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  • #31
AW: Alkohol?

Zitat von Heike:
Das würde meinem Verständnis nach besser auf das Thema "Wie lautet Ihre persönliche Lieblingszahl?" zutreffen.
Bei einem Thema wie Eßgewohnheiten hingegen, insbesondere wenn es um Fleisch oder nicht geht, würde eine Diskussion doch sehr anders aussehen können. Beispielsweise, wenn zum Kreis derer, die nach ihrer Facon selig werden sollte, auch Tiere gerechnet werden. Und auch abgesehen davon sind grundlegende Ernährungsfragen eben häufig mit globalen Auswirkungen verbunden.
Das ist eben doch nicht ganz so "privat" wie die Frage nach der persönlichen Lieblingszahl.
Zur Toleranz sollte schon auch das VErständnis gehören, daß sich manche Menschen nicht nur dafür interessieren, ob sie beim dritten Date eine Umarmung wagen dürfen und weswegen so viele Kandidaten nicht zurückrufen, sondern auch einen Sinn für erheblichere globalere und gemeinsame Probleme haben.
Hallo Heike,
ich gebe dir recht, wenn du darauf abzielst, wie gehe ich damit um, wenn mein potentieller Partner andere Ernährungsgewohnheiten hat, andere Vorstellungen davon, was ethisch vertretbar ist und was nicht.
Du kannst schon davon ausgehen, dass ich sehr wohl weiß, welche Folgen unkontrollierter und übermässiger Fleischkonsum haben. Ich habe auch, basierend auf meinem Studium und sehr vielfältiger Beschäftigung mit dem Thema - seit über vierzig Jahren - ein recht gutes Bild davon, was nicht nur populärwissenschaftlich oder gerade mal wieder in der Presse weit verbreitet, Folgen auf unsere Zukunft hat. Da kann man sich durchaus gut mit mir unterhalten. Manchmal wird man aber auch auf Granit beißen, insbesondere Leute, die nicht in der Lage sind, Energie von Leistung zu unterscheiden, mir aber etwas über die Folgen der Verwendung von 2000W Staubsaugern zu erklären oder Ähnliches. In unserer Familie wurde Fleisch nie als etwas Gewöhnliches betrachtetm, etwas, das es jeden Tag gab. Ich habe selbst Tiere gehalten und auch geschlachtet, weiß also, daß Fleisch nicht aus der Fabrik kommt. Da lasse ich mit dann nicht von Leuten meine Kaninchenkeule madig machen, die mit Gras und Heu aus dem Garten aufgezogen wurde. Ich lasse mir auch nicht einreden, bei jedem Stück Fleisch, das ich esse, steigt der CO2 Spiegel um soundso viel % und ich sei schuld daran, daß die Inseln in der Südsee absaufen. Insbesondere dann nicht, wenn die gleichen Leute mir dann mit einem Uralt-VW-Bus begegnen, bei dem der Spritverbrauch doppelt so hoch ist, wie bei meinem Dienstwagen, einem Passat, den ich mit einem Durchschnittsverbrauch von 5,3 l/100km fahre, die alte Schrottlaube aber Öl verliert, wie eine alte Ölkanne und eien Verbrauch hat, wie ein kleiner Panzer.

Sorry, aber das globalgalaktische kann man gern mit mir gern an anderer Stelle diskutieren.

Für mich ist es eben nicht so wichtig, nur (!) darauf abzuzielen, einen vernünftigen Umgang mit dem Essen zu pflegen, sondern das Ganze nicht aus dem Auge zu verlieren, was bei vielen militanten Vaganern leider auf Grund ihrer fixierten Sicht nicht mehr möglich ist und die daher auch gar nicht mehr in der Lage sind zu erkennen, dass man vom Ziel her auf ihrer Linie ist.

Nettmann
 
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  • #32
AW: Alkohol?

Nettmann, wie gesagt möchte ich hier gar keine Diskussion über das Thema führen. Es gibt hier auch nicht nur zwei Parteien oder Linien. Und eine Diskussion ist ohnehin dann obsolet, wenn jeder dem anderen Fixiertheit, Militanz und fehlenden Blick aufs Ganze vorwirft. Dein Punkt war ja die Toleranz gegenüber privaten Angelegenheiten. Der alte Fritz und so. Und da war mein Punkt, daß diese Ernährungsfragen eben so privat nicht sind.
 
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  • #33
AW: Alkohol?

Zitat von Heike:
Nettmann, wie gesagt möchte ich hier gar keine Diskussion über das Thema führen. Es gibt hier auch nicht nur zwei Parteien oder Linien. Und eine Diskussion ist ohnehin dann obsolet, wenn jeder dem anderen Fixiertheit, Militanz und fehlenden Blick aufs Ganze vorwirft. Dein Punkt war ja die Toleranz gegenüber privaten Angelegenheiten. Der alte Fritz und so. Und da war mein Punkt, daß diese Ernährungsfragen eben so privat nicht sind.
OK,...
:)
Nettmann
 
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  • #34
AW: Alternative Essgewohnheiten

gehören Getränke auch zu den Alternativen?
Ich mag weder Champagner noch Sekt. Wenn ich um Mitternacht anstoßen muß, dann nehme ich einen guten Cognac. Santé...
 
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  • #35
AW: Alkohol?

Zitat von Heike:
...

Das ist eben doch nicht ganz so "privat" wie die Frage nach der persönlichen Lieblingszahl.
Zur Toleranz sollte schon auch das VErständnis gehören, daß sich manche Menschen nicht nur dafür interessieren, ob sie beim dritten Date eine Umarmung wagen dürfen und weswegen so viele Kandidaten nicht zurückrufen, sondern auch einen Sinn für erheblichere globalere und gemeinsame Probleme haben.
Genau - 'save the planet' - als ganz persönliche Form der Energieverschwendung - aber das mit dem Luxus eines guten Gewissens.
 
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  • #36
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  • #37
AW: Alkohol?

Zitat von Heike:
WEswegen so ne generelle Unterstellung? Hast du selbst keine anderen Anliegen als die Freude am guten Gewissen?
Ok - ich bin genervt weil du vermutlich recht hast. Die Konsequenz daraus wäre für Leute wie mich die Teilnahme an einem Sisyphus Projekt (Energieverschwendung) - damit hatte ich bereits einmal arge (Sinn) Probleme.

Mir ist auch klar worum es geht - ich habe meine Lust auf 'Fleisch' in den 90ern nachhaltig durch (ua) eine grusel Dokumentation - das was einem als Konsument verborgen bleibt - auf Arte verloren.

Ich führe diese kleine 'Verwirrung' mal auf den Alkohol Konsum zu Silvester zurück ... oder darauf - das ich mit dem Thema irgendwie doch (noch) nicht ganz durch bin ..
 
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  • #38
AW: Alternative Essgewohnheiten

Soweit es geht nur Bio, ich brauche Fleisch und Wurst, mein Körper lechtzt danach, aber ich esse kaum noch Nudeln&Co., seitdem ich als ehem. Osst-Frau die Finger von allen möglichen exotischen Südfrüchten lasse, ausser Banane und Apfelsine, und wieder mich der deutschen altbekannten Ernährung wie Kartoffeln, Mohrrüben, viel Kohl, Rosenkohl, Brokkoli, Äpfel usw. und das zur gegebenen Jahrezeit widme, geht es mir gesundheitlich wieder viel besser.

Ich habe meine guten alten deutschen Eintöpfe, gerade im Winter, lieben gelernt. Sind preiswert, schnell zu kochen, vitaminreich und gut für die weibliche Linie.

Ich liebe guten fetten Käse, wenn selten, aber dann richtig, im Alltag dafür viel körnigen Frischkäse und Stinkerkäse mit Kümmel.

Jeden Tag ein paar Walnüsse, oft wirklich gutes Oliven- und Rapsöl und frische Kräuter.

So gut wie kein Zucker, gerne Kaffee, viel Tee,wenns kalt ist, im Sommer viel stilles Mineralswasser, Kohlenhydrate nur morgens, aber dann gebalt, dann viel Gemüse, Fisch, Obst, ab und zu mal ein wirklich gutes Stück Torte, Kuchen und Süsskram.

So gut wie keine fertiggekochte Industrienahrung, keine Chips&Co, dafür lieber mal ne gute Flasche Wein, oder im Sommer viel Bio-Eis.
 
C

Clementine_geloescht

  • #39
AW: Alternative Essgewohnheiten

Für mich kommt nur ein leidenschaftlicher Fleischesser in Frage, weil ich selber einer bin.
 
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  • #41
AW: Alternative Essgewohnheiten

durch meine Ex-Frau wurde ich vom Vegetarier zum Wenig-Fleisch-und-Fisch-Esser. Ich halte es aber gut möglich, dass ich wieder auf Fleisch verzichte, wenn meine nächste Partnerin das auch tut.
 
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  • #42
AW: Alternative Essgewohnheiten

Wenn es bei alternativen Essgewohnheiten bliebe!
Ich spüre, dass das immer mehr zu einer Art Ideologie und Religion wird mit dem Veganismus. Man lese mal z. B. diese Seite:
http://veganesauge.wordpress.com/antiveganismus-melden/comment-page-20/#comment-22271

Höchst aggressiv. "Normalesser" werden angegriffen. Davon halte ich absolut nichts.

Der Mensch hat nur überlebt – und das ist und bleibt sein Vorteil in der Evolution – weil er sowohl pflanzliche als auch tierische Nahrung verdauen kann. Das soll jetzt plötzlich falsch sein? Eher ist es m. E. ein Zeichen von Dekadenz, von Selbstzerstörung, sich die Nahrungsgrundlagen selbst zu entziehen. Heute, im Wohlstand, ist das leicht möglich. Sollte aber eine Notlage eintreffen und der Mensch ist nicht mehr in der Lage, Tierisches zu verdauen, wenn Pflanzliches nicht zur Genüge vorhanden wäre, weil er es über Jahrzehnte oder Jahrhunderte “verlernt” hat, dann hätte er sich und besonders seinen Nachkommen ein Eigentor geschossen. (Insofern würde sich das Problem aber wieder selbst regulieren.)

Alle Lebewesen ernähren sich ihrer Natur entsprechend – omnivor, carnovir und gemischt. Das hat seinen Sinn im Naturkreislauf und das hat die Menschheit überhaupt bis heute überleben lassen.
Veganismus ist eine neuzeitliche Modeerscheinung und wird die Ausnahme bleiben. Im Übrigen hat gerade der Veganismus soviele neue, künstliche Nahrungsmittel erschaffen, die es bislang nie gab und von denen niemand weiß, wie der Mensch diese auf Dauer verträgt, einmal ganz davon abgesehen, welchen Angriff diese Produkte (Tofu, Seitan, Lupine und was weiß ich nicht alles) auf unsere Geschmacksnerven ausüben und welche Stoffe dem menschlichen Organismus dadurch auf lange Zeit fehlen, demzufolge, welche Krankheiten die Folge sein werden.

Wer sich an der Nutztierhaltung (nicht Massentierhaltung!) generell stört, sollte zuvor erst einmal kritisch die Haustierhaltung (Hunde und Katzen, Vögel etc.) anschauen. Ich weiß nicht ob es besser oder schlechter ist, Tiere zu töten oder lebenslang einzusperren in menschliche Behausungen und zu vermenschlichen, was keiner artgerechten Haltung entspricht – ? Und was fressen diese tierischen Hausgenossen? Fleisch! Wie wird das erzeugt???
Also wäre für mich ein Veganer mit seiner Ideologie nur dann überzeugend, wenn er – was oft gerade NICHT der Fall ist – auf die Haltung von Haustieren verzichtet.

Es wird derzeit immer öfter das Thema publiziert, dass vegane Ernährung etwas mit Menschenrechten und Nachhaltigkeit zu tun hätte. Das Problem ist m. E. ein ganz anderes: Überproduktion in den Industrienationen aus Profitgründen, Überbevölkerung in den Dritte-Welt-Ländern. Die beiden Fehlentwicklungen müssten reguliert werden, einmal mit einer Beschränkung/ Reduzierung der Lebensmittelproduktion und einmal mit einer vehementeren Geburtenkontrolle.
 
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  • #43
Energieverschwendung

Zum Thema Energieverschwendung noch ein Zusatz: die Energiemenge ist konstant, wir können sie nicht verschwenden. Nur falsch oder wenig sinnvoll einsetzen bzw. verbrauchen.
Der "Natur" ist das egal, sie reguliert sich so oder so. Alle Materie hat ihre Energiemenge und die geht nicht verloren.
Aber wir beschneiden unseren Nachkommen die Lebensgrundlagen, das schon. Das würde ich aber nicht an der Auswahl des Essens oder Trinkens festmachen wollen, sondern an der Menge. Die Maßlosigkeit ist das Problem, und zuvorderst die der Industriekonzerne, nicht der Verbraucher. Der Verbraucher kann durch sein Kaufverhalten zwar etwas regulieren, aber nicht das Profitstreben ausschalten, solange der Kapitalismus herrscht. Wir können versuchen, uns der Wirkung der Werbung zu entziehen, die unser Verbraucherverhalten lenkt, aber wir werden nicht mehr ins Mittelalter zurückkommen.

- Was hat eigentlich dieses Thema unter Love Facts verloren ??? -
 
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  • #44
AW: Alternative Essgewohnheiten

Hallo an alle,
Toleranz ist wichtig, doch wie viele Menschen zu viel Alkohol tolerieren, geht mir gegen den Strich. Das regelmäßige Feierabendbierchen, der Frühstücksprosecco, das Schnäpschen nach dem Essen ... es hat nichts mit Toleranz zu tun, wenn eine Sucht verharmlost wird.
Und die Toleranz dem Fleischesser gegenüber geht auf Kosten von Tieren!!!
Ja, es stimmt, dass unsere Haustiere zum Teil auch nicht gut behandelt werden. Und wenn meine Kinder am See ein paar Enten aufgescheucht hatten war die Hölle los. Natürlich von den Leuten, die die Enten mit Brot füttern, von dem die Tiere bekannterweise an Leberverfettung sterben und welches das Gewässer verdreckt.
Und wenn ich sehe, wie Menschen ihre Hunde, wie ihre Kinder behandeln und in den Zoo rennen, um eingesperrte Tiere zu sehen und sich als Tierfreunde bezeichnen, dann ist das schon schräg. Aber Tiere auf engstem Raum zusammen zu sperren, um sie unter den widerlichsten Umständen auszubeuten, steht in überhaupt garkeinem Verhältnis mehr. Da kann ich die ganze Toleranzdebatte schwer verstehen. Ich kann tolerant werden, wenn mir jemand sagt, dass er nicht ganz verzichten kann und versucht weniger tierische Produkte zu konsumieren. Ich kann tolerant werden, wenn jemand wenigstens zum Bioprodukt greift. Denn es ist verdammt schwer und schier unmöglich auf alle tierischen Produkte zu verzichten. Aber einschränken können wir uns alle und im Gegensatz zum Mittelalter können wir uns das heute erlauben und im Angesicht der Massentierhaltung und der Menschlichkeit sind wir heute dazu wirklich angehalten. Wenn ich hungern müsste, dann würde ich natürlich ALLES essen, aber so ist es ja nicht. Wir kämpfen nicht ums Überleben und wenn doch, dann weil die Luft wegen tierischen Treibhausgasen dünner wird...
LG
Franinda
 
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AW: Alternative Essgewohnheiten

Zitat von franinda:
Und wenn ich sehe, wie Menschen ihre Hunde, wie ihre Kinder behandeln und gleichzeitig herzhaft ins Schnitzel beißen, dann kann ich die ganze Toleranzdebatte schwer verstehen. ich kann tolerant werde, wenn mir jemand sagt, dass er nicht ganz verzichten kann und versucht weniger tierische Produkte zu konsumieren.
LG
Franinda
Äh - habe ich das richtig verstanden, du kannst nicht verstehen, dass Hundehalter auch tierische Produkte essen? Oder nicht verstehen, dass einige Hundehalter ihre Hunde vermenschlichen?
Ich als Hundehalter und Nichtvegetarier würde mir - falls du ersteres gemeint hast - ein wenig mehr Toleranz wünschen!!! (Aber das kannst du ja scheinbar nur, wenn dir die "Fleischesser" versprechen, dass sie sich bessern werden, oder was? Hoffe ich irre mich jetzt und du hast dich nur unglücklich ausgedrückt bzw. vielleicht habe ich da auch etwas falsch verstanden.)
Mein Hund hat jedenfalls nichts dagegen, dass ich Fleisch esse...
Das tut mein Hund auch sehr gerne ;-)
Und wir essen auch gerne Gemüse...
Einfach ein wenig mehr Respekt und Toleranz - oh ja - das wäre schön!!!!

MFG!
 
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