D

Deleted member 20013

  • #16
Also....

Bei mir spielt es überhaupt keine Rolle, wann "Ich liebe dich." gesagt wird.
In meinem Leben habe ich "Ich liebe dich." noch kein einziges Mal gesagt. Dass ich mich verliebt habe, habe ich bisher ein Mal gesagt.
Mir fällt es gar nicht auf, wenn es nicht gesagt wird. Es spielt für mich also in diesem Sinne de facto überhaupt gar keine Rolle.

Was mir jedoch auffällt ist, wenn es gesagt wird. Und da fangen meine Probleme an... Denn meine Probleme mit dem Satz liegen in den Erwartungen meines Umfelds, die ich z.T. sicher nur vermute. Und somit ist es wiederum mein Problem, da es meine Theorien über meine Mitmenschen betrifft.

Diese meinige Vermutung über die Erwartungen meiner Mitmenschen ist, dass eine Gegenseitigkeit dieser Aussprache erwartet wird - auch wenn explizit Gegenteiliges behauptet wird. Diese Gegenseitigkeit kann und/oder will (je nach Gegenüber) ich aber nicht leisten.
 
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  • #17
Also....

Bei mir spielt es überhaupt keine Rolle, wann "Ich liebe dich." gesagt wird.
In meinem Leben habe ich "Ich liebe dich." noch kein einziges Mal gesagt. Dass ich mich verliebt habe, habe ich bisher ein Mal gesagt.
Mir fällt es gar nicht auf, wenn es nicht gesagt wird. Es spielt für mich also in diesem Sinne de facto überhaupt gar keine Rolle.

Was mir jedoch auffällt ist, wenn es gesagt wird. Und da fangen meine Probleme an... Denn meine Probleme mit dem Satz liegen in den Erwartungen meines Umfelds, die ich z.T. sicher nur vermute. Und somit ist es wiederum mein Problem, da es meine Theorien über meine Mitmenschen betrifft.

Diese meinige Vermutung über die Erwartungen meiner Mitmenschen ist, dass eine Gegenseitigkeit dieser Aussprache erwartet wird - auch wenn explizit Gegenteiliges behauptet wird. Diese Gegenseitigkeit kann und/oder will (je nach Gegenüber) ich aber nicht leisten.
Oh. Wenn du noch nie zu jemandem gesagt hast "ich liebe dich", hoffe ich doch, dass es jemand mal zu dir gesagt hat (jemand, den du geliebt hast oder in den du verliebt warst). Wenn dein Gegenüber das dann ehrlich meint und du zumindest ähnlich fühlst! Und ich erwarte nicht, dass wenn ich zu einem Mann sage "ich liebe dich", er das dann auch sagt. Mir reicht es schon, wenn er mich dann fest in den Arm nimmt und mich küsst, bis mir die Knie wackeln.
Und ja, die Erwartungen deines Umfeldes vermutest nur du.

Ich bewundere dich oft für deine nüchterne Betrachtungweise vieler Dinge, aber manchmal denke ich mir auch "Mensch @Synergie, jetzt schalte doch den Kopf mal aus und fühle, spüre, genieße einfach mal."
Vielleicht irre ich mich und du kannst das. Ich wünsche es dir. :rolleyes:
 
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  • #18
@Luzi99
Sag es unabhängig davon, wie lange die Beziehung schon anhält. Ich kann dir nur aus eigener Erfahrung sagen, dass es auch nach kurzer Zeit schon richtig sein kann - vorausgesetzt du spürst, dass es auf Gegenseitigkeit beruht. Es gibt eben keine allgeimeingültige Empfehlung. Es hilft dir also leider nicht wirklich weiter - sorry.
 
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  • #19
@Synergie, warum hast du deinen Beitrag wieder gelöscht?
 
D

Deleted member 20013

  • #21
Zu viele Infos, die nicht wirklich eine Rolle spielen. Du hast nur eine Hoffnung geäußert und keine Frage gestellt. Daher gibt es eigentlich keine Notwendigkeit ins Detail zu gehen. :)
Ich versuche gerade, mir abzugewöhnen Hoffnungsbekundungen, wie Fragen zu behandeln.

Die angemessene Reaktion wäre wohl:
"Danke! :)"


Ok.....
Was ich belassen könnte wäre:
Was wäre so schlimm daran, wenn ich den Satz noch nie gehört hätte? Würde seine Abwesenheit implizieren, dass ich noch nie geliebt worden wäre? Steht deine Hoffnung vor diesen Hintergrund? Was für einen Unterschied macht dieser unsägliche Satz?
 
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  • #22
Zu viele Infos, die nicht wirklich eine Rolle spielen. Du hast nir eine Hoffnung geäußert und keine Frage gestellt. Daher gibt es eigentlich keine Notwendigkeit ins Detail zu gehen. :)
Ich versuche gerade mir abzugewöhnen Hoffnungsbekundungen, wie Fragen zu verstehen.
:D Genau das meine ich. Viel Kopf.
Sollte ich mir vielleicht mal zu Herzen nehmen? ...Nein - dann bin ich nicht mehr ich. o_O:D
 
A

*Andrea*

  • #24
@Luzi99, @Synergie:
Es gibt vielleicht Menschen, die den Satz "ich liebe dich" zu schnell, zu leichtfertig und ev. ohne dass er den wirklichen Gefühlen/Entscheidungen/Handlungen entspricht aussprechen. Das mag problematisch sein, vor allem für Menschen, die dann den Satz, vielleicht auch zu leichtfertig - wohl aus einem tiefen Wunsch, geliebt zu werden heraus -, glauben und ihr ganzes Leben daran ausrichten, obwohl sie eigentlich spüren/wissen würden, dass der Satz nicht stimmt.
Dann gibt es aber auch Menschen, die den Satz auch dann kaum über die Lippen bringen, wenn er eigentlich angemessen wäre, wenn er zu ihren wirklichen Gefühlen/Entscheidungen/Handlungen passt.

Ich denke, dass ein Teil dieser Problematik (neben den wohl eher seltenen Fällen wo jemand aktiv lügt, um etwas zu erreichen) darin liegt, dass man den Satz statt als einen einfachen Ausdruck der aktuellen Situation als ein Versprechen betrachtet, als ein derart grosses Versprechen in die Zukunft hinein, das vielleicht gar kein Mensch abgeben kann. Es würde die Sache entspannen, wenn man den Satz als Ausdruck des Hier und Jetzt verstehen würde, eines Hier und Jetzt, das zwar auch Vorstellungen der Zukunft auslöst, aber eben doch kein Versprechen ist, dass es in alle Zeiten so bleiben wird.

Unterschiedliche Menschen ticken anders, und es kann sein, dass die einen ihre erwachenden Gefühle schon relativ schnell als Liebe empfinden und dabei vielleicht auch in diesem Moment schon bereit wären, Entscheidungen zu fällen und zu handeln, wie es den schnell entstehenden Zukunftshoffnungen entspricht. Andere sind da vorsichtiger, brauchen mehr Zeit, sind sich ihrer Gefühle unsicher, sind vielleicht auch Menschen, die generell mehr zweifeln und Vieles (auch bei sich selbst) hinterfragen. Das ist einfach so. Nicht alle Menschen sind sich da gleich. Man muss diese Tatsache aber nicht werten. Man tut sich eventuell sogar einen gröberen Bärendienst, wenn man Menschen, die diesbezüglich anders ticken, abwertet, misstrauisch beobachtet oder gar meidet.
 
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Deleted member 21128

  • #26
Ab dem Zeitpunkt, an dem mir ein Mensch (als Gesamtes) so gut gefällt, dass ich ihn in Zukunft dauerhaft in meinem Leben haben will und bereit bin, ihm da eine gewisse Exklusivität einzuräumen, und ich zugleich merke, dass es mir unglaublich wichtig ist, dass es diesem Menschen gut geht. Dann stellt sich auch dieses "ich könnte dich fressen"-Gefühl ein. :)
 
D

Deleted member 22756

  • #29
Vielen Dank für die zahlreichen Antworten. ich denke, dies bringt es schon sehr genau auf den Punkt:
Was mir jedoch auffällt ist, wenn es gesagt wird. Und da fangen meine Probleme an... Denn meine Probleme mit dem Satz liegen in den Erwartungen meines Umfelds, die ich z.T. sicher nur vermute.
Mir lagen die Worte schon ein- zwei Mal auf der Zunge; ich habe es nicht gesagt, weil eben dann so eine seltsame Erwartung im Raum steht. Selbst wenn diese Erwartung bei mir nicht gegeben sein sollte, ist es eben wie mit dem rosa Elefanten. Einmal ausgesprochen steht er quasi im Raum.
Mit "nicht relevant für die Beziehung" meine ich, dass es nichts an der Beziehung ändert, wenn die Worte nicht gesagt werden. Da zählen ohnehin nur "Taten", also wie wir miteinander umgehen.
 
A

*Andrea*

  • #30
Mit "nicht relevant für die Beziehung" meine ich, dass es nichts an der Beziehung ändert, wenn die Worte nicht gesagt werden. Da zählen ohnehin nur "Taten", also wie wir miteinander umgehen.
Ich glaube nicht, dass das für alle Menschen so ist. Jedenfalls sind Worte für mich auch Taten, und auch etwas nicht zu tun, ist eine Tat.
Für mich ist es schon ziemlich relevant, was mein Partner zu mir sagt, und ich glaube jetzt nicht, dass ich die einzige bin, die so tickt.

Wenn es für dich nicht wichtig ist, dann würde ich an deiner Stelle versuchen, herauszufinden, wie das dein Partner sieht und empfindet. Und dir dann überlegen, wie du damit umgehen möchtest. Man kann ja auch jemandem zu Liebe sagen, dass man ihn liebt. Oder eigentlich geht es bei diesem Satz ja genau darum...