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  • #91
AW: Alkohol

Zitat von Vorbrächte:
Aber machen Sie sich keine Sorgen, ich habe eine guten Job im Medienbereich, da gibt es noch viel mehr solcher Menschen, wie mich (Männer wie Frauen). Ich nehme an, dass Sie im Versicherungswesen arbeiten?

Stimmt. Im Medienbereich ist u.a. das Gesellschaftstrinken und Kampfrauchen sehr verbreitet. Und es hat wenig oder selten mit 'Genuss', aber sehr viel mit Stressabbau (und beim Trinken auch: Gruppenzwang) zu tun. Ich arbeite übrigens nicht im Versicherungswesen. Sondern im Medienbereich.
 

No_Kitty

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  • #92
AW: Alkohol

Zitat von Fenster_zum_Hof:
: ...Ich möchte kurz eine Lanze für alle Frauen brechen: es sind nicht alle Frauen Abstinenzler!!!
.... Letztlich muss jeder für sich selbst entscheiden, ob er Allkohol trinken möchte oder nicht.
.....Ich rauche nicht - aber ich kann nicht nachvollziehen, warum so viele Nichtraucher so militante Probleme mit Rauchern haben.

Ja, das ist das mal wieder - es gibt eben nicht Schwarz und weiss, gut und böse sondern viele Spielarten von dazwischen.
Und bevor ich mich ich den Strudel hineinziehen lasse, um Position zu beziehen oder mitzuteilen wieviel ich trinke, rauche, Diäten mache oder abhägig von Adrenalin Kicks bin....
der Ausgangspost ging doch um Warnzeichen für ein Gegenüber, das Probleme mit Alkohol hat, ggf. noch um gemachte Erfahrungen, Ratschläge im Umgang?
Wenn ich diese Ausgangsfrage richtig verstanden habe, dann empfehle ich hier gerne das Internet, Selbsthilfegruppen, gerade über Alkoholismus gibt es viel über Abhängigkeit und Co-Abhängigkeit.
Es wäre nicht an mir festzustellen, ob man sich nicht auf so eine Beziehung einlässt oder nicht - das muss jeder für sich entscheiden. Falls man sich aber entscheidet eine Liebe zu einem alkoholkranken Menschen zu leben, bedeutet es viel für das eigene Leben. Ich finde, dass man es sich schuldig ist, sich das selbst bewusst zu machen und auch den Einfluss, den diese Entscheidung auf das weitere eigene und des möglichen Partners Leben hat, zu realisieren. Einfach blauäugig zu glauben, dass man nur genug lieben muss, damit es funktioniert, reicht nicht. Man muss schon sehr intensiv lieben und sehr achtsam mit sich selbst sein, damit man so eine Beziehung erhält.
 
B

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  • #93
AW: Alkohol

Zitat von Fenster_zum_Hof:
Ich möchte kurz eine Lanze für alle Frauen brechen: es sind nicht alle Frauen Abstinenzler!!!

Abstinenz als so eine Art "Stigma" zu behandeln, finde ich jetzt aber auch irgendwie 'schräg'. Bzw. es führt zu dem bereits erwähnten Gruppenzwang - dass man nur als 'gesellig' (und auch 'tolerant'?) gilt, wenn man auch akoholische Getränke konsumiert.
Genausowenig, wie ich mich aktiv ins Trinkverhalten anderer Leute einmische und automatisch negativ über jemanden denke, weil er/sie nicht abstinent lebt, möchte ich das umgekehrt haben.

Allerdings geht es mir wie einigen anderen hier: der Eindruck, dass jemand ganz ohne Alkohol nicht über die Runden käme, würde mich stutzig machen und von einer intensiveren Beziehung Abstand nehmen lassen. Das gilt übrigens auch für Freundschaften.
 

Heike

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  • #94
AW: Alkohol

Zitat von No_Kitty:
der Ausgangspost ging doch um Warnzeichen für ein Gegenüber, das Probleme mit Alkohol hat, ggf. noch um gemachte Erfahrungen, Ratschläge im Umgang?
Wenn ich diese Ausgangsfrage richtig verstanden habe, dann empfehle ich hier gerne das Internet, Selbsthilfegruppen, gerade über Alkoholismus gibt es viel über Abhängigkeit und Co-Abhängigkeit.

Naja, der Ausgangspost war:
Zitat von Cosima:
Hallo, vor einigen Tagen habe ich per Date einen sehr netten Mann kennen gerlernt, der mich grundsätzlich interessieren würde.
Allerdings mag ich es nicht, wenn jemand jeden Abend Alkohol konsummiert - auch wenn es nur ein kleine Menge ist (z.B. ein Glas Wein oder eine Flasche Bier).
Sehe ich da zu eng?

Von dort direkt auf Alkoholismus, Coabhängigkeit, Selbsthilfegruppen zu kommen, ist inhaltlich eigentlich ein weiter Weg. Aber geht hier ganz schnell. Das hat, glaube ich, etwas damit zu tun, das Forum als Opferforum zu sehen und zu gestalten. Es fällt das Wort "Alkohol", und wer schreibt zuerst? Natürlich alle die, die schlechte Erfahrung mit Alkohol gemacht haben. Und natürlich nicht am eigenen Leibe (das wäre Offenheit), sondern mit einem alkoholtrinkenden oder alkoholkranken Expartner. Man findet hier eine Plattform, seine schlechten Erfahrungen loszuwerden, über andere zu lästern, Ängste zu verbreiten - um darin wenigstens Gemeinschaft zu erleben. Andere schließen sich an, weil sie ähnliche Erfahrungen haben.
Wieder andere halten sich zurück, denn Opfer sind bemitleidenswert, und wenn sie schon mal rauskommen mit ihrem Kummer, dann soll man ihnen freien Lauf lassen. Sie werden für ihre Offenheit gelobt (auch wenn die primär darin besteht, die Privatsphäre dritter zu verletzen, über deren Unarten sie sich auslassen).
Und ohnehin haben Opfer doch als solche bereits Recht. Haben sie? Natürlich nicht? Es ist verständlich, daß sie von ihren Erfahrungen berichten. Aber wenn man mal hinguckt: es bleibt selten dabei. Meist instrumentalisieren sie ihre eigenen Geschichten. Die Berichte werden nämlich tendenziell dann nicht als das genommen, was sie sind, nämlich relativ bezugslos subjektive und meist wohl auch sehr stilisierte Erfahrungsgeschichten, sondern als Meinung zum Thema, als Behauptung, und der Erfahrungsbericht soll dafür ein Argument liefern.

Thema des Ausgangsposts war ja die Frage, ob die Posterin etwas zu eng sieht. Inzwischen sind aber alle beim Schwerstalkoholikern angelangt. Man überbietet sich in Geschichten. Wie auch in anderen Threads: derjenige ist der Größte und Tollste, der die schlimmste Geschichte (natürlich von anderen, Dritten, deren Opfer er ist) zu erzählen hat. Alle anderen können nicht mitreden, die haben das ja nicht erlebt.
Und irgendwann wird das dann jemand anderem doch zu bunt und er erinnert mal daran, daß gar nicht ausgemacht ist, daß jemand Alkoholiker ist, wenn er jeden Tag eine - wie es im Ausgangspost wörtlich heißt - "kleine Menge" Alkohol trinkt. Und schon ist der Kampf eröffnet.
Mein Vorschlag: stärkeres Bewußtsein für die Grenze von eigenen Erfahrungen, deren Stilisierung, und deren Transformation in eine generelle Meinung oder eine Meinung zu einem konkreten anderen Fall. Und vielleicht auch ein wenig ein differenziertes Bewußtsein der (natürlich nicht notwendig bewußten) Opferstrategien. (Mit einem Seitenblick auf den NPS-Thread: eine häufige Strategie von Borderlinern: sich ganz als Opfer der letzten Beziehung darzustellen und damit sofort die "Empathie" zu kriegen. Und schon gehts wieder los.)
 

da capo

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  • #95
AW: Alkohol

Zitat von Heike:
................wer schreibt zuerst? Natürlich alle die, die schlechte Erfahrung mit Alkohol gemacht haben. Und natürlich nicht am eigenen Leibe (das wäre Offenheit), sondern mit einem alkoholtrinkenden oder alkoholkranken Expartner. Man findet hier eine Plattform, ...............über andere zu lästern, .................... Andere schließen sich an, .....................Wieder andere halten sich zurück, .......................................................... Man überbietet sich in Geschichten. .........................Alle anderen können nicht mitreden, ..................Und irgendwann wird das dann jemand anderem doch zu bunt und er erinnert mal daran, .............................

ÄHM............ und über wen schreibst du hier so?? Doch auch immer und immer wieder über die anderen! Oder habe ich etwas übersehn?
 
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  • #96
AW: Alkohol

Zitat von Benutzerin:
Ich wundere mich manchmal, an was 'Freiheit' festgemacht wird.
In welchen Jahrhunderten oder auch nur Jahrzehnten haben die Menschen denn 'freier' leben können als zur Zeit?
Nur, weil das Rauchen im öffentlichen Bereich 'reglementiert' wurde?! Ehrlich, wenn das alles ist, was einigen zu "Freiheit" einfällt...

Die Freiheit bestimmten Lebensgewohnheiten nachzugehen, tangiert mich deutlich häufiger als bespielsweise das von GG geschützte Versammlungsrecht anzuwenden. Und beim Anti-Raucher-Gesetz geht es ja auch um die Enteignung von Gastronomie-Besitzern, denn die können ja nicht mehr entscheiden, ob in ihrer Bar geraucht werden darf oder nicht. Viele Besitzer haben aufgrund dieses Gesetzes Gewinneinbrüche hinnehmen müssen. Statt dass man das den Markt regeln lässt, werden wieder mal alle Bürger vom Staat entmündigt. Es gab ja schließlich bereits vor dem Gesetz freiwillig, das Rauchen in seiner Bar zu verbieten.

Aber es bleibt ja nicht dabei: Zusätzliche Steuern auf sogenannte Alkopops, nur weil einige damit nicht umgehen konnten, hatten den Effekt, dass nun niemand mehr diese Getränke kaufen kann, denn durch die Zwangsabgabe wurde der Kauf den meisten Verbrauchern zu teuer und die Unternehmen stellten die Produktion ein. Was kommt noch alles? Jetzt ist im Gespräch Steuern auf gesättigte Fettsäuren wie in Dänemark einzuführen, als nächstes kommt dann das Tempolimit auf deutschen Autobahnen. Ich lasse mir jedenfalls nicht meine Freiheit einschränken oder mich von Mutti Staat veralbern.

Man schaue sich nur mal, Filme oder TV-Serien aus den 1950er und 1960er Jahren an. Da war es völlig normal, dass der Held des Filmes sich entspannt eine Kippe anzündet. Frank Sinatra oder Humphrey Bogart sah man sowieso immer nur mit einem Glas Whiskey agieren... Selbst Lucky Luke hat früher noch geraucht, jetzt kaut er stattdessen auf einem Grashalm.

Die obrigkeitshörigen Spießer haben gewonnen. Zeit das wieder zu ändern.
 
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  • #97
AW: Alkohol

Zitat von Fenster_zum_Hof:
:))
Übrigens hatte ich vor 10 Jahren mal eine "Bekanntschaft" mit jemandem, den ICH für einen Alkoholiker halte. Wir sind morgens um 11 Uhr zu einem Badesee gefahren und er hat sich an der Tankstelle Bier geholt, um es sogleich (noch im Auto) zu trinken. Und so ging es dann den ganzen Tag fort. Am späten Nachmittag hatte er rund 10 Bier intus, zeigte keinerlei Zeichen von Trunkenheit und fuhr noch Auto. Das war sein täglicher Konsum....wie es dann abends weiterging, entzieht sich meiner Kenntnis.

Ganz genau. Eine solche Person ist ganz unzweifelhaft ein Alkoholiker und sein Verhalten ist völlig inakzeptabel.

Aber jemand, der am Tag 1-2 Bier oder Gläser trinkt, als Alkoholiker zu bezeichnen ist in meine. Augen völlig daneben. Vor allem, wenn nach einem Jahrzehnt keine Steigerung des Konsums stattfindet. Man und frau muss eben damit umgehen können. Und das gilt nicht nur beim Alkohol.
 
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  • #98
AW: Alkohol

Zitat von Vorbrächte:
Man schaue sich nur mal, Filme oder TV-Serien aus den 1950er und 1960er Jahren an. Da war es völlig normal, dass der Held des Filmes sich entspannt eine Kippe anzündet.
Ja - und?
Da waren auch noch andere Sachen normal, auf die ich persönlich gerne verzichten kann. Z.B. so freiheitliche Erfindungen wie den "Kuppelparagraphen" oder dass Frauen die Unterschrift ihres Gatten benötigten, wenn sie berufstätig sein wollten.

Zitat von Vorbrächte:
Frank Sinatra oder Humphrey Bogart sah man sowieso immer nur mit einem Glas Whiskey agieren...
Ja - und?

Zitat von Vorbrächte:
Die obrigkeitshörigen Spießer haben gewonnen. Zeit das wieder zu ändern.
Machen Sie doch. :D
Mit dem Lamento, dass früher alles besser war, weil überall geraucht werden durfte und mehr Alkohol getrunken wurde, kommen Sie sicher weit.
Und angepasst, wie sie nun mal sind, haben die Spießer früher mitgeraucht und -getrunken.
 
B

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  • #99
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  • #100
AW: Alkohol

Zitat von Benutzerin:
Der Post wurde vermutlich wieder verzögert freigeschaltet...


Mindestens drei Ihrer Helden - Hemingway, Sinatra und Bukowski - waren Alkoholiker. (Dass sie auch Kette geraucht haben, ist zugegebenermaßen eine Annahme.) Da Sie sie gewissermaßen als Gegenentwurf zu den feminisierten Weicheiern von heute glorifizieren, hab ich mir mal erlaubt die Frage nach der 'Stärke' von Suchtkranken zu stellen.

Wenn Heminway oder Sinatra in ihren Augen schlicht bemitleidenswerte Alkoholiker waren, was ist dann mit solch illustren Persönlichkeiten wie Andy Warhol, Charles Baudelaire oder Arthur Conan Doyle? Sie reduzieren diese Personen einfach auf irgendwelche Süchte. Es gibt viele Süchte: Spielsucht, Sexsucht oder Kontroll-Sucht.

Es geht mir auch nicht um die Stärke um die von Ihnen klassifizierten Suchtkranken. Ich finde es nicht unsympathisch, einmal den inneren Schweinehund nachzugeben, einmal schwach zu werden. Ich schätze Personen, die die Annehmlichkeiten des Lebens zu schätzen wissen und nicht wie Heilige leben.
 
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  • #101
AW: Alkohol

Zitat von Benutzerin:
Ja - und?
Da waren auch noch andere Sachen normal, auf die ich persönlich gerne verzichten kann. Z.B. so freiheitliche Erfindungen wie den "Kuppelparagraphen" oder dass Frauen die Unterschrift ihres Gatten benötigten, wenn sie berufstätig sein

Beruhigt es Sie, wenn ich Ihnen sage, dass ich solche Dinge, die eindeutig sexistisch sind, ebenso ablehne. Sonderbar, dass sie jetzt solche Themen anführen. Ich nehme nicht an, dass Sie mich jetzt als Sexisten darstellen wollen, oder? Gerade ein Mensch, der die Freiheit zu schätzen weiß und jegliche Bevormundung ablehnt, wird ganz sicher eine Benachteiligung aufgrund des Geschlechtes ablehnen.

Schade, dass ich so etwas überhaupt darstellen muss.
 
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  • #102
AW: Alkohol

Zitat von Vorbrächte:
Beruhigt es Sie, wenn ich Ihnen sage, dass ich solche Dinge, die eindeutig sexistisch sind, ebenso ablehne. Sonderbar, dass sie jetzt solche Themen anführen.
Ich finde es eben sonderbar (um nicht zu sagen: lächerlich), dass sich das Lob der Freiheit so oft diesen Bereich Rauchen und Alkoholkonsum beschränkt.
Waren die 50er und 60er freier? Nein. Es durfte bloß uneingeschränkt geraucht werden. Und das war noch nichtmal ein Zeichen von Individualität.

Sie können sagen: Es stinkt mir persönlich, dass ich nicht mehr überall rauchen darf. Aber verkaufen Sie das doch bitte nicht als einen allgemeinen Freiheits-Verlust.
 
B

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  • #103
AW: Alkohol

Zitat von Vorbrächte:
Wenn Heminway oder Sinatra in ihren Augen schlicht bemitleidenswerte Alkoholiker waren, was ist dann mit solch illustren Persönlichkeiten wie Andy Warhol, Charles Baudelaire oder Arthur Conan Doyle? Sie reduzieren diese Personen einfach auf irgendwelche Süchte. Es gibt viele Süchte: Spielsucht, Sexsucht oder Kontroll-Sucht.
Es scheint für Sie nicht nachvollziehbar zu sein, dass man das Werk (oder Werke) eines Künstlers wertschätzen, aber trotzdem bestimmte Persönlichkeitsmerkmale als abstoßend oder z.T. auch Mitleid erregend ansehen kann. Keiner dieser Männer hätte für mich als Mensch in irgendeiner Weise Vorbild-Charakter oder ich würde ihn mir als Partner gewünscht haben. Trotzdem höre ich mir gern Sinatra-Platten an, hab gerne Sherlock Holmes gelesen und kann Bildern von Warhol und Picasso etwas abgewinnen.

Dass es verschiedenste Süchte gibt, ist mir bekannt. Ich weiß allerdings nicht, was mir dieser Hinweis darüber hinaus sagen soll.

Zitat von Vorbrächte:
Ich schätze Personen, die die Annehmlichkeiten des Lebens zu schätzen wissen und nicht wie Heilige leben.
Um beurteilen zu können, inwieweit man bei den genannten Herren davon sprechen kann, dass diese "die Annehmlichkeiten des Lebens zu schätzen wussten", müsste man sich näher mit deren Biographien beschäftigen. Wenn ich von Depressionen und (versuchten) Suiziden lese, lässt mich das einen ziemlichen Leidensdruck vermuten.
 

Heike

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  • #104
AW: Alkohol

Zitat von da capo:
ÄHM............ und über wen schreibst du hier so?? Doch auch immer und immer wieder über die anderen! Oder habe ich etwas übersehn?

Ich schreibe vieles zur Sache und auch öfter was über andere, ja. Aber über Anwesende, die dazu Stellung beziehen können. Nicht über Dritte. Das ist für mich ein großer Unterschied.
Wenn es Angreifen ist, dann greife ich Menschen an, die sich wehren können. Und meist greife ich sie dafür an, daß sie Dritte angreifen, die sich nicht wehren können.
 

Kimchi

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  • #105
AW: Alkohol

Zitat von Heike:
Ich schreibe vieles zur Sache und auch öfter was über andere, ja. Aber über Anwesende, die dazu Stellung beziehen können. Nicht über Dritte. Das ist für mich ein großer Unterschied.
Wenn es Angreifen ist, dann greife ich Menschen an, die sich wehren können. Und meist greife ich sie dafür an, daß sie Dritte angreifen, die sich nicht wehren können.
Ich verstehe gar nicht, warum du dich immer und immer wieder so für die Leute einsetzt, über die wir hier schreiben, die wir bei Parship kennenlernen.

Es ist doch klar, daß in einem Partnersuchforum über Leute geschrieben wird, mit denen wir uns umgeben und beschäftigen. Denn hier geht es immer um zwei Beteiligte.
Wenn dir das oft wie lästern vorkommt, so ist das schlecht zu vermeiden. Wir suchen alle einen Partner und es gibt vieles, was wir auf dem weg zu ihm nicht verstehen und daraum fragen wir hier nach, um klarer zu sehen. Das ist nichts schlimmes, das ist normal, dazu ist dieses Forum da!

Mir kommt es fast so vor als wenn du ein gebranntes Kind bist, hast du dich öfter hier wiedergefunden als einer der Männer, dessen Verhalten uns Frauen beschäftigt.
 

Heike

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  • #106
AW: Alkohol

Ach Kimchi, ich glaub dir gern, daß du nicht verstehen kannst, wie man sich für Dritte einsetzt und für einen gewissen Stil. Aber da du dich hier im Anfeindungsthread gerade wieder recht überheblich über das Unterschichtsniveau und die primitiven Denkweisen in einem anderen, vergleichbaren Forum ausläßt: versteh meine Beiträge doch einfach in diesem Sinne. Es geht nicht einfach darum, Anwalt für Diffamierte zu spielen. Sondern das Niveau einer Auseinandersetzung zeigt sich gerade auch darin, wie man mit Dritten umgeht. Und ich finde es tatsächlich reichlich absurd, wenn Menschen, die verächtlich über die Fehler ihrer Expartner ablästern, für ihre Offenheit gelobt werden. Da kann ein bißchen ReflexionsNIVEAU nicht schaden. Übrigens auch deinen psychologischen Überlegungen nicht.
Oje, bin ich jetzt wieder so schrecklich überheblich? Naja, jemandem gegenüber, der sich gerade als äußerst überheblich zeigt in seinen Äußerungen über das Niveau in einem Nachbarforum. Dann find ich das nicht so schlimm.
 

da capo

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  • #107
AW: Alkohol

Hallo Heike,
ob man nun über Ex-Partner, zukünftige Partner, FreundInnen etc. schreibt oder über die Freundin der Freundin oder die Neue des EX - egal...........es sind immer nur durch die eigene Wahrnehmung gefärbte Meinungen und somit im Grunde "Unwahrheiten". Ich finde es reichlich absurd, wenn du annimmst, dass du durch deine Beiträge verhindern kannst, dass das Niveau des Forums nicht sinkt. Der letzte an Kimchi spricht Bände..........Auch du schreibst über "andere", ob es nun über zwei oder drei Ecken geht ist dabei doch wirklich irrelevant - es sind und bleiben Spekulationen, Hypothesen und Meinungen, die durch deine süezielle Wahrnehmung gefärbt sind. Das ist bei dir nicht anders als bei allen anderen ;-) Auch dulässt hier alle an deinen psychologischen "Kenntnissen" oder vielmehr "Spekulationen" teilnehmen. WAS genau soll daran "besser" sein oder "niveauvoller". Übersehe ich hier etwas?
LG da capo
 

Heike

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  • #108
AW: Alkohol

Da capo, das finde ich zu undifferenziert.

Wie schon mehrfach geschrieben, macht es für mich einen Unterschied, ob man jemanden angreift, der anwesend ist und sich wehren kann, und zwar dafür, daß er andere angreift, oder ob man über jemanden lästert, der sich nicht wehren kann. Das ist für mich eine Frage von Stil.

Mag sein, daß es für dich anders ist, du andere Vorstellungen von Stil hast.
Wenn alles gleichermaßen subjektiv und damit relativ und irgendwo egal ist, mag das für dich so sein. Dann gibt es auch keinen Grund, sich über Unterschiedsniveau und primitive Denkweisen anderer zu erheben. Genau darauf habe ich bezug genommen. Wenn alles nur subjektiver Geschmack ist, dann ist das ja ziemlich unpassendes Vokabular. Dann hätte Kimchi sagen könne, die Denkweisen derer, die sie da im Blick hat, entsprächen nicht ihrem Geschmack. Die mögen lieber Schokoladeeis, sie lieber Zitroneneis. So formulierst sie aber nicht. Und so formulierst du auch nicht in deiner Replik auf mein Posting. Vermutlich hat das seinen Grund.

Auch psychologische Bemerkungen würde ich nicht alle in einen Topf der beliebigen Subjektivität werfen.
Subjektivität von Wahrnehmung heißt für mich auch nicht Unwahrheit. Auch da ist nicht alles gleich und beliebig. Man kann schon genauer und ungenauer hingucken, sich irren, sich und anderes was vormachen, was mißverstehen usw. - Das ist nicht einfach einerlei.
 
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  • #109
AW: Alkohol

Zitat von Benutzerin:
Es scheint für Sie nicht nachvollziehbar zu sein, dass man das Werk (oder Werke) eines Künstlers wertschätzen, aber trotzdem bestimmte Persönlichkeitsmerkmale als abstoßend oder z.T. auch Mitleid erregend ansehen kann. Keiner dieser Männer hätte für mich als Mensch in irgendeiner Weise Vorbild-Charakter oder ich würde ihn mir als Partner gewünscht haben. Trotzdem höre ich mir gern Sinatra-Platten an, hab gerne Sherlock Holmes gelesen und kann Bildern von Warhol und Picasso etwas.

Nein, ich wollte auf etwas anderes hinaus. Es soll die zunehmende Restriktion von Genussmitteln durch den Staat veranschaulichen (LSD gab es beispielsweise bis Anfang der 1970er Jahre auf Rezept - ich selbst muss, das nicht gut finden, aber es stützt jedenfalls meine Argumentation). Wie gesagt, man muss sich nur mal die Werbung, die Filme und TV-Serien aus den 1950er und 1960er Jahren ansehen, um zu verstehen, was ich meine. Und da es sich um eine Entwicklung handelt, die offenbar noch nicht abgeschlossen ist, frage ich mich, was als nächstes stigmatisiert wird. Wahrscheinlich schnelle Autos und gesättigte Fettsäuren. Vielleicht kann man dann noch die Leute dazu zwangsverordnen, täglich Morgengymnastik zu machen. Ich selbst gehe 3-4 Woche in ein Fitness-Studio, bin aber absolut dagegen so etwas verbindlich für alle zu machen. Jeder muss selbst wissen, was gut für ihn ist. Ich glaube an den unabhängigen Geist und den selbständigen Bürger.
 

da capo

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  • #110
AW: Alkohol

Hallo Heike,
ja, das nehme ich zur Kenntnis, dass es dir zu undifferenziert ist.
Ich bleibe dabei, dass du nichts anderes tust als alle anderen auch - nur mit deinem individuellen Schreibstil. Du verpackst bestimmte Äußerungen geschickter, weil nicht direkt. So mögen sie auf den ersten Blick "niveauvoller" wirken.
Ich verstehe nicht ganz, warum deine psychologischen Kenntnisse weniger laienhaft sein sollen als die der anderen! Bist du Psychologin? Oder weshalb machst du Unterschiede? Alle Spekulationen was z.B. NPS betrifft sind in gleichem Maße laienhaft - selbst wenn du aus einem Buch zitierst (wie ich es gemacht habe). Da finde ich dann die Beiträge, in denen ganz konkret aus eigenen mitunter sehr schmerzvollen Erfahrungen berichtet wird einem Austausch über dieses Thema zuträglicher, weil JA es sind durchaus ganz persönliche Erfahrungen, die nicht erst durch die Wahrnehmung anderer verfälscht wurden. Ich meine die SchreiberInnen, die am eigenen Leib erlebt haben, was ein Zusammenleben mit einem Menschen bedeutet, der Symptome einer NPS hat - nicht die, in denen die Freundin von der Freundin von der Freundin etc.................Wenn ich über andere erzähle ist das immer erst mal durch die eigene Wahrnehmung gegangen und damit verfälscht - was nicht gleich bedeutend ist, dass man/frau bewusst verfälscht. Ich verstehe, dass du es für moralisch sauberer hälst, FürsprecherIn für diejenigen zu sein, die hier nicht mitschreiben, weil sie sich nicht dazu äußern können. Immer wenn du betonen musst, wie sehr dir auffällt, wie andere schreiben und über andere lästern, wirft das m.E. ein seltsames Licht auf dich und ich frag mich, was du damit bezweckst, was du davon hast, dass du andere gern maßregelst. So nach Goethe "Man spürt die Absicht und ist verstimmt". Das wirkt auf mich wenig authentisch und immer nur mit Blick nach außen zu den anderen. Dabei ist ein BLick nach innen oft sehr viel lehrreicher :)
LG da capo
 

Heike

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  • #111
AW: Alkohol

Da capo, für dich gibt es also den Unterschied von Laien, deren Äußerungen alle gleichermaßen unwissend sind, und von Experten, deren Äußerungen stimmen? Ich hoffe, so meinst du es nicht.
Das Charakteristische am NPS-Thread ist, passend zum Thema, daß die Erfahrungsberichte in den wenigsten Fällen selbstreflektiert waren. Aus "Opfer"perspektive, aber eben zumeist nicht wirklich Aussagen der Opfer über sich selbst, sondern über die vermeintlichen Täter.
Kann sein, daß du das gerne liest. Jeder hat andere Geschmäcker, wie gesagt. Ob man auf diese Weise wirklich besser was über die Konstellation versteht, sei dahingestellt. Eigentlich nur, wenn man sehr reflektiert liest. Tun vielleicht viele, die sich nicht explizit geäußert haben. Von denen, die was dazu geschrieben haben, haben das meinem Dafürhalten nach recht wenige getan.
Ich kenne mich übrigens recht gut, denke ich. Vielen Dank. Daß meine Schreibweise dich ein "seltsames Licht" auf mich werfen läßt, so ganz subjektiv natürlich, damit werde ich leben müssen. Und ganz gut können.
 

Heike

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  • #112
AW: Alkohol

Zum Punkt des unverfälschten, weil direkten Erfahrungsberichts: Da capo, stell dir mal vor, einer von den Männern, die hier als narzißtisch gehandelt wurden, schriebe auf dem Forum.
Er schreibt einen Erfahrungsbericht von der letzten Trennung, die er erleiden mußte. Er is furchtbar gekränkt und beklagt sich über die mangelnde Liebe seiner Expartnerin und beschwert sich darüber, daß sie die Schuld immer nur bei ihm gesucht habe und ihn schlußendlich eiskalt abserviert habe.
So sehen es die Männer ja, die in dem NPS-Thread charakterisiert wurden. Die verdrehen ja alles.
Ein subjektiver Erfahrungsbericht ist das. Ein Zeugnis. Jeder kann sich fragen, wie er damit umgehen würde.
(Oder, vielleicht, bereits damit umgegangen ist. Vielleicht waren solche Berichte ja bereits zu lesen.)
 

da capo

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  • #113
AW: Alkohol

Zitat von Heike:
Ich kenne mich übrigens recht gut, denke ich. Vielen Dank.

Das freut mich für dich, Heike. Was mich betrifft, so habe dich hier durch deine Beiträge ein Stück weit kennengelernt - sicher nur bruchstückhaft - doch das, was ich kennengelernt habe, weckt in mir keine Lust auf intensiveren Austausch. Ich glaube fast, in diesem Punkt sind wir uns einig!!??
Wünsch dir noch einen schönen Tag, da capo
 
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  • #114
AW: Alkohol

Zitat von Vorbrächte:
Wie gesagt, man muss sich nur mal die Werbung, die Filme und TV-Serien aus den 1950er und 1960er Jahren ansehen, um zu verstehen, was ich meine.

Wenn ich mir die Werbung und die Serien aus den 50ern und 60ern ansehe, sehe ich da Szenarien, die an 'Spießigkeit' und Verhaltensvorschriften kaum zu überbieten sind. Dass darin (meist von den Männern) auch geraucht und Alkohol als Zeichen von Geselligkeit konsumiert wurde, war kein Zeichen von besonderer Freiheit. Es gehörte eben dazu.

Ich trage jetztmal Kenntnisse vor, die ich weitgehend aus einer Fernsehserie ("Mad Men") beziehe (die allerdings sehr gut recherchiert ist; z.T. habe ich es auch nachrecherchiert). Die Einstellung zum Rauchen änderte sich erst seit Beginn der 1960er, u.a. durch einen Artikel im "Reader's Digest", in dem nach dem Zusammenhang zwischen Rauchen und Lungenkrebs gefragt wurde. Bis dahin durfte sogar mit der gesundheitsFÖRDERNDEN Wirkung des Rauchens geworben werben. Und auch Zusammenhänge zwischen Alkoholkonsum in der Schwangerschaft und Schädigungen des Embryos waren zu dieser Zeit noch überhaupt nicht bekannt.