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  • #226
Der Standpunkt von @Femail-Me und mir unterscheidet sich lediglich in der Tatsache , dass sie beim 1. Date Gespräche über Sex komplett ablehnt oder durch ihren Hinweis im Profil vermeiden will.
Cooler Lifehack.

Es kam mir zunächst unlogisch vor, etwas im Profil zu erwähnen, worauf beim Date kein Bezug genommen werden soll.
Aber dann überlegte ich, viele Frauen klagen, dass zu selten Bezug auf den Inhalt ihrer Profile genommen wird.

Insofern ist der Ansatz von @Femail-Me zumindest pragmatisch.
 
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  • #227
Das glaube nun gar nicht. Einer Beziehung, die ausschließlich auf Sex basiert, geht relativ schnell die "Substanz" verloren, zumal dieser zeitlich doch sehr begrenzte Bereich lediglich einen kleinen Teil des gemeinsamen Zusammenseins ausmacht. All zu lange dürften derartige Partnerschaften kaum überdauern..........

Ja, ohne Frage.

Worin bestünde denn die von dir erwähnte "Fiesheit"?

Liebe könnte auch sein, dass der erkrankte Mensch seinem Partner ohne moralischen Druck zumindest die Wahl lässt (und somit die Möglichkeit gibt) sein Leben so zu gestalten, wie dieser glaubt es tun zu müssen. Das kann selbstverständlich auch das Verbleiben in der Beziehung sein. Aber eben auch die Trennung.
Da gebe ich dir Recht! Nur dass in diesem Fall meine Freundin ihren Partner liebt auch ohne seinen kleinen Freund! Im Übrigen sollet man schon für den Partner da sein, wenn es ihm schlecht geht. Das trifft übrigens auch auf andere Freundschaften zu. Wenn es einem guten Freund schlecht geht möchte ich für ihn da sein und laufe nicht davon! Genauso in einer Partnerschaft. Es sei denn, der Wurm war schon vor der Erkrankung da, bzw. die Erkrankung lässt den Wurm erst so richtig sichtbar werden. Das ist dann eine andere Geschichte. Alles andere bedeutet für mich: sich aus der Verantwortung ziehen. Partnerschaft bedeutet nun mal Verantwortung! Sonst kannst du alleine bleiben.
 
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  • #228
Ich war schon immer dafür: Nicht reden, MACHEN.
Ja, genau. Aber bitte auf keinen Fall zu früh - aber auch nicht so spät. Und wenn's sich dann nicht einfach fügt? Dann probiert man noch eine gewisse Zeit lang weiter? Und wenn einer der Partner partout nicht zufriedenzustellen ist und keine gemeinsame Perspektive sieht, dann ist er/sie diejenige, der/die die/den andere(n) "nur wegen Sex" verlässt?
Mein Gott, Frauen fragen Männer doch auch nicht bei ersten Date, ob sie später spendabel sind, vorhaben ein Haus zu kaufen, wieviel Geld sie verdienen wollen und sie selbstverständlich immer zum Essen einladen.
Hm, dieser Vergleich hinkt ein wenig, weil sich viele Fragen bezüglich einiger dieser Bereiche durch die Handlungen und Verhaltensweisen oft früher und in alltäglichen Lebenssituationen ungleich unverfänglicher beantworten lassen.
 
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  • #229
Nur dass in diesem Fall meine Freundin ihren Partner liebt auch ohne seinen kleinen Freund!
Das ist ohne Frage schön für ihn.
Im Übrigen sollet man schon für den Partner da sein, wenn es ihm schlecht geht.
Sagt wer? Klar, in der Regel machen das sich liebende Partner auch. Nur wer will denn den Stab über jemandem brechen, der sich in solchen Fällen gegen den Verbleib beim Partner entscheidet? Mit welchem Recht könnte der "Verlassene" Vorwürfe gegen den Verlassenden erheben? Hat er dieses Recht auch, wenn eine Trennung aus anderen Gründen vollzogen wird? Und falls nein, wieso ausschließlich im Falle von gesundheitlichen Problemen?
Was wirft dieser Aspekt (lt. deiner Auffassung: Übernahme der Verantwortung für einen anderen Menschen) für ein Licht auf das Eingehen einer Beziehung? Will ich mich denn einem solchen Druck aussetzen, für jemand anderen aus "moralischen Gründen" da sein zu müssen?
Das trifft übrigens auch auf andere Freundschaften zu. Wenn es einem guten Freund schlecht geht möchte ich für ihn da sein und laufe nicht davon! Genauso in einer Partnerschaft.
So ist es ja in der Regel auch. Aber glaubst du, in der Position zu sein, jemandem, der seinen Partner verlässt, vorzuwerfen, "er/sie laufe davon"?
Wieso hebt der Faktor "Krankheit" eine Beziehung in den Status der "Nicht-Beendbarkeit"?
 
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  • #231
Wieso hebt der Faktor "Krankheit" eine Beziehung in den Status der "Nicht-Beendbarkeit"?
durch die moralische Verpflichtung einer Person und damit konform dem eigenen Gewissen handelnd....die Frage stellt sich auch bei der Pflege von alten Eltern oder für Kinder von erkrankten Eltern oder Geschwister eines Menschen mit Behinderung ( oder besonderen Bedürfnissen)
 
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  • #234
durch die moralische Verpflichtung einer Person und damit konform dem eigenen Gewissen handelnd....
Wer legt denn diese "Moral" fest? Und ja, der Handelnde ist ausschließlich seinem eigenen Gewissen gegenüber "verpflichtet" - aber doch nicht anderen gegenüber, oder?

"Die Gesellschaft" erwartet doch (moralisch) förmlich, dass sich Kinder um ihre alternden Eltern kümmern - haben sich doch letztlich die Eltern auch seinerzeit um die Kinder gekümmert. Nur: Die Kinder hatten ja gar keine Wahl. Sie waren einfach da - wurden nicht gefragt. Und das wiederum war eine Entscheidung der Eltern - nicht ihre eigene.

Wieso nehmen sich Menschen das Recht heraus, z.B. Kinder, die sich eben nicht um ihre Eltern kümmern, zu verurteilen? Wieso wirft man Menschen, die sich von erkrankten Partnern trennen, vor, "davonzulaufen", oder gar sich "schäbig" zu verhalten?
 
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  • #236
ja, ist eine schwierige Situation und bringt sicher so manche Zwickmühle mit sich, die Umgebung wird immer auch "mitkritisieren" oder "mitloben". Im schlimmsten Fall wird es ein neurotischer Konflikt.
 
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  • #237
Das ist ohne Frage schön für ihn.

Sagt wer? Klar, in der Regel machen das sich liebende Partner auch. Nur wer will denn den Stab über jemandem brechen, der sich in solchen Fällen gegen den Verbleib beim Partner entscheidet? Mit welchem Recht könnte der "Verlassene" Vorwürfe gegen den Verlassenden erheben? Hat er dieses Recht auch, wenn eine Trennung aus anderen Gründen vollzogen wird? Und falls nein, wieso ausschließlich im Falle von gesundheitlichen Problemen?
Was wirft dieser Aspekt (lt. deiner Auffassung: Übernahme der Verantwortung für einen anderen Menschen) für ein Licht auf das Eingehen einer Beziehung? Will ich mich denn einem solchen Druck aussetzen, für jemand anderen aus "moralischen Gründen" da sein zu müssen?

So ist es ja in der Regel auch. Aber glaubst du, in der Position zu sein, jemandem, der seinen Partner verlässt, vorzuwerfen, "er/sie laufe davon"?
Wieso hebt der Faktor "Krankheit" eine Beziehung in den Status der "Nicht-Beendbarkeit"?
Ohje ... warum so agressiv? Wenn man dich so liest könnte man meinen ein Anwalt würde gerade sein Plädoyer zu diesem Thema sprechen. Wo bleibt dein Gefühl? Wie schade! Aber Gott sei Dank kann das ja jeder für sich selbst entscheiden. Ich denke, du wirst in jedem Fall die für dich beste Lösung finden.
 
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  • #239
Ohje ... warum so agressiv? Wenn man dich so liest könnte man meinen ein Anwalt würde gerade sein Plädoyer zu diesem Thema sprechen.
Och, ich bin nicht aggressiv, habe jedoch aus deinen Beiträgen ("davonlaufen") eine Art "Vorwurfshaltung" gegenüber Menschen herausgelesen, die ihren Partner aus gesundheitlichen Gründen verlassen.
Keine Sorge, das bleibt ganz allein bei mir - und der von mir geliebten Partnerin. :)
Nur würde ich, nur weil ich persönlich (höchstwahrscheinlich) anders handeln würde, nicht mit dem (moralischen) Finger auf Menschen zeigen, die sich anders entscheiden würden. Das steht mir in keiner Weise zu. Und ich halte jegliche Entscheidung von Menschen in dieser Richtung für absolut berechtigt und legitim.
 
D

Deleted member 25487

  • #240
Tatsächlich könnte ich einen Angehörigen ausschließlich nur aus Liebe pflegen. Ich weiß, wovon ich spreche. Eine moralische Verpflichtung würde nicht genügen.

Für mich hat Liebe auch mehr als eine Säule, sogar mehr als zwei. Wenn Sex für einen Partner nicht möglich ist, gibt es i.d.R. Alternativen, auf die man sich verständigen kann.

Nein, @Megara, ich mache hier nicht den Dr. Sommer ;):)