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  • #121
Zitat von vivi:
Ähm....Butte, ist es das wofür ich es halte?

Das weiß ich nicht. Sollten Originalzitate sein, die mir bei der Lektüre eines Satzes in den Sinn geschossen sind, in denen M von sich als "demM" spricht. Und wollte sie hinschreiben, weil es hier ja letzt auch mal um Witzigkeit ging.
Ich freue mich übrigens immer, von Lothar Matthäus zu lesen oder ihn im Fernsehen zu sehen. Vielleicht demnächst ja auch wieder im deutschen Fußball?

Das mit der Rationalität stimmt übrigens auch. Also es gibt hier eine Rationalität, die mich an das Addieren erinnert. Jemand beherrscht die Addition kleiner Zahlen, kann etwa korrekt die Summe aus 7 und 9 bilden, nämlich 16 sagen.
Nun kommt allerdings eine Multiplikationaufgabe, 7x9. Und weil die zu komplex ist, sich aber zugleich an Rationaltiät gehalten werden muß, wird dann behauptet: 7x9, das ist doch 16. Und alle, die daran zweifeln, werden für Idioten gehalten. Es kommen dann Aggroposts wie "Hey, bist du blöd, ist 7 x 9 etwa nicht 16? Zähl doch mal zusammen: 7 und 9, also 8, 9, 10, 11, 12, 13, 14, 15, 16. 16! Ist doch klar, daß 7 x 9 16 ist, hab ich doch gerade Schritt für Schritt bewiesen!"
Schwierig für den Threadverlauf sind allerdings Posts, die dem Rechenkünstler mitteilen wollen, 7x9 sei 36. Das bestärkt den Rechenkünstler in der Ansicht, bei seinen Leisten zu bleiben und als Ergebnis von 7x9 eben 16 auszugeben. Das hat die Erfahrung bestätigt.
 
Zuletzt bearbeitet:

t.b.d.

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  • #122
Bei deiner hin und her Rechnerei wird man ja ganz dingeldongel im Kopp. 7x9 ist doch nicht 36.
Das ist .... wadde ma... tü tü tüdelüü... einer hin, eins im Sinn... 8x8... also doch wieder 16. Ne quatsch - 64! Das ist jedenfalls meine Meinung.
Also meiner Meinung nach ist 7x9=64.
 

Günther

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  • #123
Ich werfe mal 63 in den Raum
 
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fafner

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  • #126
Zitat von DerM:
Ich kann selbst denken und brauche weder Aristoteles noch Gandhi oder sonstwen um das für mich zu übernehmen.
Aha. Und das Forum brauchst Du auch nur, um Dampf abzulassen?

Zitat von DerM:
Frau wartet halt lieber auf den perfekten Prinz.
Ich hab Dir glaub ich schon mal geraten: wenn Du das tatsächlich glaubst, warum verschwendest Du Deine Energie hier und nicht dafür, ein perfekter Prinz zu werden? Schlimmer kann das auch nicht sein.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:

fafner

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  • #127
Zitat von DerM:
Das sind doch alles selbst erlebte Situationen und nichts selbst auferlegtes oder ausgedachtes.
Tja, und wenn ich nun anderes erlebt habe und von wirklich keiner Frau solche Geschichten höre, wie Du sie hier allen andichtest, wessen Realität zählt denn dann?

Auch bei der Frage könnte professionelle Hilfe nützlich sein. Du hast doch so viel Kohle, dann setze sie halt ein. Was, zum Kuckuck, hindert Dich? Stolz?
 

DerM

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  • #128
Zitat von fafner:
Aha. Und das Forum brauchst Du auch nur, um Dampf abzulassen?

Es war nicht damit zu rechnen, dass dieses Forum so unfassbar viele Leute aufweist, die die Leiden des Single-Seins so wenig beurteilen können. Das habe ich so noch nirgends erlebt.
Mir wäre es auch lieber, wenn nicht ständig schlimme Schicksale, wie hier von Dogi, so einseitig als nichtig abgetan werden, so dass ich einfach mal die andere Seite beleuchten MUSS!

Zitat von fafner:
Auch bei der Frage könnte professionelle Hilfe nützlich sein. Du hast doch so viel Kohle, dann setze sie halt ein. Was, zum Kuckuck, hindert Dich? Stolz?

Professionelle Hilfe hilft beim Erkennen von Problem, Ursache und Lösung. Das habe ich selbst bereits erledigt.
Und ja, Stolz spielt durchaus auch ne Rolle. Und natürlich vor allem Zeit.

Zitat von fafner:
Tja, und wenn ich nun anderes erlebt habe und von wirklich keiner Frau solche Geschichten höre, wie Du sie hier allen andichtest, wessen Realität zählt denn dann?

Tja, und wieder andere erleben es so wie ich. Gibts ja hier auch ein paar.
Realität zählt immer, denn sie ist... REAL.
 

fafner

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  • #129
Zitat von DerM:
Es war nicht damit zu rechnen, dass dieses Forum so unfassbar viele Leute aufweist, die die Leiden des Single-Seins so wenig beurteilen können.
Ich war in Deinem Alter rund zehn Jahre Single. Deshalb muß man nicht so eine Weltverschwörung konstruieren, wie Du es machst.

Zitat von DerM:
Und ja, Stolz spielt durchaus auch ne Rolle. Und natürlich vor allem Zeit.
Dann beauftrage doch einfach 'ne Agentur, also head hunter, Dir eine Frau zu suchen.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:

t.b.d.

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  • #130
Zitat von DerDogi:
Inspiriert von einer Geschichte über einen Schauspieler wollte ich das Thema "an sich arbeiten" mal separat aufgreifen:
Man muss erstmal an sich/an seiner Einstellung arbeiten, das ist klar.

Ich bekomme von Freunden und Verwandten immer den guten Rat: Sei doch einfach allein Glücklich, dann klappt das schon irgendwann. Und ich hab in einer Beziehung auch immer diesen Rat gegeben .... der ja soo leicht umzusetzen ist ... wenn es den "jetzt bin ich glücklich" Knopf gäbe, hätte ich schon längst draufgedrückt.

Mein Verganenheits-Ich hatte aber recht. Die Einstellung "Ich will unbedingt eine Partnerin" ist kontraproduktiv. Welche Frau will schon das Mittel zum Zweck sein? Idealerweise finden sich zwei glückliche Menschen, und werden zusammen noch glücklicher.

Aber woher nehmen und nicht stehlen? Was soll man machen, wenn man sich zufällig nicht glücklich fühlt? Warten bis es soweit ist ... notfalls für immer? Wenn der Wunsch nach einer Beziehung so stark ist, dass er einen ausbremst.... tja da geht man zu einer Singlebörse in der Hoffnung da eine zu finden, die das ähnlich sieht, aber da ist man nur einer von tausenden "needy" Idioten. Auch nicht so prickelnd...

Es ist also das Ei des Kolumbus, dass man seine Einstellung hinbekommt.
- Dass man sich darüber im klaren wird was man will, und das auch leben und lommunizieren kann.
- Dass man den Gegensatz "ich bin allein glücklich" und "ich untenehme Dinge, die eine Partnerschaft zum Ziel haben könnten" verinnerlicht.
- Dass man vielleicht auch auf eine Weise glücklich wird, bei der man nicht das Leben führt, bei dem man das ganze Wochenende vor der Playstation sitzt und drauf wartet, dass eine Frau neben einem im Zimmer spawnt.

Zum letzen Punkt hör ich immer "geh doch in Sportverein", aber mit der "ich wünsch mit eine Partnerin" Einstellung ist das allein auch nicht des Rätsles Lösung.

Hat denn jemand vielleicht eine Literaturempfehlung, die nicht gerade voller Klischees ist?
Vielleicht eine lebensverändernde Erfahrung in die Richtung gemacht, oder eines dieser "20 Punkte"-Programme umgesetzt, dass mal was gebracht hat?

Du hast ja schon einige Punkte erkannt. Wenn Playstation spielen dich nicht glücklich macht, dann probier halt was anderes.
Vielleicht ist Sport nichts für dich - aber wer weiß, vielleicht findest du je Gefallen daran dich gelegentlich gemeinsam mit anderen bei einem sportlichen Spiel zu tummeln. Einfach nur so zum Spaß.

Nach allem was ich über glücklichsein weiß, ist es nicht wirklich planbar und glücklichsein nie ein Dauerzustand. Das ist schon biochemisch nicht möglich. Es gibt glückliche Momente. Die bekommst du aber nicht mit, wenn du dauernd unglücklich bist.
Was du ereichen kannst ist dauerhaft nichtunglücklich sein. Und dafür wartest du besser nicht auf jemanden der das für dich erledigt.

Frag dich, was genau dich unglücklich macht und ob es die Tatsache ansich ist oder deine Einstellung dazu. Dann kannst du zielgerichteter vorgehen. Vergleiche auch Dinge die dich nicht unglücklich machen und finde raus warum das so ist. (Tatsache ansich oder Einstellung dazu)

Hier noch die erbetene Literaturempfehlung: Such mal nach "Ins Glück stolpern". Das ist zwar keine Anleitung, aber gutes Hintergrundwissen.
 

Howlith

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  • #131
Hoppla ...

Zitat von DerM:
Es war nicht damit zu rechnen, dass dieses Forum so unfassbar viele Leute aufweist, die die Leiden des Single-Seins so wenig beurteilen können. Das habe ich so noch nirgends erlebt.

"die Leiden des Single-Daseins" ... also, nur weil hier nicht jeder Deine Meinung teilt, heißt das wohl kaum, dass niemand hier die Höhen und Tiefen des Single-Daseins kennt. Es gehört sicherlich nicht zu den prickelnsten Dingen im Leben des x-ten Sonntag in Folge morgens alleine aufzuwachen und zu denken "na toll, wieder so ein einsames Wochenende". Als "schlimmes Schicksal" würde ich das allerdings nun auch nicht gerade bezeichnen.

Zitat von DerM:
Tja, und wieder andere erleben es so wie ich. Gibts ja hier auch ein paar.
Realität zählt immer, denn sie ist... REAL.

Es ist eben nicht einfach nur eine Frage der Realität, sondern mehr so der Wahrnehmung dieser Realität und deren Interpretation ...
 
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koerschgen

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  • #132
An sich arbeiten kann auch bedeuten, sich zu fragen wieso man eigentlich eine Beziehung will. So banal diese Frage erscheint, so spannend koennen die Antworten sein - besonders, wenn man mal Haus und Familie aussen vor laesst. Wer kann kurzfristig drei bis fuenf Aspekte mit kurzer Ausfuehrung nennen?
Ich mache wieder ein langes Wochenende und mein genereller Tagesablauf hat in diesen Wochen nur ein minimales Zeitfenster fuer eine Beziehung. Ob das ein Leiden ist? Mir geht es gut dabei.

@Howlith: Ich stimme Dir nicht zu, wenn es um Worte wie „allein“ und „einsam“ geht, denn wir sind alle digital vernetzt. Wir sind nur ohne Partner. Das liesst sich doch besser, oder?

Was mir just online begegnet ist, gefaellt mir (als Ingenieur) sehr gut und passt auch etwas zu ein paar Beitraegen hier:
Glück = Realität - Erwartung
 

DerDogi

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  • #133
Zitat von t.b.d.:
Hier noch die erbetene Literaturempfehlung: Such mal nach "Ins Glück stolpern". Das ist zwar keine Anleitung, aber gutes Hintergrundwissen.

Sehr cool, danke. Ist schon bestellt :-D


Zitat von DerM:
Es war nicht damit zu rechnen, dass dieses Forum so unfassbar viele Leute aufweist, die die Leiden des Single-Seins so wenig beurteilen können. Das habe ich so noch nirgends erlebt.
Mir wäre es auch lieber, wenn nicht ständig schlimme Schicksale, wie hier von Dogi, so einseitig als nichtig abgetan werden, so dass ich einfach mal die andere Seite beleuchten MUSS!

Danke, das ist echt nett von dir!

Ich hab ehrlich gesagt schon mit dem gerechnet, was du hier ansprichst, sehe es aber viel entspanner:

Wenn man single ist, ist alles mies, man fühlt sich unglaublich unglücklich, gefühlsmäßiger Teufelskreis etc... und das ist jetzt gerade nunmal meine Realität und da muss ich rigendwie durch. Und das "wie" um das gehts ja hier schließlich. Das hatte ich früher auch schon viele viele Jahre lang.

Dann war ich in einer Beziehung und plötzlich war alles halb so schlimm. Single zu sein ist vielleicht ärgerlich, aber auch kein Weltuntergang. Die Singles sind ja auch selber schuld, wenn man mal ehrlich ist, weil das Glück ja hinter jeder Ecke wartet... ich war echt der Meinung, und hab auch so geredet und tolle Tipps gegeben.

Zack war ich wieder Single und die Welt sah wieder ganz ganz anders aus, und zwar ziemlich genauso wie früher schon.

Das hat wohl auch was mit biochemischen Prozessen zu tun.

Von solchen Leuten wie meinem Vergangenheits-Ich kommen dann so schöne Sprüche wie "sei halt einfach zufrieden mit dir selbst", oder so richtig platte "du kannst nur jemand finden, wenn du nicht suchst" (ein Schenkelklopfer) ... Gott, wie ich jetzt mein Ich von vor einem jetzt Jahr hassen würde....

Aber kann man von den Gedanken, die man in einer glücklicheren Phase hatte vielleicht profitieren, gesetzt den Fall man hat überhaupt etwas anderes Gedacht als "Hach ist das Leben nicht schön". Oder man kann Leute fragen, die gerade nicht in so einem Tief sind wie man selber, die einem was Gutes auf den Weg geben können.

Manchmal kommt dann halt so Geblubber, wie ich es früher gebracht hätte, weil die speziellen Leute die Single-Gedanken (Selbstmitleid klingt so wertend) nicht verstehen können, oder herabsetzen. Machmal kommen aber auch Gedanken, die man den Singles einfach immer und immer wieder sagen muss um ihnen zu helfen, auch wenn sie es nicht hören wollen. Und ich bin hier denen dankbar, die mir zuliebe die Gebetsmühle spielen, auch wenn ich jetzt noch nicht wissen kann, welche Sprüche das gewesen sein werden.

Aber so ist das eben im Forum, du kannst dir nicht aussuchen, wer alles auf die Fragen antwortet, und schon garnicht ob du das hören willst. Aber solange nützliche Antworten dazwischen sind, ist es hifreich. Und dass jeder Dialog und jede Diskussion einen Menschen bewusst oder unbewusst voran bringen, darüber muss man nicht diskutieren ;-)
 

Howlith

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  • #134
Zitat von t.b.d.:
Was du erreichen kannst ist dauerhaft nichtunglücklich sein. Und dafür wartest du besser nicht auf jemanden der das für dich erledigt.

Ich weiß nicht, ob man diesen Zustand des "dauerhaft nicht-unglücklichsein" wirklich erreichen kann. Oder gar erreichen muss. Manchmal ist das Leben eben zum Kotzen und ja, da darf man sich auch mal so richtig unglücklich fühlen, nachts in die Kissen heulen (nein, ich mach so was nicht!), frustriert durch den Wald joggen (schon eher), sich in der Arbeit verkriechen, alles und jeden superblöd finden oder oder oder ...

Das können dann ja durchaus Phasen im Leben sein, die Anlass geben, Einige Dinge im Leben zu hinterfragen und eventuell zu ändern ...

Erstaunlich finde, wie sehr bei vielen offenbar das eigene Glück sehr stark an eine Partnerschaft geknüpft scheint.

Meine einsamsten Momente hatte ich während meiner Ehe ...

Wo ich Dir aber sofort zustimme: "Unglücklich-sein" darf nicht zu einem lähmenden Dauerzustand werden. (afk)
 
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fleurdelis

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  • #135
Zitat von DerM:
Es war nicht damit zu rechnen, dass dieses Forum so unfassbar viele Leute aufweist, die die Leiden des Single-Seins so wenig beurteilen können. Das habe ich so noch nirgends erlebt.

Ist es nicht das einfachste, alle anderen als blind zu bezeichnen, und sich selbst als einzigen sehenden?
 
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Howlith

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  • #136
Zitat von koerschgen:
@Howlith: Ich stimme Dir nicht zu, wenn es um Worte wie „allein“ und „einsam“ geht, denn wir sind alle digital vernetzt. Wir sind nur ohne Partner. Das liesst sich doch besser, oder?

Es geht mir nicht darum, wie sich etwas liest. Wenn jemand schreibt, er fühlt sich einsam, dann nehme ich das schon sehr ernst. Dieses ganze digitale Vernetzt-sein verstärkt das Gefühl uU sogar noch. Realer Kontakt zu Menschen dürfte durch nichts zu ersetzen sein.

... später mehr ...
 

koerschgen

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  • #138
@Howlith: Ich stimme Dir nur in dieser einen Sache nicht zu, respektiere Deine Beitraege aber insgesamt. Du hast mehr Lebenserfahrung als ich, wobei ich die eine oder andere traditionelle Sichtweise mit Dir uU teile. Was Dich in #134 erstaunt, wundert mich teilweise auch. Ich denke, wer an sich arbeitet und sich auch mal selbst genug ist, strahlt das in einer positiven Weise auch aus und fuehlt sich mE nicht einsam.
 

Git80

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  • #139
Zitat von DerDogi:
Wenn man single ist, ist alles mies, man fühlt sich unglaublich unglücklich, gefühlsmäßiger Teufelskreis etc... und das ist jetzt gerade nunmal meine Realität und da muss ich rigendwie durch. Und das "wie" um das gehts ja hier schließlich. Das hatte ich früher auch schon viele viele Jahre lang.

Dann war ich in einer Beziehung und plötzlich war alles halb so schlimm. Single zu sein ist vielleicht ärgerlich, aber auch kein Weltuntergang. Die Singles sind ja auch selber schuld, wenn man mal ehrlich ist, weil das Glück ja hinter jeder Ecke wartet... ich war echt der Meinung, und hab auch so geredet und tolle Tipps gegeben.

Zack war ich wieder Single und die Welt sah wieder ganz ganz anders aus, und zwar ziemlich genauso wie früher schon.

Das hat wohl auch was mit biochemischen Prozessen zu tun.

Von solchen Leuten wie meinem Vergangenheits-Ich kommen dann so schöne Sprüche wie "sei halt einfach zufrieden mit dir selbst", oder so richtig platte "du kannst nur jemand finden, wenn du nicht suchst" (ein Schenkelklopfer) ... Gott, wie ich jetzt mein Ich von vor einem jetzt Jahr hassen würde....

Aber kann man von den Gedanken, die man in einer glücklicheren Phase hatte vielleicht profitieren, gesetzt den Fall man hat überhaupt etwas anderes Gedacht als "Hach ist das Leben nicht schön". Oder man kann Leute fragen, die gerade nicht in so einem Tief sind wie man selber, die einem was Gutes auf den Weg geben können.

Dogi, warum fragst du hier eigentlich nach Rat, wenn du selbst schon längst die Antworten gefunden hast? ;) Ich kenne keinen Single, der zu 100% der Zeit zufrieden mit der Partnerlosigkeit ist. Und das ist doch auch völlig ok. Es darf nur nicht dazu führen, dass man alles nur noch negativ sieht, das eigene Glück ausschließlich vom Vorhandensein bzw. Nicht-Vorhandensein einer Partnerschaft abmacht. Das führt ganz schnell in einen Strudel, aus dem man sich nur äußerst schwierig befreien kann.

Und diese "ganzen blöden Sprüche" haben eben doch einen wahren Kern. Den kann man in der Situation selbst nicht erkennen, aber er ist trotzdem da. Vergleichbar mit Prüfungssituationen. Der Prüfling selber zweifelt an sich, das Umfeld sagt: "Du wirst bestehen, mach dir keinen Kopp". Hilft dem Prüfling in keinster Weise, letztlich bestehen dann aber eben doch fast alle die Prüfungen, auf die sie sich vorbereitet haben (Ausbildung, Abitur, usw.). Und hinterher fragt man sich, warum man vorher eigentlich so Bammel hatte ;)

Umso wichtiger, mal die eigene Situation aus neutraler Sicht unter die Lupe zu nehmen. Meistens ist es nicht so schlimm, wie man es im Moment wahrnimmt. Und es ist ja auch nicht so, dass in einer Partnerschaft immer alles schön ist. Da gibt es ja durchaus Phasen, in denen man streitet, räumlich getrennt ist, Krankheit, usw. Meine Großmutter hat früher immer den "blöden Spruch" "unter jedem Dach ist ein Ach" gebracht. Heute weiß ich, was sie damit meinte...
 
M

Marlene

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  • #140
Zitat von Howlith:
Meine einsamsten Momente hatte ich während meiner Ehe ...
Ich auch. Dieses Einsamkeitsgefühl, obwohl es einen Partner offiziell gab, habe ich richtig körperlich schmerzhaft gespürt. Es hilft mir, mich heute daran zu erinnern, wenn es Momente gibt, wo ich mich alleine fühle. Und dann merke ich, dass es mir richtig gut geht im Vergleich zu damals.
Das hilft jetzt hier aber nicht, das würde ja bedeuten: geht erstmal in eine Beziehung, in der Ihr Euch so richtig einsam fühlt. Und dann seid Ihr es danach nie mehr so brutal, obwohl Ihr alleine seid.
Ich kann jedenfalls dieses Gefühl sehr gut nachempfinden. Es sickert so aus jeder Pore und der Mantel, der einen umhüllt, verströmt nach innen und außen dieses Gefühl der Einsamkeit.
Mir hat während dieser Zeit geholfen, mich daran zu erinnern, wen ich liebe. Es gibt Menschen, die man liebt und die einen auch lieben. Ist das so? Gespräche mit diesen Menschen zu haben, ehrlich und aufrichtig seine Gefühle zu erzählen, keine Show abziehen und dann kann man auch wieder gemeinsam lachen.
Gibt es einen guten Freund?
 
G

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  • #142
Es ist häufig so, dass Einsamkeit in Gesellschaft empfunden wird.
 
G

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  • #143
Und ich denke auch, dass ein anderer Mensch einem das Gefühl von Einsamkeit nicht nehmen kann. Es wäre auch zu viel verlangt.
Der Mensch ist einsam, die Einsamkeit ist dem Menschen immanent.
 

DerDogi

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  • #144
Zitat von Git80:
Dogi, warum fragst du hier eigentlich nach Rat, wenn du selbst schon längst die Antworten gefunden hast? ;)

Na weil es komplett verschiedene Sachen sind einen Weg zu kennen, ihn auch zu finden, und ihn letztendlich auch beschreiten zu können.

Praktisch alles was DerM geschrieben hat spricht mir total aus der Seele. Der rationale Teil meines Verstandes kann es zwar zuordnen, weiß vielleicht was eine richtige Einstlettung wäre, aber dem Gefühlsteil ist das ziemlich egal, und der hat nunmal leider zu oft das Sagen, um ihn ignorieren zu können.
 

t.b.d.

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  • #145
Zitat von Howlith:
Ich weiß nicht, ob man diesen Zustand des "dauerhaft nicht-unglücklichsein" wirklich erreichen kann. Oder gar erreichen muss. Manchmal ist das Leben eben zum Kotzen und ja, da darf man sich auch mal so richtig unglücklich fühlen, nachts in die Kissen heulen (nein, ich mach so was nicht!), frustriert durch den Wald joggen (schon eher), sich in der Arbeit verkriechen, alles und jeden superblöd finden oder oder oder



...

Dauerhaft ist ja eher unbefristet als für immer. Nichts ist für die Ewigkeit.
Wenn man für sich mal einen Weg gefunden hat, dann kann man den aber bei Bedarf auch leichter wieder finden. Wer nicht will, der muss ja nicht. Blöd wär halt, wenn jemand will und nicht kann.

Ich wollte vor allem nicht versäumt haben, zu sagen, dass glücklichsein kein Dauerzustand sein kann und das unglücklich sein auch kein Dauerzustand sein muss und dass es einen erheblichen Unterschied macht, ob man unglücklich ist oder einfach weder glücklich noch unglücklich.

Das können dann ja durchaus Phasen im Leben sein, die Anlass geben, Einige Dinge im Leben zu hinterfragen und eventuell zu ändern ...

Genau darum gehts.
Ändern was man nicht akzeptieren kann. Akzeptieren was man nicht ändern kann. Lernen das eine vom anderen zu unterscheiden.
...und als erstes mal akzeptieren, dass es ziemlich lange dauern kann bis man den Bogen einigermaßen raus hat.
 

t.b.d.

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  • #146
Zitat von DerDogi:
Na weil es komplett verschiedene Sachen sind einen Weg zu kennen, ihn auch zu finden, und ihn letztendlich auch beschreiten zu können.

Praktisch alles was DerM geschrieben hat spricht mir total aus der Seele. Der rationale Teil meines Verstandes kann es zwar zuordnen, weiß vielleicht was eine richtige Einstlettung wäre, aber dem Gefühlsteil ist das ziemlich egal, und der hat nunmal leider zu oft das Sagen, um ihn ignorieren zu können.

Da gibt es so eine Kopf-Herz-Bauch-Analogie. Bei der steht der Kopf für die Ratio, der Bauch für das rein emotionale "Ich will es aber hier und jetzt" und das Herz für den Vermittler zwischen beiden.

Der Bauch will beispielsweise nur noch Schokolade essen und nie mehr Sport treiben und vermittelt dir das Gefühl, dass du nur so glücklich werden und ansonsten für immer unglücklich sein wirst. Der Kopf aber weiß, dass das kein gutes Ende nehmen wird. Es braucht also eine Instanz die vermittelt und auch die langfristigen Ziele im Auge behält und kurzfristige Wünsche (nur noch Schoki essen) die die Erreichung langfristiger Ziele (z.B. gesund bleiben) unter Kontrolle hält.
 
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  • #147
Wenn man sich zu sehr aufreibt in Fragen von Glücklichsein, Unglücklichsein, Fastglücklichsein könnte es sich auch mal lohnen, von diesem Thema abzusehen.
Nirgendwo steht geschrieben, daß es nur ums Glück oder Unglückvermeiden geht.

Kannst du ein Problem nicht lösen, dann such dir ein anderes!
(Hört sich vielleicht nach Witz an, ist aber keiner!)

Und offenbar können einige hier Anwesende ihr Problem nicht lösen.

Wenn es reines Glück ist, einen Partner zu bekommen, dann scheint es auch reines Unglück zu sein, keinen zu finden.
Dann gibts da außer ein bißchen Mitleid doch nicht viel zu schreiben.
Man muß aber auch die Lottozahlen nicht anbellen. Darf aber natürlich, wie gesagt.
Und man darf sie auch anfeuern, wie die Fußballer im Fernsehen - als ob sie dann schneller laufen oder eher den Ball ins Tor schießen würden. Und als man die richtige Kugel beschwörend bugsierend könnte.
Das ist normale Irrationalität. An der ist nichts schlimm, die wird am Samstag auch in zig Millionen deutschen Haushalten oder Grillpartys exzessiv stattfinden.
Schwierig wird es vielleihct, wenn man sie leugnet oder völlig mißdeutet.
Meine Empfehlung: erkennen und dazu stehen. Auch das könnte ein erster Schritt sein. Irgendwo muß man ja anfangen.

Ohnehin die Frage, was so ein Forum machen kann. Ich gehe ja oft davon aus, daß das Forumsverhalten so was wie ein Modell für das Problemverhalten draußen ist. Und auch Lösungswege, sofern sie im Forum gefunden werden sollen, auch an diesem Modell ansetzen..
Seit einigen Wochen wird ein gewichtiger Teil des Forums von einer Legion von Leuten bespielt, männlich, um die 30, wenig Erfahrung mit Frauen, starker Wunsch nach einer Partnerin, sehr frustriert. Ich weiß nicht, wieviele reale Menschen hinter den vielen Profilen stecken, ich nehme mal an, zumindest mehrere.
Es gibt einige Unterschiede und viele Gemeinsamkeiten. Ausdifferenzierung innerhalb dieser Legion findet recht wenig statt. Es kommen viele Querverweise im Sinne von "X spricht mir voll aus der Seele". Diese Bestätigungen erfolgen vornehmlich im Anschluß an Frustäußerungen und Schuldzuweisungen.
Klagen und Schuldzuweisungen draußen im Leben (etwa an "die Frauen") entsprechen Klagen und Schuldzuweisungen im Forum, etwa nicht verstanden zu werden, immer nur dieselben dummen Sprüche zu hören, verlacht zu werden usw.
Der Differenzierungsgrad ist auch hier gering. Wenn man sich ansieht, auf welche Äußerungen vor allem eingegangen wird, dann sind es genau die, die tatsächlich auch solchen schon ewig gehörten Sprüchen bestehen oder sich zumindest am leichtesten in diese Richtung deuten lassen. Das sind die, die verstanden werden und deswegen Aufmerksamkeit kriegen. Alles andere wird vermutlich nicht verstanden oder bekommt aus anderen, nicht so fernliegenden Gründen keine Aufmerksamkeit.

Offenbar sind die Kosten, sich mit weiterführenden Äußerungen, von denen es hier von mehreren Foristen doch einige gab und gibt, zu beschäftigen, größer als das Leid, in dem sie sich befinden.
Hier gehts wie überall in dem Sinne rational zu, daß Kosten und Nutzen abgewogen wird. Und die Forderungen der Problemforisten sind: möglichst billig (wenig Zeit, wenig Geld dafür in die Hand nehmen, darf einen und die gewohnten Muster und Urteile nicht wirklich infrage stellen, darf keinen "Stolz" kosten, keine Einbuße im Machtspiel, keine Selbsttäuschung aufdecken usw.) ne Lösung für ihre riesigen (also von ihnen für riesig gehaltenen) Probleme zu bekommen.

Jungs, wer ein bißchen was checkt, müßte doch merken, daß es so nicth klappt.
Wenn das Problem wirklich riesig ist, dann gibts die Lösung halt vermutlich nicht so billig. Also schaut, an welcher Stelle ihr am ehesten mal was in die Hand nehmt, sei es Zeit, Geld, Mut, Ehrlichkeit, Einsicht usw.
 

Git80

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  • #148
Zitat von DerDogi:
Na weil es komplett verschiedene Sachen sind einen Weg zu kennen, ihn auch zu finden, und ihn letztendlich auch beschreiten zu können.

Praktisch alles was DerM geschrieben hat spricht mir total aus der Seele. Der rationale Teil meines Verstandes kann es zwar zuordnen, weiß vielleicht was eine richtige Einstlettung wäre, aber dem Gefühlsteil ist das ziemlich egal, und der hat nunmal leider zu oft das Sagen, um ihn ignorieren zu können.

Deswegen habe ich auch den ";)" Smiley dahintergesetzt ;)
Du bist auf dem richtigen Weg! Wenn man sich diese Zusammenhänge schon selbst herleiten kann, dann folgt auch die Umsetzung.
 
P

Philippa

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  • #149
Motzen, Jammern, sich ständig Beklagen ist ein Vermeidungsverhalten, habe ich heute gelesen und als sehr zutreffend empfunden. Manchmal muss man allerdings gut hinschauen, um zu merken, was genau man vermeidet.

Ich zum Beispiel versuche bisher mit allen Mitteln Situationen zu vermeiden, in denen mir klar wird, dass ich in diesen Bereichen mittelmässig oder unterdurchschnittlich bin. Ich vermeide dabei sogar, sobald andere Menschen - und also Vergleichsmöglichkeiten! - dabei sind, Dinge, die mir eigentlich (wenn ich allein bin) sehr viel Freude machen. Z.B. tanze oder singe ich nur ganz allein für mich in meiner Wohnung... Bisher habe ich mir eingeredet, dass ich halt ein Trauma hätte, aber wenn ich ehrlich bin, habe ich keinerlei Erinnerung an ganz schlimme Ereignisse, die diese Vermeidung erklären könnten, obwohl ich vielleicht schon auch mal ausgelacht oder gehänselt wurde.

Ich vermeide es auch, beruflich hohe Positionen zu erreichen - ich bewege mich viel lieber in flachen Hierarchien. Bisher dachte ich, der einzige Grund dafür sei, dass Macht moralisch verwerflich sei, und ich also aus ethischer Sicht besser da stehen würde, wenn ich sie vermeide. Heute habe ich mir überlegt, dass es auch damit zu tun haben könnte, dass ich nicht so gut darin bin, allzu viel Verantwortung zu übernehmen, vor allem wenn es um Entscheidungen in Dilemma-Situationen geht, wenn ich also für verursachte neue Probleme geradestehen müsste. Mir würden solche Situationen den Schlaf rauben und ich würde mich als entscheidungsschwach sehen müssen.

Das, was ich also unbedingt vermeiden will, ist das Gefühl der Mittelmässigkeit. Denn ich habe die Überzeugung entwickelt, ich hätte nur die Chance auf Liebe, wenn ich überall die Beste bin.

Die neue Einsicht tut weh, aber ich bin überzeugt, sie ist wichtig für mich und wird mein zukünftiges Leben bereichern. Ich bin ja auch ein mutiger Mensch und lernfähig. :)

Ausserdem bin ich immerhin nicht die einzige, die in gewissen Bereichen zum Motzen, Jammern und sich ständig Beklagen neigt...
 
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