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  • #31
AW: @ agony

Zitat von Schmusehannes:
Als sie dann aber anfing, breitbeinig (3 Meter) vor mir stehend ganz entspannt und weiterhin freundlich zu mir rüber lächelnd in aller Ruhe und Gründlichkeit ihre Muschi einzuseifen, da schämte ich mich dann so sehr meiner eigenen Assoziationen, daß ich es nicht mehr wagte weiterhin zu ihr rüber zu schauen. Heute glaube ich: Chance vertan. Dabei hatte ich doch so sehr gehofft, eine Chance zu kriegen, ihr den Rücken einzuseifen.
Ja, schade. Für Euch beide. Da hat die Frau in der Geschichte so demonstrativ den Mann angebaggert und zu Schnellsex eingeladen, aber er hat nicht reagiert - und nun ist ihre Vaginalflora für nichts und wieder nichts ruiniert.
 
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  • #32
AW: Ab wann sind Annäherungen okay?

Ja, eben:

Zitat von Schmusehannes:
... da schämte ich mich dann so sehr meiner eigenen Assoziationen, daß ich es nicht mehr wagte weiterhin zu ihr rüber zu schauen. Heute glaube ich: Chance vertan.
In meinem Falle war es eine für mich (damals) nahezu unüberwindbare Scham vor meinen eigenen Emotionen.




Danke Elli, für
Deinen wunderschönen Beitrag #25
und Deinen unendlich weisen Beitrag #26.
Und genau das aus Deinem Beitrag #27 war es, das mir obige Chance unter der Dusche verbaut hatte:

Zitat von Elli:
Wenn zentrale Bedürfnisse verleugnet werden (müssen), entstehen Probleme - vielleicht ist das ein möglicher Zugang zu menschlichen "Berührungsängsten" aller Art...
 
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  • #33
AW: Ab wann sind Annäherungen okay?

Zitat von Schmusehannes:
Danke Elli, für
Deinen wunderschönen Beitrag #25
und Deinen unendlich weisen Beitrag #26.
....danke für die "Blumen" :) - aber häng das mal lieber nicht so hoch...ich habe nichts, was Du nicht auch hast. Die "Unterschiede" und vor allem Wertigkeiten entstehen in unseren Köpfen - warum...?....?
 
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  • #34
AW: Ab wann sind Annäherungen okay?

Ach Elli, nimm doch mal 'ne echte Anerkennung als echte Anerkennung ungeschmälert an.
 
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  • #35
AW: Ab wann sind Annäherungen okay?

Ja, Elli,

das meine ich auch.

Und: wir sind nicht alle gleich. Die Unterschiedlichkeit hat nur nix mit Wertigkeit zu tun, ist aber sooo wichtig...

Liebe Grüße
Carlo
 
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  • #36
AW: Ab wann sind Annäherungen okay?

Zitat von Elli:
Das Anstreben von "Idealen" (im Verhalten seinen Mitmenschen gegenüber z.B.) ist sinnvoll und "richtig" im Sinne von Richtungs-weisend - wenn wir uns entwickeln wollen, brauchen wir einen Anhaltspunkt, wohin es denn gehen soll.
Aber - das Höherbewerten des Ideals über das jetzige-lebendige-Sein - mit all seinen Unzulänglichkeiten - schmälert eben dieses Sein um das Kostbarste, was wir haben: Das Einfühlen in den jetzt gegenwärtigen Augenblick. Alles, was wir suchen oder ersehnen, ist einzig in diesem jetzt-hier-sein zu finden - nicht in der Vergangenheit, und nicht in der Zukunft. Jetzt.

Das beschreibt der Spruch oben - der Lebendigkeit ist Perfektionismus abträglich.
"Richtungsweisend" anstelle von "absolut und unumstößlich richtig" ist ein spannender Aspekt. Außerdem dürfte das Fixieren auf die Gegenwart nochmals Druck von "richtungsweisend" nehmen... mh. Ich nehm mir das mal mit.

Zitat von Elli:
Hör auf Dein Gefühl. Was sagt es Dir? Möchtest Du dieser Frau näher kommen? Dann tu es.
Mein Gefühl sagt mir, dass ich nicht auf mein Gefühl hören sollte. :/ Ich überlege gerade, ob unbekannte Menschen für mich so attraktiv sind. Bin kein großer Freund der Schmetterlinge, weswegen im Alltag Menschen alle einigermaßen gleich erscheinen. Gefühle kommen da erst viel später.

Zitat von Elli:
Wenn Du in Deinen Vorüberlegungen alle Eventualitäten gegeneinander abwägst, alle möglichen Szenarien im Geiste durchgehst mit allen möglichen sich ergebenden Konsequenzen - übernimmst Du die Verantwortung quasi für sie gleich mit:
Wenn Du Dich "falsch" verhältst - fühlt sie sich schlecht - weil entweder bedrängt oder nicht wahrgenommen.
Damit übernimmst Du die ganze Verantwortung für das Gelingen Eurer Begegnung - Du nimmst ihr aber gleichzeitig auch etwas ab, was sie selbst braucht und haben will, nämlich den Raum, den sie selbst nach ihren Wünschen - Dir gegenüber - gestalten will.

Ich ziehe im Geiste immer (?)(hat selbst noch nichts begriffen und gibt anderen schlaue Tipps....) eine imaginäre Linie - bis dahin geht mein Verantwortungsbereich.
Mh - erinnert mich an das andere Thema und die Rückmeldung von Tina bezüglich: Verantwortung für andere übernehmen --> überheblich + entmündigend. Der Grundgedanke ist eigentlich gar nicht so schlimm, da er dem anderen ja "alle Optionen" verspricht. Die Umsetzung in der Realität wird aber wahrscheinlich doch oftmals so verzerrt ablaufen (eben überheblich + entmündigend).
Ich denke mal noch etwas über die imaginäre Linie nach - klingt ganz interessant (auch wenn es dann noch ein Gedanke mehr ist ;)).

Zitat von Elli:
PS: Ich fühlte mich in dem Moment nicht angesprochen, auf Deinen #11 zu antworten - das war gerade (in meiner Wahrnehmung) so ein Gespräch unter Männern...) (bitte stups mich beim nächsten Mal gleich an :)
Ich habe den Laptop wild geschüttelt und nichts passierte! Nein, das war wirklich ein Missverständnis, auch wenn ich mir die Antwort gewünscht habe. :)
 
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  • #37
AW: Ab wann sind Annäherungen okay?

Zitat von Elli:
@ Ingenieur
Danke für die freundlichen Worte!
Seit ich Dein Profil gelesen habe, sehe ich Dich im Geiste immer mit Deinem Hund zusammen - könntest Du für Dich sagen, daß dessen warmer Körper zumindest eine kleine Ersatzmöglichkeit für das körperlich-seelische Bedürfnis nach Nähe ist?
Natürlich hast Du den Hund auch noch dann, wenn Du eine Partnerin hast - zwischenzeitlich aber kannst Du wenigstens ihn - streicheln ?

Versteh' mich recht - hier ist nicht das kleinste Gramm Spott oder Abwertung enthalten, ich meine das ganz ernst - und ich find's absolut sympathisch.
Ich kenne eine junge Frau, die braucht ihren Hund (fast) mehr, als sie Menschen braucht.
Ich frage mich, ob - und wenn ja was - wohin verschoben wird.
Wenn zentrale Bedürfnisse verleugnet werden (müssen), entstehen Probleme - vielleicht ist das ein möglicher Zugang zu menschlichen "Berührungsängsten" aller Art...
Ja, meinen Hund gern zu haben und sein flauschig weiches Fell zu streicheln, seine Anhänglichkeit und sein Vertrauen wahrzunehmen, ist schon ein Stück weit eine Möglichkeit für mich, Liebe und Fürsorge zu leben. Der Hund ist für mich aber viel mehr Ersatz für ein kleines Kind als Ersatz für eine Partnerin. So weit man Hund und Mensch überhaupt vergleichen kann hat er ja eher die Intelligenz und das Verhalten eines etwa 2 bis 3 jährigen Kindes. Mein Hund ist für mich auch eher ein Familienmitglied als ein Haustier. Er schläft neben - aber nie in - meinem Bett, er ist meist in meiner Nähe wenn ich zu Hause arbeite, ich nehme ihn zu vielen Terminen in die Büros meiner Kunden mit, er begleitet mich täglich bei einem Spaziergang in der Natur (ich wohne zum Glück auf dem Land). Es gab auch Frauen, die schon beim Kennenlernen ein Problem mit einem Hund im Schlafzimmer artikulierten - damit war das Kennenlernen schneller beendet als mein Hund "Wuff" sagen kann.

Ich denke nicht, dass ich Berührungsängste habe. Weder psychische noch physische. Wenn die Situation stimmig ist, also sich ein Gefühl des gegenseitigen Gernhabens ergibt, ist es für mich selbstverständlich, das auch mit einer körperlichen Berührung zu zeigen, die aber nie übergriffig ist und der Frau die Möglichkeit gibt, sie zu erwiedern oder sich dem Körperkontakt leicht zu entziehen, ohne dass es peinlich wirkt.
 
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  • #38
AW: Ab wann sind Annäherungen okay?

@ Schmusehannes
@ Carlo

Eure Worte (be)rühren mich sehr. Danke.
 
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  • #39
AW: Ab wann sind Annäherungen okay?

Zitat von Ingenieur:
Es gab auch Frauen, die schon beim Kennenlernen ein Problem mit einem Hund im Schlafzimmer artikulierten - damit war das Kennenlernen schneller beendet als mein Hund "Wuff" sagen kann.
*lach*
Deine Beschreibung deines Zusammenlebens-mit-Hund hört sich gemütlich und stimmig an - eigentlich komisch, aber so eine kuschelige Seite an dir passt "voll in's Bild" - jedenfalls in meines.

Ich denke nicht, dass ich Berührungsängste habe.
Ich meinte dich auch gar nicht - irgendwie war ich beim Tippen in Gedanken abgebogen in eine andere Richtung..:)
 
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  • #40
AW: Ab wann sind Annäherungen okay?

Zitat von agony:
... Mein Gefühl sagt mir, dass ich nicht auf mein Gefühl hören sollte. ...
Hi Agony,

oh, das ist ja mal eine interessante Formulierung.

Ich fühle mich in diesen komplexen Zusammenhängen am sichersten, wenn mein Bauch zu mir spricht :-DD

Und oft habe ich den Eindruck, dass dann, wenn wir so ganz laut und bestimmt über die Gründe für eine Entscheidung sprechen, gerade dann, ist die Entscheidung schon intuitiv gefallen, bevor die passenden Gründe für deren Rationalisierung - die ja in unserer westlich geprägten Welt so wichtig ist - heraus gesucht werden.

LG
Carlo
 
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  • #41
AW: Ab wann sind Annäherungen okay?

Zitat von carlo:
Ich fühle mich in diesen komplexen Zusammenhängen am sichersten, wenn mein Bauch zu mir spricht :-DD

Und oft habe ich den Eindruck, dass dann, wenn wir so ganz laut und bestimmt über die Gründe für eine Entscheidung sprechen, gerade dann, ist die Entscheidung schon intuitiv gefallen, bevor die passenden Gründe für deren Rationalisierung - die ja in unserer westlich geprägten Welt so wichtig ist - heraus gesucht werden.
Anliegen der westlichen Welt scheint es mir häufiger zu sein, Bauchentscheidung und Rationalisierung gegeneinander auszuspielen.
Und kaum eine andere Phrase hier dürfte so unwidersprochen bleiben wie "Hör auf deinen Bauch!"
 
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  • #42
AW: Ab wann sind Annäherungen okay?

Zitat von Elli:
*lach*
Deine Beschreibung deines Zusammenlebens-mit-Hund hört sich gemütlich und stimmig an - eigentlich komisch, aber so eine kuschelige Seite an dir passt "voll in's Bild" - jedenfalls in meines.
Ich weiß nicht, ob es mit meiner Neigung zu Dominanz zu tun hat - jedenfalls habe ich viel an natürlicher Autorität. Ich verwende bei meinem Hund auch nie diesen Kasernenton. Es reicht ein freundliches, sanftes, geflüstertes Wort (zB Sitz oder Platz oder Fuß) und mein Hund folgt. Wenn er ausnahmsweise einmal nicht gleich folgt, lege ich nur mehr Nachdruck in meine Stimme. Außerdem funktioniert auch Alles stumm, nur mit Zeichen meiner Hand oder auf Distanz mit Armzeichen. Ich belohne meinen Hund sehr oft mit verbalem Lob, Streicheln, Leckerli, Spielen. Er ist - vielleicht auch deshalb - ein sehr selbstsicherer Hund, der beim Spielraufen ohne weiters auch einen Rottweiler, American Staffordshire Terrier oder Deutsch Kurzhaar besiegt. Sehr ungewöhnlich für einen Golden. Er ist generell hundeverträglich und hat, seit dem er erwachsen ist, noch nie Angst vor einem anderen Hund gezeigt, sondern tritt immer souverän und gelassen auf. Ohne Agressivität, aber er unterwirft sich auch keinem anderen Hund. Das gefällt mir sehr gut.
 
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  • #43
AW: Ab wann sind Annäherungen okay?

Zitat von Ingenieur:
.. jedenfalls habe ich viel an natürlicher Autorität
...glaub ich sofort

Er ist generell hundeverträglich und hat, seit dem er erwachsen ist, noch nie Angst vor einem anderen Hund gezeigt, sondern tritt immer souverän und gelassen auf. Ohne Agressivität, aber er unterwirft sich auch keinem anderen Hund. Das gefällt mir sehr gut.
Ja, Herrchen und Hund sind sich manchmal recht ähnlich ;-)...vielleicht ja auch hier...:)

Ich kann dieses Thema der Unterwerfung immer noch nicht begreifen, ich krieg es nicht zu fassen, was es damit auf sich hat. Was ist daran (wirklich) so erstrebenswert - sich niemandem zu unterwerfen?

An dem Beispiel deines Hundes: Du bist stolz darauf, daß er so selbstbewußt ist und auch mit wirklich potenten Gegnern fertig wird. Hätte ich einen Hund, wäre ich (vielleicht) darauf stolz, daß er sich in die Hunde-Hierarchie gut einfügen kann - daß er die Grenzen seiner Kraft so einschätzen kann, daß er sich zwischen mit-dem-werd-ich-fertig und uuups-der-ist-'ne-Nummer-zu-groß-für-mich einordnen kann - ohne Ehrverlust - ohne Gefühl der Demütigung.
Der Hund legt sich auf den Rücken und bietet seine Kehle dar zum Zeichen der Unterwerfung - danach steht er auf und spielt weiter - er verfällt nicht in Depressionen, weil da einer war, der ihm offensichtlich überlegen war - wir Menschen zweifeln an unserem Selbstwert, setzen alles daran, die peinliche Situation zu vertuschen, lügen uns selbst in die Tasche, daß es nur so raucht...warum fällt es uns - anscheinend - schwer, uns als immer-irgendwo-dazwischen zu akzeptieren? *grübel*
 
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  • #44
@ Elli

Das Wichtigste ist für mich, dass mein Hund heil und gesund bleibt. Die Unversehrtheit des anderen Hundes kommt an zweiter Stelle.

Gefährlich ist es für jeden Hund, wenn er einen stärkeren Hund aggressiv angeht. Denn dann bleibt dem stärkeren Hund gar nichts anderes über, als in Notwehr zu beißen. Trooper (mein Hund) hat deshalb schon einmal einen Zwergdackel beißen müssen, weil dieser ernsthaft versucht hat, ihn ins Bein zu beißen. Da war es schlagartig vorbei mit dem freundlichen Kuscheltier Golden Retriever. Trooper macht diesen Fehler nie - wenn ein größerer Hund ihn anknurrt bleibt er furchtlos stehen, aber er greift den anderen Hund nicht an. Bis jetzt hat diese Selbstsicherheit alle größeren Hunde so weit beeindruckt, dass sie es beim Knurren aus Distanz belassen haben. Unterwerfung ist auch keine Garantie, nicht gebissen zu werden, weil es auch verhaltensgestörte Hunde gibt, die trotzdem beissen. Trooper ist ganz eng befreundet mit dem Labrador meines Nachbarn. Die Beiden üben Hundekampf jeden Tag mit Spielraufen. Deshalb fühlt sich Trooper wohl gut vorbereitet für einen Kampf, dem er nicht ausweichen kann.
 
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  • #45
AW: Ab wann sind Annäherungen okay?

Soso... von der (nicht lösbaren) Herausforderung, die Frage des TE allgemeingültig zu beantworten sind wir also inzwischen bei der Beziehung Mensch-Hund angekommen.... spannend!

Vielleicht lässt sich aber - wenn wir das ganze einmal philosophisch betrachten - durchaus auch eine Antwort für den TE daraus formulieren.

Die Annäherung an die Spezies Hund... darf ich ihn beim ersten Mal schon streicheln? Nun, natürlich. Und als Reaktion darauf wird Dir der Dobermann von Nebenan zwei Finger der rechten Hand abbeißen, der Collie von Olli wird mißtrauisch zurückweichen und der Spaniel von Daniel wird Dir begeistert die Hand lecken und sich dann auf den Rücken werfen.

Und genau so ist das auch bei der Gattung Mensch...