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  • #17
es gibt nun auch Menschen, die wollen ... einen Besonderen
Das ist schon richtig, aber ich glaube die meisten wollen doch nicht irgendeinen, oder?
Ich weiß nicht, ob die meisten das wollen; einige bestimmt. Aber es gibt auch andere.
Meine letzte Erfahrung war, dass Chemie allein nicht reicht, um auf dem Weg in die Liebe keine Bruchlandung zu erleiden.
Diese Erfahrung haben schon viele gemacht. Man muss halt herausfinden, ob es "nur" die Chemie ist oder doch mehr, um dem Glück eine Chance zu geben. Dabei kann man schon mal eine Bruchlandung hinlegen - oder in den siebten Himmel durchstarten. :)
 
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  • #19
Ich weiß nicht, ob die meisten das wollen; einige bestimmt. Aber es gibt auch andere.

Diese Erfahrung haben schon viele gemacht. Man muss halt herausfinden, ob es "nur" die Chemie ist oder doch mehr, um dem Glück eine Chance zu geben. Dabei kann man schon mal eine Bruchlandung hinlegen - oder in den siebten Himmel durchstarten. :)
Oder auch beides, zumindest temporär.;)
 
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  • #20
Bis ich den Menschen treffe, mit dem ich in den "Sonnenuntergang reiten möchte", bin ich oft allein. Mir ist nach so langer Zeit oft noch nicht klar, wie ich gut mit dem Single-Dasein umgehen kann. Ich bin auf meiner Suche nach Antworten u.a. auf diesen Beitrag gestoßen:
https://www.youtube.com/watch?v=Yiwy5vihAl8

Es geht um Strategien, die mit dem Alleinsein versöhnen sollen.
  • Alleinsein ist ganz natürlich
  • Alleinsein ist eine Kraftquelle
  • Alleinsein fördert unsere Selbstständigkeit
  • Alleinsein schafft Klarheit, was wir in Beziehungen wollen
  • Alleinsein fördert Begegnungen
Ich bewundere Menschen, die sich mit dem Alleinsein gut arrangiert haben.
Tatsächlich nehme ich aber mit der Zeit Veränderungen auch bei mir wahr. Ich bin wieder selbstständiger und nach einer Phase des Zurückziehens sehr viel offener geworden. Meiner kleinen Familie geht es gut, wir lachen viel und genießen das Leben. Es bleibt aber oft die kalte Einsamkeit, wenn die Nacht den Tag besiegt und Ruhe einkehrt.

Welche Strategien habt ihr gefunden, der Einsamkeit die Stirn zu bieten?
Alleinsein ist Muse tun.
Einsamkeit ist eine Art natürlicher Trieb, der zum Lebenserhaltungssystem des Menschen gehört und daher eine wichtige und berechtigte Funktion einnimmt.
Irgendein König (?) wollte die Sprachfindung bei Säuglingen untersuchen lassen und ordnete an, einen (oder 2?) Säuglinge nach der Geburt von der Mutter zu trennen und nicht mit Ihnen zu sprechen. Sie starben an dem Mangel an Zuwendung. Einsame oder vereinsamte Menschen streben früher, werden schneller krank. Es gehört zum natürlichen Erhaltungstrieb des Menschen, Einsamkeit zu empfinden. Das Gefühl dient dazu, den Antrieb und die Motivation zu finden, die Situation zu ändern. Auch sind solche Dinge wie das „Broken Heart-Syndrome“ nachgewiesener Maßen physischer Natur, sodass es wohl Menschen gibt, die an gebrochenem Herzen erkranken und sogar daran sterben können.

Also mach dir keine Sorgen um das Gefühl der Einsamkeit - solange du es als das nimmst was es ist: der Antrieb in zwischenmenschlichen Kontrakt zu treten, Zuwendung und auch körperliche Nähe zu suchen.
 
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  • #21
Ich hatte gelesen, dass du auch allein zum Tanzen gehst. Ich finde das gut und ich tanze selbst sehr sehr gern, aber ich würde es mich wohl nicht trauen. Also verzichte ich derzeit auf diesen Spaß... :(

PS: Welche praktisch umsetzbaren Tipps hättest du?
Ich bin wieder alleine tanzen gegangen, als meine Tochter damals 14 Jahre alt war und ich wusste dass sie keine Dummheiten macht, wenn ich wieder los ziehe. Ich tanze soooo gerne. Bin ein grosser Fan der 70er und 80er Dance-Klassiks. Also ich war lange aus der Übung und hatte so einen Schiss! Zudem es eine Ü30-Party war und ich über Ü40 war. Ich dachte ich wäre die Älteste.

Ich musste mich der neuen Herausforderung stellen. Ich sage mir immer, probierst wenigstens aus, dann kannst du dir später nicht sagen, du warst ja feige. Ich wollte auch in der Hinsicht mir morgens mit ruhigem Gewissen in den Spiegel schauen.

Also zwei kleine Rotkäppchen eingepfiffen:p, die eine noch versteckt in einer Wasserflasche in der U-Bahn, und dann bin ich los. Was soll schief gehen?

Und es wurde soooo gut. Ich war definitiv nicht die Älteste und ich bin auf der Tanzfläche aufgeblüht und ich kanns noch, das Tanzen. Yeah, allein das Glücksgefühl hat die Angst völlig verdrängt. Und dann bin ich immer wieder losgezogen, kannte dann die Türsteher, den DJ, stand dann auf der Gästeliste, kam kostenlos rein. Dieser Club hat aber 2014 leider zu gemacht.

Das Glücksgefühl, wenn ich dann fix und alle morgens irgendwann nach Hause kam, ins Bett zu fallen, war einfach toll bzw. ist es inzwischen immer noch, immerhin gehe ich doch immer strammer auf die 60 zu.

Trau dich, was soll schief gehen? Ich weiss nicht, wo du wohnst, aber Berlin macht es schon einfacher, auch als ältere Frau sich unters junge Volk zu mischen. Die haben damit kein Problem, im Gegenteil. Eine junge Frau, so mitte 20zig, sagte mir mal, sie wünschte sich, dass ihre Mutter auch so drauf wäre wie ich.

Inzwischen gehe ich wieder in einen Club in Ost-Berlin, den Frannz-Club, den ich noch von früher aus der DDR-Zeit kenne, tanzen.. Angenehm, nettes gemischtes Publikum, jung und alt, nette Musi, von 70er bis aktuell und faire Preise.

Ich hoffe, das sind für dich umsetzbare motivierende Zeilen, damit du dich traust:).
 
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  • #24
Liebe Yennever,
ich finde, du bist auf dem besten Weg. Das Eingestehen, es fehlt etwas, ist der Start zu erkunden, was das genau ist, was fehlt. (Vielleicht ist es ja gar nicht der Ritt in den Sonnenuntergang ;-) Und ob du dir das auch (vorerst) selbst geben kannst, ohne einen Partner, dazu zu brauchen. Begib dich doch einfach mal auf diese Suche. Vielleicht ist das gerade der richtige Zeitpunkt, dich noch besser kennenzulernen. Mir hat das, einen verlorenen Teil meiner kleinen Meerechse zurück gebracht und dann fehlte nichts mehr, ich war irgendwie ganz geworden und offen war wieder mein Herz.
Viele liebe Grüße
 
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  • #26
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  • #28
Die Einsamkeit lässt sich ansprechen, kannst du ihr einen Brief schreiben, so etwa: "liebe Einsamkeit, du machst mir Angst". Dann schreibt sie (du, zweiter Brief) vielleicht ""Wieso?" und ruck zuck seid ihr im Gespräch und beide nicht mehr alleine. (Und die Einsamkeit ist nur die Einsamkeit. Die Angst vor ihr macht sie so stressig finde ich.)
Mir tut auch meditieren gut. Ich sitze, spüre meinen Atem und dann bin ich da. Der Atem ist mein Gegenüber und das ist in mir. (Braucht bissl Übung).
 
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  • #29
Danke, darüber denke ich auch oft nach. Ist es vielleicht im Moment gar nicht so schlecht, mit mir allein zu sein?
Ja, das kann eine riesige Chance sein. Ich habe vieles ausprobiert, was ich schon immer mal machen wollte, einfach nur mal ich :) Du bist nie allein, auf der Suche nach dir selbst, findest du nette neue Menschen, Liebe hat so viele Facetten, Freunde werden enger, kommen näher, deine Augen sehen deutlicher, man fühlt sich wohler mit sich selbst und ist sogar froh mal keinen zu sehen, weil man sich selbst genießt. Das macht auch atraktiver für Männer. Sie spüren, dass du nichts verlangst, weil du es dir selber geben kannst. Finde was du wirklich suchst. Und für den Übergang gibt es Amorelie ;) Dann ist es völlig egal, ob du in einer Partnerschaft bist oder nicht.. :)
 
D

Deleted member 25487

  • #30
Warum fürchtest du das? Glaubst du, dass du mit Furcht ein "Problem" lösen kannst?

Ich wünsche dir, dass du dein Single-Sein, als Chance siehst, als ein Stückchen Freiheit, ein Stück zum Weg frei glücklich zu werden.
Ich gehöre zu den Menschen mit großem Wunsch nach Partnernähe, sozusagen ist das meine "Problemzone", die auch das Finden nicht so einfach macht. Ich habe mich mit meinem verstorbenen Mann gut ergänzt und wir fühlten uns zusammen erst richtig komplett. Daher kommt wohl auch das "Fürchten".

Ich bin nicht unselbstständig in meinem Denken und Handeln. Das war ich auch vor meiner Ehe nicht, aber ich habe den Austausch mit meinen Partner und die Nähe in jeder Beziehung genossen.

Die alten Pfade funktionieren jetzt nicht mehr. Die neuen Wege zeichnen sich erst in Umrissen ab.