Beiträge
1.560
Likes
1.995
  • #46
Sehr stark ausgedrückt! (Auch mit wenig Kommata...;))
...und nur einen Rechtsschraipväler übersehen. ;)

Ich bin selbst gerade in der "Bleib-mir-vom-Leib-mit-Frauen,-die-machen-einem-eh-mehr-Verdruss-als-die-Sache-wert-ist-Phase".
Ich hoffe dass ich da auch wieder rauskomme, denn ich weiß ja eigentlich wie sehr das Liebesglück sogar banale Dinge aufwerten und zu wunderbaren Events machen kann.

Ich meine allein in aller Ruhe, mit einer frischen Tasse gutem Kaffee den Sonnenaufgang über Wald und Flur beobachten ist schon eine feine Sache. Da kann man gut mit sich allein im reinen und zufrieden sein.

Aber zu zweit wenn man einander liebt und sich freut dass man einander hat, ist auch ein gemeinsamer Schluck aus der Thermosflasche bei trübem Wetter am Rastplatz Krachgarten ein größerer Genuss.
 
Beiträge
2.894
Likes
717
  • #47
Manche Männer und Frauen leben aus was ihnen während einer Ehe nicht möglich war.
Allgemein halte ich von diesen ganzen Beziehungsanalysen sowieso wenig weil es im Individualfall oft völlig anders kommt. Klar ist dass für mich eine Ehe kein Absicherungsmachtinstrument darstellen sollte damit meist Frauen finanzielle Ansprüche geltend machen können wenn es doch in die Brüche geht. Es dient heutzutage wahrscheinlich mehr ökonomisch motivierten Gesichtspunkten als irgendwas anderes, ein Sicherheitsbedürfnis. Ich bin bei Ehe deswegen skeptisch und streite mit Gott.

Ich denke dass ich gerne missverstanden und verkannt werde, jedoch ist das der Preis für die Auslebung von dem was ich wirklich bin und sein möchte. Nicht zu verbiegen jedoch mit schier unermesslicher Grosszügigkeit sofern man sich darauf einlässt. Allerdings ist Liebe wirklich Liebe, es heisst nicht Abtrennen oder Trennen. In der Auslegung sind Kompromisse nicht bedeutend sondern stets die würdige Haltung und das sich Überhalten auf Augenhöhe.

Heisst auch, ich sehe alles für möglich an trotz Partnerschaft. Wäre es eine Art Gefängnis werde ich es aufbrechen und das vereinen was nicht zu vereinen ist. Meistens wird der Partner alles verpfuschen da das eigene Paradigma zu schwer wiegt als diesen Omnischlag zuzulassen, deswegen halte ich brauchbare Partnerschaften (für mich) als fast unmöglich an, jedoch nur fast...

Ins Fettnäpfchen zu treten geht oft irre einfach: Kürzlich habe ich bestimmte "schlechte Dinge" über Mallorca (Massentourismus u.a.) ausgesprochen. Darauf war die Empfängerin nahezu empört und teilte mir mit "Mallorca sei eines ihrer Lieblingsreiseorte, Vielen Dank also über deine Einschätzung über mich". Ich entgegnete nur noch dass man nicht zu viel hineininterpretieren soll u.a. Jedoch stelle ich oft fest wie kleinlich sich oft alles gestaltet. Ich würde wegen sowas weder eingeschnappt sein noch es gleich persönlich nehmen. Dennoch finde ich diese Frau interessant und mit Potential, jedoch kann es echt nur schon an diffusen Kleinigkeiten scheitern.

Ich weiss nicht was mit der Welt los ist so im allgemeinen, wieso gehen wir oft so verbissen und hartnäckig miteinander um? Ist es das wirklich wert seinen Kopf auf Biegen und Brechen durchzuzimmern?
 
Zuletzt bearbeitet:
Beiträge
2.894
Likes
717
  • #48
Im übrigen, als ich erwähnte dass ich mal gerne nach Thai reisen würde da wurde es deutlich abgewiesen und nicht einmal Alternativen genannt. Dann mache ich Alternativen z.B. Sri Lanka und am Ende trete ich bei bestimmten Aussagen noch ins Fettnäpfchen. So ähnlich gehts jedoch mit fast allen irgendwie. Die Leute haben wirklich pickelharte Vorstellungen wie etwas beschaffen sein sollte und wäre es nicht so wirds schnell zum Hindernis. Für mich ist sowas klar nicht beziehungsfähig weil zu einer Beziehung gehört das Herz dazu, dieses ist anfällig für Überredung und Überhaltung. Wenn man jedoch fast nur mit dem Kopf urteilt dann landet man in einem Beziehungsgefängnis; sehr gefährlich, denn es trennt kontinuierlich ab und daran wird fast alles zermürbend zerbrechen. Auch der klügste Kopf wird daran scheitern da es keine reine Kopfsache ist. Wenn dann allerhöchstens um das anzuwenden was das Herz vorgibt, ohne diese Rückkoppelung läuft jedoch nichts aber auch rein gar nichts.

Ich meine, wenn man auf Teufel komm raus immer den eigenen Kopf durch die Wand schlagen möchte dann soll man echt besser single/solo sein denn genau das ist klar ein Beziehungsschwachpunkt. Davon abgesehen gibts allerdings fast nur Vorteile wenn man es so nutzt wie es auch förderlich ist.

Auch gilt immer die Unschuldsvermutung. Anstatt von jemandem gleich zu denken dass er "einem schlecht einschätzen würde" oder sonstwas in der Art, sollte man von etwas förderlichem ausgehen: Das ist sogar ein essentieller Grundpfeiler einer Beziehung, es heisst "Vertrauen".

Klar, ich habe sie nicht abgewiesen sondern meine Güte sowie Goodwill gezeigt. Die Sachlage genauer erklärt und mich gleich noch selbst gebrandmarkt (wegen Thai). Sowie klar darauf verwiesen dass ich solche Aussagen oder Bekenntnisse von meiner Seite nicht übelnehme. Was jedoch bei anderer Seite konkret geschieht da habe ich wenig Einfluss, sofern das Herz nicht mitspielt, es ist so wie es ist. Ich bleibe offen und grosszügig, mehr als das ist nicht machbar.
 
Zuletzt bearbeitet:
Beiträge
993
Likes
582
  • #49
Ich denke das gehört auch mit zum Prozess der Verarbeitung auf dem Weg ins Reine zu kommen. Eine Art der Läuterung vielleicht, nach deren Abschluss die positiven Erfahrungen und Erinnerungen besser zur Geltung kommen auf dass Versöhnung mit dem persönlichen Scheitern möglich werde und neue Zuversicht erwachse und hoffentlich auch Erkenntniss die hilft nächstes Mal die Klippen zu meistern an denen man gescheitert ist. Möglicherweise sind hier und da mehrere Iterationen nötig. Man kann das vielleicht mal überspringen, aber ich sehe die Gefahr dass es einen früher oder später doch erwischt. Jeder ist anders, der erwähnte Mann hat vielleicht seine Art der Katharsis im Schnelldurchlauf absolviert und dafür so intensiv dass man sich um in sorgte.
Es kann zum Prozeß der Verarbeitung gehören, muß aber nicht dafür nötig sein. Und nicht jede Verbitterung ist ein Schritt zur Läuterung. Manchmal auch einfach nur ein Segment einer Abwärtsspirale.
Man muß auch nicht das Leben als Lehrinstitut begreifen und aus allem was lernen. Ohnehin, wer all zu demonstrativ die genauen Gründe für einen schlechten Ausgang kennen will, aber nicht die besten Vorausetzungen mitbringt, diese auch zu ermitteln und auszuhalten, wird sich eher mit falschen Einbildungen über die Gründe zufriedengeben. Wer, weils schick tönt, immer was lernen will, lernt gerne auch was Schlechtes, weil das lernt sich leichter und er kann sich und anderen gerne sagen, er hätte was dazu gelernt.
Wenn mein Laptop abstürzt, schalte ich ihn zuweilen ohne eingehende Fehleranalyse einfach wieder an - und oftmals funktionierts dann wieder.
 
Beiträge
1.560
Likes
1.995
  • #50
wer all zu demonstrativ die genauen Gründe für einen schlechten Ausgang kennen will, aber nicht die besten Vorausetzungen mitbringt, diese auch zu ermitteln und auszuhalten, wird sich eher mit falschen Einbildungen über die Gründe zufriedengeben.
Das ist ein wichtiger Punkt. Wenn man was macht, dann soll man's auch gleich richtig machen.
Man muß auch nicht das Leben als Lehrinstitut begreifen und aus allem was lernen.
Neulich gelesen: "Man muss die Welt nicht verstehen. Man muss nur seinen Platz darin finden."
Gefällt mir.
Wenn mein Laptop abstürzt, schalte ich ihn zuweilen ohne eingehende Fehleranalyse einfach wieder an -
Klar, und wenn das Auto immer mal wieder stehen bleibt schließt man die Fenster, öffnet die Türen, startet den Motor und denkt sich nichts weiter dabei? o_O
 
Beiträge
993
Likes
582
  • #53
Aber wenn´s öfter vorkommt wirfst du schon mal einen Blick ins Eventlog?
Nein, ich fürchte, das würde mir nicht weiterhelfen, denn damit kenne ich mich zu wenig aus. Mein Vorgehen wäre eher: Datensicherung aktualisieren und System neu aufsetzen. Das mache ich dann auch recht zügig, ohne Trauerphase und Verarbeitungszeit. Vielleicht schimpfe ich den Laptop mal kurz. Wenn jemand mitschimpfen würde oder mir mit zahlreichen Beispielen erklären wollte, Laptops seien Arschlöcher, nähme mich das allerdings eher wunder. Und wenns nicht läuft mit dem Neuaufsetzen, ruf ich den Fachmann.

Aber vermutlich sind wir nicht weit auseinander: Verstehen ist eine schöne und zuweilen sogar nützliche Sache. Das Verstehenwollen sollte nur Schritt halten mit dem Verstehenkönnen. Und allzu oft wird der Ruf, man wolle doch nur verstehen, leider nicht von einer Bereitschaft zu verstehen gedeckt, sondern folgt anderen Zwecken. Einfache Erklärungen sind zu billig zu haben.
 
Beiträge
1.560
Likes
1.995
  • #54
Nein, ich fürchte, das würde mir nicht weiterhelfen, denn damit kenne ich mich zu wenig aus. Mein Vorgehen wäre eher: Datensicherung aktualisieren und System neu aufsetzen. Das mache ich dann auch recht zügig, ohne Trauerphase und Verarbeitungszeit.
Klar, das ist als Prinzip aber nicht gut übertragbar auf zwischenmenschliche Beziehungen.
Wenn beim Rechner eine Komponente kaputt ist und den Fehler verursacht, dann kann man die austauschen. Der Memory wird ja eh bei jedem Start wieder neu geschrieben. Versuch das mal mit einem Gehirn. :D

Vielleicht schimpfe ich den Laptop mal kurz. Wenn jemand mitschimpfen würde oder mir mit zahlreichen Beispielen erklären wollte, Laptops seien Arschlöcher, nähme mich das allerdings eher wunder. Und wenns nicht läuft mit dem Neuaufsetzen, ruf ich den Fachmann.
Der Fachmann kann sehr gut mitschimpfen. Er kann dir beispielsweise erklären dass man einem Computer nur soweit trauen darf wie man ihn werfen kann oder woran man einen Windowsrechner erkennt ohne ihn einzuschalten. ;)

Aber vermutlich sind wir nicht weit auseinander: Verstehen ist eine schöne und zuweilen sogar nützliche Sache. Das Verstehenwollen sollte nur Schritt halten mit dem Verstehenkönnen. Und allzu oft wird der Ruf, man wolle doch nur verstehen, leider nicht von einer Bereitschaft zu verstehen gedeckt, sondern folgt anderen Zwecken. Einfache Erklärungen sind zu billig zu haben.
Schwierig... Im allgemeinen stimme ich dir da zu. Jeder tut sich mit einfachen und wohlfeilen Erklärungen leichter. Ein passender Sinnspruch wirkt viel oft viel einleuchtender als eine detaillierte Abhandlung inklusive Quellennachweise.

Im besonderen stimme ich eher nicht zu. Manchmal braucht es einfach nur viel Geduld und Zeit und guten Willen. Manchmal ist etwas auch einfach zu wichtig oder die absehbaren Folgen zu schwerwiegend, als dass man jemand mit einer einfachen Erklärung abspeisen will/kann/darf.
Wenn man etwas verstehen will was man nicht verstehen kann, hilft es zuweilen eine Fachkraft zu fragen.
 
Beiträge
993
Likes
582
  • #55
Klar, das ist als Prinzip aber nicht gut übertragbar auf zwischenmenschliche Beziehungen.
Wenn beim Rechner eine Komponente kaputt ist und den Fehler verursacht, dann kann man die austauschen. Der Memory wird ja eh bei jedem Start wieder neu geschrieben. Versuch das mal mit einem Gehirn. :D
Na, man könnte schon auch Teile des Partners austauschen, also ihn ändern. Das hat nur heutzutage keinen guten Leumund. Man ändert nicht Teile, sondern tauscht gleich das ganze Modell aus. Das ist Wegwerfgesellschaft. Wird aber, da war die Werbung sehr erfolgreich, meist für eine Tugend gehalten.

Der Fachmann kann sehr gut mitschimpfen. Er kann dir beispielsweise erklären dass man einem Computer nur soweit trauen darf wie man ihn werfen kann oder woran man einen Windowsrechner erkennt ohne ihn einzuschalten. ;)
Da würd ich mich sofort unverstanden fühlen.


Schwierig... Im allgemeinen stimme ich dir da zu. Jeder tut sich mit einfachen und wohlfeilen Erklärungen leichter. Ein passender Sinnspruch wirkt viel oft viel einleuchtender als eine detaillierte Abhandlung inklusive Quellennachweise.

Im besonderen stimme ich eher nicht zu. Manchmal braucht es einfach nur viel Geduld und Zeit und guten Willen. Manchmal ist etwas auch einfach zu wichtig oder die absehbaren Folgen zu schwerwiegend, als dass man jemand mit einer einfachen Erklärung abspeisen will/kann/darf.
Wenn man etwas verstehen will was man nicht verstehen kann, hilft es zuweilen eine Fachkraft zu fragen.
Die sind ja meist Dienstleister und haben schon auch ein gutes Motiv, nur so weit verstehen zu lassen, wie es nicht zu unangenehm wird. Und auch dem Expertenmarkt findet sich auch immer jemand, der einen bestätigt, und seis im Mißverständis. Und der Verlust an Öffentlichkeitskultur macht es umso einfacher, nur noch im eigenen Saft zu schwimmen, nur noch an sich ranzulassen, was Wasser auf die eigenen Mühlen ist, auch die der mangelnden Einsicht. in Zeiten wie diesen tut Bestätigung, Rücksicht auf Empfindlichkeiten und Stärkung des Selbstbewußtseins im Schnitt wohl mehr not als eine Kultur des Begreifens. Was interessiert schon, ob Erklärungen zutreffen? Nützen sollen sie, also helfen. Und das tut eine simple oft besser als eine komplexe.
 
Beiträge
54
Likes
46
  • #56
Einfach mal alles etwas locker sehen und nicht jedes Wort auf die Goldwaage legen, in der Gesamtheit muss es passen. Und immer diese Verschwörungstheorien ..... :eek:
 
Beiträge
13
Likes
9
  • #57
Der Aussage von Xeshra kann ich nur zustimmen, auch wenn ihr alle schon weiter seid.
 
Beiträge
1.560
Likes
1.995
  • #58
Na, man könnte schon auch Teile des Partners austauschen, also ihn ändern.
Ach der soll sich mal ruhig selber ändern, wenn der das unbedingt will. ;)

Und der Verlust an Öffentlichkeitskultur macht es umso einfacher, nur noch im eigenen Saft zu schwimmen, nur noch an sich ranzulassen, was Wasser auf die eigenen Mühlen ist, auch die der mangelnden Einsicht.
Es ist eher zuviel. Das derpackt niemand mehr. Also fängt man an zu selektieren. Dann sitzt man..schwuppdiwupp.. mit samt seinem eigenen und dem Saft Gleichgesinnter in einer Filterblase wie in einer Käseglocke und hält deren Horizont für das Ende der Welt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Beiträge
1.560
Likes
1.995
  • #60
Ich glaube nicht an die oft beschworene 100 Prozent Passung.
Wenn man miteinander in Kontakt bleibt und aufeinander achtet wird sich aufgrund der Beziehungsdynamik die eine oder andere Veränderung von selbst ergeben. Manchmal mit tektonischen Effekten.
Aber ein paar Dinge müssen von Beginn an schon passen. Da ist man manchmal zu schnell verliebt und dann ertönt Schillers "Glocke".