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  • #346
Nun werde doch mal bitte konkreter. Wie könnte denn eine Lösung aussehen, wenn sowohl Mann als auch Frau den Wunsch haben, dass einer der beiden den Job aufgibt und nur noch zuhause z.B. die Kinder betreut? Es müsste ja dann eine finanzielle Kompensation in nicht unbeträchtlicher Höhe betrieben werden, oder?
Mal eine Alternativlösung aus der Praxis, sofern der/die Arbeitgeber mitspielen: Wir hatten das nach den ersten 3 Jahren mit flexiblen Arbeitszeitmodellen anders gelöst. Frau gibt ihren Job nicht auf, arbeitet in Teilzeit weiter = 3 Tage halbtags, 2 Tage voll. Ich habe weiterhin in Vollzeit gearbeitet - 2 Tage halbtags, 3 Tage mehr als voll. So war unser Nachwuchs bis mittags im Kindergarten bzw. in der Schule. Zusätzliche Betreuung nicht notwendig. Die Vorteile liegen auf der Hand:

1) Kind/Kinder werden von den Eltern (Mutter UND Vater) betreut und erzogen
2) Das Familieneinkommen bleibt auf ordentlichem Niveau
3) Frau bleibt im Job und kann sich dort auch weitereintwickeln und
4) das soziale Umfeld Arbeitgeber bleibt erhalten

Trotzdem spricht natürlich gar nichts gegen einen Ehevertrag, vermeidet ggf. einen späteren Rosenkrieg.

Und das läuft nun seit 8 Jahren so und wir haben das auch nach der Trennung so fortgesetzt, obwohl wir mittlerweile beide in Führungspositionen sind. Wo eine Wille ist....
 
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  • #347
Mal eine Alternativlösung aus der Praxis, sofern der/die Arbeitgeber mitspielen: Wir hatten das nach den ersten 3 Jahren mit flexiblen Arbeitszeitmodellen anders gelöst. Frau gibt ihren Job nicht auf, arbeitet in Teilzeit weiter = 3 Tage halbtags, 2 Tage voll. Ich habe weiterhin in Vollzeit gearbeitet - 2 Tage halbtags, 3 Tage mehr als voll. So war unser Nachwuchs bis mittags im Kindergarten bzw. in der Schule. Zusätzliche Betreuung nicht notwendig. Die Vorteile liegen auf der Hand:

1) Kind/Kinder werden von den Eltern (Mutter UND Vater) betreut und erzogen
2) Das Familieneinkommen bleibt auf ordentlichem Niveau
3) Frau bleibt im Job und kann sich dort auch weitereintwickeln und
4) das soziale Umfeld Arbeitgeber bleibt erhalten
Dennoch entsteht bei demjenigen, der "zum Wohle der Familie" weniger arbeitet, ein "GAP" in der Renten-Beitragszahlung, welches sich später als "schwerwiegend" herausstellen könnte.

Einzige Möglichkeit wäre doch nur, die als Differenz zum Vollzeitjob entstehenden Rentenbeitragslücken komplett auszugleichen. Nur glaube ich, dass derartige Summen dem Großteil der "normalen" Haushalte gar nicht zur Verfügung stehen.

Ähnlich ist es ja bei Selbstständigen, die immense Summen während ihrer Berufsjahre zurücklegen/einzahlen müssten, um auf ein ähnlich einem abhängig Beschäftigten gelegenes Rentenniveau zu kommen.
 
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Deleted member 21128

  • #348
Dennoch entsteht bei demjenigen, der "zum Wohle der Familie" weniger arbeitet, ein "GAP" in der Renten-Beitragszahlung, welches sich später als "schwerwiegend" herausstellen könnte.

Einzige Möglichkeit wäre doch nur, die als Differenz zum Vollzeitjob entstehenden Rentenbeitragslücken komplett auszugleichen. Nur glaube ich, dass derartige Summen dem Großteil der "normalen" Haushalte gar nicht zur Verfügung stehen.

Ähnlich ist es ja bei Selbstständigen, die immense Summen während ihrer Berufsjahre zurücklegen/einzahlen müssten, um auf ein ähnlich einem abhängig Beschäftigten gelegenes Rentenniveau zu kommen.
Da stimme ich zu, allerdings geht es nicht nur ums Rentenniveau, sondern auch um die Differenz des Einkommens zwischen Trennung und Rente.
Zusätzlich gibt es evtl. auch noch weitere Nachteile, zB dass frau einen weniger befriedigenden Job nehmen muss, weil sie den Anschluss verpasst hat und / oder weil sie wegen der Kinder nur TZ arbeiten kann.
Ob und wie das berücksichtigt werden sollte ...?
 
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  • #349
Dennoch entsteht bei demjenigen, der "zum Wohle der Familie" weniger arbeitet, ein "GAP" in der Renten-Beitragszahlung, welches sich später als "schwerwiegend" herausstellen könnte.

Einzige Möglichkeit wäre doch nur, die als Differenz zum Vollzeitjob entstehenden Rentenbeitragslücken komplett auszugleichen. Nur glaube ich, dass derartige Summen dem Großteil der "normalen" Haushalte gar nicht zur Verfügung stehen.

Ähnlich ist es ja bei Selbstständigen, die immense Summen während ihrer Berufsjahre zurücklegen/einzahlen müssten, um auf ein ähnlich einem abhängig Beschäftigten gelegenes Rentenniveau zu kommen.
Da hast du natürlich recht, wird aber über den heutigen Versorgungsausgleich zumindest bei Verheirateten (und vermutlich auch bei Verpartnerten) geregelt. Erworbene Rentenanwartschaften ab Eheschließung bis zum Stichtag des Zugewinnausgleichs werden aufgerecht und geteilt. Dies gilt im Weiteren dann auch für für Zusatzversorgungen, Betriebsrenten etc. Zumindest sinnvoll, sofern die Statuten eine Teilungsvereinbarung vorsehen. Ansonsten wäre vermutlich ein Barausgleich vorzuziehen. Heiratet man dagegen nicht, sollte man das in der Tat anders regeln, obgleich kein Muss, wäre aber nur fair.
 
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  • #350
@WolkeVier hat ja schon eine Menge dazu ausgeführt....
Man kann auch privat in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen oder eine private Rentenversicherung abschließen. Die Höhe der Zahlungen sollten eine auskömmliche Rente absichern. Zahlen muss der, der Geld verdient. Ansonsten gibt es notarielle Vereinbarungen / Verträge für den Fall der Trennung in Bezug auf Abfindung / Unterhalt - für unverheiratete Paare besonders wichtig. Sollte Mitarbeit in der Fa. des Mannes erfolgen, dann nur mit Arbeitsvertrag und angemessener Vergütung.
 
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  • #351
Keine Ahnung. Nein, ich kenne niemanden. Mir kam die Idee auch erst hier im Forum.
Das Problem ist natürlich, dass sich die meisten in der Phase so sicher sind, dass die Beziehung ewig währt und wenn nicht, der andere trotzdem fair bleibt. Und wer über einen Ehevertrag o. ä. spricht, zeigt Zweifel und Ängste und "Egoismus". Alles bäh.
Genau, das ist das Problem!
Am Anfang steht die gemeinsame Entscheidung in der Annahme, dass alles nach Plan läuft und am Ende kippt einer den Plan komplett um und entscheidet allein.
Allerdings wären vermutlich noch mehr Ehen zum Bruch gegangen, wenn es keine finanziell abhängigen Ehefrauen gäbe.
 
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  • #352
Mal eine Alternativlösung aus der Praxis, sofern der/die Arbeitgeber mitspielen: Wir hatten das nach den ersten 3 Jahren mit flexiblen Arbeitszeitmodellen anders gelöst. Frau gibt ihren Job nicht auf, arbeitet in Teilzeit weiter = 3 Tage halbtags, 2 Tage voll. Ich habe weiterhin in Vollzeit gearbeitet - 2 Tage halbtags, 3 Tage mehr als voll. So war unser Nachwuchs bis mittags im Kindergarten bzw. in der Schule. Zusätzliche Betreuung nicht notwendig. Die Vorteile liegen auf der Hand:

1) Kind/Kinder werden von den Eltern (Mutter UND Vater) betreut und erzogen
2) Das Familieneinkommen bleibt auf ordentlichem Niveau
3) Frau bleibt im Job und kann sich dort auch weitereintwickeln und
4) das soziale Umfeld Arbeitgeber bleibt erhalten

Trotzdem spricht natürlich gar nichts gegen einen Ehevertrag, vermeidet ggf. einen späteren Rosenkrieg.

Und das läuft nun seit 8 Jahren so und wir haben das auch nach der Trennung so fortgesetzt, obwohl wir mittlerweile beide in Führungspositionen sind. Wo eine Wille ist....
Waren eure Kinder im Kindergarten gleich nach dem Ende der Mutterschutzfrist?
 
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  • #353
Da hast du natürlich recht, wird aber über den heutigen Versorgungsausgleich zumindest bei Verheirateten (und vermutlich auch bei Verpartnerten) geregelt. Erworbene Rentenanwartschaften ab Eheschließung bis zum Stichtag des Zugewinnausgleichs werden aufgerecht und geteilt. Dies gilt im Weiteren dann auch für für Zusatzversorgungen, Betriebsrenten etc. Zumindest sinnvoll, sofern die Statuten eine Teilungsvereinbarung vorsehen. Ansonsten wäre vermutlich ein Barausgleich vorzuziehen. Heiratet man dagegen nicht, sollte man das in der Tat anders regeln, obgleich kein Muss, wäre aber nur fair.
Sofern man die ganze Zeit verheiratet war. Da ich das nicht so schnell wollte, war es bei uns nicht der Fall, auch als unser erstes Kind schon auf der Welt war und ich im Elternzeit. Diese Zeit wird in meinem Fall komplett außer acht gelassen beim Versorgungsausgleich, obwohl es unser gemeinsames Kind ist, um das ich mich gekümmert habe. Eigentum das selbe Problem. Aber das hast du ja zum Schluss erwähnt, war zu schnell mit der Antwort.
 
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  • #356
Nein ab dem 3. Lebensjahr. Bis dahin war ich lediglich die beiden Partnermonate daheim, ansonsten meine Ex-Frau. Wir haben ein Kind. Ausschlaggebend war mein zu dieser Zeit deutlich höheres Einkommen.
So ähnlich wie bei uns, ich habe bloß zwei Kinder nacheinander bekommen und war länger zu Hause, die Jüngste musste mit zwei in den Kindergarten, aber auch nur für einen halben Tag. WIR fanden es richtig so, Konsequenzen trage ich.
 
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  • #357
So ähnlich wie bei uns, ich habe bloß zwei Kinder nacheinander bekommen und war länger zu Hause, die Jüngste musste mit zwei in den Kindergarten, aber auch nur für einen halben Tag. WIR fanden es richtig so, Konsequenzen trage ich.
Ja das ist nicht fair. Eigentlich müsste man sich VORHER rechtlichen Rat einholen, nur wer denkt schon daran!? Zumal wir alle ja wahrscheinlich blauäugig von ewiger Partnerschaft ausgegangen sind..... Tut mir leid für dich.
 
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  • #359
Danke! Ich habe ihm zu sehr vertraut, war auch mein Fehler.
Ja, aber trotzdem doof. Eigentlich müssten Unverheiratete Eltern nach der Geburt eines Kindes auf solche Fallstricke von Amts wegen schriftlich hingewiesen werden. Das wäre mal eine andere Form der „staatlichen Fürsorge und Bürgernähe“.

Und für die Geschiedenen noch ein anderer Hinweis:
  • Sie sind noch nicht in Rente, aber der Versorgungsausgleich sieht eine Minderung Ihrer Rente vor: Sie können das Minus durch freiwillige Beitragszahlungen ganz oder teilweise ausgleichen. Dies ist allerdings nur möglich, solange Sie die Regelaltersgrenze noch nicht erreicht haben. Einzelheiten hierzu finden Sie in Ihrem Anschreiben zur Umsetzung des Versorgungsausgleiches.
So die deutsche RV auf ihrer Homepage. Kann sich je nach Einkommen und Steuerlast lohnen. Bei der Stiftung Warentest gibt es noch weitere Infos dazu.