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  • #106
AW: Alkohol

Ach Kimchi, ich glaub dir gern, daß du nicht verstehen kannst, wie man sich für Dritte einsetzt und für einen gewissen Stil. Aber da du dich hier im Anfeindungsthread gerade wieder recht überheblich über das Unterschichtsniveau und die primitiven Denkweisen in einem anderen, vergleichbaren Forum ausläßt: versteh meine Beiträge doch einfach in diesem Sinne. Es geht nicht einfach darum, Anwalt für Diffamierte zu spielen. Sondern das Niveau einer Auseinandersetzung zeigt sich gerade auch darin, wie man mit Dritten umgeht. Und ich finde es tatsächlich reichlich absurd, wenn Menschen, die verächtlich über die Fehler ihrer Expartner ablästern, für ihre Offenheit gelobt werden. Da kann ein bißchen ReflexionsNIVEAU nicht schaden. Übrigens auch deinen psychologischen Überlegungen nicht.
Oje, bin ich jetzt wieder so schrecklich überheblich? Naja, jemandem gegenüber, der sich gerade als äußerst überheblich zeigt in seinen Äußerungen über das Niveau in einem Nachbarforum. Dann find ich das nicht so schlimm.
 
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  • #107
AW: Alkohol

Hallo Heike,
ob man nun über Ex-Partner, zukünftige Partner, FreundInnen etc. schreibt oder über die Freundin der Freundin oder die Neue des EX - egal...........es sind immer nur durch die eigene Wahrnehmung gefärbte Meinungen und somit im Grunde "Unwahrheiten". Ich finde es reichlich absurd, wenn du annimmst, dass du durch deine Beiträge verhindern kannst, dass das Niveau des Forums nicht sinkt. Der letzte an Kimchi spricht Bände..........Auch du schreibst über "andere", ob es nun über zwei oder drei Ecken geht ist dabei doch wirklich irrelevant - es sind und bleiben Spekulationen, Hypothesen und Meinungen, die durch deine süezielle Wahrnehmung gefärbt sind. Das ist bei dir nicht anders als bei allen anderen ;-) Auch dulässt hier alle an deinen psychologischen "Kenntnissen" oder vielmehr "Spekulationen" teilnehmen. WAS genau soll daran "besser" sein oder "niveauvoller". Übersehe ich hier etwas?
LG da capo
 
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  • #108
AW: Alkohol

Da capo, das finde ich zu undifferenziert.

Wie schon mehrfach geschrieben, macht es für mich einen Unterschied, ob man jemanden angreift, der anwesend ist und sich wehren kann, und zwar dafür, daß er andere angreift, oder ob man über jemanden lästert, der sich nicht wehren kann. Das ist für mich eine Frage von Stil.

Mag sein, daß es für dich anders ist, du andere Vorstellungen von Stil hast.
Wenn alles gleichermaßen subjektiv und damit relativ und irgendwo egal ist, mag das für dich so sein. Dann gibt es auch keinen Grund, sich über Unterschiedsniveau und primitive Denkweisen anderer zu erheben. Genau darauf habe ich bezug genommen. Wenn alles nur subjektiver Geschmack ist, dann ist das ja ziemlich unpassendes Vokabular. Dann hätte Kimchi sagen könne, die Denkweisen derer, die sie da im Blick hat, entsprächen nicht ihrem Geschmack. Die mögen lieber Schokoladeeis, sie lieber Zitroneneis. So formulierst sie aber nicht. Und so formulierst du auch nicht in deiner Replik auf mein Posting. Vermutlich hat das seinen Grund.

Auch psychologische Bemerkungen würde ich nicht alle in einen Topf der beliebigen Subjektivität werfen.
Subjektivität von Wahrnehmung heißt für mich auch nicht Unwahrheit. Auch da ist nicht alles gleich und beliebig. Man kann schon genauer und ungenauer hingucken, sich irren, sich und anderes was vormachen, was mißverstehen usw. - Das ist nicht einfach einerlei.
 
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  • #109
AW: Alkohol

Zitat von Benutzerin:
Es scheint für Sie nicht nachvollziehbar zu sein, dass man das Werk (oder Werke) eines Künstlers wertschätzen, aber trotzdem bestimmte Persönlichkeitsmerkmale als abstoßend oder z.T. auch Mitleid erregend ansehen kann. Keiner dieser Männer hätte für mich als Mensch in irgendeiner Weise Vorbild-Charakter oder ich würde ihn mir als Partner gewünscht haben. Trotzdem höre ich mir gern Sinatra-Platten an, hab gerne Sherlock Holmes gelesen und kann Bildern von Warhol und Picasso etwas.
Nein, ich wollte auf etwas anderes hinaus. Es soll die zunehmende Restriktion von Genussmitteln durch den Staat veranschaulichen (LSD gab es beispielsweise bis Anfang der 1970er Jahre auf Rezept - ich selbst muss, das nicht gut finden, aber es stützt jedenfalls meine Argumentation). Wie gesagt, man muss sich nur mal die Werbung, die Filme und TV-Serien aus den 1950er und 1960er Jahren ansehen, um zu verstehen, was ich meine. Und da es sich um eine Entwicklung handelt, die offenbar noch nicht abgeschlossen ist, frage ich mich, was als nächstes stigmatisiert wird. Wahrscheinlich schnelle Autos und gesättigte Fettsäuren. Vielleicht kann man dann noch die Leute dazu zwangsverordnen, täglich Morgengymnastik zu machen. Ich selbst gehe 3-4 Woche in ein Fitness-Studio, bin aber absolut dagegen so etwas verbindlich für alle zu machen. Jeder muss selbst wissen, was gut für ihn ist. Ich glaube an den unabhängigen Geist und den selbständigen Bürger.
 
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  • #110
AW: Alkohol

Hallo Heike,
ja, das nehme ich zur Kenntnis, dass es dir zu undifferenziert ist.
Ich bleibe dabei, dass du nichts anderes tust als alle anderen auch - nur mit deinem individuellen Schreibstil. Du verpackst bestimmte Äußerungen geschickter, weil nicht direkt. So mögen sie auf den ersten Blick "niveauvoller" wirken.
Ich verstehe nicht ganz, warum deine psychologischen Kenntnisse weniger laienhaft sein sollen als die der anderen! Bist du Psychologin? Oder weshalb machst du Unterschiede? Alle Spekulationen was z.B. NPS betrifft sind in gleichem Maße laienhaft - selbst wenn du aus einem Buch zitierst (wie ich es gemacht habe). Da finde ich dann die Beiträge, in denen ganz konkret aus eigenen mitunter sehr schmerzvollen Erfahrungen berichtet wird einem Austausch über dieses Thema zuträglicher, weil JA es sind durchaus ganz persönliche Erfahrungen, die nicht erst durch die Wahrnehmung anderer verfälscht wurden. Ich meine die SchreiberInnen, die am eigenen Leib erlebt haben, was ein Zusammenleben mit einem Menschen bedeutet, der Symptome einer NPS hat - nicht die, in denen die Freundin von der Freundin von der Freundin etc.................Wenn ich über andere erzähle ist das immer erst mal durch die eigene Wahrnehmung gegangen und damit verfälscht - was nicht gleich bedeutend ist, dass man/frau bewusst verfälscht. Ich verstehe, dass du es für moralisch sauberer hälst, FürsprecherIn für diejenigen zu sein, die hier nicht mitschreiben, weil sie sich nicht dazu äußern können. Immer wenn du betonen musst, wie sehr dir auffällt, wie andere schreiben und über andere lästern, wirft das m.E. ein seltsames Licht auf dich und ich frag mich, was du damit bezweckst, was du davon hast, dass du andere gern maßregelst. So nach Goethe "Man spürt die Absicht und ist verstimmt". Das wirkt auf mich wenig authentisch und immer nur mit Blick nach außen zu den anderen. Dabei ist ein BLick nach innen oft sehr viel lehrreicher :)
LG da capo
 
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  • #111
AW: Alkohol

Da capo, für dich gibt es also den Unterschied von Laien, deren Äußerungen alle gleichermaßen unwissend sind, und von Experten, deren Äußerungen stimmen? Ich hoffe, so meinst du es nicht.
Das Charakteristische am NPS-Thread ist, passend zum Thema, daß die Erfahrungsberichte in den wenigsten Fällen selbstreflektiert waren. Aus "Opfer"perspektive, aber eben zumeist nicht wirklich Aussagen der Opfer über sich selbst, sondern über die vermeintlichen Täter.
Kann sein, daß du das gerne liest. Jeder hat andere Geschmäcker, wie gesagt. Ob man auf diese Weise wirklich besser was über die Konstellation versteht, sei dahingestellt. Eigentlich nur, wenn man sehr reflektiert liest. Tun vielleicht viele, die sich nicht explizit geäußert haben. Von denen, die was dazu geschrieben haben, haben das meinem Dafürhalten nach recht wenige getan.
Ich kenne mich übrigens recht gut, denke ich. Vielen Dank. Daß meine Schreibweise dich ein "seltsames Licht" auf mich werfen läßt, so ganz subjektiv natürlich, damit werde ich leben müssen. Und ganz gut können.
 
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  • #112
AW: Alkohol

Zum Punkt des unverfälschten, weil direkten Erfahrungsberichts: Da capo, stell dir mal vor, einer von den Männern, die hier als narzißtisch gehandelt wurden, schriebe auf dem Forum.
Er schreibt einen Erfahrungsbericht von der letzten Trennung, die er erleiden mußte. Er is furchtbar gekränkt und beklagt sich über die mangelnde Liebe seiner Expartnerin und beschwert sich darüber, daß sie die Schuld immer nur bei ihm gesucht habe und ihn schlußendlich eiskalt abserviert habe.
So sehen es die Männer ja, die in dem NPS-Thread charakterisiert wurden. Die verdrehen ja alles.
Ein subjektiver Erfahrungsbericht ist das. Ein Zeugnis. Jeder kann sich fragen, wie er damit umgehen würde.
(Oder, vielleicht, bereits damit umgegangen ist. Vielleicht waren solche Berichte ja bereits zu lesen.)
 
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  • #113
AW: Alkohol

Zitat von Heike:
Ich kenne mich übrigens recht gut, denke ich. Vielen Dank.
Das freut mich für dich, Heike. Was mich betrifft, so habe dich hier durch deine Beiträge ein Stück weit kennengelernt - sicher nur bruchstückhaft - doch das, was ich kennengelernt habe, weckt in mir keine Lust auf intensiveren Austausch. Ich glaube fast, in diesem Punkt sind wir uns einig!!??
Wünsch dir noch einen schönen Tag, da capo
 
B

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  • #114
AW: Alkohol

Zitat von Vorbrächte:
Wie gesagt, man muss sich nur mal die Werbung, die Filme und TV-Serien aus den 1950er und 1960er Jahren ansehen, um zu verstehen, was ich meine.
Wenn ich mir die Werbung und die Serien aus den 50ern und 60ern ansehe, sehe ich da Szenarien, die an 'Spießigkeit' und Verhaltensvorschriften kaum zu überbieten sind. Dass darin (meist von den Männern) auch geraucht und Alkohol als Zeichen von Geselligkeit konsumiert wurde, war kein Zeichen von besonderer Freiheit. Es gehörte eben dazu.

Ich trage jetztmal Kenntnisse vor, die ich weitgehend aus einer Fernsehserie ("Mad Men") beziehe (die allerdings sehr gut recherchiert ist; z.T. habe ich es auch nachrecherchiert). Die Einstellung zum Rauchen änderte sich erst seit Beginn der 1960er, u.a. durch einen Artikel im "Reader's Digest", in dem nach dem Zusammenhang zwischen Rauchen und Lungenkrebs gefragt wurde. Bis dahin durfte sogar mit der gesundheitsFÖRDERNDEN Wirkung des Rauchens geworben werben. Und auch Zusammenhänge zwischen Alkoholkonsum in der Schwangerschaft und Schädigungen des Embryos waren zu dieser Zeit noch überhaupt nicht bekannt.