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Cosima

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  • #1

Alkohol

Hallo,

vor einigen Tagen habe ich per Date einen sehr netten Mann kennen gerlernt, der mich grundsätzlich interessieren würde.
Allerdings mag ich es nicht, wenn jemand jeden Abend Alkohol konsummiert - auch wenn es nur ein kleine Menge ist (z.B. ein Glas Wein oder eine Flasche Bier).

Sehe ich da zu eng?
 
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  • #2
AW: Alkohol

Jeder hat da seine Präferenzen.... oder seine schlechten Erfahrungen gemacht.
Mich würde es nicht stören, wenn jemand täglich Alkohol trinkt - solange er sich nicht täglich "zulaufen" lässt. Ich kenne sehr sehr viele Menschen, die täglich oder nahezu täglich ALkhol trinken und bei denen ich es in keiner Weise für problematisch halte.
 
C

Cosima

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  • #3
AW: Alkohol

@ fenster zum Hof:
Hast Du nicht Angst, es könnte irgendwann mehr werden?
 

Mabel

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  • #4
AW: Alkohol

Mich würde das auch abschrecken.

Wenn man Alkohol hin und wieder mal in geselliger Runde trinkt, vielleicht um lockerer zu werden: kein Problem.

Wenn man es aber regelmäßig für sich allein trinkt um "runter zu kommen", dann ist das Suchtverhalten - egal in welcher Dosis.
 

Andre

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  • #5
AW: Alkohol

Zitat von Mabel:
Wenn man es aber regelmäßig für sich allein trinkt um "runter zu kommen", dann ist das Suchtverhalten - egal in welcher Dosis.
Nö. Ich trinke bzw. verweigere das Mittrinken, wie ich es für richtig halte und nicht, wie gesellschaftliche Konventionen es erlauben oder verbieten. Wenn ich Lust auf Wein habe, dann trinke ich ihn auch alleine, und wenn ich in Gesellschaft keine Lust auf Alkohol habe, dann trinke ich halt nicht mit. - Und Ferndiagnosen weise ich ohnehin pauschal zurück.
 
B

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Gast
  • #6
AW: Alkohol

Das hängt sicher auch vom 'Maß' ab. Ein oder zwei Gläser Wein oder Bier zu Mahlzeiten würde ich auch nicht für per se bedenklich halten. Wobei ich mir nicht sicher bin, wie die Leber das bei täglicher Zuführung bewertet - aber ist ja nicht meine Leber...

Grundsätzlich finde ich, dass die gesellschaftliche Tolerierung von Alkohol dazu beiträgt, dass oft zu viel daviel davon konsumiert wird. Und es ist mir auch schon passiert, dass ich mich 'in Gesellschaft' dafür rechfertigen sollte, dass ich nicht mittrinke (ich vertrag's halt nicht).
 

No_Kitty

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  • #7
AW: Alkohol

Zitat von Cosima:
Hallo,

vor einigen Tagen habe ich per Date einen sehr netten Mann kennen gerlernt, der mich grundsätzlich interessieren würde.
Allerdings mag ich es nicht, wenn jemand jeden Abend Alkohol konsummiert - auch wenn es nur ein kleine Menge ist (z.B. ein Glas Wein oder eine Flasche Bier).

Sehe ich da zu eng?
Nur mal so eine Nachfrage.... geht es um Alkoholkonsum im Allgemeinen oder um ein Verhalten, was du bei diesem Mann vermutest?
Wegen des Vermutens würde ich empfehlen: fragen oder wenn er nett ist, mal sehen, wie sich das lebt.
Im Allgemeinen: ich finde Alkoholismus als Suchtkrankheit schwierig für eine Beziehung, es wäre aber für mich genauso schwer mit jemandem zusammenzusein, der auf Verzicht besteht. Aus meiner Erfahrung gibt es ein dazwischen, und wie es sich für dich mit einem neuen Partner lebt, lässt sich sicher nicht vorab (und von aussen) voraussagen.
 

da capo

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  • #8
AW: Alkohol

Zitat von Cosima:
Hallo,

vor einigen Tagen habe ich per Date einen sehr netten Mann kennen gerlernt, der mich grundsätzlich interessieren würde.
Allerdings mag ich es nicht, wenn jemand jeden Abend Alkohol konsummiert - auch wenn es nur ein kleine Menge ist (z.B. ein Glas Wein oder eine Flasche Bier).

Sehe ich da zu eng?

Liebe Cosima,
was mir zuerst aufgefallen ist an deinen Zeilen ist, dass du den Mann sehr nett findest und interessant für dich. Habt ihr denn über das Thema Alkohol gesprochen? Oder hast du grundsätzlich schlechte Erfahrungen oder Erinnerungen was dieses Thema betriff? Ich persönlich würde es nicht "verwerflich" finden, wenn jemand täglich zum Essen ein Glas Wein oder Bier trinken würde, auch wenn ich da - zugegebenermaßen - Schwierigkeiten hätte, es so hinzunehmen. Aber nichts muss für immer so sein wie es gerade ist................... Wenn er dir sonst sympathisch ist, dann würde ich ihn an deiner Stelle erst mal näher kennenlernen wollen und dann vielleicht nochmal dieses Thema ansprechen? Vielleicht erübrigt es sich aber auch!? Ich wünsch dir weiterhin Interesse und Freude am Kennenlernen und weniger Sorge, dass irgendetwas "faul" daran sein könnte. Sicherheit, dass alles ok ist hat man/frau sowieso nie - weder am Anfang noch während einer Beziehung, denn alles wandelt sich, wird entweder besser oder schlechter..........Aber das weißt du ja sicher auch und hast es vermutlich schon so erlebt.
LG da capo
 
C

Cosima

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  • #9
AW: Alkohol

Hallo No Kitty,

Ja ich sehe das genauso. Man muss das sicher nicht verteufeln, aber der laxe Umgang mit Alkohol fördert sicher auch den Missbrauch.
In Frankreich ist das noch schlimmer. Dort gibt es wirklich einige Alkoholabhängige, sicher mehr als hier.
Ich habe französische Verwandte, und in der Familie sind Hälfte der Männer betroffen. Mal mehr mal weniger.
Das ist auch mit ein Grund, weshalb ich frage. Ich sehe dort die Familien an diesen Problemen zugrunde gehen.
 
C

Cosima

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  • #10
AW: Alkohol

Sorry - die Antwort sollte an Benutzerin gehen.

Ja, wir haben darüber gesprochen, er sieht das zwar auch, handhabt es aber relaxed.
Meine Erfahrungen allerdings lassen bei mir die Alarmglocken klingeln.
 

sabdana

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  • #11
AW: Alkohol

Liebe Cosima,
Alkohol bei den ersten Dates ist für mich ein absolutes "no go". Ich habe wirklich schlimme Sachen erlebt. Bei den ersten Treffen mal hier 2 Bierchen und dort 2 Wein - was ist schon dabei, dachte ich mir. Ist ja von der Gesellschaft tolleriertes Trinken. Bis es dann einmal zu spät war. Ich war so verliebt in den Typen, dass ich 6 Jahre derben Alkoholismus erduldet habe. Daran bin ich fast zu Grunde gegangen und war selbst schon abhängig.
Hast Du Dich mal gefragt, ob der Typ interessant an sich ist, oder ob er nur sehr locker und interessant wird, wenn er getrunken hat.
Hab doch bitte einfach mal den Mut, Treffen ohne Alkohol einzufordern. Dann sieh nach, was passiert und vertraue Deinem Bauchgefühl und nicht Deiner Verliebtheit. Okay, ist ein schwer durchzuführender Vorschlag. Bitte gerate nicht an einen Alkoholiker, der zerstört Dein Leben!
Ich wünsche Dir viel Mut!
sabdana
 
B

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  • #13
AW: Alkohol

Zitat von Cosima:
Ja, wir haben darüber gesprochen, er sieht das zwar auch, handhabt es aber relaxed.
Meine Erfahrungen allerdings lassen bei mir die Alarmglocken klingeln.

Schwierige Situation. Wie bei anderen Suchterkrankungen zählt ja 'Verharmlosung' zum Krankheitsbild.
Was an seinem Verhalten lässt denn Ihre Alarmglocken klingeln?
 

SineNomine

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  • #14
AW: Alkohol

Zitat von Cosima:
@ fenster zum Hof: Hast Du nicht Angst, es könnte irgendwann mehr werden?

Ich denke bei regelmäßigem Alkoholkonsum muss man sehr genau und im Zwefel auch sehr kritisch hinschauen, was zu welchem Anlass in welcher Weise konsumiert wird.

Es macht einen gewaltigen Unterschied, ob man beispielsweise das tägliche Feierabendbierchen braucht um sich entspannen zu können (da zielt der Konsum schon im Wesentlichen auf die Wirkung des Alkohols ab) oder ob man zu einem guten Essen ein Gläschen eines passenden Weins trinkt (da steht klar der Genuss im Vordergrund, der Alkohol ist lediglich als Geschmacksträger gefragt).
 

Andre

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  • #15
AW: Alkohol

Zitat von SineNomine:
Es macht einen gewaltigen Unterschied, ob man beispielsweise das tägliche Feierabendbierchen braucht um sich entspannen zu können (da zielt der Konsum schon im Wesentlichen auf die Wirkung des Alkohols ab) oder ob man zu einem guten Essen ein Gläschen eines passenden Weins trinkt (da steht klar der Genuss im Vordergrund, der Alkohol ist lediglich als Geschmacksträger gefragt).
Jetzt müssen wir nur noch das eine vom anderen unterscheiden können. Der "gewaltige Unterschied" ist in meinen Augen nämlich gar nicht so gewaltig. Dass man Alkohol nur aufgrund des Geschmackes trinkt, kann auch der Selbstrechtfertigung dienen. Zumal ja kaum jemand etwas trinkt, was ihm nicht auch schmeckt. Und die Wirkung des Alkohols tritt auch bei Geschmacksträgertrinkern ein. Wenn diese Wirkung aber so verwerflich ist, dann müsste man konsequenterweise auch auf den Wein zum Essen verzichten.
 
C

Cosima

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  • #16
AW: Alkohol

Zitat von SineNomine:
Ich denke bei regelmäßigem Alkoholkonsum muss man sehr genau und im Zwefel auch sehr kritisch hinschauen, was zu welchem Anlass in welcher Weise konsumiert wird.

Es macht einen gewaltigen Unterschied, ob man beispielsweise das tägliche Feierabendbierchen braucht um sich entspannen zu können (da zielt der Konsum schon im Wesentlichen auf die Wirkung des Alkohols ab) oder ob man zu einem guten Essen ein Gläschen eines passenden Weins trinkt (da steht klar der Genuss im Vordergrund, der Alkohol ist lediglich als Geschmacksträger gefragt).

ja...der Meinung bin ich auch und leider ist es die erste Variante...also eher zur Entspannung.
Meine letzte Beziehung ist daran zugrunde gegangen und ich fast mit.
Wenn es das Glas Wein zum essen wäre, hätte ich mir wohl keine Sorgen gemacht, aber der Ausspruch: Ich brauche das zum entspannen hat mich fast wegrennen lassen.
Und es ist so schade, weil er wirklich sonst ein sehr interessanter und guter Mensch ist.
Aber ich weiß eben auch, was ZUNEHMENDER Alkoholkonsum aus einem machen kann.
 

GLÜCKLICH

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  • #17
Alkoholkonsum

Zitat von Cosima:
Allerdings mag ich es nicht, wenn jemand jeden Abend Alkohol konsummiert - auch wenn es nur ein kleine Menge ist (z.B. ein Glas Wein oder eine Flasche Bier). Sehe ich da zu eng?
Gehe ich recht in der Annahme, daß es nicht um den Alkohol bei der Verabredung geht, sondern um seine eigene Ansicht bzw. es seine Erwähnung seines Trinkverhaltens ist?
Ich lebe in einem Weinanbaugebiet und es ist ganz normal beim (guten!) Mittagessen und beim Abendessen ein Glas Wein zu trinken. Das ist kein "Muß", es ergänzt ein schönes Menue.
Ich trinke -selten beim Mittagessen, häufiger beim Abendessen- ein Glas Wein - nicht ein Viertel, sondern i.d.R. höchstens ein Achtel, schließlich nehme ich auch nicht täglich Fünf- oder Sieben-Gänge-Menues zu mir.

Ich werde nur ganz, ganz vorsichtig, wenn jemand von einem "Gläschen Wein" oder einem "Bierchen" spricht, da läuten bei mir alle, aber wirklich alle, Alarmglocken.
Das ist eine solche Verharmlosung, die auf ein etwaiges Suchtproblem hindeuten kann.
 

Andre

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  • #19
AW: Alkohol

Zitat von Kimchi:
ich liebe Rumkugeln und esse sie nur wegen dem leckeren Rumgeschmack. Dennoch bin ich keine Alkoholikerin.
Natürlich nicht. Ich habe das aber auch nicht behauptet. Ich trinke Rotwein und Tee mit Weinbrand auch wegen des Geschmackes, aber ich mag auch, wie das die Bronchien weitet ;-)

Was ich eigentlich kritisierte, ist die Behauptung, dass der Stoff C2H5OH auf wundersame Weise seine chemischen Eigenschaften verändert, wenn man ihn sich mit der korrekten inneren Haltung einverleibt. Wäre dem so, könnte man auch Knollenblätterpilze essen.

Ich bin nur einfach dieses Messen mit zweierlei Maß leid, dieses unausrottbare "Wenn ich das mache, ist das was anderes."
 
B

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  • #20
AW: Alkohol

Zitat von Andre:
Ich bin nur einfach dieses Messen mit zweierlei Maß leid, dieses unausrottbare "Wenn ich das mache, ist das was anderes."

Man kann aber auch nicht alles über einen Kamm scheren.
Beim Alkohol gibt es sicher fließende Grenzen zwischen 'Genuss'- und Sucht-Trinkern. Und da die Trinkerei ja gesellschaftlich akzeptiert ist, ist es vielen wahrscheinlich nicht bewusst, dass sie bereits die Grenze zur Sucht überschritten haben (oder kurz davor stehen) und einen bestimmten Alkoholpegel brauchen.
Aber es gibt ganz bestimmt auch viele Leute, die zu bestimmten Gelegenheiten (Restaurantbesuch, Abend mit Freunden) Alkohol zu sich nehmen, ohne dass Suchtverhalten vorliegt.
Ich würde zum Beispiel auch manchmal gerne zu einem Essen einen Wein trinken, weil ich ihn schmackhafter finde als Mineralwasser. Aber da ich da jedesmal eine Migräneattacke riskiere, lass ich's halt.
 

SineNomine

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  • #21
AW: Alkohol

Zitat von Andre:
Was ich eigentlich kritisierte, ist die Behauptung, dass der Stoff C2H5OH auf wundersame Weise seine chemischen Eigenschaften verändert, wenn man ihn sich mit der korrekten inneren Haltung einverleibt.

Diese Behauptung hat hier so niemand aufgestellt.

Meine Aussage war lediglich, dass einen Unterschied macht, ob ich alkoholhaltige Getränke dezidiert wegen der Wirkung des Alkohols konsumiere oder ob ganz andere Dinge im Vordergrund stehen. Und das man im Zweifel sehr genau und sehr kritisch hinschauen sollte, wenn jemand regelmäßig Alkohol konsumiert.


Ich bin nur einfach dieses Messen mit zweierlei Maß leid, dieses unausrottbare "Wenn ich das mache, ist das was anderes."

Du darfst beruhigt sein. Zumindest ich messe diesbezüglich ganz sicher nicht mit zweierlei Maß und schon mal gar nicht Bezug auf mich selbst. Gegen eine gute Rotweinsoße kann ich mich zwar nicht wehren, aber zumindest alkoholische Getränke sind durch die Bank so gar nicht mein Fall, ich bin da eher Coffein-süchtig. ;-)
 

Andre

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  • #22
AW: Alkohol

Zitat von Benutzerin:
Man kann aber auch nicht alles über einen Kamm scheren.
Eben. Es gibt keine Faustregel, mit der man Leute vorab und unbesehen irgendwo einsortieren kann. Ich nehme aber seit einiger Zeit genau das wahr, also eine zunehmende Pathologisierung im öffentlichen Bewusstsein, einhergehend mit einer zunehmenden Nanni-Mentalität des Staates. Immer geringere Abweichungen von irgendeiner Norm sind schon verdächtig und müssen therapiert oder verboten werden. Auch das Argument der "schiefen Bahn" wird wieder aus der Gruft geholt.

Ich hab diese freudlose Augurenwirtschaft generell satt.
 
B

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  • #24
AW: Alkohol

Zitat von Andre:
einhergehend mit einer zunehmenden Nanni-Mentalität des Staates. Immer geringere Abweichungen von irgendeiner Norm sind schon verdächtig und müssen therapiert oder verboten werden.

Ehrlich - was das Rauchverbot angeht, bin ich Staats-Nanni sehr, sehr dankbar...
 

Andre

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  • #25
AW: Alkohol

Zitat von Benutzerin:
Ehrlich - was das Rauchverbot angeht, bin ich Staats-Nanni sehr, sehr dankbar...
Wenn es nur das wäre, damit könnt' ich leben. Aber wie der deutsche Spießer so ist, er braucht zu seinem Seelenheil immer einen, der stinkt. Stinkender ******-**** geht ja leider nicht mehr, stinkender ***** kriegter gleich eine auf Fresse, aber nun! Nun hat er endlich einen, der wissenschaftlich erwiesen wirklich böse ist, den stinkenden Raucher. Hach, wie ich diese Blicke liebe.



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Lieber Andre,
wie Sie wissen, schätzen wir Ihre Beiträge sehr, in diesem gehen Sie allerdings etwas zu weit. Wir sind uns klar darüber, wie Sie die oben verwendeten Begriffe meinen, jedoch können sie bei jemandem, der die Diskussion nicht von vorne bis hinten verfolgt hat ganz anders ankommen. Daher bitten wir Sie künftig auf solche Vergleiche zu verzichten.
Viele Grüße
Das Team vom PARSHIP-Forum
 

GLÜCKLICH

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  • #27
AW: Alkohol

Zitat von SineNomine:
Du, wenn "Abseits der Norm" für "schiefe Bahn" steht, dann ist meine Coffein-Sucht vermutlich eher eines meiner kleineren Probleme... ;-)
Kaffee stinkt auch!
Zitat von Andre:
Nun hat er endlich einen, der wissenschaftlich erwiesen wirklich böse ist, den stinkenden Raucher. Hach, wie ich diese Blicke liebe.
ich geh jetzt ein Pils trinken und eine rauchen, darauf freu' ich mich! Genug gearbeitet für heute.

Allen noch einen schönen Abend beim buchstabenzählen um nicht zu sagen...
 

Andre

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  • #28
AW: Alkohol

Zitat von SineNomine:
Du, wenn "Abseits der Norm" für "schiefe Bahn" steht, dann ist meine Coffein-Sucht vermutlich eher eines meiner kleineren Probleme... ;-)
Jo, meine auch ;-)

Zitat von GLÜCKLICH:
ich geh jetzt ein Pils trinken und eine rauchen, darauf freu' ich mich!
Das ist die richtige Einstellung! :) Und das bei diesem herrlichen Abendwetter! (Apropos: wie schrieb doch Adler-Olsen? "Es gibt nichts besseres als frische Luft - durch eine Zigarette eingeatmet.")
 
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  • #29
AW: Alkohol

Liebe Cosima,

wenn Dein Bauchgefühl Dir sagt, irgendwas kommt Dir komisch vor beim Thema Alkohol, dann würde ich dem nachgehen. Die beste Methode ist, ein paar Tage mit jemand gemeinsam zu verbringen, dann hast Du einen Überblick über die Trinkgewohnheiten.

Ich habe mal die Erfahrung gemacht, dass es durchaus sinnvoll ist, seinem Bauchgefühl zu trauen. Ein Mann den ich kennengelernt hatte, regte sich nach einem Segeltörn darüber auf, dass eine Mitseglerin nicht wollte, dass die Verzehr- und Getränkesumme abends im Hafenrestaurant durch die Anzahl der Mitsegler geteilt wird und jeder seinen Anteil übernimmt. Ich ahnte bald warum: Besagter Mann schaffte es jedes Mal wenn er bei mir zu Besuch war, eine Flasche Wein zu leeren und nach der nächsten in meinem Haushalt Ausschau zu halten, selbst wenn ich nur ein einziges Glas getrunken hatte.

Kurze Zeit später waren wir damals im Skiurlaub auf einer privaten Hütte mit einer kleinen Gruppe anderer Leute. Dort wurde mir klar, dass sein Alkoholkonsum nicht allein Genuss als Ursache hat. Mittags auf der Hütte gabs schon 2 Bier, am Nachmittag 1-2 Gläser Bier oder Wein als "Absacker", beim Essen abends selbstverständlich einen Aperitiv oder ein Glas Bier, vor der Flasche Wein (die er zu 80% alleine trank, natürlich hinterher einen Schnaps oder Digestiv) und abends auf der Privathütte mit den anderen Mitbewohnern noch mehrere Gläser Wein. Stutzige wurde ich auch, als er mittags in der Sonne vor der mehrstündigen Heimfahrt mit dem Auto ein Bierchen trank...

Es haben noch ein paar andere Sachen nicht so gut gepasst, aber das Alkoholthema war dann für mich letztlich der Ausschlag, die Beziehung nicht weiterzuführen. Ich genieße gerne guten Wein, aber in Maßen, und es darf durchaus auch mal alkoholfreie Tage zwischendurch geben. Wenn ich Angst haben muss, jemand kann mit Alkohol nicht umgehen, dann verdirbt mir das den Spass am Genuss.

Also liebe Cosima, aufmerksam hinsehen. Du kannst auch Freunde oder Leute in eurem Umfeld nach ihrer Meinung zu dem Mann fragen. Mir haben damals Freundinnen gesagt, der Mann wäre irgendwie "teigig" oder "aufgeschwemmt", beides anscheinend typische Zeichen für ungesunden Umgang mit Alkohol...

VG
Kaffeetasse

Letztlich hatte ich keinen Spass mehr, mit ihm ein Glas Wein zu genießen weil ich immer darüber nachdachte,
 

Kimchi

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  • #30
AW: Alkohol

Zitat von Andre:
Ich nehme aber seit einiger Zeit genau das wahr, also eine zunehmende Pathologisierung im öffentlichen Bewusstsein, einhergehend mit einer zunehmenden Nanni-Mentalität des Staates. Immer geringere Abweichungen von irgendeiner Norm sind schon verdächtig und müssen therapiert oder verboten werden. Auch das Argument der "schiefen Bahn" wird wieder aus der Gruft geholt.

Ich hab diese freudlose Augurenwirtschaft generell satt.
Meinst Du mit Nanni=Nanny im Sinne von Kinderfrau?
Ich weiß nicht, wo du lebst oder schon gelebt hast. Im Vergleich zu Singapur oder Nordkorea ist es hier von Staats wegen schrankenlos und ziemlich unreglementiert und voller Freiheiten. Wenn du aber meinst, daß die Bürger der BRD gerade bei der Partnersuche die absurdesten Vorstellungen haben, wie man auch im Forum liest, daß fast jedem Verhalten, das nicht gefällt, sehr schnell eine Krankheit oder Persönlichkeitsstörung zugeordnet wird, Jawohl, das sehe ich genauso.