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  • #1

Angst, Ängste vor Verletzungen

Hai, in die Runde.

Zuerst einmal ich bin ziemlich überrascht, was ich nun hier so für Erfahrungen mache. Ganz ehrlich: ich hab das vorher nicht gewußt, bewusst gespürt... (ich dachte, ich bin jetzt eigentlich ziemlich cool geworden, weil ich ja sooo an mir gearbeitet habe, in den letzten 3 Jahren nach der Trennung etc.). Jetzt stelle ich hier fest, dass sobald ich anfange jemand wirklich zu mögen, bzw. es ist sogar noch eine Stufe früher: interessant zu finden, sehr interessant, dann mache ich Sachen (reininterpretieren, komische Dinge über mich denken.... "negative, und glaube leider sich selbst-erfüllende Prophezeiiung herbeidenken...) was auch immer, ich werde also "anders" als ich es bei einem normalen, ungezwungenen kennenerlern wäre. Das glaube ich begünstigt eher ein schiefgehen und ich denke, es kommt von einer tiefsitzenden Angst, dass genau derjenige den ich nun "toll" finde, das unmöglich bei mir tun könnte/wird. Es gibt doch diesen Spruch ... der Klub in dem ich Mitglied sein könnte, in den will ich nicht - oder so ähnlich.

Also.. hat jemand einen "einfachen, leicht zu praktizierenden" Rat.. wie ich das einigermaßen besser für mich sortieren könnte... (ohne die Empfehlung einer 3-jährigen Psychotherapie, bittte). :)

Ich hatte vor meinen ersten, intensiveren Kontakten keine Ahnung wie viel Angst vor Verletzung(en) durch einen anderen (speziell durch Lügen oder ablehndes Verhalten, gerne auch kombinierbar) überhaupt in mir drin steckt.

Danke für Meinungen oder einen Hinweis.
 
G

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  • #2
MsPerfect, Du bist Du! Es sollte dir egal sein, was andere über dich denken. Du schreibst davon, du Angst vor weiteren Verletzungen hast. Davon kann dich keiner bewahren. Ich kann nicht beurteilen, inwiefern du an dir gearbeitet hast. Eigentlich sollte es keine Arbeit sein, sich selbst zu erkennen. Nimm dich wahr, nimm dich so, wie du bist, trage es nach außen. Mein Tipp. Ohne Psycho. :)))
LG
Pea
 
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  • #3
Also ein "Patentrezept" gibts nicht, aber diese Angst vor Verletzungen kannte ich auch (ja, kannte, ich hoffe sehr, dass es dabei bleibt!) -- Geholfen hat mir, mich an die Verletzungen zu erinnern, die ich erfahren habe, und mit Distanz zu erkennen, wie wenig schlimm die eigentlich waren. Denn was du vermutest ist denke ich ganz richtig: Die Angst wird zur selbsterfüllenden Prophezeihung, weil man auf das Gegenüber verkrampft bis verschlossen wirkt und damit weniger attraktiv. Vielleicht hilft ja der von mir beschriebene Blick zurück, auf jeden Fall ist es wichtig, sich davon frei zu machen ... und das Risiko, verletzt zu werden, ganz bewusst einzugehen.
 
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  • #4
Liebe MsPerfect

Ich habe keinen einfachen Rat zur Hand, oder vielleicht doch...

Ich kenne Deine Hintergrundgeschichte (und Deine bisherigen Posts) nicht, aber wenn ich jetzt mal nur diese Threaderöffnung in Kombination mit Deinem Forumsnamen lese, dann scheint sich da ein Muster aufzuzeigen...

Du warst vielleicht die letzten 3 Jahre allein, hast an Dir gearbeitet (d.h. die Trennung war vermutlich sehr schmerzhaft). Mann bzw. Frau kann aus solchen Settings lernen weich zu werden bzw. Weichheit zuzulassen und aushalten zu können. Oder man/frau kann hart werden und Emotionen eher verdrängen, sich z.B. eher funktionalen Aspekten (wie z.B. der Arbeit) widmen.

Oder Man/Frau arbeitet an sich, um für das andere Geschlecht «perfekt» oder «right» zu werden. Dabei kommt man/frau sich allenfalls sogar selbst abhanden.

Mein Denkanstoss: Was wäre denn das schlimmste, was Dir passieren könnte? Könntest Du es tatsächlich nicht aushalten oder wurde Dir das vielleicht nur eingeredet? Wenn ja, von wem? Warum musst Du tatsächlich unbedingt für das andere Geschlecht perfekt sein? Wo kommt dieser hohe Anspruch her? Was ist die Angst, die dahinter steckt?

Falls an dieser Vermutung bzw. diesen Fragen etwas dran ist, musst Du das hier natürlich gar nicht offen legen.
Die Fragen sind lediglich als Denkanstoss gedacht.
 
G

Gast

  • #5
Zitat von zrs13:
Also ein "Patentrezept" gibts nicht, aber diese Angst vor Verletzungen kannte ich auch (ja, kannte, ich hoffe sehr, dass es dabei bleibt!) -- Geholfen hat mir, mich an die Verletzungen zu erinnern, die ich erfahren habe, und mit Distanz zu erkennen, wie wenig schlimm die eigentlich waren. Denn was du vermutest ist denke ich ganz richtig: Die Angst wird zur selbsterfüllenden Prophezeihung, weil man auf das Gegenüber verkrampft bis verschlossen wirkt und damit weniger attraktiv. Vielleicht hilft ja der von mir beschriebene Blick zurück, auf jeden Fall ist es wichtig, sich davon frei zu machen ... und das Risiko, verletzt zu werden, ganz bewusst einzugehen.
Korrekt!
 
G

Gast

  • #6
Zitat von suzanne:
Liebe MsPerfect

Ich habe keinen einfachen Rat zur Hand, oder vielleicht doch...

Ich kenne Deine Hintergrundgeschichte (und Deine bisherigen Posts) nicht, aber wenn ich jetzt mal nur diese Threaderöffnung in Kombination mit Deinem Forumsnamen lese, dann scheint sich da ein Muster aufzuzeigen...

Du warst vielleicht die letzten 3 Jahre allein, hast an Dir gearbeitet (d.h. die Trennung war vermutlich sehr schmerzhaft). Mann bzw. Frau kann aus solchen Settings lernen weich zu werden bzw. Weichheit zuzulassen und aushalten zu können. Oder man/frau kann hart werden und Emotionen eher verdrängen, sich z.B. eher funktionalen Aspekten (wie z.B. der Arbeit) widmen.

Oder Man/Frau arbeitet an sich, um für das andere Geschlecht «perfekt» oder «right» zu werden. Dabei kommt man/frau sich allenfalls sogar selbst abhanden.

Mein Denkanstoss: Was wäre denn das schlimmste, was Dir passieren könnte? Könntest Du es tatsächlich nicht aushalten oder wurde Dir das vielleicht nur eingeredet? Wenn ja, von wem? Warum musst Du tatsächlich unbedingt für das andere Geschlecht perfekt sein? Wo kommt dieser hohe Anspruch her? Was ist die Angst, die dahinter steckt?

Falls an dieser Vermutung bzw. diesen Fragen etwas dran ist, musst Du das hier natürlich gar nicht offen legen.
Die Fragen sind lediglich als Denkanstoss gedacht.
Wow! Ganz ehrlich? Mich würde deine Antwort gerade erschlagen. Nichts für ungut.
"Die Trennung war vermutlich sehr schmerzhaft," Kombination, Forumsname mit Muster!" "Weichheit zulassen und aushalten!" Eigene Erlebnisse kompensiert? Und nein, kein persönlicher Angriff, damit das klar ist. Möchte es nur verstehen!
LG
Pea
 
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  • #7
Liebe Pea, das ist ok. Kommentare wie «Es sollte Dir...» «Es sollte keine Arbeit sein...» scheinen Dir offenbar milder. Ich finde sie hingegen viel schwieriger. Jeder Jeck ist anders...
 
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  • #8
Hi,
ich stimme dem Post von Pea und auch von suzanne zu.
Ja, sicherlich arbeitet jeder an sich aber enttäuscht/verletzt kann man immer werden.
So richtig weiß ich nicht, warum du dich verletzt fühlst. Das geht aus deinem Thread nicht hervor.
Eine Absage, weil Frau nicht gefällt, ist zwar hart aber ehrlich, und nicht so schlimm, als wenn "gespielt" wird. Vielleicht steckst du zu viel Herz in die Suche rein. Das macht verletzbar. Ich weiß, wo von ich schreibe.
Niemand ist perfekt, jeder hat seine Ecken und Kanten. Diese muss man zugeben könnnen, und es auch lernen, mit ihnen umgehen zu können.
 
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  • #9
Zitat von suzanne:
Liebe Pea, das ist ok. Kommentare wie «Es sollte Dir...» «Es sollte keine Arbeit sein...» scheinen Dir offenbar milder. Ich finde sie hingegen viel schwieriger. Jeder Jeck ist anders...
Liebe suzanne, es war Arbeit, heute mit meiner Perspektive kann ich sagen, es sollte keine sein! Jeder Jeck lernt! :))
 
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  • #10
Zitat von ENIT:
Hi,
ich stimme dem Post von Pea und auch von suzanne zu.
Ja, sicherlich arbeitet jeder an sich aber enttäuscht/verletzt kann man immer werden.
So richtig weiß ich nicht, warum du dich verletzt fühlst. Das geht aus deinem Thread nicht hervor.
Eine Absage, weil Frau nicht gefällt, ist zwar hart aber ehrlich, und nicht so schlimm, als wenn "gespielt" wird. Vielleicht steckst du zu viel Herz in die Suche rein. Das macht verletzbar. Ich weiß, wo von ich schreibe.
Niemand ist perfekt, jeder hat seine Ecken und Kanten. Diese muss man zugeben könnnen, und es auch lernen, mit ihnen umgehen zu können.
ENIT, vielleicht solltest du dir den Thread nochmal durchlesen! :)))
LG und schlaf gut!
Pea
 
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  • #11
Liebe Pea
Ich wollte Dich mit meiner Nachricht #4 nicht verletzen und schon gar nicht angreifen. Meine Nachricht #4 wendete sich an MsPerfect #1.
Meine #7 richtete sich an Dein #6. Dieses (#6) hast Du nachträglich bearbeitet und ergänzt, nachdem ich meine Nachricht #7 geschrieben habe. Ich möchte nicht weiter darauf eingehen. Ich belasse es dabei.
 
G

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  • #14
Zitat von suzanne:
Liebe Pea
Ich wollte Dich mit meiner Nachricht #4 nicht verletzen und schon gar nicht angreifen. Meine Nachricht #4 wendete sich an MsPerfect #1.
Meine #7 richtete sich an Dein #6. Dieses (#6) hast Du nachträglich bearbeitet und ergänzt, nachdem ich meine Nachricht #7 geschrieben habe. Ich möchte nicht weiter darauf eingehen. Ich belasse es dabei.
suzanne, du hast mich nicht verletzt! Auch nicht angegriffen! Darauf nicht weiter eingehen, kein Problem! Also belassen wir es einfach dabei. Freue mich auf deine weitere Beiträge.
LG
Pea
 
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  • #15
Nun - ich denke, ich habe auch meine "Verletzungen" davon getragen.
Mir hilft Ehrlichkeit und Offenheit weiter.
Ich spreche das mit meinen Partner (bzw. früher "potentiellen Kandidaten") an.
Dadurch kann der Andere mich verstehen, auf mich eingehen (wenn er das will oder kann).
Nicht selten habe ich gemerkt, dass es dem Anderen ähnlich ging.