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  • #77
AW: Alkohol

Zitat von Vorbrächte:
Das war von mir und zum Beispiel Hemingway oder Picasso auf einen Alki reduzieren zu wollen, spricht Bände. Das kann ja nicht ernsthaft gemeint sein. Sonst erübrigt sich fast eine Diskussion.
Ich kann sie für ihre künstlerischen Fähigkeiten bewundern. Deswegen muss ich sie mir aber menschlich oder charakterlich keineswegs zum Vorbild nehmen. Oder sie mir als (rein hypothetisch) als Partner wünschen.
 
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  • #78
AW: Alkohol

Zitat von Vorbrächte:
Also sind für dich Frauen, die mal etwas trinken, mal Spaß haben, gleich Flittchen oder schlimmeres?
Alles Ihre Interpretation. Was ist denn übrigens mit "schlimmeres" gemeint?

Zitat von Vorbrächte:
Wo kommt überhaupt diese Furcht, diese Vorurteile her?
Ich bin da ziemlich furchtlos. Aber sowohl mein Helfersyndrom als auch mein Masochismus sind so schwach ausgeprägt, dass ich kein Interesse an einer intimen Beziehung zu/mit einem Alkoholiker habe.
Und ich setze keineswegs Menschen, die keine Abstinzler sind, mit Alkoholikern gleich.
Umgekehrt stinkt mir das Vorurteil, dass jemand, der (aus welchen Gründen auch immer) keinen Alkohol trinkt, natürlich eine Spaßbremse sein muss.
Ich finde die Zwangs-Verbindung von "Spaß haben" und "Alkohol trinken" reichlich blöd. Wer ohne Alkohol keinen "Spaß haben" kann, hat meiner Meinung nach ein Problem.


Zitat von Vorbrächte:
Ich empfehle überhaupt Männern nicht mit der Moralkeule zu kommen oder sich als besserer Mensch geben zu wollen. Die Freiheit ist den meisten (echten) Männern, die ich kenne und schätze, nämlich sehr wichtig. [...] Der erhobene Zeigefinger ist total unsexy (und anmaßend - so von wegen besserer Mensch).
Super-Empfehlung. Dann nehmen Sie Ihren Zeigefinger doch vielleicht auch mal runter.
 
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  • #79
AW: Alkohol

Zitat von Vorbrächte:
Ich empfehle überhaupt Männern nicht mit der Moralkeule zu kommen oder sich als besserer Mensch geben zu wollen. Die Freiheit ist den meisten (echten) Männern, die ich kenne und schätze, nämlich sehr wichtig. Die brauchen keine Mami, die ihnen immerzu sagt, dass sie nicht noch ein zweites Bier trinken sollen, mit dem Rauchen längst aufhören oder sich gesünder ernähren sollen. Männer heben mal ganz gern einen, schmauchen eine Zigarette und grillieren eine Tonne Fleisch. Lass ihnen doch den Spaß. :)
ach ja, die vielbeschworene Freiheit der echten Männer... Ich lasse sie ihnen gerne, Ich nehme mir die Freiheit zu sagen, daß Männer, denen diese Art von Freiheit so wichtig ist, gerne ihr Leben lang den Teenie spielen können. Aber ohne mich.
Komasaufen bis der Arzt kommt, Bierdeckel sammeln, ein halbes Rind essen und sich über Sodbrennen wundern, alles volldrecken und vollkotzen, die Kippen auf den Boden schmeißen und genüßlich lautes Bäuerchen machen und dabei von vergangenen Tagen träumen, als sie noch ansehnlich waren und Schnitte bei den Frauen hatten und heute aber kein bein mehr auf den Boden kriegen. Wehe, die Alte meckert dann. Wenn das Spaß und Lebenssinn ist, nur zu! Die Straßen sind voll mit solchen Typen, die nun auf dem Boden sitzen, bedröppelt gucken und einen Hut vor sich stehen haben.
 
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  • #80
AW: Alkohol

Was ist denn hier los?
 
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Cosima

  • #81
AW: Alkohol

Ganz einfach Lunaluna...
Es gibt nur zwei Sorten von Mensch:
Den alkoholkranken Penner oder die alkoholfreie Spassbremse...und weil diese sich einfach nicht so toll finden können, treffen wir uns alle hier und suchen nach einem Teilzeitfreizeitpartner...oder das Dings heißt...(;-))))
 
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  • #82
AW: Alkohol

Zitat von Kimchi:
ach ja, die vielbeschworene Freiheit der echten Männer... Ich lasse sie ihnen gerne, Ich nehme mir die Freiheit zu sagen, daß Männer, denen diese Art von Freiheit so wichtig ist, gerne ihr Leben lang den Teenie spielen können. Aber ohne mich.
Komasaufen bis der Arzt kommt, Bierdeckel sammeln, ein halbes Rind essen und sich über Sodbrennen wundern, alles volldrecken und vollkotzen, die Kippen auf den Boden schmeißen und genüßlich lautes Bäuerchen machen und dabei von vergangenen Tagen träumen, als sie noch ansehnlich waren und Schnitte bei den Frauen hatten und heute aber kein bein mehr auf den Boden kriegen. Wehe, die Alte meckert dann. Wenn das Spaß und Lebenssinn ist, nur zu! Die Straßen sind voll mit solchen Typen, die nun auf dem Boden sitzen, bedröppelt gucken und einen Hut vor sich stehen haben.
Mache Frauen haben nur Chancen bei den angepassten Milchbubis und metrosexuellen Dünnbrettbohrern. Die dann zusammen Diäten machen, sich allabendlich das Mineralwasser schmecken lassen und vom Häuschen irgendwo in der Vorstadt träumen, weil es da so schön ruhig ist, Manche Frauen kommen mit Kerken, die noch Eier in der Hose haben und sich nicht anpassen, eben nicht zurecht.So einfach ist das.

Und das Bild, das Sie da zeichnen ist schon sehr unter der Gürtellinie. Wenn ich Sie richtig verstehe, dann ordnen Sie mich also genau in diese "Kategorie" indierekt ein. Ich bin also ein vollgedreckter, aufstoßender, kotzender Penner? Und das weil ich gesagt habe, dass ich, nachdem ich den Eingangspost gelesen haben, es sehr irreal und spießig finde, wenn man grundlos jemandem Alkoholismus unterstellt, der eins, zwei Bier beim Treffen trinkt?

Aber machen Sie sich keine Sorgen, ich habe eine guten Job im Medienbereich, da gibt es noch viel mehr solcher Menschen, wie mich (Männer wie Frauen). Ich nehme an, dass Sie im Versicherungswesen arbeiten?
 
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  • #83
AW: Alkohol

Zitat von Cosima:
Ganz einfach Lunaluna...
Es gibt nur zwei Sorten von Mensch:
Den alkoholkranken Penner oder die alkoholfreie Spassbremse...und weil diese sich einfach nicht so toll finden können, treffen wir uns alle hier und suchen nach einem Teilzeitfreizeitpartner...oder das Dings heißt...(;-))))
:))

Ich möchte kurz eine Lanze für alle Frauen brechen: es sind nicht alle Frauen Abstinenzler!!!

Sehr viele Hundertjährige antworten übrigens auf die Frage nach dem "Geheimnis" ihrer Langlebigkeit: "täglich ein Glas Rotwein". Ein Glas - nicht eine Flasche.

Letztlich muss jeder für sich selbst entscheiden, ob er Allkohol trinken möchte oder nicht. Bis ich Mitte zwanzig war, schmeckte mir Alkohol einfach nicht - deshalb habe ich als Jugendliche nie getrunken. Inzwischen hat sich das geändert und ich begreife das für mich persönlich als Erweiterung des Lebensgenusses. Nicht nur wegen des Geschmacks!
Übrigens trinke ich auch bewußt keinen koffeinfreien Kaffee, sondern ich mag auch die belebende Wirkung von Kaffee. Ich trinke ihn täglich.

Ich rauche nicht - aber ich kann nicht nachvollziehen, warum so viele Nichtraucher so militante Probleme mit Rauchern haben. In einer vollgequartzten Bude zu sitzen, ist natürlich nicht jedermanns Sache - aber dafür gibt es ja auch andere Lösungen.

Was mir völlig unklar ist: was Alkohol mit einer HIV Station zu tun hat.

Übrigens hatte ich vor 10 Jahren mal eine "Bekanntschaft" mit jemandem, den ICH für einen Alkoholiker halte. Wir sind morgens um 11 Uhr zu einem Badesee gefahren und er hat sich an der Tankstelle Bier geholt, um es sogleich (noch im Auto) zu trinken. Und so ging es dann den ganzen Tag fort. Am späten Nachmittag hatte er rund 10 Bier intus, zeigte keinerlei Zeichen von Trunkenheit und fuhr noch Auto. Das war sein täglicher Konsum....wie es dann abends weiterging, entzieht sich meiner Kenntnis.
 
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  • #84
AW: Alkohol

Zitat von Kimchi:
ach ja, die vielbeschworene Freiheit der echten Männer... ... gerne ihr Leben lang den Teenie spielen können.
Das hat mit Teenies nichts zu tun, noch nicht mal was mit Männern. Freiheit ist wichtig und bleibt wichtig. Was wäre denn die Alternative? Dass der Mensch mit zunehmendem Alter immer mehr Freiheiten aufgibt? Das ist doch offensichtlicher Unsinn. Nee, dann eher umgekehrt.
 
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  • #85
AW: Alkohol

Zitat von Andre:
Freiheit ist wichtig und bleibt wichtig. Was wäre denn die Alternative? Dass der Mensch mit zunehmendem Alter immer mehr Freiheiten aufgibt? Das ist doch offensichtlicher Unsinn. Nee, dann eher umgekehrt.
Ich wundere mich manchmal, an was 'Freiheit' festgemacht wird.
In welchen Jahrhunderten oder auch nur Jahrzehnten haben die Menschen denn 'freier' leben können als zur Zeit?
Nur, weil das Rauchen im öffentlichen Bereich 'reglementiert' wurde?! Ehrlich, wenn das alles ist, was einigen zu "Freiheit" einfällt...
 
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Cosima

  • #86
AW: Alkohol

Zitat von Benutzerin:
Ich wundere mich manchmal, an was 'Freiheit' festgemacht wird.
In welchen Jahrhunderten oder auch nur Jahrzehnten haben die Menschen denn 'freier' leben können als zur Zeit?
Nur, weil das Rauchen im öffentlichen Bereich 'reglementiert' wurde?! Ehrlich, wenn das alles ist, was einigen zu "Freiheit" einfällt...
Benutzerin, da gebe ich Dir recht.
Es wir permanent nach der Toleranz der Nichtraucher gefragt und dass Raucher ihre Freiheit aufgeben müßten.
1. sind sie nicht frei, da abhängig....vom Glimmstengel
2. nehme ich mir die Freiheit zu sagen: Ich will keine stinkenden Klamotten

Ich habe früher auch geraucht und erst als Nichtraucher war mir noch im nachhinein peinlich, wie stinkend ich manchmal bei Kunden aufgetaucht sein muss.
Und das, obwohl ich sehr gepflegt bin, nur in frischer Luft (also draussen) geraucht habe und Pfefferminz gelutscht habe...
nein es nutzt nichts....Raucher riechen nach Rauch.

das können sie gerne tun, aber ich nehem mir dann die Freiheit ihnen vor die Füße zu brechen, weil mir richtig schecht wird..

Puh....
 
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  • #87
AW: Alkohol

Zitat von Benutzerin:
Ich wundere mich manchmal, an was 'Freiheit' festgemacht wird.
In welchen Jahrhunderten oder auch nur Jahrzehnten haben die Menschen denn 'freier' leben können als zur Zeit?
Nur, weil das Rauchen im öffentlichen Bereich 'reglementiert' wurde?! Ehrlich, wenn das alles ist, was einigen zu "Freiheit" einfällt...
Es geht um mehr als um Rauchen – obwohl das natürlich auch ein Punkt ist; und in meinen Augen auch symptomatisch für die allgemeine Entwicklung zum Nanni-Staat und zur Bedenkenträger-Gesellschaft. Es gibt ja immer noch Leute, die das Internet für schädlich halten; immerhin hatte jetzt mal eine Studie den Mumm, "Internet-Sucht" für Humbug zu erklären. Wer länger als x Stunden am Tag online ist usw. – ja bitte, wer geht denn heute noch offline oder loggt sich irgendwo aus? (Telefone waren schon vor 100 Jahren rund um die Uhr online.)

Aber da gibt's noch andere Sachen, z.B. Überlegungen zur Helmpflicht für Fahradfahrer, ELENA (ist ja nun wech), Vorratsdatenspeicherung (kommt vielleicht wieder) usw. Und es würde mich nicht wundern, wenn wieder wie vor 200 Jahren Kaffeetrinken verboten würde.
 
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  • #88
AW: Alkohol

Zitat von Cosima:
das können sie gerne tun, aber ich nehem mir dann die Freiheit ihnen vor die Füße zu brechen, weil mir richtig schecht wird.
Ja, das ist genau diese uralte Arroganz, die ich in meinem (zensierten) Posting vor ein paar Tagen benannt habe. Davon wird *mir* schlecht. Die allergrößte Frechheit ist es ja, wenn das von Ex-Rauchern kommt. -- Wer mich nicht riechen kann, soll mir einfach aus dem Weg gehen, und mir nicht mutwillig zu nahe treten, nur um seinen demonstrativen Ekel an mir abreagieren zu können. Die Welt ist groß genug, und sie gehört nicht nur den Nichtrauchern.
 
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  • #89
AW: Alkohol

Militante Nichtraucher sind meistens Exraucher und so ziemlich das fanatischste unter der Sonne. Am meisten haßt man halt, was selber in einem steckt. Genauso wie Übergewichtige, die mühsam 1 Pfund abgespeckt haben, auf einmal so tun als sei Sport und Sojasprossen in Tofu das geilste auf Erden.
 
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  • #90
AW: Alkohol

Ok. Ich wollte das hier wirklich nicht zum Raucher/NR-Thread umfunktionieren.

Aber da Rauchen und auch Trinken ja offenbar tatsächlich das ist, was viele unter persönlicher Freiheit verstehen... Meiner Meinung nach führt das - auch - dazu, dass viele beim Alkohol die Grenze vom Genuss- zum Suchtmittel überschreiten. Und ich finde es ätzend, wenn ich mich dafür rechtfertigen soll, dass ich nicht mittrinken möchte. Diese Art von (Gruppen)Zwang hat für mich genausowenig mit Freiheit zu tun wie ein Leben, in dem man ohne einen bestimmten Alkoholpegel gar nicht mehr handlungsfähig ist.

Es wäre außerdem nett, wenn die Freunde des Rauchens ihr Feindbild auch mal überprüfen könnten. Z.B.: Nicht jeder Nichtraucher ist ein gewesener Raucher und ernährt sich von Körnern, Salat und Joghurt.
Ich bin Nichtraucherin. Immer schon gewesen und im NR-Haushalt aufgewachsen. Bei der klassischen ersten 'Schwimmbad-Zigarette als Teenagerin ist mir schlecht geworden und meinen ersten Zungenkuss von einem Raucher würde ich auch nicht gerade als sinnliche Sternstunde bewerten.
An der Uni und während meiner ersten 15 Berufsjahre hatte ich die 'Freiheit', an Seminaren, Besprechungen und sonstigen beruflichen Veranstaltungen teilzunehmen und mich dabei vollqualmen zu lassen - oder nicht teilzunehmen.
Auf Fernstrecken in ICs hat mich - auf einem reservierten NR-Platz - eine offene Glasscheibe von meinen rauchenden Mitmenschen getrennt (dafür konnten die nix). Usw. usf.
Auf Restaurant-Besuche war mir zeitweise die Lust vergangen, weil es so gut wie unmöglich war, in der 'normalen Gastronomie' das ESSEN in rauchfreier Umgebung zu genießen.
Das Prinzip freiwillige Rücksichtnahme ist aus meiner Sicht weiträumig gescheitert und ohne die staatlichen Eingriffe hätte sich an dieser Situation niemals etwas geändert. Für mich bedeuten diese Eingriffe also einen Zugewinn an persönlicher Freiheit.

Im übrigen wird in Staaten, die ich - von außen - als äußerst unfrei wahrnehme, geraucht und gesoffen, was das Zeug hält.