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  • #1

Attraktivität - eine objektive Eigenschaft ?

So gefühlt lese ich ungefähr in einem Viertel der Profile dieses Attribut in der Selbstbeschreibung.

Ich kann das irgendwie nicht nachvollziehen, wie jemand auf die Idee kommt, diese sehr subjektive Eigenschaft für sich in Anspruch nehmen zu wollen. Attraktivität ist doch aus meiner Sicht etwas, was im Auge des Betrachters liegt.
 
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  • #3
Lt. Wikipedia:
Attraktivität (lat. attrahere, an sich ziehen, anziehen') ist die Anziehungskraft. Auf Menschen bezogen kann sie sowohl auf äußerlichen Eigenschaften (Schönheit) als auch auf Wesenseigenschaften (Charakter, Geist, Charisma, soziale Stellung) oder auf Materiellem beruhen.

Es gibt schon Menschen, die z. B. äußerlich sehr attraktiv sind - und das auch wissen. Die innere "Schönheit" sieht man später - oder eben auch nicht (weil das Äußere nicht ansprach und der Kontakt nicht vertieft wurde).

Ich hab gestern ein Profil gesehen, da stand:
"Attraktiv - sehr attraktiv - lebenslustig"....
Ich hab nicht weitergelesen..... :oops:
 
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  • #5
Lt. Wikipedia:
Attraktivität (lat. attrahere, an sich ziehen, anziehen') ist die Anziehungskraft. Auf Menschen bezogen kann sie sowohl auf äußerlichen Eigenschaften (Schönheit) als auch auf Wesenseigenschaften (Charakter, Geist, Charisma, soziale Stellung) oder auf Materiellem beruhen.

Es gibt schon Menschen, die z. B. äußerlich sehr attraktiv sind - und das auch wissen. Die innere "Schönheit" sieht man später - oder eben auch nicht (weil das Äußere nicht ansprach und der Kontakt nicht vertieft wurde).

Ich hab gestern ein Profil gesehen, da stand:
"Attraktiv - sehr attraktiv - lebenslustig"....
Ich hab nicht weitergelesen..... :oops:
Hätte ich auch nicht ;)
 
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  • #6
Der Frage nach der Urteilerübereinstimmung bei der Attraktivitätsbewertung von Gesichtern haben sich vor allem deutschsprachige Attraktivitätsforscher (z. B. Ronald Henss) ausgiebig angenommen. Demnach ist unser Attraktivitätsurteil ungefähr zur Hälfte subjektiv, die andere Hälfte haben wir mit anderen Menschen gemeinsam. Dieser (relative) Konsens scheint kulturübergreifend zu sein, sofern die jeweiligen Beurteiler mit den in Frage stehenden Ethnien vertraut sind. (....) Männer und Frauen weisen in ihren Schönheitsurteilen zwar gewisse Unterschiede auf, im großen Ganzen stimmen beide Geschlechter aber recht gut überein (genauso wie das auch unterschiedliche Altersgruppen oder auch soziale Schichten tun).

source: https://de.wikipedia.org/wiki/Attraktivitätsforschung
 
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  • #7
Ich kann das irgendwie nicht nachvollziehen, wie jemand auf die Idee kommt, diese sehr subjektive Eigenschaft für sich in Anspruch nehmen zu wollen. Attraktivität ist doch aus meiner Sicht etwas, was im Auge des Betrachters liegt.
Je mehr Menschen man nicht versteht, desto kleiner ist die Auswahl möglicher Partner.

Ich halte es im Hinblick auf die Vergrößerung der Auswahlmöglichkeiten und Verbesserung der Beziehungsfähigkeiten für eine lohnende Übung sich solcher Verständnisschwierigkeiten anzunehmen.

In einem statistisch-demokratischen Sinne kann Attraktivität durchaus eingeordnet werden.

Der heranwachsende Mensch erschließt sein Selbstbild zunächst ausschließlich aus den Rückmeldungen seines Umfeldes und geht erst später dazu über seine Selbsteinschätzung davon etwas unabhängiger (aber dennoch ursprünglich geprägt) vorzunehmen.

Jemand dem oft gesagt wird er <-(generisches Maskulinum bezogen auf ‚jemand‘!) wäre sehr attraktiv könnte also zu der Meinung kommen er wäre sehr attraktiv und es könnte sein, dass die Mehrheitsmeinung dem zustimmt, auch wenn einzelne dem widersprechen würden.
 
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  • #8
Der Frage nach der Urteilerübereinstimmung bei der Attraktivitätsbewertung von Gesichtern haben sich vor allem deutschsprachige Attraktivitätsforscher (z. B. Ronald Henss) ausgiebig angenommen. Demnach ist unser Attraktivitätsurteil ungefähr zur Hälfte subjektiv, die andere Hälfte haben wir mit anderen Menschen gemeinsam. Dieser (relative) Konsens scheint kulturübergreifend zu sein, sofern die jeweiligen Beurteiler mit den in Frage stehenden Ethnien vertraut sind. (....) Männer und Frauen weisen in ihren Schönheitsurteilen zwar gewisse Unterschiede auf, im großen Ganzen stimmen beide Geschlechter aber recht gut überein (genauso wie das auch unterschiedliche Altersgruppen oder auch soziale Schichten tun).

source: https://de.wikipedia.org/wiki/Attraktivitätsforschung
Schön und gut. Aber da in dem von dir genannten ja lediglich das äussere Erscheinungsbild behandelt wird, die eigentliche Definition - wie bei Lisa- aber viel mehr beinhaltet, ist diese Betrachtung ja nicht hilfreich.

Mich würde auch eher deine persönliche Meinung interessieren.
 
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  • #9
Heißt das denn mehr, als dass sich die betreffende Person selber attraktiv findet? Kann sie doch gerne, dann ist sie womöglich mit sich und ihrem Aussehen im Reinen. Ein echter Pluspunkt …
Was andere denken, ist trotz gewisser Gemeinsamkeiten eher zufällig. Ob man geschminkte Frauen prinzipiell unattraktiv findet, oder Magersteißchen, oder Athletinnen – dazu gibt's keine Regeln. Ich wüsste jedenfalls keine.
Trotzdem ist «attraktiv» in der Selbstbeschreibung irgendwie anstößig. Der Leser ist geneigt, sich einen eher eingebildeten Menschen vorzustellen. Liegt aber evtl am Leser, s.o. – Hat denn jemand Erfahrungen mit attraktiven Kandidaten und Kandidatinnen?
 
D

Deleted member 22756

  • #12
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  • #13
Also wenn ich auch mal meinen Senf dazugeben darf. Für mich muss das äußere Erscheinungsbild in seiner Gesamtheit stimmen.
Die wissenschaftliche Definition von Wikipedia ist für mich nicht maßgebend.
Ich achte auf ein gepflegtes Äußeres wie Ihr vermutlich auch. Gepflegte Hände sind mir sehr wichtig und das gleiche gilt, wenn er die Socken auszieht.
Ob die Nase richtig gerade gewachsen ist, die Ohren etwas zu groß geraten sind oder die Augenbrauen mich an Theo Waigel erinnern, ist für mich dabei von absolut untergeordneter Bedeutung.
Die wichtigsten Dinge sind für mich ein atemberaubendes Lächeln und das berühmte, nicht mit Worten zu beschreibende, " the certain something ".
Das hat man oder man hat es nicht, das kann man auch nicht lernen, trainieren oder erwerben . Genau das ist es auch, was bei jedem anders ist und auch von jedem anders wahrgenommen wird. Will heissen, Attraktivität liegt im Auge des Betrachters.
Jean Paul Belmondo, Jean Reno, Mick Jagger, Robin Gibb und Danny de Vito, um nur einige zu nennen, sind / waren nicht attraktiv im klassischen Sinn, aber extrem attraktiv durch ihr unglaubliches Charisma und ihre Präsenz.
Andererseits könnte ich hier einige Zeitgenossen aufzählen, die unter die Rubrik - handsome- fallen, die aber total langweilig und oberflächlich sind.
Das wichtigste ist die Initialzündung - wenn die kommt, sind Äußerlichkeiten eben nur Äußerlichkeiten.
 
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  • #14
Welche alternativen Attribute wären das dann?
ALLE!

Ich kenne auch Leute, die sich selbst als "zuverlässig" oder "humorvoll" bezeichnen, bei denen ich das aber ganz anders sehe.

"Sportlich" kann bedeuten, dass man häufig Sport macht (aber trotzdem ein Fettsack ist) - oder dass man eben eine sportliche Figur hat (obwohl man auch nicht mehr Sport macht als andere).

Mancher bezeichnet sich schon als reislustig, weil er regelmäßig ins Sauerland fährt, für andere fängt "reisen" erst an, wenn man andere Kontinente besucht.

Die einzige (etwas merkwürdige) Besonderheit bei Parship ist, dass es neben dem "attraktiv" eben noch die Steigerung "sehr attraktiv" zur Auswahl gibt, während ich ein "sehr reiselustig" vergeblich suche.