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  • #1

Berufsbezeichnung vs. Abschluss

Hallo!

Ich habe ein Problem mit der Berufsbezeichnung in meinem Profil und komme trotz langem Überlegen zu keiner Lösung. Ich habe eine Lehre und anschließend ein Studium im gleichen Tätigkeitsfeld absolviert, arbeite jetzt (als fertiger Dipl.-Ing.) bewusst noch in meinem alten Lehrberuf und habe bisher noch keinen beruflichen Aufstieg angestrebt, obwohl ich mit dem Studium sicherlich die Möglichkeit hätte. Der Grund dafür ist einfach, dass mir meine Tätigkeit so, wie ich sie momentan ausübe, sehr viel Spaß macht und ich auch noch ein paar Erfahrungen vor einem möglichen Aufstieg machen möchte.

So weit so gut. Bezogen auf mein Profil hier habe ich jetzt das Problem, dass ich recht ratlos bin, was ich als Berufsbezeichnung angebe. Wenn ich schreibe, was ich gelernt habe und beruflich derzeit (noch) mache ist die große Mehrheit der Besucher erstmal ratlos, weil niemand mit der Berufsbezeichnung was anfangen kann und ich befürchte, dass viele mit dem Beruf (wenn sie sich dann die Mühe machen, nachzuschlagen bzw. mit der Bezeichnung wirklich was anfangen können) falsche Assoziationen verbinden. Mein Arbeitgeber ist in der Öffentlichkeit eher nicht so gut angesehen bzw. wird oft belächelt. Aus diesem Grunde steht bei mir derzeit einfach "Ingenieur" - was ja mit meinem Abschluss nicht wirklich falsch ist - aber in Bezug auf meine derzeitige Stelle ist es eben auch nicht 100% korrekt. Was haltet ihr davon? Sollte ich das ändern?
 
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  • #2
AW: Berufsbezeichnung vs. Abschluss

Es gab so viele Berufsbezeichnungen, mit denen ich nichts anfangen konnte. Oft gab es "Projektleiter" oder "Teamleiter", was für mich nichts über den Beruf aussagte.

Schreib doch etwas, das sich für Dich stimmig anfühöt - so wie Du mit Deiner beruflichen Tätigkeit wahrgenommen werden willst. Neben dem Alter ist der Beruf - zumindest war es früher so - das einzige, was ins Auge sticht.
 
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  • #3
AW: Berufsbezeichnung vs. Abschluss

Meiner Meinung nach wird das mit der Berufsangabe im Profil ja deutlich überbewertet...

"Ingenieur" wirkt einerseits ein bisschen 'trocken', allerdings auch irgendwie 'seriös' (aber jeder hat halt andere Assoziationen).
Wenn Dein ausgeübter Beruf ungewöhnlich ist, könnten sich, wenn Du ihn in die Profilüberschrift nimmst, Anknüpfungspunkte für ein Gespräch ergeben.
Für den Ausbildungsgrad gibt's dann ja auch nochmal eine extra Einstellung im Profil.
Probier doch einfach ein bisschen damit rum.
 
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  • #4
AW: Berufsbezeichnung vs. Abschluss

Zitat von Monopteros:
Hallo!

Ich habe ein Problem mit der Berufsbezeichnung in meinem Profil und komme trotz langem Überlegen zu keiner Lösung. Ich habe eine Lehre und anschließend ein Studium im gleichen Tätigkeitsfeld absolviert, arbeite jetzt (als fertiger Dipl.-Ing.) bewusst noch in meinem alten Lehrberuf und habe bisher noch keinen beruflichen Aufstieg angestrebt, obwohl ich mit dem Studium sicherlich die Möglichkeit hätte. Der Grund dafür ist einfach, dass mir meine Tätigkeit so, wie ich sie momentan ausübe, sehr viel Spaß macht und ich auch noch ein paar Erfahrungen vor einem möglichen Aufstieg machen möchte.

So weit so gut. Bezogen auf mein Profil hier habe ich jetzt das Problem, dass ich recht ratlos bin, was ich als Berufsbezeichnung angebe. Wenn ich schreibe, was ich gelernt habe und beruflich derzeit (noch) mache ist die große Mehrheit der Besucher erstmal ratlos, weil niemand mit der Berufsbezeichnung was anfangen kann und ich befürchte, dass viele mit dem Beruf (wenn sie sich dann die Mühe machen, nachzuschlagen bzw. mit der Bezeichnung wirklich was anfangen können) falsche Assoziationen verbinden. Mein Arbeitgeber ist in der Öffentlichkeit eher nicht so gut angesehen bzw. wird oft belächelt. Aus diesem Grunde steht bei mir derzeit einfach "Ingenieur" - was ja mit meinem Abschluss nicht wirklich falsch ist - aber in Bezug auf meine derzeitige Stelle ist es eben auch nicht 100% korrekt. Was haltet ihr davon? Sollte ich das ändern?
Hallo Monopteros,
ich schreib dir hier, obwohl ich dir eigentlich gar nicht auf deine eigentliche Frage antworten möchte.
Du hast ein Studium absolviert und arbeitest weiter in deinem Ausbildungsberuf, weil es dir viel Spaß macht. Das mag für dich passen. Ich möchte dir aber bezogen auf eine Aussage in deinem Text eine Warnung mitgeben. Du möchtest erst noch ein paar Erfahrungen vor einem möglichen Aufstieg machen. Das kann ziemlich nach hinten losgehen.
Ein Studium und die Arbeit als Ingenieur unterscheidet sich im Allgemeinen durchaus sehr von der in einem Ausbildungsberuf. Erfahrungen in letzterem werden von Arbeitgebern gern "mitgenommen", allerdings meist nur dann, wenn es nach dem Studium dadurch nicht zu einem zeitlichen Versatz kommt, der "frischgebackene" Ingenieur also hochmotiviert von der Hochschule oder eventuell einem Forschungsinstitut kommt.
Wenn dein derzeitiger Arbeitgeber eh schon "belächelt" wird, wird dies um so schwerer wiegen, als wenn du derzeit bei einem renommierten Unternehmen z.B. als Gruppenleiter in der Fertigung noch ein Projekt fertigstellen willst (als Engagement gewertet). Du solltest für den Ingenieurberuf "brennen", darauf erste Erfahrungen in dem Umfeld zu sammeln.
Derzeit mag die Lage auf dem Arbeitsmarkt (noch) gut sein, das Finden einer Stelle leicht. Wer weiß, wie das in wenigen Monaten aussieht? Wer weiß, wie es aussieht, wenn du deine erste Stelle als Ingenieur angetreten hast, eventuell eine Entlassungswelle ansteht. Ein Bewerbungsempfänger wird dieses seltsame Verhalten eher mit Kopfschütteln wahrnehmen.

Was hat dies nun mit dem Schreiben hier zu tun?
Auch potentielle Partnerinnen werden recht schnell den Kopf schütteln, wenn sie sich über ihre Zukunft an deiner Seite mehr Gedanken machen. Es wird mit einer Beziehung auch zu ihrem Risiko.
Darüber relativiert sich die Frage nach der Bedeutung von Berufsbezeichnung vs. Ausbildungsstand meiner Ansicht nach beträchtlich.

Viel Erfolg dir, egal wie du dich entscheidest.

Nettmann (Projektleiter/Ingenieur ohne "geraden" Lebenslauf)
 
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  • #5
AW: Berufsbezeichnung vs. Abschluss

Vielen Dank für die Antworten! Ich bin ehrlich gesagt auch kein Fan davon, wie prominent der Beruf hier bei PS im Profil dargestellt wird. Auch wenn mir der Beruf meiner potentiellen Partnerin an sich egal ist wird man so doch schon recht stark beeinflusst und assoziiert eben auch sehr viel mit der Berufsbezeichnung. Eben deshalb - ich sehe ja an mir selbst, wie stark man (und Frau wohl auch) dadurch beeinflusst wird - will ich meinen Beruf eigentlich nicht direkt nennen sondern eher durch mein sonstiges Profil punkten... Meine Frage ist wohl auch, ob das als "Schwindeln" wahrgenommen wird, was ich freilich vermeiden will. Ich stehe im direkten Kontakt und im Real Life sowieso zu meinem Beruf und bin sogar Stolz drauf - nur kann ich da dann unmittelbar Klischees beseitigen und erklären, was mich an der Tätigkeit so fasziniert.

@Nettmann - deine Befürchtungen kann ich verstehen, aber in meinem Fall passt das übliche Bild nicht ganz. Ich bin beruflich sehr stark spezialisiert - sowohl durch meinen Lehrberuf als auch durch das Studium - das passt in sich schon und soll hier auch nicht das Thema sein. Ich hab da schon recht konkrete Pläne für die weitere Laufbahn, bin in der Branche gut vernetzt und auch kein Anfänger mehr. Trotzdem vielen Dank für deine Gedanken!
 
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  • #6
AW: Berufsbezeichnung vs. Abschluss

Guten Abend Monopertos,

also als Frau würde ich Wert darauf legen, dass du mir deinen tatsächlichen ausgeübten Beruf verräts. Das bist doch Du und du fühlst Dich dort wohl. Deine Zukünftige soll dich akzeptieren, oder? Ach und sicher kann später der Ingenieurberuf sehr herausfordernd und spannend sein. Ich liebe jedenfalls meine Tätigkeit als Projektingenieurin und in meiner Branche ist es aktuell leider so, dass jetzt gerade sehr viele Ingenieure mit einmal in Rente gehen und der Nachwuchs fehlt. Also wenn man sich nicht gerade doof anstellt, empfinde ich das als sichere Bank. Auch gebe ich Nettmann Recht auch meine Tätigkeit ist mit gar keinen Ausbildungsberuf zu vergleichen und dieser Schritt sollte gut überlegt sein.

Liebe Grüße, Gienah

PS
Wer sich über die Bezeichnung Projektingenieur/leiter wundert, es ist durchaus eine übliche Berufsbezeichnung, sie wird etwas klarer bei Angabe der Branche. Den "Teamleiter" finde ich dann aber auch etwas verwirrend, aber soetwax lässt sich bei Bedarf klären... Einfach nicht oberflächlich sein, wenn einen die andere Person gefällt.
 
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Clementine_geloescht

  • #7
AW: Berufsbezeichnung vs. Abschluss

Zitat von Nettmann:
Auch potentielle Partnerinnen werden recht schnell den Kopf schütteln, wenn sie sich über ihre Zukunft an deiner Seite mehr Gedanken machen. Es wird mit einer Beziehung auch zu ihrem Risiko.
Über so eine Aussage muss ich nun den Kopf schütteln.
 
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  • #8
AW: Berufsbezeichnung vs. Abschluss

Zitat von Gienah:
also als Frau würde ich Wert darauf legen, dass du mir deinen tatsächlichen ausgeübten Beruf verräts. Das bist doch Du und du fühlst Dich dort wohl. Deine Zukünftige soll dich akzeptieren, oder?
Das ist eben genau das Problem. Ich will wirklich nichts verheimlichen - wie gesagt, normal stehe ich zu meinem Beruf und bin auch stolz drauf - nur kenne ich halt die ersten Reaktionen wenn ich nach meinem Beruf gefragt werde ("Was? Bei dem Verein arbeitest du?" Gepaart mit ein paar üblichen Vorurteilen) und befürchte eine eher abschreckende Wirkung, wenn man das so plakativ als erstes an meinem Profil wahrnimmt. Im direkten Kontakt bin ich eh darauf bedacht, sehr schnell zu sagen, was ich tu und wieso. Dann ist die Wahrnehmung bei anderen Leuten erfahrungsgemäß auch gleich eine andere.
 
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  • #9
AW: Berufsbezeichnung vs. Abschluss

Zitat von Monopteros:
nur kenne ich halt die ersten Reaktionen wenn ich nach meinem Beruf gefragt werde ("Was? Bei dem Verein arbeitest du?" Gepaart mit ein paar üblichen Vorurteilen)
Wo arbeitest Du denn? Und warum verrät die Berufsbezeichnung automatisch den Arbeitgeber? Ich kann mir eigentlich auch nicht vorstellen, dass ein Arbeitgeber soooo schlimm sein kann, dass er alle Interessentinnen verschreckt.
Viele Leute haben gegen irgendwas oder irgendwen Vorurteile. Man kann es einfach nicht jedem in vorauseilendem Gehorsam rechtmachen.
 
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  • #11
AW: Berufsbezeichnung vs. Abschluss

Ich hatte ein ähnliches Problem.
Ich denke Ingenieur ist allgemein gehalten. Wenn du stolz auf deine Arbeit bist, strahle es aus und lass dich nicht unterkriegen wegen einigen zu eng denkenden Frauen.

Mein Werdegang ist ja auch nicht nullachtfünfzehn, zumindest was nach der Erstausbildung folgte.

Das Wichtigeste für die Männer war öfters "wovon lebst du denn?". Manche konnte ich beruhigen, dass ich fähig bin alleine für mich zu sorgen, anderen war das suspekt.


Wenn jemand nicht fähig ist sich für den Menschen "dahinter" zu interessieren wird sie/er auch nicht der Richtige sein.
Du kommst jedenfalls hier sympathisch rüber und das müsste ja zählen, wenn man sich schreibt und kennenlernt - finde ich.
 
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  • #12
AW: Berufsbezeichnung vs. Abschluss

Zitat von Clementine:
Über so eine Aussage muss ich nun den Kopf schütteln.
Zitat von Verärgert:
Hallo ihr beiden,
na dann schüttelt halt,...
Ich habe persönlich die Erfahrung gemacht, dass mein längeres Verbleiben an einem Forschungsinstitut nach der Diplomarbeit (trotz Ingenieurstelle) und geplantem Wechsel in die Industrie schon Kopfschütteln bei manchen Frauen ausgelöst hat, sie mir mitgeteilt haben, sie könnten so etwas nicht verstehen, schließlich würde ich ja so auch viel weniger Geld verdienen, Chancen vergeben...

Nettmann
 
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  • #13
AW: Berufsbezeichnung vs. Abschluss

Eine Variante ist auch einfach unter Beruf reinzuschreiben "habe ich"... das macht auch neugierig und bietet Gesprächsstoff ;-)
 
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  • #14
AW: Berufsbezeichnung vs. Abschluss

Zitat von Monopteros:
Das ist eben genau das Problem. Ich will wirklich nichts verheimlichen - wie gesagt, normal stehe ich zu meinem Beruf und bin auch stolz drauf - nur kenne ich halt die ersten Reaktionen wenn ich nach meinem Beruf gefragt werde ("Was? Bei dem Verein arbeitest du?" Gepaart mit ein paar üblichen Vorurteilen) und befürchte eine eher abschreckende Wirkung, wenn man das so plakativ als erstes an meinem Profil wahrnimmt. Im direkten Kontakt bin ich eh darauf bedacht, sehr schnell zu sagen, was ich tu und wieso. Dann ist die Wahrnehmung bei anderen Leuten erfahrungsgemäß auch gleich eine andere.
Steh einfach dazu. Wer Deinen Beruf nicht akzeptiert, passt doch sowieso nicht zu Dir. Du arbeitest jetzt in diesem Beruf und somit ist das doch ein aktueller Umstand, der Dein jetziges Leben praegt.

Zitat von cyber:
Eine Variante ist auch einfach unter Beruf reinzuschreiben "habe ich"... das macht auch neugierig und bietet Gesprächsstoff ;-)
Das macht nicht immer neugierig, sondern nur, wenn das Profil auch sonst neugierig auf mehr macht. Es koennte also auch arrogant oder unsicher wirken.
 
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  • #15
AW: Berufsbezeichnung vs. Abschluss

Zitat von Nettmann:
Ich habe persönlich die Erfahrung gemacht, dass mein längeres Verbleiben an einem Forschungsinstitut nach der Diplomarbeit (trotz Ingenieurstelle) und geplantem Wechsel in die Industrie schon Kopfschütteln bei manchen Frauen ausgelöst hat, sie mir mitgeteilt haben, sie könnten so etwas nicht verstehen, schließlich würde ich ja so auch viel weniger Geld verdienen, Chancen vergeben...
Nicht alle Menschen finden den besten Beruf den, der am meisten Geld bringt. Manche sind durchaus der Meinung, dass es viel wichtiger ist, dass man sich in der vielen Lebenszeit, die man im Beruf verbringt, sich wirklich wohlfühlt und sich verwirklichen kann.
 
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  • #17
AW: Berufsbezeichnung vs. Abschluss

Guten Abend Monopteros,

es ist einbisschen schwierig Tipps zugeben ohne genau den Beruf zu kennen, geht den nicht die Berufsbezeichnung ohne den "Verein" oder Vorurteile zu nennen? Zum Beispiel der Steuerprüfer kann doch erstmal nur öffentlicher Dienst schreiben, alles andere kann doch im Gespräch hervorragend erklärt werden.

Ich hatte mich mal bei Paarship angemeldet, weil ich dachte der Beruf steht nicht so groß in Vodergrund, wie bei der Konkurrenz ... wo es im Namen schon steckt. Dennoch ist der Beruf hier so im Mittelgrund gerückt, ich fand das persönlich enttäuschend. Ich habe mich selbst erwischt das der zweite Blick der Beruf war und ich musste mich disziplinieren. Prinzipiell, will doch kaum einer eine Beziehung mit einem Beruf des Partners, sondern mit einem liebevollen Menschen. Eine einzige Bedingung habe ich gestellt, ich mag ihn nicht finanzieren. Aber da hatten die Männer wohl mehr Angst ...*grins*...


Liebe Grüße,
Gienah
 
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  • #18
AW: Berufsbezeichnung vs. Abschluss

Vielen Dank für die vielen ehrlichen und konstruktiven Antworten!

Zitat von LunaLuna:
Nicht alle Menschen finden den besten Beruf den, der am meisten Geld bringt. Manche sind durchaus der Meinung, dass es viel wichtiger ist, dass man sich in der vielen Lebenszeit, die man im Beruf verbringt, sich wirklich wohlfühlt und sich verwirklichen kann.
Sehe ich ganz genau so. Danke!

Zitat von anaj:
Steh einfach dazu. Wer Deinen Beruf nicht akzeptiert, passt doch sowieso nicht zu Dir. Du arbeitest jetzt in diesem Beruf und somit ist das doch ein aktueller Umstand, der Dein jetziges Leben praegt.
Ja, ich würde es wirklich gerne so locker sehen - aber ich merke ja an mir selbst ständig, wie man ohne es steuern können mit den diversen Berufsbezeichnungen sofort bestimmte Bilder und Vorurteile (positiv und negativ) im Kopf hat. Und das möchte ich bei der Branche, in der ich tätig bin, einfach gerne vermeiden. Nicht, dass wir in den Augen der Bevölkerung kleine Kinder schlachten oder Robbenbabys quälen oder so, aber es gibt schon gewisse Assotiationen, die ich gerne vermeiden möchte. Ich möchte auch noch sagen, dass ich mich damit keinesfalls von meinen Kollegen abgrenzen oder besser stellen möchte - ähnliche Bedenken haben viele von uns und geben z.B. im Urlaub einen anderen Beruf an.

Zitat von Gienah:
es ist einbisschen schwierig Tipps zugeben ohne genau den Beruf zu kennen, geht den nicht die Berufsbezeichnung ohne den "Verein" oder Vorurteile zu nennen?
Nur ungern - mein Beruf ist sehr speziell und praktisch nur bei einem großen Arbeitgeber vertreten. Außerdem könnte man bei der Berufsbezeichnung + Ingenieursstudium + Beschreibung meiner Arbeitssituation unter Umständen recht schnell auf meine Identität schließen. OK, das klingt jetzt irgendwie etwas paranoid, aber es wäre schon denkbar, das da jemand drauf kommt...

Zitat von Gienah:
Ich hatte mich mal bei Paarship angemeldet, weil ich dachte der Beruf steht nicht so groß in Vodergrund, wie bei der Konkurrenz ... wo es im Namen schon steckt. Dennoch ist der Beruf hier so im Mittelgrund gerückt, ich fand das persönlich enttäuschend. Ich habe mich selbst erwischt das der zweite Blick der Beruf war und ich musste mich disziplinieren. Prinzipiell, will doch kaum einer eine Beziehung mit einem Beruf des Partners, sondern mit einem liebevollen Menschen.
Ganz genau, das stört mich gerade auch gewaltig, siehe oben. Man kann noch so offen an die Sache herangehen - aber man schaut dann doch immer auf den blöden Beruf... Könnte man denk ich schon eleganter lösen...
 
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  • #19
AW: Berufsbezeichnung vs. Abschluss

Zitat von Nettmann:
Hallo ihr beiden,
na dann schüttelt halt,...
Ich habe persönlich die Erfahrung gemacht, dass mein längeres Verbleiben an einem Forschungsinstitut nach der Diplomarbeit (trotz Ingenieurstelle) und geplantem Wechsel in die Industrie schon Kopfschütteln bei manchen Frauen ausgelöst hat, sie mir mitgeteilt haben, sie könnten so etwas nicht verstehen, schließlich würde ich ja so auch viel weniger Geld verdienen, Chancen vergeben...

Nettmann
Na dann sollen sie doch den Kopf schütteln diese Frauen. Vielleicht war es ja auch nur Small-Talk und gar nicht so ernst gemeint? Das man mit Forschung nicht reich (aber auch nicht unbedingt arm) wird, ist ja quasi Allgemeinwissen.

Sollte es dennoch ernst gemeint gewesen sein, verzichtet man doch gerne auf so engstirnig materiell ausgerichtete Personen oder?
 
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  • #20
AW: Berufsbezeichnung vs. Abschluss

Ich kann jetzt nicht so recht nachvollziehen wieso man bei deiner Berufsbezeichnung gleich auf den Arbeitgeber schließt oder schließen kann. Das hat doch dann aber nichts mit DEINER Angabe im Profil zu tun und im Gespräch muss man ja nicht zwingend gleich den AG benennen. Ich persönlich finde schon Berufsangaben sinnig, die ich auch irgendwie zuordnen kann. Nimm einfach die Bezeichnung mit der du dich am besten identifizieren kannst. Du musst dazu schließlich stehen und was sagen können.
 
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  • #21
AW: Berufsbezeichnung vs. Abschluss

Zitat von Monopteros:
Nur ungern - mein Beruf ist sehr speziell und praktisch nur bei einem großen Arbeitgeber vertreten. Außerdem könnte man bei der Berufsbezeichnung + Ingenieursstudium + Beschreibung meiner Arbeitssituation unter Umständen recht schnell auf meine Identität schließen. OK, das klingt jetzt irgendwie etwas paranoid, aber es wäre schon denkbar, das da jemand drauf kommt...
Guten Abend,

Hmmmm... Du machst es uns nicht einfach, aber ich bin immer noch dafür den aktuellen Beruf im Profil zunennen... Am Besten Du fragst einen lieben Freund oder eine gute Freundin. Vielleicht haben sie eine Idee, wie man die Problematik Vorurteile und eventuelle Identitätspreisgebung vermeidet und das Problem elegant "umschifft" . Ich finde das ist in deinem Fall besser als der Weg eines öffentlichen Forums. Ich weiss es nicht genau, aber ich glaube paarship bietet auch einen vertraulichen Weg der Beratung an, das wäre eine weitere Möglichkeit.

Ich wünsche Dir ein schönes Wochenende und ach lass die Robbenbabys heile ;-)

Liebe Grüße, Gienah
 
C

Clementine_geloescht

  • #22
AW: Berufsbezeichnung vs. Abschluss

Du könntest also z.B. Teilhaber eines Saunaclubs, Ghostwriter eines führenden Rechtspopulisten, HR-Leiter bei Abercrombie & Fitch sein... ?
 
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  • #23
AW: Berufsbezeichnung vs. Abschluss

Hihi, nein, das bin ich alles nicht. Ich kann schon verstehen, dass mein "Problem" vielleicht etwas befremdlich wirkt. In jedem Fall vielen Dank für den Input von euch.

P.S., keine Angst, allen mir persönliche bekannten Robbenbabys geht es blendend. ;)
 
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  • #24
AW: Berufsbezeichnung vs. Abschluss

gehört das Thema nicht eher in die Profilberatung, oder soll es das heitere Berufe raten werden? Ich würde den Herrn vermutlich nicht anschreiben, das Gehampel mit der Berufsbezeichnung wirkt kindisch, deutet nicht auf eine Führungspostion.
 
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  • #25
AW: Berufsbezeichnung vs. Abschluss

Zitat von maxi.mumm:
Ich würde den Herrn vermutlich nicht anschreiben, das Gehampel mit der Berufsbezeichnung wirkt kindisch, deutet nicht auf eine Führungspostion.
damit machst du dich gerade lächerlich und bist selber kindisch ... Kein Wunder, dass es heisst Frauen wollen nur das Geld und wir Frauen werden immer misstrauisch beäugt .. Ich frage mich nur wie du diese Frage einem Profil zuordnen willst.... schon verloren....aber ganz ehrlich kann der FS 10 Kreuze machen dich nicht kennenzulernen.
Und ich habe überhaupt nicht den Eindruck, dass der TE nicht weiss was er will... im Gegenteil.

Ach und diese Frage ist durchaus gut hier aufgehoben. in einer Profilberatung lässt sich es nur schwer unterbringen und sie hat einen allgemeingültigen Charakter. Es gibt nun mal ziemlich schlecht angesehene Berufe und man(n) will sich doch nicht deswegen vorzeitig ins Aus manövrieren. Das jemand studiert hat - sieht man an der Angabe "abgeschlossenes Studium" und Beruf ist eben der Beruf und wenn er Spass macht sollte man erst Recht dazu stehen. wenn es solche oberflächliche Personen, wie Dich abschreckt... nur zu... Eine Enttäuschung weniger...Das manche hier ein Rätselraten daraus machen ist sicherlich unschön, das ist der einzigste Punkt in dem ich Dir Recht gebe.
 
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  • #27
AW: Berufsbezeichnung vs. Abschluss

Zitat von Gienah:
Es gibt nun mal ziemlich schlecht angesehene Berufe und man(n) will sich doch nicht deswegen vorzeitig ins Aus manövrieren. Das jemand studiert hat - sieht man an der Angabe "abgeschlossenes Studium" und Beruf ist eben der Beruf und wenn er Spass macht sollte man erst Recht dazu stehen. wenn es solche oberflächliche Personen, wie Dich abschreckt... nur zu... Eine Enttäuschung weniger...
Ja, genau darum geht es. Ich habe einfach die Erfahrung gemacht, dass ich sofort mit einem Etikett behaftet bin, wenn man erst meinen Beruf wahrnimmt und dann meine Person. Im direkten Kontakt stehe ich eh zu dem was ich mache - es ist ja auch nichts dabei. Nur der erste Eindruck sollte eben über die Person kommen und nicht über den Beruf.


Zitat von maxi.mumm:
Ich würde den Herrn vermutlich nicht anschreiben, das Gehampel mit der Berufsbezeichnung wirkt kindisch, deutet nicht auf eine Führungspostion.
Das ist vollkommen in Ordnung - wenn du unbedingt einen auf Führungspositionen ausgerichteten Ellenbogenmenschen brauchst gehörst du eh nicht in meine Zielgruppe bzw. ich nicht in deine. ;)
 
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  • #28
AW: Berufsbezeichnung vs. Abschluss

Zitat von Monopteros:
Ja, genau darum geht es. Ich habe einfach die Erfahrung gemacht, dass ich sofort mit einem Etikett behaftet bin, wenn man erst meinen Beruf wahrnimmt und dann meine Person. Im direkten Kontakt stehe ich eh zu dem was ich mache - es ist ja auch nichts dabei. Nur der erste Eindruck sollte eben über die Person kommen und nicht über den Beruf.




Das ist vollkommen in Ordnung - wenn du unbedingt einen auf Führungspositionen ausgerichteten Ellenbogenmenschen brauchst gehörst du eh nicht in meine Zielgruppe bzw. ich nicht in deine. ;)
Das müssen keine Ellenbogenmenschen sein.. Können auch einfach Menschen sein, die was können und selbstbewusst sind. Wer sich allerdings selbst als "Führungsperson" definiert, zählt für mich nicht dazu, genauso wenig die, die sich als "Elite" definieren mögen.
 
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  • #29
AW: Berufsbezeichnung vs. Abschluss

Zitat von Monopteros:
Das ist vollkommen in Ordnung - wenn du unbedingt einen auf Führungspositionen ausgerichteten Ellenbogenmenschen brauchst gehörst du eh nicht in meine Zielgruppe bzw. ich nicht in deine. ;)
Zum gemeinsamen Gedichterezitieren und Miracolikochen reicht ja ein Weichei ohne Biss.
Die meisten Frauen wollen aber einen ganzen Kerl.
 
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  • #30
AW: Berufsbezeichnung vs. Abschluss

Zitat von maxine195:
Das müssen keine Ellenbogenmenschen sein.. Können auch einfach Menschen sein, die was können und selbstbewusst sind. Wer sich allerdings selbst als "Führungsperson" definiert, zählt für mich nicht dazu, genauso wenig die, die sich als "Elite" definieren mögen.
Mein Kommentar oben war eh nur eine Antwort auf maxi.mumm. Ich würde für mich selbst schon auch sagen, dass ich was kann und auf meinem Gebiet sicherlich als kompetenter Fachmann gelte. Andererseits liegt es mir fern, mich als Elite zu bezeichnen. Wer sich selbst mit solchen Etiketten bekleben muss - bitte sehr.

@Doctor Bob: Dann ist also jeder, der sich selbst nicht als Führungspersönlichkeit sieht gleich ein überromantischer Weichspüler? Schön, dass die Welt so einfach ist...