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Wasserfee

  • #16
AW: Auf den Partner warten oder das Leben leben?

@ alle: Nun beende ich aber meinen Antwort-Marathon! Ich danke euch bis hierhin für eure Einschätzungen, Beispiele und Anmerkungen!
 
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  • #17
AW: Auf den Partner warten oder das Leben leben?

Liebe Wasserfee,

darüber denke ich gerade in einem anderen Zusammenhang nach. Ich habe einen sehr netten Mann kennengelernt - weiter ist noch nichts passiert. Er wohnt ein ganzes Stück weg und hat ein eigenes Haus, aber keine Kinder. Schon überlege ich: Wie soll das gehen? Würde er zu uns ziehen? Könnte ich mir vorstellen und es vor allem meinem Kind zumuten wollen, hier wegzuziehen? Ich kann es mir nicht vorstellen. Da müsste sich schon eine gewaltige Liebe entwickeln, um solch einen Schritt zu gehen. Und wir wohnen in Miete. Verkaufsprobleme etc. hätte ich gar nicht.
Ich würde Deinen Plänen für die eigenen vier Wände und raus aus dem Provisorium den Vorzug geben vor dem Warten auf eine Partnerschaft im einer Wohnung, in der Du dich nicht richtig wohl zu fühlen scheinst. Was, wenn Mr. Right nicht oder erst viel später auftauchen sollte? Es ist ja Dein und Euer Leben.
 
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Wasserfee

  • #18
AW: Auf den Partner warten oder das Leben leben?

Hallo Delfin, schön, dass du wieder da bist :) Und vor allem mit solchen Neuigkeiten ...!

Ich hatte das auch schon mal: Mann mit Haus (zwar in der Nähe), in dem ich mich jedoch überhaupt nicht wohl gefühlt habe. Damals habe ich mir wirklich Gedanken über "ungelegte Eier" gemacht. Meiner Erfahrung nach, muss man die Dinge laufen lassen und sehen, wie und wohin es sich entwickelt.

Eine Freundin von mir wollte niemals von ihrem Heimatort wegziehen. Eine Beziehung scheiterte sogar daran. Dann kam ein Mann, sie heirateten und nun wohnt sie irgendwo in der Pampa am gefühlten Ende der Welt ... Zufrieden!
 
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  • #19
AW: Auf den Partner warten oder das Leben leben?

Ja, auch schön, Dich zu "sprechen"! :)
Hätte ich das nötige Kleingeld, wäre mein Traum, mit anderen zusammen ein 3-Parteienhaus zu kaufen. Jeder für sich und trotzdem zusammen. Aber uns gehts auch zur Miete supergut!

Siehst Du mit Deiner Freundin - hätte sie vorher nicht geahnt :)
 
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Wasserfee

  • #20
AW: Auf den Partner warten oder das Leben leben?

Mir schwebt ein ganzer Hof vor mit mehreren Wohneinheiten/Häusern. Habe schon mal mit drei Familien zusammen auf einem Hof gelebt, zwei weitere gab es in der Nachbarschaft - das war eine tolle Zeit! Aber das ist wirklich ein Traum, an den ich mich aktuell nicht herantraue.
 
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  • #21
AW: Auf den Partner warten oder das Leben leben?

Das Parship-Haus :)
Schade, dass Du ein Stückchen wegwohnst...
 
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  • #22
AW: Auf den Partner warten oder das Leben leben?

Zitat von Wasserfee:
Hmm, ich denke, man kann für den Augenblick immer nur das Leben leben, welches man hat, Man kann nicht quasi auf ein anderes Leben, beispielsweise eines mit Partnerin oder Partner, warten und solange das "normale" Leben auf "Pause" stellen.

Wenn also zu Deinem aktuellen Leben der Erwerb einer Immobilie gehört, aus welchen Gründen auch immer, dann ist das so. Und dann sollte Dich die Hoffnung auf ein anderes Leben mit Partner nicht daran hindern Dein Leben im Jetzt auch so zu leben wie Du es leben willst. Und wenn Dir dann vielleicht morgen oder übermorgen der richtige Partner über den Weg läuft, dann wird er unter anderem deshalb der richtige sein, weil ihr gemeinsam einen Weg finden werdet aus euren beiden Leben ein gemeinsames zu machen.
 
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  • #23
AW: Auf den Partner warten oder das Leben leben?

Ich habe mal gelesen, wenn man sich nicht entscheiden kann, dann kann, egal welche Möglichkeit man wählt, diejenige Variante nicht ganz so falsch sein.

Dieses rumgeeiere kenne ich. Die Energie will wo hin und wird, so meine ich dann, ausgebremst. Letztlich war es immer gut so. Es hat sich dann gelöst und fand meine Zustimmung. In der Situation selber ist das aber unlustig.

Versuche es mal mit Geduld. Du schreibst, dass du ja ein Häuschen in Aussicht hast, aber so ideal sei das ja auch alles nicht. Dann ist auch das Thema noch nicht reif.

So wie es ist, wird es gut sein. Sonst wäre es anders. Oder?

'Die Ungeduld nach dem Glück hinter sich zu haben' lautet ein Spruch.
 
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Wasserfee

  • #25
AW: Auf den Partner warten oder das Leben leben?

Zitat von SineNomine:
Und wenn Dir dann vielleicht morgen oder übermorgen der richtige Partner über den Weg läuft, dann wird er unter anderem deshalb der richtige sein, weil ihr gemeinsam einen Weg finden werdet aus euren beiden Leben ein gemeinsames zu machen.
Das hast du schön geschrieben, DANKE :)
 
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  • #26
AW: Auf den Partner warten oder das Leben leben?

Leben... im eigenen Leben mit und ohne Partner
Hmmh, wenn ich so lese, was da vorbereitet und was schon alles vorgedacht wird ....

Ich bin, nachdem ich mich auf die Suche begeben habe, auch damit konfrontiert gewesen für mich zu bestimmen, was ich so brauche. Und bei einigen Sachen bin ich gut im Provisorium, bei anderen brauche ich eben auch meinen Kokon.
Gerade was mein Wohnen angeht, ist es mein Wohlfühlbereich, den ich nicht missen mag. Ich habe diesen Kokon nie als statisch angesehen, aber auch nicht als permanenten Temporärzustand, um mich für jemanden frei zu halten ... was ich meine: ich versuche es mir gemütlich und schön zu machen, so wie es mir gut geht. Das bedeutet für mich nicht, dass ich an allem klebe, wohl aber, dass ich auch mit dem, wie ich wohne, mich ausdrücke. Und da ist die Hoffnung, dass das auch meinem neuen Partner gefällt, oder zumindest ein gemeinsamer Weg erkennbar ist. Es ist ein Teil von mir.

Die Wohnimmobilie als Anlage ist ja nun auch nicht so selten als Altersvorsorge / Finanzkonzept. Meine Haltung dazu ist einfach, wenn ich meinen Partner finde, dass wir uns auch in den Lebensumständen finden werden. Es heisst nicht sofort zusammenziehen, dafür haben wir alle Erfahrungen gemacht, die uns vorsichtiger und eventuell auch skeptischer gemacht haben. Es ist auch für mich nicht ein Dauerzustand für die Beziehung auf einen gemeinsamen Wohnraum zu verzichten und immer die eigene Unabhängigkeit mit getrennten Wohnungen zu leben.
Für mich ist es eine Entwicklung. Ich bin für meine Absicherung zuständig (wollen das nicht die meisten Männer, gerade die geschiedenen / getrennten / gebrauchten mit
Unterhaltsverpflichtungen? *lach), also würde ich mich nicht Hals-über-Kopf auf ein
Zusammenziehen einlassen, um dann mit bösen Überraschungen lädiert meine Wunden zu lecken, wenn es nicht klappt. Ich achte seine und meine Geschichte, so dass ich auch mit dem Lernen gut umgehen kann.

Ich bin zufrieden, auch wie ich wohne, ich muss mich nicht verändern, ich kann und darf mich
verändern.
Beim Denken, was meine Erwartung an einen neuen Partner ist, ob er für mich umziehen würde, frage ich mich, wie müsste es sein, dass ich es für die neue Beziehung tue. Es ist ein schmaler Grad zwischen der eigenen hohen Erwartung, was der Partner aufgeben soll, und was man selbst bereit ist aufzugeben. Und gerade am Anfang muss es nach meiner Erfahrung nicht sein, dass man sich und den Partner bedrängt mit Entscheidungen, die so früh nicht anstehen. Ausprobieren, ob man/wie man miteinander passt, kann man auch ohne gleich an die gemeinsame Wohnstatt zu denken. Jedenfalls nicht zu offensiv darüber nachzudenken ;o)

Es ist ja immer so, dass nicht-trivialen Entscheidungen immer den Keim des Fehlers in sich tragen, das macht sie zu nicht-trivialen Entscheidungen. Und auch eine Wohnimmobilie zu erwerben ist keine Entscheidung, die einen auf Lebenszeit festnagelt, obgleich schon eine mit dauerhafteren Verpflichtungen. Wie Delfin schon schreibt, es muss sich schon eine ganze Menge Liebe entwickeln, damit man auch gewohnetes Umfeld mit Konsequenz aufgibt. Und das ist auch gut so. Es geht ja nicht nur um die Sommerliebe aus der Schulzeit, sondern um Leben, die miteinander geteilt werden sollen.
Ich kann verstehen, dass man zögert mit einigen Entscheidungen, für mich kann ich sagen, dass ich auch mit den Entscheidungen, die ich später revidieren musste oder hinausgezögert habe, gut leben kann. Wenn ich zurückblicke, waren die - begründet in dem zeitlichen Informationsstand - für mich in Ordnung.

@SineNomine...
Und deswegen.... ein dickes JA von mir zu der Aussage, es wird dann passen, weil der gemeinsame Weg gefunden wird. Das Aufeinanderzugehen, das Wachsen und Entwickeln, das Zusammenwollen wird den Weg bereiten und das sein, was 'Passen' ausmacht.
 
M

Minze

  • #27
AW: Auf den Partner warten oder das Leben leben?

Zitat von No_Kitty:
...
Gerade was mein Wohnen angeht, ist es mein Wohlfühlbereich, den ich nicht missen mag. Ich habe diesen Kokon nie als statisch angesehen, aber auch nicht als permanenten Temporärzustand, um mich für jemanden frei zu halten ... was ich meine: ich versuche es mir gemütlich und schön zu machen, so wie es mir gut geht. ...

...Für mich ist es eine Entwicklung. Ich bin für meine Absicherung zuständig,...

... Ich achte seine und meine Geschichte, so dass ich auch mit dem Lernen gut umgehen kann. ...

...Ich bin zufrieden, auch wie ich wohne, ich muss mich nicht verändern, ich kann und darf mich verändern. ...

...Beim Denken, was meine Erwartung an einen neuen Partner ist, ob er für mich umziehen würde, frage ich mich, wie müsste es sein, dass ich es für die neue Beziehung tue. Es ist ein schmaler Grad zwischen der eigenen hohen Erwartung, was der Partner aufgeben soll, und was man selbst bereit ist aufzugeben. Und gerade am Anfang muss es nach meiner Erfahrung nicht sein, dass man sich und den Partner bedrängt mit Entscheidungen, die so früh nicht anstehen. ...

... Wie Delfin schon schreibt, es muss sich schon eine ganze Menge Liebe entwickeln, damit man auch gewohnetes Umfeld mit Konsequenz aufgibt. Und das ist auch gut so. Es geht ja nicht nur um die Sommerliebe aus der Schulzeit, sondern um Leben, die miteinander geteilt werden sollen. ...

@SineNomine...
Und deswegen.... ein dickes JA von mir zu der Aussage, es wird dann passen, weil der gemeinsame Weg gefunden wird. Das Aufeinanderzugehen, das Wachsen und Entwickeln, das Zusammenwollen wird den Weg bereiten und das sein, was 'Passen' ausmacht.
Auch wenn ich einige mir ganz besonders erscheinende Absätze besonders gerne hervorgehoben habe, ich möchte deinem gesamten Beitrag zustimmen. Für mich sehr schön und lebensnah formuliert. Danke für diesen klugen Beitrag mit so lebenspraktischen Ansätzen!
Ja, so sehe ich das auch, das miteinander leben *wollen* ist die beste Voraussetzung für einen gemeinsamen Weg. Dadurch wird er möglich.
 
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  • #28
AW: Auf den Partner warten oder das Leben leben?

Zitat von No_Kitty:
Das bedeutet für mich nicht, dass ich an allem klebe, wohl aber, dass ich auch mit dem, wie ich wohne, mich ausdrücke. Und da ist die Hoffnung, dass das auch meinem neuen Partner gefällt, oder zumindest ein gemeinsamer Weg erkennbar ist. Es ist ein Teil von mir.
Ich finde, das ist ein wichtiger Punkt. Die Art wie wir unsere Leben leben definiert uns zu guten Teilen, für uns selbst, aber auch für andere. Und die meisten von uns suchen eine Partnerin oder einen Partner, die oder der uns "erkennt", uns als die Mensch wahrnimmt die wir sind. Das kann aber nur funktionieren, wenn wir auch unsere Leben leben, Entscheidungen treffen und handeln statt nur auf die Traumfrau oder den Traummann zu warten, nur so werden wir überhaupt erst erkennbar. Wer sich ständig alle Optionen offen halten will, nie Entscheidungen trifft die ggf. auch negative Konsequenzen haben könnten und jede klare Positionierung meidet, die oder der wirkt nicht etwa offen und flexibel, sondern eher beliebig und austauschbar, und damit als Partnerin oder Partner eher wenig interessant, für mich jedenfalls.
 
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Wasserfee

  • #29
AW: Auf den Partner warten oder das Leben leben?

@SineNomine: Danke, das ist ein wichtiger Hinweis! Position beziehen war noch nie meine Stärke (das erarbeite ich mir seit Jahren in Babyschritten) - und gerade beim Thema Immobilie habe ich immer im Hinterkopf "Ich könnte auch ganz anders wohnen, wenn es meinem Partner wichtig wäre." Vermutlich weil ich Angst habe, dass "meine Art" nicht ankommt.

Schön, nun treffen sich hier 3 Threads in einem:

- der über die Qualitäten des Forums: Denn diese Reflexionsmöglichkeit ist unschlagbar. Ich denke, ich schreibe und plötzlich ist da Klarheit - angestupst durch eine Aussage von einem Foristen (m/w)

- der von mir über den Mann, der so lebt, wie ich es gerne hätte: Denn jetzt weiß ich, was es mir sagen sollte: Steh zu dem, was du willst. Es werden Menschen kommen, die werden es (sehr) zu schätzen wissen.

- und dieser hier ...

Mal wieder ein dickes DANKE an alle!
 
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  • #30
AW: Auf den Partner warten oder das Leben leben?

Zitat von SineNomine:
Ich finde, das ist ein wichtiger Punkt. Die Art wie wir unsere Leben leben definiert uns zu guten Teilen, für uns selbst, aber auch für andere. Und die meisten von uns suchen eine Partnerin oder einen Partner, die oder der uns "erkennt", uns als die Mensch wahrnimmt die wir sind. Das kann aber nur funktionieren, wenn wir auch unsere Leben leben, Entscheidungen treffen und handeln statt nur auf die Traumfrau oder den Traummann zu warten, nur so werden wir überhaupt erst erkennbar. Wer sich ständig alle Optionen offen halten will, nie Entscheidungen trifft die ggf. auch negative Konsequenzen haben könnten und jede klare Positionierung meidet, die oder der wirkt nicht etwa offen und flexibel, sondern eher beliebig und austauschbar, und damit als Partnerin oder Partner eher wenig interessant, für mich jedenfalls.
Ach, da bin ich also nicht allein mit meinen Gedanken... wie ich das schon oft bei PS gelesen habe, ich will mich nicht verbiegen.... Das ist eben Teil des Erkennens. wie schön, dass ich den mit dir teile. Schon wieder eine Gratwanderung zwischen offen sein und flexibel, aber auch die eigenen Bedürfnisse kennen - oder erkennen - und danach leben, bei diesen Grundbedürfnissen auch für sich achtsam sein und nicht davon lassen.
Eine Position zu haben, bedeutet ja nicht, dass man die Position des anderen nicht wertschätzen kann, dass beide Bestand haben können, das eine neue, gemeinsame Position auch gefunden werden kann..