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Gast

  • #361
Ich denke, ich verstehe in etwa, was Du mit needy meinst. Glaubst Du, es kommt so rüber, needy zu sein, wenn man sich auf einen anderen Menschen einlässt? Und selbst wenn, warum wäre das so schlimm für Dich? Um nicht verletzt zu werden? Um sich nicht zu verlieren? Du machst auf mich nicht den Eindruck eines Tollpatschs, ein wenig verbohrt vielleicht, jedoch nicht hoffnungslos.
Needy bist Du doch auch alleine; oder warum hast Du diesen Thread eröffnet? Weil Du nicht needy bist?
 
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  • #363
Zitat von DerDogi:
Die Annahme war ja zu einem Zustand zu kommen, wo das Finden des Partners nicht das eine und oberste Ziel ist. Gtriggert druch die Vorraussetzung, dass so eh niemand finden wird.

Niemand möchte für mich, und Frauen halte ich für empathisch genug, mir das anzumerken, das Mittel zum Zweck für mein Seelenheil sein. Mit sich selbst zufrieden sein OBWOHL man allein ist, das war die Vorstellung von dem Zustand der die nächst-realistische Alternative zu diesem Rummrennen und auf Teufel komm raus jemaden finden zu wollen ist.... das ist nämlich auch ne Never-Ending Story.

Ich suchte primär nach Wegen oder Strategien die mir helfen aus diesem Karussel zu entkommen.
Vielleicht hilft eine Familienaufstellung?
 
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  • #364
Zitat von DerDogi:
Niemand möchte für mich, und Frauen halte ich für empathisch genug, mir das anzumerken, das Mittel zum Zweck für mein Seelenheil sein.
Ich behaupte, das würde auch nicht funktionieren, weil dir eine Partnerschaft das nicht bieten kann. Eine Partnerschaft kann wunderschön und erfüllend sein, aber sie wird dir - vor allem auf Dauer - kein "Seelenheil" geben, wo vorher keines war.

Es wäre schade, wenn die Partnerschaft dann aufgrund unrealistischer, unerfüllbarer unterbewusster Vorstellungen zerbricht und man dann evtl. auch noch dem ach so bösen und unverständigen Partner dafür die Schuld in die Schuhe schiebt, weil man hinter die wahren Gründe gar nicht gekommen ist.
 
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  • #366
Zitat von Some42:
Womit wir hier ja beim "an sich arbeiten" wären. Nur durch neuen Partner alleine hätte sich vermutlich auf Dauer nicht so viel verbessert, nehme ich an?
Oh doch. Und zwar gewaltig.
Zumindest ist DAS ein Schub, um den ganzen anderen Kram umsetzen zu können, der hier so aufgezählt wird. Nicht umgekehrt.
 
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  • #368
Zitat von chiller7:
Ich denke, ich verstehe in etwa, was Du mit needy meinst. Glaubst Du, es kommt so rüber, needy zu sein, wenn man sich auf einen anderen Menschen einlässt? Und selbst wenn, warum wäre das so schlimm für Dich? Um nicht verletzt zu werden? Um sich nicht zu verlieren? Du machst auf mich nicht den Eindruck eines Tollpatschs, ein wenig verbohrt vielleicht, jedoch nicht hoffnungslos.
Needy bist Du doch auch alleine; oder warum hast Du diesen Thread eröffnet? Weil Du nicht needy bist?
So langsam glaub ich, wir reden aneinander vorbei.... das Problem ist ja (das hätte ich vielleicht noch erwähnen sollen) dass grad keine Frau verfügbar ist, auf die man sich einlassen könnte. Wo soll die denn herkommen? Auf die Idee, dass vieles mit einer Partnerin schöner wäre bin ich auch schonmal gekommen. Da geb ich dir natürlich recht. Ich hab aber grad die Vermutung (bisher unbestätigt), dass wenn ich wie ein Flyerverteiler in der Innenstadt stehe und alle Frauen in meinem alter Frage (magst du gern meine Freundin sein) es nicht so sehr von Erfolg gekrönt sein wird (das mein ich mit needy), und (bestätigt) dass wenn ich auf der größten deutschen Singlebörse Frauen anschreibe (mit einem etwas eleganteren Text), dass das auch nicht von Erfolg gekrönt ist.

Ich möchte (und darum gings ja in dem Thread) deswegen nicht den ganzen Tag rumsitzen und drüber jammern, dass ich allein bin. Was du vorschlägst ist jetzt: Dann such dir halt eine Freundin ... ähm ... okay .... hä ... wenn das "mal eben so" ginge (ich vergas vielleicht zu erwähnen, dass das bei mir nich der Fall ist), dann käme ich nicht in die Verlegenheit daheim zu sitzen und über mein allein sein zu jammern, und dann müsste ich mir keine Gedanken darüber machen, wie man das Jammern weg krieg.

... ich glaub ich hab nicht verstanden worauf du hinaus willst.
 
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  • #369
Zitat von Some42:
Womit wir hier ja beim "an sich arbeiten" wären. Nur durch neuen Partner alleine hätte sich vermutlich auf Dauer nicht so viel verbessert, nehme ich an?
Es kommt darauf an, ob man selber eher zu den Innovatoren oder Adaptierern zählt; das würde einige Haltungen hier vielleicht erklären.
 
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  • #370
Zitat von DerDogi:
Unter all den Motiven, etwas an seinem Handeln und somit auch sich selbst zu verändern, finde ich das, es jemandem zu gefallen zu tun, nicht das Schlechteste. Also Alternativen wie Selbstgefälligkeit, Veränderungssucht, Ratgebergehorsam, Kolumnenhörigkeit find ich weniger gut. Toll wäre natürlich, wenn man aus Einsicht was ändert. Aber was ist schon Einsicht, ist doch alles subjektiv. Und dann scheint es mir ein Merkmal von Beziehungsfähigkeit zu sein, seinem Partner oder auch Bekannten oder Kandidaten zu liebe mal was zu machen. Die sind wenigstens konkret und man ist in lebendigem Kontakt mit ihnen. Anders als die Regeln, die man so vom Hörensagen kennt, wie man zu sein hat und denen man sich alternativ so weit unterwirft, daß man sich selbst mit ihnen verwechselt.
Also ich persönlcih finds recht schön, wenn jemand was mir zu gefallen macht. Besser, wenn er mich dabei auch ein wenig erkennt, also mitkriegt, was mir gefällt.
Mit Menschen, die einen Horror davor haben, anderen zuliebe was zu tun, möchte ich eher keinen Kontakt pflegen.
 
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  • #371
Zitat von DerM:
Oh doch. Und zwar gewaltig.
Zumindest ist DAS ein Schub, um den ganzen anderen Kram umsetzen zu können, der hier so aufgezählt wird. Nicht umgekehrt.
Puh! Wenn du meinst.

Aber ich fürchte sehr, dass du da Dinge von einer Partnerschaft erwartest, die sie nicht erfüllen kann.

Ich stelle die Frage: Wenn zwei Personen ihre Probleme mit in eine Partnerschaft einbringen, heben die sich dann auf wundersame Weise gegenseitig auf, oder addieren sie sich?

Und was ist mit den ganzen Problemen, die sich durch eine Partnerschaft erst ergeben? Es gibt da diesen alten Witz, "Eine Partnerschaft ist da, um gemeinsam Probleme zu bewältigen, die man alleine gar nicht hätte." Das ist natürlich sehr überspitzt, aber hat einen wahren Kern.

Beantworten lassen sich beide Fragen nicht, da die Antworten sehr von *beiden* jeweiligen Partnern und den konkreten Problemen abhängen. Aber die Wahrscheinlichkeit, dass Partnerschaft pauschal für mehr als ein paar Tage "Friede, Freude, Eierkuchen und nur noch Wolke 7" bedeutet, halte ich für verschwindend gering.

Wie ich oben schon DerDogi geschrieben habe, in eine zukünftige Partnerschaft die Erwartung des eigenen Seelenheils hineinzuprojizieren halte ich für keinen funktionierenden Weg.

Hoffen wir, dass deine zukünftige Partnerschaft an diesen (meiner Meinung nach unrealistischen) Hoffnungen nicht sehr schnell zerbricht, falls du wieder eine eingehen solltest.

Ich fürchte sogar, dass eine nicht zu vernachlässigende Wahrscheinlichkeit besteht, dass dann in deiner Wahrnehmung die Partnerin bzw. ihr Verhalten oder ihre Probleme schuld waren, dass es nicht geklappt hat, wenn es dann nicht geklappt hat...

Und ja - um deine Anmerkung in einem anderen Thread hier aufzugreifen - ich habe Single-Erfahrung - (leider) mehr als genug. Aber ich habe in der Tat nicht so enorme Wunderheilungserwartungen an eine Partnerschaft, sondern versuche, an meinen Problemen und Problemchen zu arbeiten, und sie besser kennenzulernen, *bevor* ich eine Partnerschaft eingehe. Einfach um die Partnerschaft weniger zu strapazieren - und ich behaupte, zumindest von Zeit zu Zeit ist praktisch jede noch so gute Partnerschaft ohnehin auch strapaziös! - und zum anderen, um besser zu verstehen wenn "Probleme" von meiner Seite die Partnerschaft unnötigerweise bedrohen und gegensteuern zu können.

Wahrscheinlich wirst du mich jetzt versuchen zu zerpflücken, aber je mehr ich von dir lese, desto weniger verstehe ich deine Haltung...
 
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  • #372
Zitat von Some42:
Aber ich fürchte sehr, dass du da Dinge von einer Partnerschaft erwartest, die sie nicht erfüllen kann.

Ich stelle die Frage: Wenn zwei Personen ihre Probleme mit in eine Partnerschaft einbringen, heben die sich dann auf wundersame Weise gegenseitig auf, oder addieren sie sich?
In der Partnerschaft hat man sich die meiste Zeit wohl gefühlt. Man hatte auch Probleme, Ängste und Sorgen, die hat man immer, aber man hatte eine Sache im Leben die einem das Gefühl "ach das ist alles nicht so wild" gegeben hat.

Ohne Partnerschaft hat man dieselben Probleme und Sorgen PLUS das "Wissen" dass einen niemand liebt.

Auch bleiben viele Glücksmomente aus, die man nur mit Partner erleben kann. Gemeinsame Unternehmungen, das Leuchten in den Augen seines Schatzes, wenn man ihr Blumen mitbringt, das morgens aufwachen und eine Person die man liebt neben sich liegen zu sehen ... all diese Momente hat man ja erstmal nicht mehr.

Man muss kein Psychoanalytiker sein um einzusehen, dass wenn sich jemand nicht glücklich fühlt die Situation wiederherstellen möchte in der sie sich das letzte mal glücklicher gefühlt hat.
 
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Marlene

  • #373
Zitat von DerDogi:
In der Partnerschaft hat man sich die meiste Zeit wohl gefühlt. Man hatte auch Probleme, Ängste und Sorgen, die hat man immer, aber man hatte eine Sache im Leben die einem das Gefühl "ach das ist alles nicht so wild" gegeben hat.

Ohne Partnerschaft hat man dieselben Probleme und Sorgen PLUS das "Wissen" dass einen niemand liebt.

Auch bleiben viele Glücksmomente aus, die man nur mit Partner erleben kann. Gemeinsame Unternehmungen, das Leuchten in den Augen seines Schatzes, wenn man ihr Blumen mitbringt, das morgens aufwachen und eine Person die man liebt neben sich liegen zu sehen ... all diese Momente hat man ja erstmal nicht mehr.

Man muss kein Psychoanalytiker sein um einzusehen, dass wenn sich jemand nicht glücklich fühlt die Situation wiederherstellen möchte in der sie sich das letzte mal glücklicher gefühlt hat.
Kann ich nur unterstreichen. Alles andere kommt mir künstlich reflektiert vor, einfach halt Trostspendend, außer, man wäre jetzt nicht auf der Suche. Wenn man Sehnsucht nach Zweisamkeit hat, ist es eigentlich egal, sage ich jetzt mal provokant, in welchem "unfertigen Zustand" man sich befindet. Es ist hilfreich, sich mit etwas Anderem zu beschäftigen, wenn das aber auch nur künstlich ist, hilft das auch nichts. Kann sogar das Einsamkeitsgefühl verstärken. Glücklich ist der, der komplett in etwas Anderem aufgehen kann und seine Sehnsucht derweil vergißt. Falls das nicht geht, dann eben volle Konzentration auf die Suche lenken. Was hier bedeutet: anschreiben, anschreiben, anschreiben. Das macht so schön leer zum Schluss, dann kann man etwas anderes machen. Und dann: Enttäuschung wegstecken, Enttäuschung wegstecken, indem man sich auf neue Anschreiben konzentriert. Dabei kann man sich auch üben und es dient dem eigentlichen Anliegen. Man übt sich in Kommunikation und Einfühlungsvermögen. Wie Interesse und Aufmerksamkeit abläuft.
 
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  • #374
Zitat von Marlene:
Was hier bedeutet: anschreiben, anschreiben, anschreiben. Das macht so schön leer zum Schluss, dann kann man etwas anderes machen. Und dann: Enttäuschung wegstecken, Enttäuschung wegstecken, indem man sich auf neue Anschreiben konzentriert. Dabei kann man sich auch üben und es dient dem eigentlichen Anliegen.
Wenn man sich da halt nicht verrennt. Ich war ja bisher noch auf dem "Wenn du krampfhaft eine Suchst, findest du keine" Dampfer. Mit der Strategie wird es ja nur noch krampfhafter.
Mehr und mehr Absagen führen zu einem noch schelchteren Selbswertgefühl, fehlende Rückmeldungen geben einem noch Hilflosigkeit dazu, weil einem keiner sagt, was man denn falsch macht, also noch mehr Frustration, und so weiter.

Das ist ja die Situation der entkommen möchte.
 
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  • #375
Zitat von DerDogi:
In der Partnerschaft hat man sich die meiste Zeit wohl gefühlt. Man hatte auch Probleme, Ängste und Sorgen, die hat man immer, aber man hatte eine Sache im Leben die einem das Gefühl "ach das ist alles nicht so wild" gegeben hat.

Ohne Partnerschaft hat man dieselben Probleme und Sorgen PLUS das "Wissen" dass einen niemand liebt.

Auch bleiben viele Glücksmomente aus, die man nur mit Partner erleben kann. Gemeinsame Unternehmungen, das Leuchten in den Augen seines Schatzes, wenn man ihr Blumen mitbringt, das morgens aufwachen und eine Person die man liebt neben sich liegen zu sehen ... all diese Momente hat man ja erstmal nicht mehr.

Man muss kein Psychoanalytiker sein um einzusehen, dass wenn sich jemand nicht glücklich fühlt die Situation wiederherstellen möchte in der sie sich das letzte mal glücklicher gefühlt hat.
Ganz wichtig finde ich erstmal, das Wort "man" durch das Wort "ich" zu ersetzen .-). Kannst du erklären, warum du nicht die Ich-Form wählst?