kig

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  • #1

Behindertes Kind

Hallo,mein ältestes Kind hat das Down Syndrom, ist aber ausgesprochen fit und unkompliziert und hätte für eine neue Liebe aus meiner Sicht keine größere Bedeutung als ein Kind ohne diese Behinderung. . Spätestens wenn ich dann in der 2. Antwort das Down Syndrom erwähne, werde ich sofort verabschiedet. Jetzt überlege ich, ob ich schon etwas zu im Profil schreiben soll, was wahrscheinlich den Effekt hätte, dass ich gar keine Anfragen mehr kriege... Oder ob ich es erst später in den Nachrichten schreibe, was ich aber schwierig finde, denn ich suche ja auch einen offenen und ehrlichen Partner. Und es ist auch nicht fair gegenüber meinem Kind. Was all ich machen?
 
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  • #2
AW: Behindertes Kind

Schwieriges Paket, tut mir leid, die Auswahl an Frauen in dem Alter, die keine kleinen Kinder, bzw. Teenie-Kind usw. haben, ist in SB anscheinend sehr hoch und daher wird es wenig Antworten bzw. mehr Absagen geben.

Ich empfehle daher, im näheren Umfeld zu schauen/suchen, vielleicht auch in einem Verein, der auf die Behinderung spezialisiert ist, um zu schauen, ob es dort entsprechende Single-Väter gibt.

Alles Gute!
 
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  • #3
AW: Behindertes Kind

Liebe Unbekannte,

ich rate Ihnen, nichts von dem behinderten Kind zu erwähnen.
Wenn ein interessierter Mann Ihnen gegenüber sitzt und sie anziehend findet, können Sie beim zweiten oder dritten Treffen davon erzählen. Wenn er sich wirklich für Sie als Person interessiert, wird er sie trotzdem weiter treffen. Wenn nicht, wissen Sie, dass er sowieso nicht für Sie in Frage kommt.

Es ist doch vergleichbar mit der Frage, ob ich in der Schwangerschaft eine Fruchtwasseruntersuchung machen lasse oder nicht. Wenn ich es nicht mache - so ging es mir - dann liebe ich mein Baby, welches in meinen Armen nach der Geburt liegt, so wie es ist. Wenn ich vorher weiß, dass ich ein behindertes Kind bekommen werde, treiben 90 Prozent den Embryo ab - obwohl sie gar nicht wissen, wie es ist, mit einem Kind mit Down-Syndrom zu leben.
So wird ein Mann, der sich in Sie verliebt und dann nach einer gewissen Zeit Ihre Kinder - und speziell Ihr besonderes Kind - kennenlernen wird, nach und nach auch diese Kinder annehmen können, denn diese sind ein Teil Ihrer wertvollen Persönlichkeit und Ihres Lebens.
Wenn er das nicht kann, dann ist er Sie nicht wert!


Mit herzlichen Grüßen und Wünschen für Ihr persönliches Glück,
A.W.
 
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  • #4
AW: Behindertes Kind

Ich sehe das eher so wie Mentalista, schon als Mutter von drei "gesunden" Kindern ist es wahnsinnig schwer auf SB einen Partner zu finden. Die zahlenden Herrschaften hier suchen nach der Eierlegenden Wollmilchsau. Schon beim ersten Date wird alles abgeklopft und der Gedanke, "hey, es gibt so viele Singlefrauen in diesem tollen Katalog, mal lieber weitersuchen" wird immer die Überhand gewinnen. Liebe auf den ersten Blick wird nicht eintreten. Ich würde mich auch lieber im Real Life umschauen, da sind die Erwartungshaltungen weitaus geringer.
 
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  • #5
Ich habe mir eine ganze Weile überlegt, ob ich dazu etwas schreiben soll. Das Thema berührt mich, denn ich kenne einige Down-Kinder, und sie sind, wenn es nicht ein ganz schlimmer Fall ist, ausnahmslos entzückend. Ganz ohne Arg, die reine Freude.

Die Meinung der Vorschreiber teile ich nicht. Wer eine Frau mit Kindern haben möchte, der wird hoffentlich Kinder im allgemeinen mögen. Wer sich ein wenig auskennt, sollte auch im Hinblick auf den zusätzlichen Aufwand kein Problem mit einem Down-Kind haben. Wenn das aber verschwiegen wird, wird sich, so nehme ich wenigstens an, eine ganze Anzahl ungeeigneter Kandidaten melden, die den Schwanz einkneifen, wenn sie von dem Kind hören. So ein Typ kann als Beifang immer einmal dabei sein. Aber wenn das Kind im Profil nicht angesprochen wird, dürfte der Beifang zahlenmäßig so dramatisch überwiegen, dass du vor allem frustrierende Erlebnisse hast.

Das sollte sich, wenn man schon genug um die Ohren hat, niemand antun.
 
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  • #6
AW: Behindertes Kind

Pit............du schreibst mir aus dem Herzen!
 
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  • #7
AW: Behindertes Kind

Liebe Kig!

Ja, ich kann mir vorstellen, dass du es mit deiner Suche nicht leicht hast.
Ich würde die Behinderung nicht mit ins Profil reinschreiben.
Deine 3 Kinder stehen drin. Das reicht fürs Erste.
Eines deiner Kinder ist eben anders.
Wenn dich der richtige Mann anschreibt oder du ihn, dann wird er auch damit umgehen können.
Das heißt nicht, dass du nicht ehrlich oder offen bist.
Lügen würde ich nicht - wenn beim Schreiben jemand mehr über deine Kinder erfahren möchte, würde ich es einbringen.

Ich fände es leichter, das mal am Telefon oder bei einem Treffen anzusprechen.
Da kannst du auch sagen, dass dir das Thema nicht leicht fällt.
Bzw. du nicht genau weißt, wann es angebracht ist, das zu sagen. Hast dann die Chance darauf genauer einzugehen.
Kannst dann spüren, wie offen der Andere damit umgehen kann.

Es geht in allererster Linie um dich!
(Wenn zum Beispiel jemand seine erkrankten Eltern pflegen würde, würde er dies nicht unbedingt im Profil erwähnen, sondern irgendwann anbringen, wenn es passt. Es ist klar, dass so etwas eine Beziehung beeinflusst, nicht unwesentlich ist. Aber kein Grund nicht online auf die Partnersuche zu gehen...)

Wünsche dir viel Glück!

LG

Blanche

@ Pit Brett: schöner Beitrag!
 
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  • #8
AW: Behindertes Kind

Ich sehe das wie Pit. Es bringt nur Frust, falls man mit verdeckten Karten spielt. Ja, die Antwortquote ist bei Erwähnung des Downsyndroms vermutlich unterirdisch, aber wer antwortet, hat mit deinen Kindern kein Problem und du suchst ja jemanden, der deine Kinder einfach so akzeptiert und nicht jemanden, der dich so wahnsinning hinreissend findet, dass er deine Kinder als notwendiges Übel akzeptiert.
 
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  • #9
AW: Behindertes Kind

Liebe kig,

mit großem Interesse habe ich ihren Beitrag und die Antworten darauf gelesen. Ich kann beide „Seiten“ verstehen. Einerseits könnte man denken, die Erwähnung des Down-Syndroms bereits in der Selbstdarstellung kann als sinnvoller Filter verwendet werden, der sicherstellt, dass sich nur Personen bei ihnen melden, die mit ihrer persönlichen Lebenssituation auch umgehen können. Andererseits erscheint auch der Standpunkt vertretbar, ein so wichtiges und persönliches Thema erst dann anzusprechen, wenn eine gewisse Basis zwischen zwei Menschen besteht.
Aus meiner Erfahrung würde ich empfehlen, den zweiten Weg zu wählen und von einer Erwähnung des Down-Syndroms ihrer Tochter bereits in der Selbstdarstellung abzusehen. Ganz wichtig: es geht dabei nicht darum, etwas zu verheimlichen oder unter den Teppich zu kehren. Ich bin der Ansicht, dass so eine Thematik eine gewisse (Beziehungs-)Grundlage benötigt und in den meisten Fällen gravierend anders aufgenommen wird (in positiver Hinsicht), wenn ein bestimmtes Vertrauensverhältnis besteht. Wenn sie bereits im Profil davon berichten, führt dies bei vielen Lesern wahrscheinlich zu Ängsten (kann ich damit umgehen?) und der Sorge, dass sie als Frau vielleicht gar keine Zeit und Kraft für eine neue Partnerschaft haben. Es besteht darüber hinaus die Gefahr, dass ihnen als Person vor dem Hintergrund ihrer Lebenssituation rasch auch eine „fehlende Unbeschwertheit“ unterstellt wird. Alles Aspekte, denen sie in einem persönlichen Treffen entgegentreten können.
Ich wünsche ihnen und ihrer Tochter alles Gute!

Herzliche Grüße aus Hamburg,
Markus Ernst
 
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  • #10
AW: Behindertes Kind

Liebe kig,
am Anfang würde ich mal meinen geht es in erster Linie darum Dich kennen zu lernen. Ein Mann der Dir schreibt weiß von Deinen Kinder. Es ist für ihn nicht abschreckend und man kann vermuten er mag Kinder.
Die Behinderung würde ich erstmal auch nicht erwähnen. Nicht weil ich was verheimlichen möchte sonder weil ich es für nicht relevant halte. Mein Neffe hat das Down- Syndrom und ich habe eine Zeit auf einem Bauernhof mit "behinderten"
Menschen gearbeitet.
Ich empfinde sie als Bereicherung für die Gesellschaft. Mein Neffe zwingt mich zur Gelassenheit und schaltet mich ganz mühelos einen Gang runter. Er verändert meine Sicht auf die Dinge und schärft den Blick auf das Wesentliche. Und auf dem Hof habe ich eine Woche lang mit meinen Mitarbeitern Kartoffeln geschält. Ich behaupte mal, das ich in keinem Achtsamkeitsseminar oder Humor Workshop mehr hätte lernen können, als in diesen Stunden. Da war Ironie, Weisheit, Herzlichkeit, Offenheit die mich in meiner Überheblichkeit sprachlos gemacht hat. Ich werde diese Zeit nie vergessen und bin sehr Dankbar dafür. Entschuldige ich schweife ab..
Zurück zum Thema. Schreiben andere das ihr Kind ADHS, soziale Defizite , oder sonst was hat wo es nicht ganz in die Schablonen passt? Kinder sind wie sie sind und man kann nur feststellen ob man zusammen passt wenn man sich kennen lernt. Es ganz selbstverständlich ohne Scham erwähnen, wenn es passt, aber besser erst später, wäre mein Plan.
Du hattest bestimmt eine harte Zeit und ich wünsche Dir sehr einen Mann, der Manns genug ist sich auf eine Frau einzulassen,die menschlich bestimmt ein Juwel ist. Downis machen was mit einem und sie machen uns nicht schlechter! Und Kinder gehen irgendwann ihren eigenen Weg , manche halt nicht so weit ob behindert oder nicht.
Viel Erfolg und ganz liebe Grüße
 
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