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  • #1

Beim anderen ankommen

Hört und liest man ja sehr häufig, dass sich der Wunsch regt "beim anderen anzukommen".
Was genau ist damit eigentlich gemeint? Wie soll sich das anfühlen?
 
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  • #2
AW: Beim anderen ankommen

Ich glaube, das meint das gleiche wie "sich fallen lassen können". Ganz man selbst zu sein, nicht unsicher, keine Taktik und die Zeit miteinander einfach genießen zu können. Hatte ich auch schon mal...
 
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  • #3
AW: Beim anderen ankommen

Bei Freunden oder vielleicht im Borell verhält man sich aber genauso.
ankommen heißt bei mir daß man sicher ist, der andere ist es. Man will niemand anderen mehr. Vielleicht bis ans Lebensende.
 
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  • #4
AW: Beim anderen ankommen

Zitat von Jost:
Ich glaube, das meint das gleiche wie "sich fallen lassen können". Ganz man selbst zu sein, nicht unsicher, keine Taktik und die Zeit miteinander einfach genießen zu können. Hatte ich auch schon mal...
Hab ich gerade jetzt im Moment. Das heißt aber doch noch lange nicht, dass wir "alltagstauglich" sind und bis ans Ende unserer Tage glücklich werden. Das bestätigst Du ja auch mit "Hatte..."
Dann schließen sich eine zeitliche Begrenzung und "beim anderen ankommen" für Dich also nicht aus?
 
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Mary

  • #5
AW: Beim anderen ankommen

Ich habe das in der Art noch nie gehört. Kenne nur den Ausdruck "man kommt bei anderen gut an" - sprich ist beliebt oder so.
Ansonsten kenne ich nur den Ausdruck, dass man selbst ankommen will - z.b. in einer Beziehung - im Sinne von "am Ziel" seiner Wünsche sein, am Ende einer langen Reise oder so. Aber beim anderen ankommen?
 
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  • #6
AW: Beim anderen ankommen

Zitat von Mary:
Ansonsten kenne ich nur den Ausdruck, dass man selbst ankommen will - z.b. in einer Beziehung - im Sinne von "am Ziel" seiner Wünsche sein, am Ende einer langen Reise oder so.
Am Ende einer langen Reise - in diesem Sinne verwende ich "ankommen" (selbst ankommen). Es ist ein schöner Traum. Einmal glaubte ich schon, angekommen zu sein -- und da war die Reise schon sehr lang. Hat aber nicht sollen sein.
 
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  • #7
AW: Beim anderen ankommen

DER Partner kann ja durchaus als das Ende einer langen Reise verstanden werden.
Ich glaube allerdings nicht, dass es gesund ist, sein Leben auf diese Hoffnung auszurichten.
 
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  • #8
AW: Beim anderen ankommen

Zitat von goldmarie:
Ich glaube allerdings nicht, dass es gesund ist, sein Leben auf diese Hoffnung auszurichten.
Auszurichten wäre wohl übertrieben, aber es ist eben ein schöner Traum. Mit Freundschaften geht sowas wohl eher. Ich kenn' Leute, die kenn' ich schon so ewig lange, dass ich nicht mehr daran glaube, dass wir uns jemals wieder verlieren werden. Und das ist ja auch was.
 
E

Evi

  • #9
AW: Beim anderen ankommen

Zitat von goldmarie:
Hört und liest man ja sehr häufig, dass sich der Wunsch regt "beim anderen anzukommen".
Was genau ist damit eigentlich gemeint? Wie soll sich das anfühlen?
Sich mit jemandem wohlzufühlen, glücklich zu sein. Dass es genau richtig ist, wie es ist.
 
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  • #10
AW: Beim anderen ankommen

einlaufen in ruhige gewässer, ankommen im sicheren hafen der ehe. usw.
für viele ist es ein heimathafen.
 
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  • #11
AW: Beim anderen ankommen

...ganz schön schwammig, alles in allem...

Auch dieses Heimathafen-Gefühl kenne ich. Und ich halte das auch für sehr erstrebenswert.
Was ich aber nicht für erstrebenswert halte ist, an diesem Gefühl festzuhalten und es mit aller Macht in die Zukunft zerren zu wollen, obwohl es sich längst in der Vergangenheit verankert hat. Und es dann hinterher kleinreden zu müssen, weil es einen (oder man es) verlassen hat.
Nur weil etwas nicht mehr da ist, heißt es doch nicht, dass es nicht gut war?!
 
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  • #14
AW: Beim anderen ankommen

ich hab doch eurem merkwürdigfinden nur ausdruck gegeben. die formulierungen sind ja nicht meine. aber halt ein topos. fliegender holländer undso. - geht auch ohne schiffahrt. ich you want, settle down ...
worauf es mir ankam: nicht jeder hafen ist ein heimathafen. man kann woanders vor anker gehen. oder nach der großen fahrt über die weltmeere wieder in seinem kleinen herkunftshafen ankommen.
oder vielmehr: die neue "heimat" muß nicht die alte heimat sein. und vielleicht dann gar nicht mehr von heimat sprechen? aber doch, ich finde die metaphorik nicht ganz verkehrt. denn noch schlimmer finde ich umgekehrt die vom stück gemeinsamen lebensweggehens. so a la: wir alle sind nomaden. und manchmal geht man halt ein paar kilometer nebeneinander und dann wieder auseinander. da möcht ichs dann doch ein wenig großartiger.
man kommt aus einer herkunftsfamilie. und vielleicht will man wieder eine gründen.
das hat schon was mit dem heimatsthema zu tun. dann eben doch: eine heimat, aber eine neue, aber nicht nur was neues, sondern eine neue heimat.
 
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  • #15
...auf die Gefahr hin, das selbststänige Denken abgesprochen zu bekommen:

das klingt vernünftig.
und nicht nur vernünftig,
sondern auch schön.