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  • #302
@IMHO, du wolltest wissen wo es um Egoismus ging? Hier unter anderem...
Viele Entscheidungen im Leben sind von Egoismus geprägt, schau mal genauer hin. Die wenigsten Menschen sind selbstlos und denken überwiegend an andere.

Du kannst doch deine Entscheidung in einem solchen Fall auch für dich völlig anders treffen. Aber ist es angemessen, dies auch von
a. dem eigenen Partner
b. anderen Menschen
zu erwarten?

Und beim eigenen Partner erwartest du das, nur aufgrund der Tatsache, dass er dein Partner ist und dich gefälligst genau so zu lieben hat, wie du ihn?
 
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  • #303
Ja, eine bewusste Entscheidung, aber meist keine durchdachte.
Ja, aber das kann ja später nicht zum Vorwurf gegenüber dem Verlassenden gemacht werden.
Das Problem ist ja, dass die beiden zu dem Zeitpunkt davon ausgehen, dass sie sich nie trennen. Und wenn, dann wird er sich schon fair verhalten. Von wegen!
Tja, die so häufig zitierte (und hier immer wieder propagierte) "Romantik" - gepaart mit "Bauchentscheidungen" meets "RL".
Meines Erachtens müsste man junge Paare bereits zum Zeitpunkt dieser Entscheidung dazu bringen, den Trennungsfall zu regeln.
Ja, da gebe ich dir absolut Recht. Das sind Themen, mit denen sich Schule heutzutage unter anderem befassen sollte - eine erheblich bessere Vorbereitung auf das "wirkliche" Leben.
 
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  • #304
@IMHO ich möchte jetzt nicht wieder auf alle deine Beiträge eingehen, es ist denke ich ganz klar, dass meine Vorstellung von einer Partnerschaft und Ehe ganz anders ist als deine. Und ja, ich hoffe natürlich einen Partner zu haben, der ähnlich denkt und handelt wie ich, in dieser Hinsicht. Und ja, es gibt keine Garantie dafür, persönliche Erfahrungen habe ich auch.
Die Einstellung, wie du sie beschreibst, bzgl. Trennung wann immer der eine Partner will, egal aus welchem Grund, freie Entscheidung usw. passt meines Erachtens zu einer lockeren Beziehung so wie Freundschaft plus zum Beispiel, ohne jegliche Verpflichtungen und Verantwortung dem Partner gegenüber. Sex, Freizeit, Spaß, die schönen Seiten des Lebens genießen und mehr nicht. Bei einer solchen Konstellation ist es absolut legitim schnell einen Schlussstrich zu ziehen, wenn etwas nicht passt, so wie in der Kennenlernphase auch.
Eine Partnerschaft wie ich sie sehe und lebe ist anders, hierzu gehören Verantwortung und Verpflichtungen sehr wohl dazu, eben der Zusammenhalt in guten wie in schlechten Zeiten, damit ist es gut auf den Punkt gebracht. Aus meiner Sicht!
 
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  • #305
@IMHO ich möchte jetzt nicht wieder auf alle deine Beiträge eingehen, es ist denke ich ganz klar, dass meine Vorstellung von einer Partnerschaft und Ehe ganz anders ist als deine.
Das glaube ich gar nicht. Ich verstehe @IMHO von Anfang an so, dass er dafür eintritt, dass diese Entscheidung der Ehepartner selbst treffen und verantworten muss, und eine Bewertung dieser Entscheidung durch Dritte mehr als fragwürdig ist. Da bin ich übrigens hundertprozentig bei ihm.
Was die Verpflichtung und Loyalität gegenüber dem evtl. kranken Ehepartner angeht, bin ich weitestgehend bei dir, wobei ich allerdings auch die "selbstverschuldeten" Krisen nicht ausklammern wollen würde.
Ob ich dann im Ernstfall tatsächlich die Kraft und die Möglichkeiten hätte, mich adäquat zu kümmern, ist wieder ein anderes Thema.
 
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  • #306
N
Ab wieviel Jahren Beziehung nochmal "schickt sich das nicht mehr"?
Ein Jahr zusammen, und zack! durch Krankheit kein Sex mehr möglich. Tja, einfach Pech gehabt, lieber Mann/liebe Frau - seht zu, wie ihr die nächsten
30-50 Jahre zurecht kommt. (...und untersteht euch, euch das, was ihr glaubt zu vermissen, woanders zu holen.......)

Heutzutage "darf man" sich aufgrund aller möglicher Gründe trennen. Aber bloß nicht, wenn der andere krank wird/geworden ist. Und das in Zeiten, in denen mehr denn je die eigene Zufriedenheit und Selbstfürsorge propagiert wird. Ist halt einfach Pech für den einen, wenn der Partner schwerer erkrankt - und somit gibt es dann unter Umständen zwei Menschen, die unglücklich sind. Der/die Kranke - und ein Partner, der sich möglicherweise moralisch verpflichtet fühlt, weiterhin in einer Beziehung zu verharren, in denen eine der diversen "Säulen einer Partnerschaft" fehlt. Man wird an anderer Stelle nicht müde zu betonen, wie wichtig Sex in der Partnerschaft ist. Fällt dieser weg, gilt als oberflächlich, wer sich aufgrund dessen trennt.

Oder "darf man" sich generell nicht von jemandem trennen, der krank wird/geworden ist - völlig unabhängig von fehlendem Sex? Womöglich, weil der Aufwand der Pflege den eigenen Willen oder die eigenen Möglichkeiten übersteigt?
in dem von mir geschilderten Fall ging es um ein Ehepaar um die 50. Sie hat die Kinder erzogen, er hat gearbeitet. Er hat sie sitzenlassen und auch nicht gezahlt. Sie wurde dann mehr oder weniger zum Sozialfall und mußte auch das Haus verlassen und sich eine kleine billige Wohnung suchen (das weiß ich, weil ich ihr zufällig mal einige Zeit nach dem Date mit ihrem Ex begegnet bin und ich sie aufgrund ihres Nachnamens ansprach, ob sie ihn kennt).
Daß er nicht zahlt, hatte er mir auch im Date erzählt und daß er durch alle Instanzen will. Wie es ausgegangen ist, weiß ich nicht.
Ich kenne dein Alter nicht, IMHO, aber ein Mann Mitte 50 hat bestimmt keine 30 oder 50 Jahre mehr die Fähigkeit zu beidseitig erfüllendem Sex :) Falls doch, schön für ihn :)
Es gibt viele, viele Männer, die ab 50, 55 Probleme mit Prostata und Potenz haben.
 
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  • #307
@IMHO ich möchte jetzt nicht wieder auf alle deine Beiträge eingehen, es ist denke ich ganz klar, dass meine Vorstellung von einer Partnerschaft und Ehe ganz anders ist als deine.
Und da ist bereits das erste Missverständnis. Meine Vorstellungen von einer Beziehung ähneln deiner ungemein. Auch ich hätte die Hoffnung, dass mein Partner in schweren Zeiten zu mir steht - und auch ich würde vermutlich ähnlich handeln. Nur stehe ich auf dem Standpunkt, dass ich nicht das Recht habe, meinen Partner "an den Pranger zu stellen", wenn dieser eine andere als die von mir erhoffte Entscheidung trifft.
Die Einstellung, wie du sie beschreibst, bzgl. Trennung wann immer der eine Partner will, egal aus welchem Grund, freie Entscheidung usw. passt meines Erachtens zu einer lockeren Beziehung so wie Freundschaft plus zum Beispiel, ohne jegliche Verpflichtungen und Verantwortung dem Partner gegenüber.
Es geht mir nicht um eine grundlegende Einstellung, sondern um Entscheidungen zu einem Zeitpunkt "X". Dieser kann nicht vorhersehbaren Rahmenbedingungen unterliegen, die ein Andersdenken erst möglich oder gar erforderlich machen.
 
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  • #308
in dem von mir geschilderten Fall ging es um ein Ehepaar um die 50. Sie hat die Kinder erzogen, er hat gearbeitet. Er hat sie sitzenlassen und auch nicht gezahlt.
Könnte man das nicht auch wertneutral als "er hat sich von ihr getrennt" verfassen? Die von dir verwandte Wortwahl beinhaltet bereits eine absolut negativ konnotierte Wertung desjenigen. Er wird seine Gründe für die Trennung gehabt haben. Willst du ihm diese möglicherweise absprechen, weil du dich einzig aufgrund deines Geschlechts mit dieser Frau solidarisierst?
Sie wurde dann mehr oder weniger zum Sozialfall und mußte auch das Haus verlassen und sich eine kleine billige Wohnung suchen (das weiß ich, weil ich ihr zufällig mal einige Zeit nach dem Date mit ihrem Ex begegnet bin und ich sie aufgrund ihres Nachnamens ansprach, ob sie ihn kennt).
Daß er nicht zahlt, hatte er mir auch im Date erzählt und daß er durch alle Instanzen will.
Das ist schlimm und ja, hier müssen eindeutig besser und vor allem wirksamer greifende Mittel und Methoden zum Einsatz kommen, um derartige Fälle zumindest besser abfangen zu können.
 
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  • #309
Könnte man das nicht auch wertneutral als "er hat sich von ihr getrennt" verfassen? Die von dir verwandte Wortwahl beinhaltet bereits eine absolut negativ konnotierte Wertung desjenigen. Er wird seine Gründe für die Trennung gehabt haben. Willst du ihm diese möglicherweise absprechen, weil du dich einzig aufgrund deines Geschlechts mit dieser Frau solidarisierst?
.
ich solidarisiere mich nicht mit dieser Frau "einzig" aufgrund des Geschlechts. Ich kenne beide, seine Erzählungen über sie fand ich schon ziemlich daneben, wie abfällig er über sie sprach und was ihre Krankheit aus ihr gemacht hatte. Er sagte: "Was will man mit einem Partner, der immer den halben Monat krank ist und zu nichts zu gebrauchen ist".
Er prahlte damit, wie clever er doch ist und Mittel und Wege sucht, nicht zahlen zu müssen.
Ich kannte zufällig auch deren Haus (damals nicht wissend, um wen es sich handelt, geschätzter Wert ungefähr eine Million €) und ich weiß, daß diese Frau nun am Existenzminimum vegetiert.
Klar hatte er Gründe für die Trennung, er wollte eine Frau, die funktioniert, die ihm Essen zubereitet, das Haus in Schuß hält und sexuell verfügbar ist. Kann man ihm nicht verdenken. Soweit zum Thema "In guten wie in schlechten Zeiten".
 
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  • #310
Ich kenne dein Alter nicht, IMHO, aber ein Mann Mitte 50 hat bestimmt keine 30 oder 50 Jahre mehr die Fähigkeit zu beidseitig erfüllendem Sex :) Falls doch, schön für ihn :)
Es gibt viele, viele Männer, die ab 50, 55 Probleme mit Prostata und Potenz haben.
Nachtrag:
Geht es jetzt hier um eine Aufrechnung, wer was wie lange kann - oder eben nicht? Um darauf eine Begründung zu basieren, dass es nicht in Ordnung ist, wenn ein Mann sich aufgrund nicht erfüllendem (oder gar nicht mehr stattfindendem) Sex von einer Frau trennt - nur weil ein Großteil anderer Männer im Alter diesbezüglich nachlässt? Es sollte doch weiterhin eine Einzelfallbetrachtung möglich und erlaubt sein.
 
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  • #311
[QUOTE="MonDieu, post: 520826, member: 22453"
Es gibt viele, viele Männer, die ab 50, 55 Probleme mit Prostata und Potenz haben.[/QUOTE]

Ich hatte mit Anfang 40 schon einige solcher Männer, im ähnlichen Alter, kennengelernt:(.
 
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  • #312
ich solidarisiere mich nicht mit dieser Frau "einzig" aufgrund des Geschlechts. Ich kenne beide, seine Erzählungen über sie fand ich schon ziemlich daneben, wie abfällig er über sie sprach und was ihre Krankheit aus ihr gemacht hatte. Er sagte: "Was will man mit einem Partner, der immer den halben Monat krank ist und zu nichts zu gebrauchen ist".
Er prahlte damit, wie clever er doch ist und Mittel und Wege sucht, nicht zahlen zu müssen.
Ich kannte zufällig auch deren Haus (damals nicht wissend, um wen es sich handelt, geschätzter Wert ungefähr eine Million €) und ich weiß, daß diese Frau nun am Existenzminimum vegetiert.
Klar hatte er Gründe für die Trennung, er wollte eine Frau, die funktioniert, die ihm Essen zubereitet, das Haus in Schuß hält und sexuell verfügbar ist. Kann man ihm nicht verdenken. Soweit zum Thema "In guten wie in schlechten Zeiten".
Der Mann war bestimmt vor der Krankheit der Frau nicht anders. Wo bleibt da die Eigenverantwortung ? Augen auf bei der Partnerwahl !
 
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  • #314
Nachtrag:
Geht es jetzt hier um eine Aufrechnung, wer was wie lange kann - oder eben nicht? Um darauf eine Begründung zu basieren, dass es nicht in Ordnung ist, wenn ein Mann sich aufgrund nicht erfüllendem (oder gar nicht mehr stattfindendem) Sex von einer Frau trennt - nur weil ein Großteil anderer Männer im Alter diesbezüglich nachlässt? Es sollte doch weiterhin eine Einzelfallbetrachtung möglich und erlaubt sein.
die Einzelfallsbetrachtung deinerseits scheitert vermutlich an der Wahrscheinlichkeitsrechnung :)
ab einem gewissen Alter sollte sich jeder fragen, wie lange er wohl noch leben wird, wie lange er noch agil sein wird und wie wahrscheinlich es ist, daß er Potenzprobleme bekommt, Krebs oder einen Schlaganfall.Oder ob wir überhaupt noch den nächsten Sommer erleben werden, Corona und Co geschuldet.
Man kann nicht davon ausgehen, daß man in 5, 10 oder 20 Jahren noch so funktioniert, wie man es gerne hätte. Du hattest sogar von einer Spanne von 50 Jahren gesprochen, was ich sehr gewagt finde.
 
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  • #315
Ich kenne beide, seine Erzählungen über sie fand ich schon ziemlich daneben, wie abfällig er über sie sprach und was ihre Krankheit aus ihr gemacht hatte. Er sagte: "Was will man mit einem Partner, der immer den halben Monat krank ist und zu nichts zu gebrauchen ist".
Er prahlte damit, wie clever er doch ist und Mittel und Wege sucht, nicht zahlen zu müssen.
Im Ernst? Bei einem Date mit einer Frau erzählt er, wie er eine andere Frau um die ihr zustehenden Rechte prellt? Ich glaube, ich denke immer noch nicht schlecht genug über die Menschen. Das wirft mich im ganz, ganz seichten Glauben an eine bessere Welt wieder völlig zurück. :(
Ich kannte zufällig auch deren Haus (damals nicht wissend, um wen es sich handelt, geschätzter Wert ungefähr eine Million €) und ich weiß, daß diese Frau nun am Existenzminimum vegetiert.
Klar hatte er Gründe für die Trennung, er wollte eine Frau, die funktioniert, die ihm Essen zubereitet, das Haus in Schuß hält und sexuell verfügbar ist. Kann man ihm nicht verdenken. Soweit zum Thema "In guten wie in schlechten Zeiten".
Unabhängig von seinen persönlichen Beweggründen für die Trennung, steigt möglicherweise (und das würde meine These stützen) bei vielen die Rücksichtslosigkeit mit steigendem Wohlstand. Oder der Wohlstand basiert vielerorts auf der Rücksichtslosigkeit der Menschen.
 
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