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  • #1

Alleinerziehend mit Kind - denken Männer dann so, oder doch nicht....?

Hallo in die Runde!

Nachdem ich schon ziemlich viel im Forum mitgelesen habe, bin ich natürlich sehr gespannt auf Antworten. :)
Ich habe eine ähnliche Frage wie Hai Noon im Thread über die Formulierung mit dem Alleinerziehendendasein.

Bin Anfang 40 und habe ein kleines Kind, das mit mir lebt. Das steht natürlich in meinem Profil.
Mir stellt sich die Frage, ob ich zu meiner Lebenssituation ein oder zwei kurze Sätze schreiben soll oder ob ich damit unnötig vorpresche.

Einige Männer (damit möchte ich keinesfalls verallgemeinern, aber das habe ich manchmal gelesen) befürchten bei einer Alleinerziehenden, dass sie nur einen Ersatzvater sucht, einen "Zahlarsch" - das ist nicht meine Formulierung, das hat ein Mann so geschrieben- und dass der Ex auch immer wieder noch reinfunken könnte.

Wie beurteilt ihr Männer das, wenn ihr lest, berufstätige Frau mit Kind?
Selbstverständlich dürfen auch Frauen antworten, aber ich würde vorwiegend gern wissen, was sich ein Mann dabei denkt.

Sollte ich dann kurz beschreiben, dass ich berufstätig bin, mir mein Job ein ganz passables Leben ermöglicht und dass mein Kind den Vater regelmäßig sieht und somit stabil weiß, wer der Papa ist? Dass ich also weder einen finanziellen Unterstützer noch eine männliche Identifikationsfigur suche?
Natürlich gibt es gelegentlich Punkte, in denen der Vater und ich nicht einer Meinung sind, über die wir uns dann austauschen müssen. Aber die Partnerebene haben wir vor Jahren verlassen und das betrachte ich rückwirkend weder mit Wut noch mit Trauer. Die Elternebene soll funktionieren und ich denke, das kriegen wir recht gut hin. Also muss der neue Partner nicht ständig Klagen oder Streit mit dem Vater meines Kindes befürchten.

(es sind eigentlich zwei Fragen in einem, stelle ich grade fest)
 
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  • #2
Zitat von Wirdbesser:
Dass ich also weder einen finanziellen Unterstützer noch eine männliche Identifikationsfigur suche?
So grundsätzlich halte ich das zumindest nicht für verkehrt. Aber möglichst knapp und neutral, damit es nicht zu großen Raum einnimmt.

Einige Männer ... befürchten bei einer Alleinerziehenden, dass sie nur einen Ersatzvater sucht, einen "Zahlarsch" - das ist nicht meine Formulierung, das hat ein Mann so geschrieben- und dass der Ex auch immer wieder noch reinfunken könnte
Es ist aber auch zu befürchten, daß Du die Figuren, welche so schreiben, mit Deiner Aussage auch nicht überzeugst. Und vielleicht ist das sogar gar nicht schlecht für Dich... :)
 
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  • #3
Also erst mal mach dir nicht so viele Sorgen darüber, dass dein Kind so ein großes Hindernis bei der Partnersuche sein könnte. Die meisten Menschen in deinem Alter haben bereits Kinder, das ist das Normalste der Welt. Ich bin auch Mutter und habe nie zu spüren bekommen, dass die Männer mich aufgrund meines Kindes abgelehnt haben. Oder falls das doch mal der Fall gewesen ist, ist es so selten passiert, dass ich mich nicht mehr daran erinnern kann. Die Schwierigkeit für dich entsteht eher dadurch, dass du Betreuung organisieren und evtl. bezahlen musst, um mit Männern ausgehen zu können, wenn dein Kind noch klein ist. Und generell bei den vielen Aufgaben im Alltag, die du allein bewältigen musst, auch noch Zeit und Energie für die Partnersuche zu finden.

Im Profil kannst du bei der Angabe über Kinder „eins, bei mir lebend“ auswählen und fertig. Im Profiltext würde ich weder was vom Kind schreiben, noch von meinem Verhältnis zu seinem Vater. Wenn ein Mann explizit danach fragt, kannst du knapp darauf antworten: „Verhältnis zum Kindesvater ist gut, er sieht das Kind regelmäßig“. Du musst den potenziellen Kandidaten auch nicht vorab versichern, dass du in der Lage bist, finanziell allein für deine Familie aufzukommen. Am Anfang interessiert sich ein Mann nur für dich als Frau. Nicht für deine Familie oder deinen Alltag.
 
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  • #4
Zitat von Wirdbesser:
Wie beurteilt ihr Männer das, wenn ihr lest, berufstätige Frau mit Kind?
Selbstverständlich dürfen auch Frauen antworten, aber ich würde vorwiegend gern wissen, was sich ein Mann dabei denkt.

Hallo Wirdbesser,

ich als Mann würde sagen, "Prima die steht mit beiden Beinen im Leben und weis was Sie will"

Welche "Einzelheiten" Du Wem erzählen möchtest oder nicht hängt auch von Deinem Gegenüber ab.
 
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  • #5
Es ist alles gesagt.
Kann geschlossen werden. ;-))
 
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  • #6
Hallo in die Runde!

Nachdem ich schon ziemlich viel im Forum mitgelesen habe, bin ich natürlich sehr gespannt auf Antworten. :)
Ich habe eine ähnliche Frage wie Hai Noon im Thread über die Formulierung mit dem Alleinerziehendendasein.

Bin Anfang 40 und habe ein kleines Kind, das mit mir lebt. Das steht natürlich in meinem Profil.
Mir stellt sich die Frage, ob ich zu meiner Lebenssituation ein oder zwei kurze Sätze schreiben soll oder ob ich damit unnötig vorpresche.

Einige Männer (damit möchte ich keinesfalls verallgemeinern, aber das habe ich manchmal gelesen) befürchten bei einer Alleinerziehenden, dass sie nur einen Ersatzvater sucht, einen "Zahlarsch" - das ist nicht meine Formulierung, das hat ein Mann so geschrieben- und dass der Ex auch immer wieder noch reinfunken könnte.

Wie beurteilt ihr Männer das, wenn ihr lest, berufstätige Frau mit Kind?
Selbstverständlich dürfen auch Frauen antworten, aber ich würde vorwiegend gern wissen, was sich ein Mann dabei denkt.

Sollte ich dann kurz beschreiben, dass ich berufstätig bin, mir mein Job ein ganz passables Leben ermöglicht und dass mein Kind den Vater regelmäßig sieht und somit stabil weiß, wer der Papa ist? Dass ich also weder einen finanziellen Unterstützer noch eine männliche Identifikationsfigur suche?
Natürlich gibt es gelegentlich Punkte, in denen der Vater und ich nicht einer Meinung sind, über die wir uns dann austauschen müssen. Aber die Partnerebene haben wir vor Jahren verlassen und das betrachte ich rückwirkend weder mit Wut noch mit Trauer. Die Elternebene soll funktionieren und ich denke, das kriegen wir recht gut hin. Also muss der neue Partner nicht ständig Klagen oder Streit mit dem Vater meines Kindes befürchten.

(es sind eigentlich zwei Fragen in einem, stelle ich grade fest)
Also, ich kann natürlich nicht für ALLE Männer sprechen, aber ich als jemand der sogar auf der Suche nach einer Partnerin ist, die bereits 1 oder mehr Kinder hat, kann dir nur sagen: Vielleicht gibt es mehr Männer, als du glaubst, die sich so eine Frau wünschen. Eine erfahrene, bodenständige Frau, mit der der neue Partner direkt ins Familienleben einsteigen kann.... für einen Familienmenschen könnts eigendlich nichts schöneres geben.
 
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  • #7
Einige Männer (damit möchte ich keinesfalls verallgemeinern, aber das habe ich manchmal gelesen) befürchten bei einer Alleinerziehenden, dass sie nur einen Ersatzvater sucht, einen "Zahlarsch" - das ist nicht meine Formulierung, das hat ein Mann so geschrieben- und dass der Ex auch immer wieder noch reinfunken könnte.

Wie beurteilt ihr Männer das, wenn ihr lest, berufstätige Frau mit Kind?
Selbstverständlich dürfen auch Frauen antworten, aber ich würde vorwiegend gern wissen, was sich ein Mann dabei denkt.
Hallo,

ich denke bei einer alleinerziehenden Frau oft an eine Frau, die ihren Alltag komplett durchorganisiert hat, um auch für sich selbst einige wertvolle "Zeitnischen" zu ermöglichen.

Und dass da möglicherweise anfangs weniger Zeit für einen neuen Partner sein könnte, als bei einer Frau, die keine Kinder hat bzw. diese bereits sehr selbstständig sind.

Bei kleineren Kindern bestehen meiner Erfahrung nach auch oft die Bedenken, dem Kind/den Kindern einen Mann "zu früh" als neuen Partner vorzustellen, da
- diese oft noch sehr am Vater hängen und die neue Konstellation möglicherweise nicht verstehen bzw. akzeptieren können ("Mama hat jetzt einen "neuen"/anderen Mann")
- die Mutter nicht wissen kann, ob es denn auch "klappt" mit "dem Neuen" - und nicht möchte, dass das Kind innerhalb einiger Monate mit mehreren unterschiedlichen Männern konfrontiert wird.
 
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  • #8
- die Mutter nicht wissen kann, ob es denn auch "klappt" mit "dem Neuen" - und nicht möchte, dass das Kind innerhalb einiger Monate mit mehreren unterschiedlichen Männern konfrontiert wird.
ich war vor vielen Jahren auch mal in der Situation.
Genau mit diesen Bedenken.Die Kinder raus zu halten oberstes Gebot.
Unmöglich ist es aber nicht.
Gewöhnlich gibt es regelmäßige Umgangswochenenden.
Bei mir war das z.B. von Freitag Nachmittag bis Sonntag Abend.
Also Zeit genug zum Testen.
 
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  • #9
Charmant.
Und so ermutigend
 
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  • #11
Also so ist das bei Affen:

Wenn ein männlicher Affe den Alpha-Affen besiegt, wird er zum neuen Alpha-Affen. Und seine erste Tat ist all die Kinder-Affen vom alten Vater zu töten.

Wir haben zwar Gesetze, aber ich denke, grundsätzlich sind wir eigentlich noch Affen. Zumindest benehmen wir uns ständig wie welche.
Oha, dass würde ich so nicht unterschreiben..