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  • #1

Berufliche Umorientierungsphase

Mal eine Frage an die hier offenbar "ebenfalls Partnersuchenden":
Wie schnell würdet Ihr Probleme auf den Tisch legen, wenn Ihr jemanden kennengelernt und Interesse habt?
Beispiel: man ist derzeit arbeitslos und hat dadurch derzeit auch finanzielle Probleme. Wie detailliert muss man Eurer Meinung nach dem möglichen neuen Partner/der möglichen Partnerin das gleich zu Beginn offenlegen? Auch von dem Aspekt her, dass man ihn/sie vielleicht damit verprellt?
Ist es okay, wenn man dem anderen einfach sagt, man sei grad in einer "Umorientierungsphase" und "nehme sich eine Auszeit"?
Und: ist es für Euch ein Unterschied, ob es ein Mann oder eine Frau ist, die grade arbeitslos ist?
 
B

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  • #2
AW: Berufliche Umorientierungsphase

Zitat von [email protected]:
Beispiel: man ist derzeit arbeitslos und hat dadurch derzeit auch finanzielle Probleme. Wie detailliert muss man Eurer Meinung nach dem möglichen neuen Partner/der möglichen Partnerin das gleich zu Beginn offenlegen? Auch von dem Aspekt her, dass man ihn/sie vielleicht damit verprellt?
Ist es okay, wenn man dem anderen einfach sagt, man sei grad in einer "Umorientierungsphase" und "nehme sich eine Auszeit"?
Und: ist es für Euch ein Unterschied, ob es ein Mann oder eine Frau ist, die grade arbeitslos ist?
Finde ich wirklich schwierig zu beanworten. Auf der einen Seite will man, wenn man selbst von dem Problem betroffen ist, natürlich trotzdem einen Partner finden und hofft auf Verständnis.
Andererseits würde es mich umgekehrt wahrscheinlich schon auf Distanz gehen lassen, wenn es beim ersten Treffen gleich Thema ist. Ich würde mich schon fragen, was ich mir da unter Umständen 'aufhalse'?
Wenn sowas in einer bereits bestehenden Partnerschaft passiert, ist das etwas anderes, da hat man ja - hoffentlich - eine Loyalität dem anderen gegenüber. Aber ich bin skeptisch, ob ich mich unter solchen Vorzeichen auf eine Beziehung einlassen würde.
 
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  • #3
AW: Berufliche Umorientierungsphase

Nunja... ich bin grade arbeitslos, aber ich bin ganz sicher, dass ich bald wieder einen neuen Job finde. Aber ich weiß, dass ich in dieser Lage nicht attraktiv bin für andere und deshalb möchte ich es einfach nicht sagen, wenn ich jemanden kennenlerne...!
Es geht mir echt nicht gut momentan.... ich wohne momentan in einer Wohnung von einer Freundin, die grad für mehrere Monate auf Reisen ist - meine Möbel sind eingelagert, meine Wohnung habe ich gekündigt. Ich muss von 900 Euro Arbeitslosenunterstützung leben und kann damit natürlich keine großen Sprünge machen. Beruflich bin ich so sehr spezialisiert, dass es für mich schwierig ist, ad hoc wieder was zu finden - und in meinem Alter (bin 43) noch als "Quereinsteigerin" etwas zu finden, ist auch nicht leicht.

Aber ich möchte doch trotzdem lieben und geliebt werden!
Ich war auch immer unkompliziert mit Geld - und habe mein Geld für andere ausgegeben - meine Freunde zum Essen eingeladen und so weiter, meinen Exfreund unterstützt, Geld in sein Geschäft investiert.
Jetzt kann ich nicht einmal mehr meine Auto-Reparatur bezahlen (wohne in einem Dorf bei meiner Freundin, da gibt es kaum öffentliche Verkehrsanbindung), aber ohne Auto bin ich hier total aufgeschmissen!
Ich habe hier jemanden kennengelernt, es fing sehr vielversprechend an. Ich habe mir (es fiel mir nicht leicht!) ein Herz gefasst und ihn nach 1000 Euro gefragt für die Auto-Reparatur. ICh wollte das Geld ja nur geliehen haben - denn ich werde ja sicher bald wieder Arbeit haben. Da wollte er lange rumdiskutieren und mir mir darüber "reden" - aber das war mir so unangenehm! Was will er denn? Dass ich ihn anbettel?? Warum kann er mir nicht einfach helfen, ohne große Worte? Ich würde es doch auch tun, wenn ich Geld hätte (und habe es getan! Deshalb habe ich ja jetzt kein Geld mehr...) Meine Bekanntschaft ist jetzt irgendwie auf Abstand gegangen. Was soll ich nur tun? Ich kann ihn ja nicht einmal besuchen (er wohnt 600 km entfernt), weil mir das Geld für die Fahrkarte fehlt. Er hat zwar angeboten, mir die Karte zu bezahlen, aber ich habe auch meinen Stolz!
Ich müsste einfach einen neuen Job finden... aber wie? HAbe schon 50 Bewerbungen geschrieben, nur Hinhalte-Antworten oder Absagen... :-(
 
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  • #4
AW: Berufliche Umorientierungsphase

Ich würde eine Dame in der „Umorientierungsphase“ nicht per se ablehnen oder ausschließen.

Ich wäre aber sehr enttäuscht, wenn es erst spät herauskommen würde, dass die Dame arbeitslos ist. Ich finde Ehrlichkeit wichtig. Natürlich muss man es nicht sofort pro aktiv erzählen, aber wenn das Thema kommt, und dies wird es beim 1. oder spätestens beim 2. Date, erwarte ich Offenheit und kein geschicktes Umschiffen von Problembereichen. Wenn jemand eine arbeitslose Person ablehnt, dann tut er dies beim 1. Date und auch beim 10.

Ich war nach dem Studium auch einige Zeit arbeitslos und öfters davon bedroht, ich weiß, was dies bedeutet und, dass dies jeden ereilen kann und dass es kein charakterlicher Mangel ist. Anders wäre es, wenn die Dame schon Jahre arbeitslos wäre und dies als eine tolle Sache empfinden würde.

m/44
 
M

marlene_geloescht

  • #5
AW: Berufliche Umorientierungsphase

Zitat von [email protected]:
Ich habe hier jemanden kennengelernt, es fing sehr vielversprechend an. Ich habe mir (es fiel mir nicht leicht!) ein Herz gefasst und ihn nach 1000 Euro gefragt für die Auto-Reparatur.(
Dass du dir Geld leihen musst ist in deiner Situation zwar nachvollziehbar, aber überleg mal, würdest du jemandem, den du gerade erst kennengelernt hast, 1000 € leihen? Man weiß doch nie, ob das nicht nur eine Masche ist... Ich würde bei so einer Anfrage sofort auf Abstand gehen zu dem potentiellen Partner. Außerdem sind 1000 € nicht gerade wenig und ich denke, es gibt viele, auch Arbeitende, die nicht mal eben 1000 € zu viel haben um sie verleihen zu können.
 
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  • #6
AW: Berufliche Umorientierungsphase

Arbeitslosigkeit kann heute wirklich jeden treffen. Mir käme aber niemals in den Sinn, einen Mann, den ich hier kennengelernt hätte, um Geld zu bitten.
Zum anderen: Das ist ja nett, dass er Dir die Fahrkarte zahlen will, aber er könnte ja auch zu Dir kommen. Oder ist Dir das angesichts Deiner Wohnsituation unangenehm?

Ich habe meinen Stolz hier phasenweise auch untergraben, aber um Geld fragen, das würde ich niemals machen.
 
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  • #7
AW: Berufliche Umorientierungsphase

Zitat von [email protected]:
Nunja... ich bin grade arbeitslos, aber ich bin ganz sicher, dass ich bald wieder einen neuen Job finde.

Beruflich bin ich so sehr spezialisiert, dass es für mich schwierig ist, ad hoc wieder was zu finden - und in meinem Alter (bin 43) noch als "Quereinsteigerin" etwas zu finden, ist auch nicht leicht.

Ich habe mir (es fiel mir nicht leicht!) ein Herz gefasst und ihn nach 1000 Euro gefragt für die Auto-Reparatur. ICh wollte das Geld ja nur geliehen haben - denn ich werde ja sicher bald wieder Arbeit haben. Da wollte er lange rumdiskutieren und mir mir darüber "reden" - aber das war mir so unangenehm! Was will er denn? Dass ich ihn anbettel?? Warum kann er mir nicht einfach helfen, ohne große Worte?

Ich müsste einfach einen neuen Job finden... aber wie? HAbe schon 50 Bewerbungen geschrieben, nur Hinhalte-Antworten oder Absagen... :-(
im ersten Satz sagst du, du bist ganz sicher, bald wieder einen Job zu finden und relativierst es im nachfolgenden Text. Entscheide dich mal bitte. Denn wenn du bei ihm genauso widersprüchlich redest, wirkst du unglaubwürdig.

Nein, er wollte nicht, daß du ihn anbettelst. Er wollte, daß du nicht ihn anpumpst!
Ich würde mich bedanken, wenn eine Frau, die ich kaum kenne, mich anpumpen wollte und würde ganz schnell das Weite suchen.
Man macht keine Geschäfte mit Freunden und erst recht nicht mit Bekannten oder Liebschaften.
Geh zur bank, bettel deine Mutter an, aber laß ihn da raus. Sonst geht das in die Hose.
 
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  • #8
AW: Berufliche Umorientierungsphase

Zitat von [email protected]:
Ich habe mir (es fiel mir nicht leicht!) ein Herz gefasst und ihn nach 1000 Euro gefragt für die Auto-Reparatur. I

Da wollte er lange rumdiskutieren und mir mir darüber "reden" - aber das war mir so unangenehm!
Schätzchen, seine Gespräche darüber waren dir so unangenehm. ? Versetze dich bitte in seine Lage.
 
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  • #9
AW: Berufliche Umorientierungsphase

Zitat von Freitag:
Schätzchen, seine Gespräche darüber waren dir so unangenehm. ? Versetze dich bitte in seine Lage.
Ich finde es ebenfalls unangemessen, wenn jemand versucht, einen neuen Bekannten anzupumpen.

Genauso unangemessen finde ich allerdings die Anrede einer Foristin mit "Schätzchen".
 
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  • #10
AW: Berufliche Umorientierungsphase

Ich habe hier jemanden kennengelernt, es fing sehr vielversprechend an.[...]Warum kann er mir nicht einfach helfen, ohne große Worte? [...] Er hat zwar angeboten, mir die Karte zu bezahlen, aber ich habe auch meinen Stolz!
Entschuldige bitte, aber du erwartest, dass deine Internet-Bekanntschaft dir ohne viel Worte gleich 1000€ pumpt? Aber bei der läppischen Zug-Fahrkarte hast du plötzlich deinen Stolz?
Also das passt für mich gar nicht zusammen.

Klar bist du in einer besch... Situation, und ich wünsche dir, dass du da bald wieder rauskommst Und natürlich darfst/sollst/kannst du trotzdem auch lieben und geliebt werden.
Aber eine neue Bekanntschaft, aus der eine Beziehung werden soll, wirst du mit diesen Erwartungen, dass er dir gleich ohne Worte helfen soll, ziemlich belasten.

Und ganz ehrlich, bei den ganzen Diskussionen und Beiträgen über Scammer wird da jeder gleich misstrauisch werden.
 
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  • #11
AW: Berufliche Umorientierungsphase

Zitat von Freitag:
Schätzchen, seine Gespräche darüber waren dir so unangenehm. ? Versetze dich bitte in seine Lage.
Lieber Freitag,

wie einige andere Nutzer auch, finden wir das „Schätzchen“ unangemessen. Bitte verzichten Sie in zukünftigen Beiträgen auf solche Formulierungen.

Mit besten Grüßen,

Ihr Team vom PARHSIP-Forum.
 
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  • #12
AW: Berufliche Umorientierungsphase

@Patrizia: ich verstehe, dass man/frau in jeder Lebenslage lieben und geliebt werden möchte, das geht wohl allen so. Grade, wenn es einem schlecht geht, sehnt man sich noch mehr nach einem Partner und Vertrauten.

Ich habe grade gestern erst ein Interview mit jemandem gehört, der seine Partnerin ausgerechnet in dem Moment kennen und lieben gelernt hat, als er in mehrfacher Hinsicht "ganz unten" war. Sie hat ihm geholfen, wieder auf die Füße zu kommen, und heute, Jahre später, sind sie immer noch glücklich vereint.

Dennoch würde ich persönlich erst mal die "Baustelle Jobsuche" in Angriff nehmen, und danach aktiv weiter nach einem Partner suchen. Ich merke das auch an anderen Dingen meines Alltags: immer dann, wenn ich mir aus irgendeinem Grund vermehrt Sorgen mache (Krankheit meiner Eltern oder meiner Kinder, Misserfolg im Job, Unstimmigkeiten im Verein... was es halt so gibt), stelle ich die Partnersuche hintan. Klar wäre es schön, ausgerechnet dann jemanden zu HABEN. Hab ich aber nicht. Und ausgerechnet dann zu SUCHEN, erscheint mir (für mich) als nicht passend.