auch diese Körperhaltung, die ich, wenn ich es mir ehrlich eingestehe, anziehend finde, kann mit diesem Beruf zusammen hängen.) Auwaia....*rotwerd komme mir gerade ziehmlich bescheuert vor.

Aber einen besonnenen, intelligenten Mann hätte ich gerne, da ich selbst oft bei Stress hektisch werde und gerne ein ausgeglichenes Gegenstück dazu habe.
 
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  • #8
AW: Beuteschema, wie und wann entsteht es und weitere Gedanken

Ach ja, ich habe mal ein bisschen im Net geschaut und mehr aus Quatsch gesucht... offenbar müssen Männer, die diesen Beruf ergreifen, sogar diese Eigenschaften, die ich so anziehend finde, haben. Das ist für mich irritierend. Nein, ich werde nicht nach einem Mann mit einem Bestimmten Beruf suchen*g das wäre absurd... Es ist vielleicht nur ein Zufall, dass ich die so atraktiv fand. Oder? Vielleicht strahlen sie diese Eigenschaften aus? Ich halte es bisher für unwahrscheinlich. Ich habe eigentlich keine sehr gute Meinung von dieser Berufsgruppe. Und dann sollen die in mein Beuteschema passen? Daher war ich auch immer ein wenig irritiert, wenn ich einen ehemaligen Vertreter dieser Spezie besonders mochte*entsetztdreinschau*lach