DerDogi

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  • #1

"An sich arbeiten" ... aber wie?

Inspiriert von einer Geschichte über einen Schauspieler wollte ich das Thema "an sich arbeiten" mal separat aufgreifen:
Man muss erstmal an sich/an seiner Einstellung arbeiten, das ist klar.

Ich bekomme von Freunden und Verwandten immer den guten Rat: Sei doch einfach allein Glücklich, dann klappt das schon irgendwann. Und ich hab in einer Beziehung auch immer diesen Rat gegeben .... der ja soo leicht umzusetzen ist ... wenn es den "jetzt bin ich glücklich" Knopf gäbe, hätte ich schon längst draufgedrückt.

Mein Verganenheits-Ich hatte aber recht. Die Einstellung "Ich will unbedingt eine Partnerin" ist kontraproduktiv. Welche Frau will schon das Mittel zum Zweck sein? Idealerweise finden sich zwei glückliche Menschen, und werden zusammen noch glücklicher.

Aber woher nehmen und nicht stehlen? Was soll man machen, wenn man sich zufällig nicht glücklich fühlt? Warten bis es soweit ist ... notfalls für immer? Wenn der Wunsch nach einer Beziehung so stark ist, dass er einen ausbremst.... tja da geht man zu einer Singlebörse in der Hoffnung da eine zu finden, die das ähnlich sieht, aber da ist man nur einer von tausenden "needy" Idioten. Auch nicht so prickelnd...

Es ist also das Ei des Kolumbus, dass man seine Einstellung hinbekommt.
- Dass man sich darüber im klaren wird was man will, und das auch leben und lommunizieren kann.
- Dass man den Gegensatz "ich bin allein glücklich" und "ich untenehme Dinge, die eine Partnerschaft zum Ziel haben könnten" verinnerlicht.
- Dass man vielleicht auch auf eine Weise glücklich wird, bei der man nicht das Leben führt, bei dem man das ganze Wochenende vor der Playstation sitzt und drauf wartet, dass eine Frau neben einem im Zimmer spawnt.

Zum letzen Punkt hör ich immer "geh doch in Sportverein", aber mit der "ich wünsch mit eine Partnerin" Einstellung ist das allein auch nicht des Rätsles Lösung.

Hat denn jemand vielleicht eine Literaturempfehlung, die nicht gerade voller Klischees ist?
Vielleicht eine lebensverändernde Erfahrung in die Richtung gemacht, oder eines dieser "20 Punkte"-Programme umgesetzt, dass mal was gebracht hat?
 

Git80

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  • #2
Alleine, dass du dir über das Thema Gedanken machst, zeigt mir, dass du auf dem richtigen Weg bist. Natürlich kann man nicht zu 100% der Zeit den fehlenden Lebenspartner vergessen und die Qualität, die einem nur eine Beziehung geben kann. Ich falle z.B. immer zu Weihnachten und bei Hochzeiten in ein entsprechendes Loch, weil man gerade da mit dem Glück der anderen konfrontiert wird. Und laut Studien stehe ich damit nicht allein da.
Man kann aber schon sehen, dass man andere "Glücksquellen" für sich selbst findet. Sport, Freunde, Familie, ein neues Hobby, ehrenamtliches Engagement - man könnte auch sagen "ein gesundes soziales Umfeld". Auch wenn es schwer fällt: Sich einfach mal davon lösen, dass ausschließlich eine Partnerschaft für das eigene Glück verantwortlich ist. Kleine Momente von Glück achtsamer wahrnehmen. Ein Lob des Chefs. Ein "Mensch, heute siehst du aber gut aus" der besten platonischen Freundin. Nicht immer so hart zu sich selbst sein (das Lied von Andreas Bourani dazu trifft es auf den Punkt). Nicht immer daran denken, was einem fehlt, sondern was man hat. Wenn man sich z.B. mal die Situation der Menschen in Syrien vor Augen führt, dann ist ein Leben in Deutschland auch ohne Partner ein echtes Privileg.
All diese Dinge führen zu einer positiveren Sicht der Dinge. Das strahlt man dann auch aus und andere Menschen merken es. Das ist dann die Grundlage, um jemanden kennenzulernen. Zu wissen, dass es einem auch gut geht, wenn das nächste Date nichts wird. Gelassenheit.
So eine "Einstellungsänderung" geht nicht von heute auf morgen und es wird auch nicht mit ner Checkliste funktionieren, aber sieh es als Prozess, als "der Weg ist das Ziel". Vielleicht mal mit Buddhismus beschäftigen oder dem Begriff Achtsamkeit.
 

koerschgen

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  • #3
Danke Git80. Guter Beitrag.
@DerDogi: Suche Dir eine Leidenschaft neben der Arbeit, den Du brauchst etwas, dass Dich im Privatleben erfuellt. Das Arbeitsleben kann auch mal herb sein. Ein genauer Fokus neben der Arbeit hilft Dir, Dich abzulenken und Erfolgserlebnisse zu generieren. Meine Erfahrung ist die, dass Sport sich sehr dafuer anbietet. Du tust etwas fuer Dich, lebst gesuender, schaust auf passende Ernaehrung, etc.
Am besten streichst Du auch das Wort aus Deinem Vokabular. In der vernetzten Welt von heute sind wir nicht , sondern . Es gibt viele Wege, gluecklich zu sein und nicht nur eine 'Gluecksquelle'.
 
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DerDogi

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  • #5
Danke Git und Koerschgen beide Beiträge sind sehr gut.

Zitat von koerschgen:
@DerDogi: Suche Dir eine Leidenschaft neben der Arbeit, den Du brauchst etwas, dass Dich im Privatleben erfuellt. Das Arbeitsleben kann auch mal herb sein. Ein genauer Fokus neben der Arbeit hilft Dir, Dich abzulenken und Erfolgserlebnisse zu generieren. Meine Erfahrung ist die, dass Sport sich sehr dafuer anbietet. Du tust etwas fuer Dich, lebst gesuender, schaust auf passende Ernaehrung, etc.

Das kann ich bestätigen. Das hat mir in der Vergangenheit schon einmal dazu verholfen mich besser zu fühlen. Und in der Phase hab ich auch meine erste Freundin gefunden.

Wenn ich jetzt aber aus gesundheitlichen Gründen den Sport für den ich mich begeistere (in meinem Fall Marathon) nichtmehr betreiben kann ... "dann such dir halt nen anderen Sport" schon klar. Das schlägt dann nochmal in dieselbe Kerbe: Noch nicht mal der Sport ist mir geblieben, und allein bin ich auch noch.... und alt ... und so weiter .... die einzelnen "Gründe", die sich mein Kopf ausspinnt warum das alles nichts taugt, sind eigentlich Nebensächlich.

Hobby suchen etc. ist auch ein guter Ansatz. Darin etwas anderes als "nur" einen Zeitvertreib zu sehen ist die Kunst. Man muss ja eine Erfüllung darin finden können, und nicht nur Zeit totschlagen. Mit der negativen Grundhaltung das jetzt nur zu machen, weil man ja eh nicht besseres findet, und etwas zu suchen, dass man "halt schon machen kann" da wird keine Leidenschaft aufkommen. Und das ist der Teufelskreis, da diese Einstellung sich so ganz leicht selbst erhält.

Deswegen wollte hab ich auch nach Literatur gefragt, in der Hoffnung dass irgend ein schlauer Mensch diesen Gedanken auf eine Weise formuliert hat, die einen wachrütteln kann, und einem Aspekte auf den Weg gibt, die dabei helfen aus diesem Taufelskreis auszubrechen.

Es muss ja nicht nur Sport sein, ich schätze mal einen Hund zu kaufen wirkt auch wunder (tja, Mietwohnung...) oder Engagement in einer Mittelalterspielgruppe oder das Vorlesen von Geschichten für Flüchtlichgskinder - alles was Zeit in Anspruch nimmt, und man nicht nur für sich macht.

Ein Brainstorming an dieser Stelle würde ich befürworten :)
 

Git80

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  • #6
Zitat von DerDogi:
Es muss ja nicht nur Sport sein, ich schätze mal einen Hund zu kaufen wirkt auch wunder (tja, Mietwohnung...) oder Engagement in einer Mittelalterspielgruppe oder das Vorlesen von Geschichten für Flüchtlichgskinder - alles was Zeit in Anspruch nimmt, und man nicht nur für sich macht.

Ein Brainstorming an dieser Stelle würde ich befürworten :)

So doof wie es klingt: Mach einfach das, worauf du Lust hast. Wenn du mit der Einstellung "Ich muss mir jetzt ein Hobby suchen, damit ich glücklich bin" an die Sache rangehst, verlagerst du das Problem ja nur von der Freundin auf das neue Hobby. Wenn du dich für Geschichte begeisterst, dann schau, ob du Zugang zu einer Re-Enactment Gruppe findest. Es gibt auch Leute, die sich originalgetreue StarWars-Kostüme nachbauen und dann bei wohltätigen Veranstaltungen auftreten. Beim Thema Vorlesen denke ich an die diversen Mentor- oder ähnliche Gruppen, die Suchen immer Leute, die gemeinsam mit Kindern lesen. In Tierheimen sind "Katzenkuschler" gerne gesehen, die den Tieren die Nähe zum Menschen geben, um die Pfleger zu entlasten. Vielleicht auch mal nen Blick in das aktuelle Volkshochschulprogramm werfen. Wie wäre es mit ner neuen Sprache? Politische Parteien suchen auch immer Menschen, die sich engagieren wollen.
Der Fantasie sind da keine Grenzen gesetzt - also Schluss mit den Ausreden ;-) Nicht denken, machen!
 

Yvette

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  • #7
Zitat von Git80:

Ich habe die ganze Zeit überlegt, ob ich diese Literaturempfehlung geben soll und mach das jetzt mal: Flüchten oder Standhalten von Horst E. Richter, der die Thematik etwas abstrakter behandelt - und das scheint es mir ja zu sein, ein etwas intellektuelles Problem ... als Marathonläufer bist du ja schon stark zielorientiert, kannst dich motivieren, und, und, und ... nochmal die Energie auf die "richtige" Bahn zu lenken ... so hört sich das Thema für mich an.
 
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Philippa

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  • #8
Wenn man oder frau es über längeren Zeitraum nicht schaffen, einen Partner zu finden, obwohl dies subjektiv ein wichtiges oder gar das wichtigste Ziel ist, dann - so finde ich - liegt es tatsächlich nahe, an sich zu arbeiten. Die Fixierung auf die abwesende Partnerschaft zu lösen oder zu lockern und sich von der eigenen diesbezüglichen Bedürftigkeit zu verabschieden und statt dessen zu entdecken, dass das Leben auch ohne Partner lebenswert ist, ist sicher ein möglicher Bereich, der angegangen werden kann. Den Beitrag von Git80 dazu finde auch ich gelungen.

Ich denke aber, es gibt oft auch noch andere Bereiche, die anzugehen vielleicht lohnen würde. Manchmal stellen wir uns nämlich mit unseren Verhaltensweisen und emotionalen Reaktionen selbst ein Bein. Manchmal sind unsere Ansprüche an einen Partner und unsere Bedürfnisse in Beziehungen widersprüchlich.
Zwei Beispiele dazu, um zu verdeutlichen, was ich meine:
Wenn es mir wichtig ist, meine intellektuellen Bedürfnisse nicht nur im Beruf, sondern auch in einer Partnerschaft zu stillen, wenn es mir wichtig ist, ab und zu gedankliche Anregungen vom Partner zu erhalten und intellektuell stimuliert zu werden, es aber gleichzeitig nicht vertrage, wenn jemand etwas besser weiss als ich, wenn ich mich rasch persönlich angegriffen fühle, wenn z.B. so jemand wie Butte weiterführende Gedanken äussert und es dabei nur "versäumt", klar zu sagen, dass er meinen Beiträgen zustimmt, dann habe ich die Möglichkeit, entweder single zu bleiben, mich immer wieder auf Partnerschaften mit Menschen einzulassen, denen die intellektuelle Auseinandersetzung weniger wichtig ist als mir (und dabei ständig an dieser Partnerschaft zu zweifeln, weil mir etwas fehlt) oder aber mich derart zu entwickeln, dass ich nicht immer sofort in emotionale Nöte gelange, wenn jemand mehr weiss als ich oder mir nicht so viel explizite Anerkennung für meine Gedanken gibt.
Ein anderes Beispiel: Wenn ich mir einen Partner wünsche, der vielseitig interessiert ist, ich selbst mich im Moment aber sehr auf wenige Themen konzentriere, dann wird das wohl auch nicht gut kommen. Vielleicht sollte ich mich dann öffnen und neugieriger werden auf Dinge, die mir im ersten Moment nicht viel sagen. Oder ich beginne zu verstehen, dass ich nicht so breit interessiert bin, wie ich das bisher dachte, und lerne, das auch bei einem Partner zu akzeptieren.

Aber die Frage war ja, wie man an sich arbeitet. Den eigenen Widersprüchlichkeiten kommt man wohl am Besten auf die Schliche, indem man Auseinandersetzungen nicht scheut (und also als Grundvoraussetzung in Kontakt mit anderen ist) und dabei vor allem nicht immer den anderen die Schuld gibt, sondern sich fragt, was diese Konflikte mit einem selbst zu tun haben. Dabei braucht es Ehrlichkeit mit sich selbst. Gleichzeitig ist es wohl hilfreich, mit sich selbst freundlich und liebevoll umzugehen. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ich mich am Besten dann entwickeln kann, wenn ich einerseits lerne, meine Schwächen zu akzeptieren (dafür hilft es oft, die Geschichte dahinter zu verstehen) und als etwas Normales zu sehen, andererseits aber doch auch etwas ändern will und mir dies zutraue. Es braucht auch Geduld und die Bereitschaft, wirklich an sich zu arbeiten. Das kann anstrengend sein. Aber vielleicht lohnt es sich ja irgendwann...
 

DerM

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  • #9
Ich war früher in einem Tischtennisverein. Ich habe dort, welch Wunder, nur Männer kennengelernt, wie das in einer Herrenmannschaft so üblich ist. Ich habe einen Kumpel, der ist im Fussballverein. Auch da, keine Frauen. Der hat seine Freundin aus der Disco... und die hätte er auch kennengelernt, wenn er keinen Sport treibt. Weil er zur rechten Zeit am rechten Ort war. Glück und nichts anderes!

Hobbys sind wichtig, schön und gut. Sie können einen aber auch nur ein wenig davon ablenken, dass man sich eigentlich was anderes wünscht.

Es ist egal, wie viele Leute es wie oft wiederholen. Die Partnerin fällt nicht vom Himmel, egal ob ich gerne zeichne, Golf spiele, Vogelnester in Thermalbädern mit Luftballons schmücke oder ehrenamtlich irgendwelchen Sch... mache.
Man muss im richtigen Moment einen Kontakt zur richtigen Person herstellen. Egal wie.
 

DerM

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  • #11
Zitat von Philippa:
Wie wäre denn die richtige Person für dich so? Woran würdest du sie erkennen?

Ich habe kein festgefahrenes Idealbild oder irgendwelche überzogenen Erwartungen, die mir verbieten mich auf eine Frau einzulassen.
Die einzigen Vorgaben sind kinderlos und jünger als ich. Alles andere lasse ich auf mich wirken und dann wird man sehen.
 

Git80

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  • #12
Zitat von DerM:
Es ist egal, wie viele Leute es wie oft wiederholen. Die Partnerin fällt nicht vom Himmel, egal ob ich gerne zeichne, Golf spiele, Vogelnester in Thermalbädern mit Luftballons schmücke oder ehrenamtlich irgendwelchen Sch... mache.
Man muss im richtigen Moment einen Kontakt zur richtigen Person herstellen. Egal wie.

Richtig. Aber wenn man in einer Herrenmannschaft spielt, dann entwickeln sich da ja vielleicht auch Bekannt- oder Freundschaften und schon bringt mal jemand die Schwester oder die Freundin der eigenen Freundin mit oder man geht gemeinsam in die Disco, usw. Positives soziales Umfeld. Und ein Geheimtipp: Manche Frauen finden es total heiß, wenn der Mann "ehrenamtlich irgendwelchen Sch..." macht. Das zeigt nämlich, dass derjenige sich um andere kümmert, nicht nur an sich denkt... ;)
 
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Philippa

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  • #13
Zitat von DerM:
Ich habe kein festgefahrenes Idealbild oder irgendwelche überzogenen Erwartungen, die mir verbieten mich auf eine Frau einzulassen.
Die einzigen Vorgaben sind kinderlos und jünger als ich. Alles andere lasse ich auf mich wirken und dann wird man sehen.

Aha. Und was genau ist es da, das auf dich wirkt? Sind es die Gene? Oder vielleicht doch auch irgendwie das Handeln und die Ausstrahlung der Person?
 
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DerM

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  • #14
Zitat von Git80:
Richtig. Aber wenn man in einer Herrenmannschaft spielt, dann entwickeln sich da ja vielleicht auch Bekannt- oder Freundschaften und schon bringt mal jemand die Schwester oder die Freundin der eigenen Freundin mit oder man geht gemeinsam in die Disco, usw. Positives soziales Umfeld. Und ein Geheimtipp: Manche Frauen finden es total heiß, wenn der Mann "ehrenamtlich irgendwelchen Sch..." macht. Das zeigt nämlich, dass derjenige sich um andere kümmert, nicht nur an sich denkt... ;)

Ja, VIELLEICHT. Vielleicht auch nicht. Die potentielle Kennenlernfrequenz ist in jedem Fall niedriger, als es online möglich ist. Irgendwann sind die Schwestern und Freundinnen alle durch. Und dann? Soll man dann immer den Verein wechseln? :)

Und dann kommt hinzu, dass es einfach nicht jedermanns Ding ist, real jemanden einfach anzusprechen. Verkuppeln ist eh das schlimmste, was man jemandem antun kann und zwar beiden Beteiligten.
 
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Philippa

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  • #15
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DerM

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  • #16
In einem Szenario, in dem zwei Leute wissen, dass eine Gruppe anderer erwartet, dass wir nun zusammenkommen, kann man sich wohl kaum wohlfühlen und richtig agieren.
 
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Philippa

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  • #17
Zitat von DerM:
In einem Szenario, in dem zwei Leute wissen, dass eine Gruppe anderer erwartet, dass wir nun zusammenkommen, kann man sich wohl kaum wohlfühlen und richtig agieren.

Aha. Sich wohlfühlen und "richtig agieren" ist also wichtig.

Könnte es denn dann nicht auch sonst Sinn machen, sich um ein positives Lebensgefühl und eine entsprechende Ausstrahlung sowie um interessiertes, offenes, gelassenes und wertschätzendes Handeln sowie nicht allzu widersprüchliche Aussagen zu bemühen. Statt irgendwie bemüht, angespannt, niedergeschlagen, gestresst, verkrampft, leicht irritierbar, explosiv oder aggressiv etc. zu wirken? (Dies sind nur Beispiele. Sie beziehen sich nicht auf jemand Bestimmten.)
 

DerM

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  • #18
Zitat von Philippa:
Aha. Sich wohlfühlen und "richtig agieren" ist also wichtig.

Könnte es denn dann nicht auch sonst Sinn machen, sich um ein positives Lebensgefühl und eine entsprechende Ausstrahlung sowie um interessiertes, offenes, gelassenes und wertschätzendes Handeln sowie nicht allzu widersprüchliche Aussagen zu bemühen. Statt irgendwie bemüht, angespannt, niedergeschlagen, gestresst, verkrampft, leicht irritierbar, explosiv oder aggressiv etc. zu wirken? (Dies sind nur Beispiele. Sie beziehen sich nicht auf jemand Bestimmten.)

Aha. Und wo soll das herkommen?
Ich habe leider noch niemanden mit der Fernbedienung für positives Lebensgefühl getroffen. Das kommt NUR durch positive Erfahrungen. Und zwar bei der Partnersuche und nicht in irgendeinem unbedeutenden Sch... wie ein Sieg mit seinem Verein in der Kreisliga C.

bemüht, angespannt, niedergeschlagen, gestresst, verkrampft, leicht irritierbar, explosiv oder aggressiv etc. zu wirken macht auch niemand, weil man es so möchte, sondern weil man einfach immer nur Pech hat. Immer immer immer immer immer wieder.

Das wiederhole ich nun aber auch schon zum 1000. Mal.
 
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  • #19
Welche Funktion soll denn die Partnerin haben?
Soll sie die Leere in Deinem Leben füllen?
Daneben sitzen, während Du stundenlang Playstation spielst?
Reicht es aus zu wissen, in einer Beziehung zu sein?
 
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Philippa

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  • #20
Zitat von DerM:
Aha. Und wo soll das herkommen?
Ich habe leider noch niemanden mit der Fernbedienung für positives Lebensgefühl getroffen. Das kommt NUR durch positive Erfahrungen. Und zwar bei der Partnersuche und nicht in irgendeinem unbedeutenden Sch... wie ein Sieg mit seinem Verein in der Kreisliga C.

bemüht, angespannt, niedergeschlagen, gestresst, verkrampft, leicht irritierbar, explosiv oder aggressiv etc. zu wirken macht auch niemand, weil man es so möchte, sondern weil man einfach immer nur Pech hat. Immer immer immer immer immer wieder.

Das wiederhole ich nun aber auch schon zum 1000. Mal.

Ich habe den Eindruck, du bist traurig und wütend, fühlst dich vom Pech verfolgt. Ich kann das nachvollziehen. Das Leben erscheint einem manchmal wirklich furchtbar gemein. Die Gefühle, die das auslöst, die sind wie sie sind, und es ist in Ordnung, diese Gefühle zu haben.

Ich habe aber auch die Erfahrung gemacht - und glaub mir, ich habe schon ziemliche Krisen durchgemacht - dass ich im Nachhinein sogar aus jedem Tiefpunkt heraus gewachsen bin, wenn ich meine Gefühle ernst genommen habe und wenn ich angefangen habe, mir zu überlegen, was ich selbst an der Situation ändern könnte. Denn ich kann nur mein eigenes Verhalten ändern, nicht die anderen und nicht das als Pech empfundene Schwierige zwingen, zum Glück zu werden. Dass Krisen Chancen sind, ist etwas sehr Wichtiges, das ich im Leben (auf schwere Art) gelernt habe. Aber seit ich das weiss, drücken mich schwierige Situationen nicht mehr so stark - oder zumindest nicht mehr für lange - nieder.

Was ist schon daran, mal etwas Neues auszuprobieren? Vieles, das ungewohnt ist, fühlt sich zu Beginn seltsam und vielleicht auch lächerlich an. Aber was kann es schon schaden? Es sind kleine Schritte, mit denen man anfängt, etwas Grosses zu verändern. Es braucht Zeit, Geduld, Anstrengung und Zuversicht. Aber je weiter man kommt, desto besser spürt man, dass man auf dem richtigen Weg ist, und dass es sich lohnt. Und wenn sich irgend eine Tür schliesst, dann geht plötzlich eine andere, vielleicht völlig unerwartete auf. Hab Mut, lieber DerM!

Als ersten Schritt würde ich dir raten, mal deinen Gefühlen etwas Raum zu geben, sie auszudrücken und zu akzeptieren, sie dann aber auch loszulassen. Das befreit und ermöglicht, dass positive Gefühle ihren Platz einnehmen.
Zum Thema Wut habe ich kürzlich hier schon an Unwissend etwas geschrieben, aber weil "Philippa" neu ist, wurde es erst im Nachhinein lesbar. Vielleicht hast du es deshalb noch nicht gesehen. Darum zitiere ich hier mich selbst:

Zitat von Philippa:
Hallo unwissend!

Mit Wut umzugehen ist tatsächlich eine Herausforderung. Wenn ich so lese, was du schreibst, dann habe ich den Eindruck, dass du über sehr Vieles gleichzeitig wütend bist. Und die Wut scheint gross und heftig, aber irgendwie auch diffus. Dass du wütend bist, ist OK. Gefühle sind, wie sie sind; es tut nicht gut, sie zu verdrängen. Verdrängte negative Gefühle verhindern, dass man spätere positive Gefühle so richtig spüren und geniessen kann. Verdrängte und unterdrückte Trauer und Wut machen uns dumpf.
Vielleicht ist deine Wut so gross und diffus, weil sie sich angestaut hat. Weil du möglicherweise schon lange wütend bist und immer wieder Neues dazu kommt, ohne dass du die Gefühle auch wieder loslassen kannst. Oder täuscht mein Eindruck?

An deiner Stelle würde ich versuchen, als ersten Schritt klar zu kriegen, was genau mich wütend macht. Einfach für dich mal alles aufschreiben (nicht die ganze Geschichte in allen Details, sondern pro wütend machendem Thema höchstens zwei Sätze, um genau zuzuspitzen, was der wütend machende Punkt ist (z.B. "Die Ungarin macht mich wütend, weil... " oder "Ich ärgere mich über mich selbst, weil...") Vielleicht merkst du dann auch, dass du eigentlich auch noch wütend bist über Dinge, die in deiner Kindheit geschehen sind. Vielleicht macht dich gerade wütend, dass du als Kind nicht wütend sein durftest, sondern dich immer verständnisvoll zeigen musstest, während dir niemand Verständnis entgegenbrachte. (Das ist jetzt nur ein Beispiel.)
Wenn du das mal für dich klar hast, kannst du dir sagen, dass Gefühle so sind, wie sie sind. Und dass es OK und verständlich ist, dass dich all das wütend macht. Wut ist eine natürliche menschliche Reaktionsweise, wenn Bedürfnisse missachtet werden. Wenn einem kein Respekt entgegengebracht wird. Wenn ein grosser Beitrag nicht wertgeschätzt wird. Wenn man immer missverstanden wird etc.
Vielleicht kannst du dann das Papier, auf dem du all den Ärger schriftlich abgeladen hast, zerreissen und verbrennen, oder zerknüllen und an die Wand schmeissen. Oder auf ihm herumtrampeln. Was dir gerade so Erleichterung verschafft. Auf diese Weise kannst du vielleicht die Wut loslassen. Und dann, ganz wichtig, ein neues Papier nehmen und dir aufschreiben, was du dir statt dessen wünschst, was du brauchen würdest, wie du selbst gerne handeln würdest.

Und wenn dir das nächste Mal etwas geschieht, das dich wütend macht, versuche zu sehen, aha, das macht mich wütend, und es dann anzusprechen. Am besten gleich sofort, aber das braucht Übung.

Viel Glück!

Auch dir viel Glück, DerM!
 
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Frau M

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  • #21
Hallo DerM,

es könnte sein, dass ein bestimmtes " Muster dahinter steckt". Dies gilt es zu erkennen. Ich behaupte nicht, dass das leicht ist.
Vielleicht hilft Dir eine Art Aufstellung: Ich habe Pech, weil: Und dann schreibst Du 10 Punkte auf, z.B. .
Eine zweite Aufstellungsliste könnte gegenüber gestellt werden, nach dem Motto: So hätte es auch laufen können/ so kann es auch laufen/ beim nächsten Mal mache ich in der gleichen Situation..... .So lässt sich das Pech vielleicht verändern.
Ein Punkt dabei ist eine Art " Selbstannahme"-" Selbstliebe" und das ist nicht immer nur leicht, meiner Meinung nach.
Bei mir gibt es zum Beispiel auch Punkte, die mir schwer fallen, sie anzunehmen. Gestern erst hatte ich so einen "Punkt "
und da ich nicht so abgelenkt war, konnte ich mich darauf einlassen... und werde mich noch weiter damit befassen., weil es sich lohnt.
Irgend wann, hoffentlich bald, habe ich es geschafft und kann dann über meinen eigenen Schatten springen. Und bei einem wichtigen " Punkt" handelt es sich manchmal um einen Prozess. Je besser es mir geht, um so mehr kraft habe ich, mich mit dem " schwierigen Thema "
zu befassen.
Interessant wäre es, mich mit der Einstellung zu einem Thema zu beschäftigen:....., ......, ...., usw.. Ich könnte die Einstellung überprüfen,
eventuell verändern, überprüfen
 
P

Philippa

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  • #22
Frau M, dein Beitrag gefällt mir. Ich wünsche dir und allen anderen einen wunderschönen Abend!
 
P

Philippa

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  • #23
@DerM: Ich habe noch eine Anregung für dich:

Nehmen wir mal an, du triffst die richtige Frau. Ihr verliebt euch beide in einander, fühlt euch wohl mit einander und es gibt keine nennenswerten Probleme. Stell dir das ganz intensiv vor! Du fühlst dich sehr glücklich. Deine Partnerin ist eine aktive Person. Sie engagiert sich an einem Abend pro Woche in einem gemeinnützigen Verein und einmal geht sie Sport treiben. Ausserdem nimmt sie an einer Weiterbildung teil und ist deswegen für zwei Jahre jeden Monat ein Wochenende nicht daheim, ausserdem muss sie manchmal dafür lernen. Jetzt die Frage an dich, DerM: Was würdest du in dieser Zeit unternehmen? Welche Aktivitäten würden dir Freude bereiten?

Vielleicht könntest du ja jetzt schon damit anfangen...
 

Frau M

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  • #24
Danke, Philippa!!!, für Dich auch.
In einem schlauen Buch fand ich den Satz: " Anerkennen, was ist." Vielleicht wie eine Art Bestandsaufnahme?
Oder reale Ausgangsbasis? Ich werde mich damit mal einige Tage beschäftigen und dann sehen, was geschieht, also ob sich etwas verändert... .
 
P

Philippa

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  • #26
Der Weltrekord im trotzig Sein ist ein minderwertiger Trostpreis. Daher kannst du ihn gerne von mir erben.
 
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G

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  • #27
Zitat von DerM:
Hobbys sind wichtig, schön und gut. Sie können einen aber auch nur ein wenig davon ablenken, dass man sich eigentlich was anderes wünscht.
Was denn eigentlich genau?

Zitat von DerM:
Date 4: Bei mir Zuhause. Filmabend auf dem Sofa. Da das mit dem Arm umlegen ja schon klappt... next step. Anschauen, bisschen grinsen, langsam annähren, Augen nicht ganz schließen, Reaktion genaustens beobachten, keine Rückwärtsbewegung erkennbar, also drauf mit dem Kuss. Erfolg.
Lehre: Nun hab ich sie wohl. Aber verdammt... ich küsse eigentlich so ungern.
Also Küssen ist auch schon ein Opfer.
Da wird die Zielgruppe echt eng.

Zitat von DerM:
Oder wir machen eben was anderes. Zwei Hirne, die zusammen fröhlich sind, finden Beschäftigung. Etwas, was beide ausfüllt.
Ich verstehe jetzt nicht genau, warum die Hirne zusammen fröhlich sind. Was würde denn eine Freundin von einer Gummipuppe unterscheiden?
(Keine Veräppelung, sondern eine interessierte Frage.)

Zitat von DerDogi:
Man muss erstmal an sich/an seiner Einstellung arbeiten, das ist klar.
Nö. Ist viel einfacher. Ich habe ein Trinkglas, da steht’s drauf:
Willst du glücklich sein, so sei es.
 
Zuletzt bearbeitet:

DerM

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  • #28
Ich finde es erfrischend mal wieder ein paar schlaue Worte dazu zu lesen, so ganz ohne nervige Zickereien. :)
Sind aber alles Gedanken, die ich seit Dezember 2014 auch schon öfter hatte.
(ohjeohje, der Satz kam bestimmt jetzt arrogant rüber..........)

Zitat von Philippa:
Ich habe den Eindruck, du bist traurig und wütend, fühlst dich vom Pech verfolgt.
Korrekt.
Dem Pech renne ich allerdings sogar noch nach, weil mir als Mann leider nichts anderes übrigbleibt.

Zitat von Philippa:
Was ist schon daran, mal etwas Neues auszuprobieren?

Das hier:
Zitat von Philippa:

Ich bin jetzt 33. Und mit jedem 11. Januar falle ich, zu einem proportional wachsendem Prozentsatz, aus dem Suchraster meiner Zielgruppe raus.

Zitat von Philippa:
Aber je weiter man kommt, desto besser spürt man, dass man auf dem richtigen Weg ist, und dass es sich lohnt.

Absolut richtig. Klappt aber nur, wenn man denn weiterkommt.

Zitat von Philippa:
Als ersten Schritt würde ich dir raten, mal deinen Gefühlen etwas Raum zu geben, sie auszudrücken und zu akzeptieren, sie dann aber auch loszulassen. Das befreit und ermöglicht, dass positive Gefühle ihren Platz einnehmen.

Den Versuch habe ich schon hinter mir.
Ich kenne das Problem, die Ursache und auch die Lösung für die Trauer und die Wut. Das Problem ist, dass sie einen Kreislauf bilden und ich nicht das Mittel habe, das ich dagegen brauche: Glück!!!
Aktuelles Beispiel:

Seit 3 Tagen hocke ich stundenlang vor der beschi.... Kiste und stare mein Postfach an und hoffe endlich mal wieder eine Antwort zu bekommen, von einer Frau, mit der ich ein paar interessante Nachrichten hin und her geschrieben habe. Sie ist täglich mehrere Stunden online, auch jetzt gerade. Und das nachdem sie mir sagte, dass sie "sich schon lange nicht mehr so gut amüsiert habe, beim Lesen eines Profils" (andere Börse, bevor Bauhaus jetzt wieder alle auf mein Profil schickt, wie böse und negativ es doch sei).

Und... was sind nun wieder meine Optionen? Weiterwarten, Ungewissheit und Quälerei? Oder Nachhaken, mit der 50/50 Chance, mir wegen Aufdringlichkeit alles zu versauen. Alles Risiko liegt nun wieder einzig und alleine bei mir. Sie wird nach mir einfach eine ihrer anderen 50-100 Nachrichten öffnen und kann das Spielchen wiederholen, bis eben einer passt. Ohne Aufwand, ohne Risiko.
Ich habe hingegen ein versautes Wochenende vor mir und darf wieder von vorne anfangen. Wieder 10-20 Anschreiben, um vielleicht mal eine Antwort zu bekommen, die dann wieder einfach so abgebrochen wird, obwohl es doch brauchbar anfing.

Dieser Teufelskreis ist die Ursache für die Wut und kann nicht abgelegt werden, denn er resultiert aus der einzigen Möglichkeit, gegen Trauer und Wut vorzugehen.
 

DerDogi

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  • #29
Zitat von DerM:
Aha. Und wo soll das herkommen?
Ich habe leider noch niemanden mit der Fernbedienung für positives Lebensgefühl getroffen. Das kommt NUR durch positive Erfahrungen. Und zwar bei der Partnersuche und nicht in irgendeinem unbedeutenden Sch... wie ein Sieg mit seinem Verein in der Kreisliga C.

Danke, auf dich ist Verlass ... mit dir kommt immer Schwung in die Diskussion :-D

Du sprichst aber genau das an, worauf ich raus wollte. Wenn du mal in der Gedankenschleife drin bist, dass alles nur irgendein Sch... ist, dann betreibst du das nichts mit Leidenschaft. Dann bringt alles nichts, und hilft auch nicht weiter. Genau an der Stelle hilft einem das "mach halt irgendwas" leider nicht weiter, weil "irgendwas" ist halt auch nur irgendein Sch...

Der springende Punkt ist ja was zu finden, dass einen fesselt, wachsen lässt, etc. Dafür gibt es keine Standardmethode, klar. Für den einen ist es der Hund, für den anderen der Langstreckenlauf. Ich denke nur, dass man nicht offen für diese Dinge sein kann, wenn sich 100% der Gedanken um die Fehlende Partnerschaft, oder auch einfach das fehlende Ziel drehen. Solang man nicht offen dafür ist, findet man auch nichts.
Das meinte ich auch mit dem "aber wie" in dem Titel: Das Ziel klar ist, der Weg dahin etwas sehr leichter gesagt als getan. Es sei denn es kommt eine wirklich zündende Idee, die einem ganz neue Horizonte eröffnet.

Zitat von Philippa:
Nehmen wir mal an, du triffst die richtige Frau. Ihr verliebt euch beide in einander, fühlt euch wohl mit einander und es gibt keine nennenswerten Probleme. Stell dir das ganz intensiv vor! Du fühlst dich sehr glücklich. Deine Partnerin ist eine aktive Person. Sie engagiert sich an einem Abend pro Woche in einem gemeinnützigen Verein und einmal geht sie Sport treiben. Ausserdem nimmt sie an einer Weiterbildung teil und ist deswegen für zwei Jahre jeden Monat ein Wochenende nicht daheim, ausserdem muss sie manchmal dafür lernen.

Also aus eigener Erfahrung: Da hatte ich mal Zeit endlich schön Play Station zu spielen. Genau die Art von Hobby, die (im gut Fall) nie zum Lebensinhalt werden wird. Aber mit diesen Sinnlos-Hobbies beschäftigt man sich gern, wenn man seinen Mittelpunkt woanders im Leben hat.

Nun geht es darum, es zu "erlernen" Dinge zu tun, die über Zeit totschlagen hinaus gehen. Dinge als wichtig zu empfinden, die einem bisher egal waren, und sich dahinter zu klemmen.
 

DerM

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  • #30
Zitat von tina*:
Also Küssen ist auch schon ein Opfer.
Da wird die Zielgruppe echt eng.

Das wird in der Tat ein Problem...
Wahrscheinlich verursacht durch Raucherin als erste Freundin.
Kann bestimmt durch die Richtige korrigiert werden.

Zitat von tina*:
Ich verstehe jetzt nicht genau, warum die Hirne zusammen fröhlich sind.
Gemeint war, dass die Hirne zweier miteinander fröhlicher Menschen zusammen gute Ideen entwickeln, was man zusammen tun könnte.

Zitat von tina*:
Was würde denn eine Freundin von einer Gummipuppe unterscheiden?
(Keine Veräppelung, sondern eine interessierte Frage.)
Das eine ist ein lebloser Gegenstand.......... offensichtlich.
Wie soll ich die Frage ernst nehmen? Versucht habe ich es.


Zitat von tina*:
Nö. Ist viel einfacher. Ich habe ein Trinkglas, da steht’s drauf:
Willst du glücklich sein, so sei es.

Willst du Millionär sein, so sei es.

Funktioniert das auch, einfach so??? Nein, also hör bitte auf mit sowas. Emotionen sind nichts, was mit einem Schalter ein- und ausgeschaltet wird. Also was soll sowas denn bitte?
Mir werden oft Dinge aufgezählt, wegen denen ich ja ach soooo glücklich sein müsste. Aber ihre Frau wollen sie dann doch nie gegen eintauschen. ;)
Ich kanns nicht mehr hören.