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  • #46
Zitat von DerM:
Hmmm. Dogi oder ich?

Ich glaub, ich meine Euch beide, denn Eure Problematik empfinde ich als identisch. So, als wärt Ihr ein Wesen.

Parship ist wahrscheinlich die absolut falsche Seite, aber online an sich ist schon das Richtige. Meine Erfolgsquote bei im RL kennengelernten Damen liegt bei 0% (0/15), bei Dates, die durch ein Onlinekennenlernen zustande kamen, satte 100% (3/3).
Von daher muss ich schon rein statistisch schon feststellen, dass ich es online angehen muss.

Müssen tust Du gar nix außer sterben irgendwann. Dass Dir bisher der eine Weg mehr Erfolg brachte als der andere sagt ja nix über die Zukunft aus. Ich würde das RL nicht gänzlich ausschließen. Offen bleiben.





Versuch ists wert. Du zählst ein paar interessante Vorteile auf.

Der Nachteil ist, dass die Zeitung weniger gelesen wird als das Internet. :)
Nicht vergessen, ich suche ja jemanden zwischen 20-30 Jahren. Und ich glaube Dogi ist in der selben Altersregion.
Meine Kollegen auf der Arbeit, Männer wie Frauen, lachen gerne mal in der Mittagspause über diese Anzeigen.

Ist noch gar nicht so lange her, da lachte man in der Mittagspause über Leute, die sich " in diesem Internet" kennengelernt haben. Das galt als irgendwie anrüchig, freakig.
Mach Dich frei von dem, was andere denken könnten.
Es kann sich auch einfach gar keine melden, oder es kann gar keine übrig bleiben.

Ja, dann wirst Du als Deutschlands größter Pechvogel bei Günther Jauch auf der Couch zum Jahresrückblick landen!
Nachteile gibts also auch hier.... :(

Aber gut, ich werde das versuchen, bevor ich das abschließend beurteile. Ist theoretisch was, was kaum Zeit kostet und nebenher im Hintergrund laufen kann. Bloß noch die richtige Zeitung auswählen...
Was Regionales?
 
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Philippa

  • #47
Zitat von DerM:
Ich will mir das nicht vorstellen. Es erzeugt Sehnsucht, Wut und Angst, das nie zu haben.
Das sind genau die Gefühle, die du hast. Und die sind nicht falsch. Ich finde, es ist besser sich ihnen zu stellen, als sie zu verdrängen und zu unterdrücken. Sie belasten dich trotzdem und wenn du sie nicht durchleben und dann loslassen kannst, hast du keinen Platz mehr fürs Spüren von Freude, Neugierde, Zuneigung, Liebe. Und irgendwann werden sie sich explosionsartig Luft verschaffen oder du läufst in eine Depression hinein, in der du gar nichts mehr fühlen kannst. Dann bist du Monate später vielleicht voller innerlicher Freude, weil du endlich das erste Mal wieder etwas spürst, und wenn es ist, dass du wieder vor Schmerz und unendlicher Trauer weinst.

Du wünschst dir sehnlich eine Partnerin an deiner Seite. Das ist verständlich und legitim. Du engagierst dich extrem dafür, wendest trotz immer und immer wieder wiederholter Enttäuschung und Frustration, trotz kräftezehrender emotionaler Achterbahnfahrten an deren Ende sich wieder alle Hoffnung verflüchtigt, sehr viel Zeit und Energie und fast deine ganzen Gedanken für die Suche nach einer Partnerin auf. Dass es trotz dieser unglaublichen Ausdauer und der bewundernswerten Fähigkeit, immer wieder aufzustehen, einfach nicht klappt, das ist wirklich fies. Das verleidet einem alles Gute, an das man einst glaubte.

Ich verstehe das, weil ich Ähnliches selbst erlebt habe.

Heute verkrieche ich mich manchmal im Bett und heule zwei Stunden lang. Und merke nachher, dass es mich befreit von all der Last. Dass ich wieder durchatmen kann. Dass ich plötzlich die Dinge relativieren und aus einer anderen Perspektive sehen kann. Dass ich plötzlich wieder weiss, dass es immer einen Weg gibt, dass er manchmal aber an anderen Orten vorbeiführt als ich dachte. Und dass ich auf diesem unbekannten Weg, wenn ich offen dafür bin, ganz viele schöne Dinge entdecke und auch allerlei Wertvolles mitnehmen kann. Keiner kann dir und auch mir nicht garantieren, irgendwann die Liebe zu finden, die wir suchen. Aber das kann dir auch keiner, wenn du immer gegen die selbe Wand rennst und dir dabei den Kopf blutig schlägst.

Ich habe irgendwann erkannt, dass ich mich in vielerlei Hinsicht und bezüglich unterschiedlicher Themen so verhalten habe, wie ein trotziges Kind. Das hat seine Geschichte und ist aus dieser heraus verständlich. Ich habe für die Verletzungen, die dahinter stecken, Selbstmitgefühl entwickeln können. Und bin jetzt dabei, meine trotzigen Verhaltensweisen hinter mir zu lassen und statt dessen andere, neue Wege zu gehen. Es hat sich zunächst irgendwie lächerlich angefühlt, aber ich konnte auf den neuen Wegen immer wieder unerwartete "Geschenke" entgegennehmen. Und ich bin auf diesem Weg immer mehr ich selbst geworden.

Auch ich wünsche mir einen Partner. Ich möchte jemanden aus vollem Herzen lieben, aber auch Zuneigung und Mitgefühl für andere Mitmenschen in mir spüren. Es ist mir schliesslich wichtiger geworden, dass ich lieben lerne, als dass sich mein Partnerwunsch erfüllt. Wobei ich natürlich hoffe, dass sich das nicht ausschliesst. Und eigentlich sagt die Vernunft doch, dass die Fähigkeit zu lieben eine Voraussetzung für eine erfüllte Partnerschaft ist...

Kannst du damit etwas anfangen, DerM?
 
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  • #49
Ich hatte in meinen vorigen Post noch Sachen ins Zitat reingeschrieben, haste wahrscheinlich überlesen, weil ich fürs richtige Zitieren zu blöde bin, hihi. Neuland und so...
 
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  • #50
Zitat von Git80:
Hast du denn die Tipps von Seite 1 mal beherzigt? Über einen längeren Zeitraum? Hast du WIRKLICH an die selbst gearbeitet oder das nach dem Motto "der ganze Sch... funktioniert doch eh nicht" nur pro forma getan?
Ich habe schon mehrfach gesagt, dass Zeit ein Luxus ist, den ich nicht habe.

Aber zitiere mal einen bestimmten Tipp, der dich so sehr überzeugt hast, dass du ihn mir so offensiv, ohne auch nur ein bisschen auf meine Argumente einzugehen, aufs Auge drücken willst. Dann bekommst du gerne eine darauf fokussierte Antwort. Ausprobiert habe ich schon eine Menge, wahrscheinlich ist es auch dabei.

Zitat von Git80:
Wenn du die Einstellung hast, dass das alles nur Glück ist, dann dürftest du nicht so unzufrieden sein. An deinem Unglück hat dann ja niemand Schuld, sondern es ist einfach Pech. Warte lange genug, und das Glück kommt - oder eben auch nicht. Sorry, das ist Bullshit. DU kannst aktiv werden und wenn du dazu zu faul/feige/sonstwas bist, dann ist das DEIN Problem, an dem DU arbeiten solltest. Sich hier so in der Opferrolle zu suhlen, wird an deinem Zustand mit Sicherheit gar nichts ändern...
Egal, wie oft du das blind wiederholst und alles was ich sage ignorierst, oder vielleicht auch einfach nicht kapierst: Deine Aussage ist falsch.

In dem Moment, wo irgendetwas, aber speziell die Erwartungshaltung (um bei der Partnersuche zu bleiben) eines andereren Menschen involviert ist, hast du NICHT den vollen Einfluss auf das Ergebnis. Und zwar proportional dazu, wie wenig du die Person kennst.

Falls du es nicht bemerkt, kapiert oder was auch immer hast. Ich habe zugestimmt, dass man auf sich selbst Einfluss hat. Aber ich möchte mich nicht selbst daten.
 
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  • #52
Zitat von Philippa:
Es hat einen gewissen Wiedererkennungswert.

Ich habe auch Momente, nachdem ich stundenlang im Bett rumgelegen habe, in denen ich aus einem Impuls heraus irgendwelche komischen Sachen mache, einfach um irgendwas Anderes zu machen. Konnte bisher aber nicht erkennen, dass das irgendwohin führt.

Ich hab mir zig Puzzles gekauft... eins davon fertig gemacht. - Ganz nett gewesen, aber wozu? Jetzt liegts rum und nimmt Platz weg.

Ich gehe seit neuestem immer mal in die Stadt und hocke mich mit nem Eis irgendwohin - Lecker ist das ja und frische Luft ist auch super, aber überall laufen Päärchen rum. Teilweise absolut zerlumpteste Typen, die trotzdem, bzw. um so mehr Glück (Ich bleib dabei!) hatten. Und was löst das aus? Ja, "ich will auch." Und schon gehts von vorne los.
 
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Philippa

  • #53
Zitat von DerM:
Es hat einen gewissen Wiedererkennungswert.

Ich habe auch Momente, nachdem ich stundenlang im Bett rumgelegen habe,
Hast du überhaupt richtig gelesen, was ich geschrieben habe? Es ging mir nicht darum, im Bett rumzuliegen, sondern ums Heulen. Die Gefühle müssen raus!

Das mit dem Puzzle und dass du in die Stadt gehst und dir ein Eis kaufst, finde ich einen guten Anfang. Einfach weitermachen damit.

Du könntest auch als tägliche Übung vor dem Schlafengehen eine möglichst lange Liste schreiben, was an dem Tag gut war. Wenn's nur darum geht, dass fünf Minuten die Sonne hinter den Wolken hervorgeguckt hat, dass dir eine alte Dame freundlich "guten Tag" gesagt hat, dass das Eis in deiner Lieblingssorte im Laden um die Ecke vorhanden war etc. etc. Lass mal einfach all die Gedanken der üblen Sorte möglichst aussen vor! Am Anfang werden sie dir natürlich weiter in den Sinn kommen, aber du musst ihnen ja nicht allzu viel Beachtung schenken. Du hast dir - so scheint's mir - angewöhnt, dich im Elend zu suhlen. Ebenso leicht, aber viel besser, könntest du dir jetzt also auch angewöhnen, alles Positive zu beachten und zu schätzen...

Gute Nacht!
 
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  • #55
Zitat von Philippa:
Lass mal einfach all die Gedanken der üblen Sorte möglichst aussen vor! Am Anfang werden sie dir natürlich weiter in den Sinn kommen, aber du musst ihnen ja nicht allzu viel Beachtung schenken. Du hast dir - so scheint's mir - angewöhnt, dich im Elend zu suhlen. Ebenso leicht, aber viel besser, könntest du dir jetzt also auch angewöhnen, alles Positive zu beachten und zu schätzen...
Aaaaaach... *seufz*. Here we go again.... :(

Ich kann mir niemanden vorstellen, der sich freiwillig "im Elend suhlt". Ist doch Quatsch.
Das Elend ist nunmal da, wie soll man es denn einfach ignorieren, verdammt nochmal!!!!!! Es geht nun also doch schon wieder in Richtung des tollen "negative Gefühle ausschalten" - Schalters, den es nicht gibt!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! Ich bin kein verdammter Roboter und keine fiktive Figur aus irgendeinem 2 Groschen Schnulzenroman!!!!!!

Natürlich blende ich auch gute DInge nicht aus. Wie sollte ich denn? Auch hier gibts keinen Schalter.
Ich kann mich an simpelsten Dingen erfreuen. Sei dies eine Taube die sich auf dem Busch vor meinem Bürofenster niederlässt, mich lustig anglotzt und Vogelbeeren futtert, oder Rumgeblödel mit den Kollegen, oder von mir aus auch ne alte Frau, die im Supermarkt nicht an die Erdnüsse kommt. Da sind die 1,92m zu was nutze.

Im Gegensatz zu den negativen betreffen die guten Erlebnisse aber nicht die Partnersuche, bzw nur sehr selten. Und warum ist das für euch so verdammt schwer zu verstehen, dass mich nichts Anderes wirklich motiviert? Ich habe sonst so ziemlich alles, was man braucht. Freunde, Job, eigenes Haus, Kohle mit der ich nicht weiß wohin.... aber das EINE fehlt eben nunmal.

Mein letztes positives Erlebnis diesbezüglich stammt vom Montag und entwickelt sich schon wieder negativ, weil SIE einfach seitdem nichts mehr zurückschreibt. Ohne für mich erkennbaren Grund. Wir sind mitten in einem Thema, das sie von sich aus vertieft hat und Fragen hatte und sie mein Profil auch sehr humorvoll fand.
Jeden Tag war sie mehrere Stunden online und ist es auch jetzt... seit 19:30.
 
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Philippa

  • #56
Guten Morgen, DerM!

Dass du weinen kannst, ist gut. Denn unterdrückte Trauer und Wut blockieren einen. Vielleicht ist bei dir einfach so viel davon vorhanden, dass diese Trauer- und Wutphase viel Zeit braucht.

Ich bin eine ziemlich hartnäckige Person und glaube an die Fähigkeiten aller Menschen. Aber ich ziehe mich wohl bald aus der Diskussion mit dir zurück, weil ich das Gefühl habe, dass kaum etwas von dem, was ich sage, bei dir ankommt.

Du repetierst ständig dasselbe. Es scheint, dass es dir ziemlich schwer fällt, mal die Perspektive zu wechseln, dich und dein Verhalten von aussen anzuschauen oder wirklich nachzufühlen zu versuchen, was jemand anders als eigene Erfahrung erzählt. Das finde ich sehr schade. Ich glaube zwar, dass du das grundsätzlich kannst. Aber im Moment hat's noch nicht Klick gemacht, dass du es wirklich willst. Du lässt dich nicht darauf ein, etwas Neues richtig auszuprobieren.

Es sagt niemand, es gäbe einen Schalter, wo man die negativen Erfahrungen einfach so loswerden könnte und dafür von einem Moment auf den anderen nur noch glücklich wäre. Es braucht Zeit, an diesen Dingen zu arbeiten, es braucht zuerst den Mut, sich wirklich darauf einzulassen und dann die Hartnäckigkeit, nicht so schnell aufzugeben.

Und: es verspricht dir niemand ständige Glücksgefühle. Vielleicht solltest du dir mal über Glück Gedanken machen. Die Griechen hatten zwei Wörter dafür. Ich glaube, wonach du suchst, sind eher Glücksgefühle im Sinne des Hedonismus: dass du im Moment von Glück überströmt wirst. Es gibt aber auch den Begriff der Eudaimonie. Da geht es eher darum, ein glückliches, gelungenes Leben zu führen. Das hat gemäss Aritstoteles etwas damit zu tun, dass man ein tugendhaftes Leben führt. Dies hat er aber keinesfalls im Sinne von ständigem Verzicht etc. gemeint, sondern das Geniessen des Lebens gehört für ihn sehr wohl auch zu einem tugendhaften, gelungenen Leben. Das Glück, das Aristoteles meint, ist eben nicht ein flüchtiges Glücksgefühl, sondern vielleicht eher so etwas wie das Gefühl, dass das eigene Leben Sinn macht, auch wenn es manchmal schwer ist und wenn man durch harte Zeiten hindurch muss. Man kann als Mensch Schicksalsschlägen, Entbehrungen und Pechsträhnen nicht ausweichen. Das gehört alles zum Leben, bei den einen mehr, bei den anderen weniger. Man kann nur versuchen, auch trotz schweren Erfahrungen (und vielleicht irgendwann gerade wegen ihnen!) ein glückliches, gelungenes, sinnhaftes und erfülltes Leben zu führen. Man kann versuchen, in Krisen die Chancen zu sehen und an Problemen zu wachsen. Man kann sich natürlich dem auch verweigern, aber es ist schliesslich die eigene Verantwortung für das eigene Leben.

Du musst überhaupt nichts ändern, wenn du nicht willst. Vielleicht findest du ja auch in deiner Opferhaltung eine Frau, die dich will und die damit umgehen kann.
Ich persönlich würde mich jedoch vermutlich auch ziemlich schnell aus dem Kontakt mit dir zurückziehen. Mir ist es wichtig, dass mein Partner sich selbst gut reflektieren kann, dass seine Fähigkeit des Perspektivenwechsels geübt ist, und ausserdem brauche ich den Raum, ich selbst zu sein. Bei dir hätte ich sofort Angst, dass du ein Klammerer wärst, der jedes Mal, wenn ich für mich allein oder für andere Menschen Zeit brauchen würde, ein Gejammer losliesse. Ich hätte Angst, dass ich mich ständig um dich kümmern würde und mich selbst dabei vergässe. Ich hätte Angst, dass ich aus Mitgefühl mit dir zusammen wäre statt aus Liebe.

Ich habe noch eine Frage an dich: Weshalb schreibst du hier eigentlich? Geht es dir nur darum, deinen Frust loszuwerden? Oder möchtest du etwas von den anderen Foristen und Foristinnen? Was würdest du dir denn von uns wünschen? Was sollten wir dir schreiben?

Mach's gut und hab Mut, lieber DerM!
 
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  • #57
Hallo DerM,
Ich kann dich zum Teil verstehen, es gibt Tage da scheint draussen die Sonne in ihrer schönsten Form, aber innerlich ist das mieseste Regenwetter. Man kann machen was man will, die Gedanken drehen sich in dem Moment nicht um das leckere Eis das man in der Hand hat, sondern eindeutig um die ganzen glücklichen Pärchen die um einen rum laufen, Glücklich wirken und lächeln.
Ich kenne das aus eigener Erfahrung... ich habe mich in den Zeiten echt eingeigelt, konnte nur wenige Glücksgefühle zulassen, weil ich alles aber auch wirklich alles nur mit einer Partnerschaft verbunden habe.... z.B. Ich war bei sehr guten Freunden zum Grillen eingeladen, 2 Pärchen und ich, ich kenne alle 4 schon ewig lange und treffe sie sehr häufig und gerne, auch in der Konstellation 2 Paare und ich als Singel. Und plötzlich wurde mir das alles zu viel, ich wollte dort nicht hinfahren und die glücklichen Paare sehen. Das kam fast von heute auf morgen....ich habe angefangen mich zurückzuziehen und habe mich immer mehr in meine Traurigkeit (auch mit heulen im Bett) wiedergefunden. Ich habe im Internet fast schon verzeifelt nach einem Partner gesucht.... ERFOLGLOS...denn ich habe das ganz eindeutig ausgestrahlt. Und als mir ein Mann das mal ganz deutlich gesagt hat, habe ich mich vo jetzt auf gleich überall abgemeldet. Das war hart, denn dann saß ich da, und fragte mich was ich mit meiner Zeit anfangen soll, denn das ganze geschriebe und im Internetgestöber nimmt ja auch ne Menge zeit in Anspruch. Ich bin angefangen spazieren zu gehen, kannte irgendwann die ganzen Vorgärten meiner Nachbarschaft, bin dann los gefahren, habe den Hamburger Hafen ausgekundschaftet, und habe gemerkt das es mir gut tut, auch mal allein unterwegs zu sein. das brauchte Zeit... aber ich hatte die Geduld und habe es einfach versucht! Mir ging es besser und besser, und meine Gedanken wurden wieder positiver, ich war wieder offen. Und irgendwann hat es dann auch mit einem Partner geklappt. :)

Ich glaube es geht nicht unbedingt darum sich ein Hobby zu suchen bei dem du unter Menschen bist und dann die Freunde der freunde kennenlernst, sondern, das du dich mit dir selbst beschäftigst und du dir selber hilfst... ich habe damals gelernt mich an den kleinen Dingen, die einfach normal geworden waren, mich zu erfreuen.

Man darf sich nicht nicht unterkriegen lassen.... ich weiss, das ist einer dieser Sätze die man nicht hören will, aber ich finde der trifft es!

Meine Schwester (die in meinen Augen alles hat was ich mir so sehnlichst wünsche, der die Sonne aus dem Arsch scheint) die hat mit solchen Sprichwörtern um sich geworfen....ich habe es gehasst. diese ewige Klugscheisserei----wenn jemand keine Ahnung davon hat wie es ist ALLEINE zu sein, dann brauchen die bitte auch keine Schlauen Sprüche zu klopfen.
Das ist alles gut gemeint und keiner will einem etwas böses; es ist das Ergebnis von Hilflosigkeit, denn keiner kann dir wirklich bei dem Gefühl helfen ausser du dir selber.
Viele Grüße
 
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  • #58
Zitat von DerM:
Ich habe schon mehrfach gesagt, dass Zeit ein Luxus ist, den ich nicht habe.

Aber zitiere mal einen bestimmten Tipp, der dich so sehr überzeugt hast, dass du ihn mir so offensiv, ohne auch nur ein bisschen auf meine Argumente einzugehen, aufs Auge drücken willst. Dann bekommst du gerne eine darauf fokussierte Antwort. Ausprobiert habe ich schon eine Menge, wahrscheinlich ist es auch dabei.
Mein erster Post im Thread:
Man kann aber schon sehen, dass man andere "Glücksquellen" für sich selbst findet. Sport, Freunde, Familie, ein neues Hobby, ehrenamtliches Engagement - man könnte auch sagen "ein gesundes soziales Umfeld". Auch wenn es schwer fällt: Sich einfach mal davon lösen, dass ausschließlich eine Partnerschaft für das eigene Glück verantwortlich ist. Kleine Momente von Glück achtsamer wahrnehmen. Ein Lob des Chefs. Ein "Mensch, heute siehst du aber gut aus" der besten platonischen Freundin. Nicht immer so hart zu sich selbst sein (das Lied von Andreas Bourani dazu trifft es auf den Punkt). Nicht immer daran denken, was einem fehlt, sondern was man hat. Wenn man sich z.B. mal die Situation der Menschen in Syrien vor Augen führt, dann ist ein Leben in Deutschland auch ohne Partner ein echtes Privileg.
All diese Dinge führen zu einer positiveren Sicht der Dinge. Das strahlt man dann auch aus und andere Menschen merken es. Das ist dann die Grundlage, um jemanden kennenzulernen. Zu wissen, dass es einem auch gut geht, wenn das nächste Date nichts wird. Gelassenheit.
So eine "Einstellungsänderung" geht nicht von heute auf morgen und es wird auch nicht mit ner Checkliste funktionieren, aber sieh es als Prozess, als "der Weg ist das Ziel". Vielleicht mal mit Buddhismus beschäftigen oder dem Begriff Achtsamkeit.

Zitat von DerM:
Egal, wie oft du das blind wiederholst und alles was ich sage ignorierst, oder vielleicht auch einfach nicht kapierst: Deine Aussage ist falsch.

In dem Moment, wo irgendetwas, aber speziell die Erwartungshaltung (um bei der Partnersuche zu bleiben) eines andereren Menschen involviert ist, hast du NICHT den vollen Einfluss auf das Ergebnis. Und zwar proportional dazu, wie wenig du die Person kennst.

Falls du es nicht bemerkt, kapiert oder was auch immer hast. Ich habe zugestimmt, dass man auf sich selbst Einfluss hat. Aber ich möchte mich nicht selbst daten.
Egal, wie oft du das blind wiederholst und alles was ich sage ignorierst, oder vielleicht auch einfach nicht kapierst: Ich sage doch mit keiner Silbe "ändere x, dann hast du in y Zeit, eine Freundin". So läuft es nicht. Aber man kann dem Glück auf die Sprünge helfen, die Chance auf das Glück erhöhen. Du agierst wie jemand, der sich ärgert, dass er nie im Lotto gewinnt, aber nie einen Schein abgibt. Selbst beim Lotto gibt es Strategien, um den eigenen Gewinn zu maximieren - ob man jemals nen 6er hat, weiß man deswegen trotzdem nie!

Eines kannst du mir glauben: Ich kenne deine Situation bestens! Ich hatte tiefe Depressionen, teilweise sogar Suizid-Gedanken (nie konkret, aber latent). Was mir geholfen hat? Ein neues Hobby. Sinn im Leben abseits von Erwartungen anderer. Ich merke teilweise, dass ich drohe, in alte Muster zu verfallen, aber dann kämpfe ich dagegen aktiv an. Ich weigere mich, in diese Spirale des "es ist alles schlecht, wird schlechter und schlechter" zu verfallen. Weil es nichts bringt (ganz im Gegenteil!). Weil es nur kaputt macht und nichts erschafft.
Ich kann dir nen Urlaub in nem 3. Welt Land empfehlen. Und dann mal dahin schauen, wo die für die Touristen aufpolierten Areale aufhören. Da relativiert sich einiges im eigenen Leben.
 
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  • #59
Zitat von DerDogi:
Ich unternehme auch soweit möglich etwas mit Freunden - sei es Spieleabend, Sport oder Disco (jetzt bitte kein "ach toll, da lernst du doch Frauen kennen" - tu ich nicht).
Obwohl ich blond bin, reicht’s noch grade, um mir diesen Kommentar zu verkneifen. Soviel habe ich auch schon mitbekommen.

Zitat von DerDogi:
Und an den vielen Tagen an dem niemand aus meinem (alle in Beziehungen) Freundeskreis mal wieder keine Zeit hat, mach ich halt was kreatives, für das sich dann doch niemand außer mir interessiert.
Ad a) Wenn du dich dafür "wirklich" interessierst, ist es doch fein. Oder zählt es erst dann, wenn sich auch jemand anderes dafür interessiert?
Ad b) Du könntest ja, wenn deine Freunde alle verpartnert sind, in Erwägung ziehen, deinen Freundes- oder Bekanntenkreis zu erweitern. Ja, das geht. Eher nicht dadurch, dass du mit Pärchen ausgehst. Auch nicht, wenn du alleine in eine Disco oder Bar gehst und da als lonely cowboy rumstehst. Du könntest ja etwas machen, wo man bewusst mit anderen in Kontakt kommt; halt je nach Interessenlage was Körperliches, z.B. Tanzen (contact improvisation, 5 Rhythmen, Biodanza o.ä.), oder Sport - etwas für beide Geschlechter(Lauftreff, Kurs im Fitnesscenter, Thai Chi, Yoga, etc.) oder Kunst (Malkurs, Photoworkshop, etc), Theaterwerkstatt, poetry slam, Rhetorikkurs, Flirtkurs ;), bissl Jammen im Park, einfach Gitarre mit und Musik machen; Flashmob; Workshop in der Sternwarte; Kochkurs Vegane Häppchen zum Brunch oder Grillen für Fortgeschrittene, Hallenhalma für Anfänger - es gibt doch so ein Riesenangebot. NICHT um eine Partnerin zu finden, sondern mal zu üben, mit Fremden in Kontakt zu kommen.

Natürlich kannst du jetzt wieder aufführen, es gibt überhaupt nichts, was dich davon interessiert. Dann langweile dich halt einfach weiter und warte, bis die Prinzessin eines Tages an der Tür klingelt (bzw. an deinem virtuellen Postfach). Die dein wahres Wesen erkennt und sagt: schon immer wollte ich einen Mann, der sich für nichts anderes als mich interessiert.
Wird vielleicht mal ein modernes Märchen.

Zitat von DerDogi:
Die Tasache, dass ich alle meiner Hobbies nur als Zeitvertreib und nicht als Lebensinhalt empfinde ist eben das Problem mit Aussagen wie "Such dir ein Hobby" oder "mach halt was dir Spaß macht".
Was soll denn dein Lebensinhalt sein? Eine Partnerin zu haben?
Gruselig. Ist ja ein wahrer Mühlstein, den du ihr da an den Hals hängst.

Zitat von DerDogi:
Oder wenn ich ein interessantes Buch lese, denk ich mir auch nicht "wow ist das schön, dass ich das jetzt weiß - und ich muss sogar niemand von den Erfahrungen erzählen, die ich beim Lesen gemacht hab".
So ganz kann ich deinen Gedankenwindungen nicht folgen. Ist Lesen bei dir nur Wissensaufnahme und dann darüber dozieren? Einfach so für sich was Spannendes, Lustiges, Berührendes, Unterhaltsames, Informatives lesen ist keine Freude? Dann bist du wohl keine Leseratte.

Zitat von DerDogi:
genau wie bei der Suche nach einer Freundin/Band/Sportart... kommt die "ich brauch das jetzt, sonst gehts mir nicht gut" Einstellung in die Quere.
Schieb die halt beiseite. Und machs einfach. Also jetzt einfach mal Sport oder so. Du kannst natürlich auch ewig lamentieren, dass es nichts bringt.

Wenn du nicht aus der Komfortzone rauswillst, kannst du auch drinbleiben.

"Arbeiten" in deinem Threadsinn würde ich jetzt einfach mal als tun bezeichnen. Irgendwas. Was mit echten Menschen und nix mit Computern zu tun hat.
 
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  • #60
Vergebliche Liebesmüh' ...

Philippa: "Vielleicht findest du ja auch in deiner Opferhaltung eine Frau, die dich will und die damit umgehen kann."

Personen mit ausgeprägtem Helfersyndrom dürften wohl nicht das sein, was sich jemand wie DerM wünscht, sie sind nämlich nicht wirklich attraktiv. Nun gibt es hier im Forum (und wohl auch bei PS) zweifellos weibliche Pendants zu DerM. Eine mögliche Symbiose sollte allerdings kaum funktionieren, denn selbst auf Leidende wirken andere Leidende in der Regel alles andere als anziehend.

Philippa: "Ich habe noch eine Frage an dich: Weshalb schreibst du hier eigentlich? Geht es dir nur darum, deinen Frust loszuwerden? Oder möchtest du etwas von den anderen Foristen und Foristinnen?"

Interessante Frage. Der Terminus dafür wäre wahrscheinlich 'sekundärer Krankheitsgewinn', sprich: Aufmerksamkeit. Denn der FS scheint in der Depression ziemlich festzusitzen. Da drehen sich Gedanken nur noch im Kreis, es gibt nur noch ein Thema - das beherrscht letztlich jede Kommunikation, sowohl inhaltlich als auch von der intentionalen Seite. Wer da nicht mehr allein herausfindet, wer mit den hier beschriebenen Strategien nichts mehr anfangen kann, der sollte sich tatsächlich professionelle Unterstützung suchen.