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  • #16
AW: Alles schön...alles toll, aber

Ich sehe das auch so, dass man lieber deutlich sagen sollte, warum man sich trennt - denn auch in diesem Punkt kann es für den oder die andere nur hilfreich sein.
Natürlich muss man hier aber unterscheiden, ob etwas änderbar ist oder nicht.

Wenn ein Mann einen sehr kleinen Penis hat und die Frau größere bevorzugt, würde ich das nicht ansprechen - denn daran kann er nichts ändern. Eine solche Äußerung hätte für ihn keinen Nutzen und wäre einfach nur verletzend. Ähnlich verhält es sich mit der Äußerung eines Mannes über Brüste/Vagina der der Frau.

Ein Grenzfall sind Traumata - eine Person etwa, die als Kind missbraucht wurde, wird keine entspannte Sexualität genießen können, solange dieses Trauma nicht aufgearbeitet ist. Dann am Sex "herumzumeckern", wäre sicher auch kontraproduktiv.

Grundsätzlich denke ich, dass die Eigenschaften, die dafür verantwortlich sind, wie wir uns als sexuelle Wesen fühlen und gebärden, sich auch in anderen Lebensbereichen zeigen. Ich kann mir kaum vorstellen, dass ein in sich ruhender, entspannter und lebensoffener Mensch ausgerechnet im Bereich Sexualität herumstümpert und verklemmt ist.
Das jedenfalls widerspricht meiner gesammelten Lebenserfahrung.

Für mich ist "schlechte Sexualität" nicht, dass jemand nicht virtuos genug mit dem Körper einer Frau/eines Mannes umgeht oder irgendwelche "Liebestechniken" nicht beherrscht. Ich bin davon überzeugt, dass in Puncto Sexualität vor allem Lockerheit/Unverklemmtheit wichtig ist und die Lust auf den anderen. Wenn diese beiden Punkte erfüllt sind, kann der Sex m.E. gar nicht schlecht sein. Denn was die "Liebestechniken" angeht, tickt sowieso jeder anders - egal ob es um Stellungen, "Druck" oder Heftigkeit von Bewegungen geht oder was auch immer. Da muss man sich ohnehin neu einstellen, wenn man einen neuen Partner hat. Aber genau deshalb ist eben Unverklemmtheit und Lust auf den Partner das Wichtigste. Und eben die Bereitschaft, sich mit dem anderen zu beschäftigen und die Neugier auf den anderen.
Das aber resultiert ja aus Unverklemmtheit und Lust.
 
B

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  • #17
AW: Alles schön...alles toll, aber

@Drifter
Es liest sich, als wären Sie ein Mann. Gerade bei dem Thema finde ich den weiblichen Avatar irritierend. :)
 
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  • #18
AW: Alles schön...alles toll, aber

Danke für den Hinweis. Ist mir nicht aufgefallen und habe ich bei der Anmeldung wohl übersehen. Mal sehn, wo ich das ändern kann :).

Gruß

Drifter
 
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  • #19
AW: Alles schön...alles toll, aber

Zitat von Fenster_zum_Hof:
...

Grundsätzlich denke ich, dass die Eigenschaften, die dafür verantwortlich sind, wie wir uns als sexuelle Wesen fühlen und gebärden, sich auch in anderen Lebensbereichen zeigen. Ich kann mir kaum vorstellen, dass ein in sich ruhender, entspannter und lebensoffener Mensch ausgerechnet im Bereich Sexualität herumstümpert und verklemmt ist.
...

Für mich ist "schlechte Sexualität" nicht, dass jemand nicht virtuos genug mit dem Körper einer Frau/eines Mannes umgeht oder irgendwelche "Liebestechniken" nicht beherrscht. Ich bin davon überzeugt, dass in Puncto Sexualität vor allem Lockerheit/Unverklemmtheit wichtig ist und die Lust auf den anderen. Wenn diese beiden Punkte erfüllt sind, kann der Sex m.E. gar nicht schlecht sein. Denn was die "Liebestechniken" angeht, tickt sowieso jeder anders - egal ob es um Stellungen, "Druck" oder Heftigkeit von Bewegungen geht oder was auch immer. Da muss man sich ohnehin neu einstellen, wenn man einen neuen Partner hat. Aber genau deshalb ist eben Unverklemmtheit und Lust auf den Partner das Wichtigste. Und eben die Bereitschaft, sich mit dem anderen zu beschäftigen und die Neugier auf den anderen.
Das aber resultiert ja aus Unverklemmtheit und Lust.

Tja, das sehe ich auch so. Sexualität beginnt nicht nur im Kopf - sie findet dort auch statt, egal ob das vegetative Nervensystem ganz oder gar nicht mitspielt. Einmal oder mehrmals drüber reden, wenn etwas nicht klappt, ist die eine Sache. Blockaden im Kopf lösen sich deswegen nicht schneller, unangenehme Erinnerungen verschwinden nicht auf Kommando oder Wunsch. Wenn die Techniken und Phantasien nicht harmonieren, hilft es vielleicht, mit dem Partner drüber zu reden, wie gewöhnlich Selbstbefriedigung in Körper und Geist abläuft. Sicher ein heikles Thema, was extrem viel Vertrauen voraussetzt, wo auch das Schamgefühl eine große Rolle spielt. Aber jeder Mensch hat seine eigenen Phantasien und der Partner muss diese als gültig akzeptieren. Und dann kann es auch eine Art Geben und Nehmen sein: "Jetzt machen wir es so, wie du es magst, beim nächsten Mal so wie ich". Spielerisch. Auch auf die Gefahr hin, dass mal der eine, mal der anderen etwas zu kurz kommt. Das Schlimmste, was sich einschleifen könnte, wären enttäuschende Gedanken über Verzicht (Ich muss schon wieder ihm/ihr zuliebe. Nie kriege ich was ich will...). Da hat dann jeder mal den überwiegend aktiven Part, was der andere zulassen muss. Und sowas kann glaub ich vorab rational vereinbart werden, ohne die Romantik zu zerstören. Am besten natürlich in einem Moment, wenn die Endorphine bei beiden noch blubbern...

Gruß

Drifter
 
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  • #20
AW: Alles schön...alles toll, aber

Ich empfinde das Thema in einer neuen Beziehung als das Schwierigste überhaupt. Gerade, wenn eine Ehe nach langer Zeit zu Ende gegangen ist, und man ja annehmen sollte, daß man während dieser Zeit nur diesen einen intimen Partner hatte :), gehört schon eine gehörige Portion Selbstbewußtsein dazu, mit dem neuen Partner so offen über seine Wünsche und Bedenken zu sprechen. Natürlich halte ich es für absolut notwendig, aber schwierig, den Mut und den richtigen Ton zu treffen.
 
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  • #21
AW: Alles schön...alles toll, aber

Zitat von Drifter:
Tja, schlechter Liebhaber nach 20 Jahren Liebesleben? Und was ist, wenn davon die letzten xy Jahre ein inzwischen gescheitetertes Eheleben war?
Was soll denn dann sein, kann aus einem ehemals sehr guten einfühlsamen Liebhaber auf einmal ein mieser werden? Das ist wie schwimmen, man verlernt es nicht. Also ist es doch eher belanglos ob sein Liebesleben die letzten Jahre eher nicht existenz war,
Meinen Erfahrungen nach gibt es sehr viele Mäner, die sehr schlechte Liebhaber sind. Sie gehen kaum auf die Frau ein, sie machen irgendwas und interessieren sich nicht für Feedback. Sie haben ein Affentempo drauf und das war es.
Das für mich verblüffendste ist daß wenn ich mutug genug bin und anspreche daß ich nicht so glücklich bin über den Ablauf, trotzdem nichts passiert.
Es gibr Ausnahmen, aber das sind leider nur wenige positive ausnahmen, die ich in meinem kleinen Kosmos erlebt habe.
 
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  • #23
AW: Alles schön...alles toll, aber

sie würde reichen, wenn der Rest dann auch für den rest des Lebens reichen würde. Guter Sex macht nicht automatisch eine gute Beziehung aus.
 
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  • #24
AW: Alles schön...alles toll, aber

Zitat von Kimchi:
sie würde reichen, wenn der Rest dann auch für den rest des Lebens reichen würde. Guter Sex macht nicht automatisch eine gute Beziehung aus.
Ich meinte das natürlich schon umfassend, also nicht nur auf Sex bezogen, sondern schon auf Liebe. Wenn man den einen gefunden hat, dann ist es doch wurscht, wenn man sich in all die anderen nicht verlieben könnte. -- Im übrigen ist "guter Sex" relativ. Was dem einen nicht gefällt, kann dem anderen gut gefallen.
 
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  • #25
AW: Alles schön...alles toll, aber

Zitat von Andre:
Im übrigen ist "guter Sex" relativ. Was dem einen nicht gefällt, kann dem anderen gut gefallen.
sicherlich gibt es auch Exotenfrauen, die darauf stehen (ich zitiere mich selbst)
Sie gehen kaum auf die Frau ein, sie machen irgendwas und interessieren sich nicht für Feedback. Sie haben ein Affentempo drauf und das war es.
 
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  • #26
AW: Alles schön...alles toll, aber

ich möchte jetzt, daß jeder Mann der das hier liest, sich selbst frag tund wirklich nachdenktt:

- woher weiß ich, daß ich für meine Partnerin ein guter Liebhaber bin?

- bin ich mir ganz sicher, daß sie genauso zufrieden ist wie ich es bin?

- hat sie im Bett mit mir wirklich die höchstmöglichen Freuden erlebt?

- habe ich sie schon mal gefragt, was ich verbessern könnte?

- wenn es etwas zu verbessern gab, wie ist meine Entwicklung?

- sagt sie mir danach ungefragt und mit leuchtenden Augen: Du bist ein toller Liebhaber?
 
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  • #27
P.S.

Zumal zu "gutem Sex" immer zwei gehören. Man kann schlecht erwarten, dass einen jeder x-beliebige kostenlos mit gutem Sex bedient. Also echte Gefühle können da sehr motivierend sein, auch dafür, wie man den anderen empfindet. Wer allerdings bei einem ONS schlechten Sex bekommt, braucht sich nicht zu beklagen.
 
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  • #28
AW: Alles schön...alles toll, aber

für Männer, deren Liebesleben seit Jahren brach liegt und die vergessen haben, wie Sex geht ein Hinweis:

Man macht ein Vorspiel

Man fängt dann langsam und behutsam an und steigert sowohl Tempo als auch Intensität

Man macht danach in irgendeiner beiden angenehmen Form weiter, wenn die Frau noch nicht so viel Spaß hatte wie er selber
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Man vermeide ein Preßlufthammer zu sein, der im Millisekundentakt rasend schnell loslegt und in 10 sekunden schon da ist, als gehe es um Olypisches Gold.
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Man vermeide, daß die Frau bei zuwenig Action dabei einschläft und sollte sich daher etwas bewegen und Körpereinsatz zeigen
 
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  • #30
Aw: P.s.

Zitat von Andre:
Zumal zu "gutem Sex" immer zwei gehören. Man kann schlecht erwarten, dass einen jeder x-beliebige kostenlos mit gutem Sex bedient. Also echte Gefühle können da sehr motivierend sein, auch dafür, wie man den anderen empfindet. Wer allerdings bei einem ONS schlechten Sex bekommt, braucht sich nicht zu beklagen.
wie kommst du denn nun auf ONS mit x-beliebigen? Ist ONS das Thema? Soll das nun davon ablenken oder entschuldigen, daß manche Männer lausige Liebhaber sind?